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Humira-Behandlung bei Polyarthritis - Arzt gesucht (um Raum 42...)

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von AnitaMP, 6. Dezember 2010.

  1. AnitaMP

    AnitaMP Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich schreibe im Namen meiner Mutter (60 Jahre). Sie ist seit sieben Jahren an Polyarthritis erkrankt und klagt über ständige Verschlechterungen der Krankheitssymptome, wie z.B. nächtlicher Dauerschmerz, Gelenkverforfungen usw. Sie erhält seit längerer Zeit einmal monatlich Spritzen, welche sie von den Schmerzen weitesgehend befreien, jedoch nicht den Krankheitsverlauf eindämmen. Sie war schon bei vielen Ärzten und Rheumatologen und hat versucht, sich das Medikament Humira verschreiben zu lassen. Sie wurde jedoch häufig mit der Antwort abgetan, dass es ihr nicht helfen würde. Dabei ist die positive Wirkung in dem Zusammenhang durchaus bekannt.
    Kann mir jemand einen guten Rheumatologen im Umkreis SG, RS, W, ME, D, K empfehlen, der u.a. dieses Medikament verschreibt, bzw. den Krankheitsverlauf meiner Mutter ernstnimmt, und nicht nur Symptombewältigung betreibt? Ich muss den "Erfahrenen" unter euch natürlich nicht sagen, dass das eine erhebliche psychische Belastung für meine Mutter darstellt; so ist sie in der letzten Zeit häufig weinend aus Arztpraxen nach Hause gekommen.

    Für eure Rückmeldung bin ich euch jetzt schon sehr dankbar!
     
  2. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo anita,

    kann dir zwar keinen rheumatologen für deine mutter empfehlen, wohne nicht in deiner gegend, muss aber etwas grundsätzliches zu humira sagen. man bekommt humira erst dann verschrieben, wenn mindestens 2, wenn nicht sogar 3 andere basistherapien wie z.b. mtx, sulfasalazin oder arawa, erfolglos waren oder nicht vertragen wurden. allerdings nur mit schmerzmitteln behandeln, das liegt dann sicher am rheumatologen.

    so war es bei mir. humira hat dann allerdings auch nur für ca.1 jahr geholfen, dann ließ die wirkung wieder nach.

    liebe grüße
    christi
     
  3. MadCat

    MadCat Neues Mitglied

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    Was für Spritzen bekommt sie denn aktuell? Einmal monatlich und dann weniger Schmerzen spricht ja doch schon für etwas anderes als Schmerzmittel.

    Ansonsten muss ich mich meinem Vorredner leider anschließen, kein Arzt wird mit Humira - was eh nicht zwangsläufig das Mittel der Wahl sein muß - beginnen, sondern erst "normale" Basis-Therapien ausprobieren. Schon alleine weil Humira ein großer Kostenfaktor ist und die Krankenkassen diese sonst u.U. nicht übernehmen.
     
  4. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hallo,

    auch ich kann dir keinen Rheumatologen in deiner Nähe vorschlagen. Aber das stimmt, Humira bekommt man nicht einfach so.... Es ist ein sehr teures Medikament. Und wie schon beschrieben, man bekommt es nur, wenn 2 andere Mittel erfolglos blieben oder nicht vertragen wurden. In manchen ausnahmefällen kann Humira allerdings auch sofort verschrieben werden. Da muss der Verlauf sehr schwer sein und die Erkrankung sehr aggressiv sein. Humira kann jeder Rheumatologe verschreiben. Aber mit "Hallo, verschreiben sie mir jetzt sofort Humira" kommt man nicht weit! Da wird man dann (so denke ich) für balla balla erklärt. Ich habe 3 Basistherapien (Sulfasalazin, MTX und Arava) bekommen bevor ich dann Humira bekommen habe. Ich werde nun seit 2 1/2 Jahren mit Humira behandelt. Man muss auch bedenken, es sind keine Bonbons die man da bekommt. Es bremst das Immunsystem aus und ich denke bei älteren Personen sollte da ganz genau darauf geachtet werden ob es sinnvoll ist, so ein Medikament zu geben. Da ältere Personen (so denke ich) eh anfälliger für Infekte sind.

    Liebe Grüße

    Kristina
     
  5. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo, ich hätte gerne Humira

    so geht es wirklich nicht. Nur ein Rheumatologe darf das Medikament verordnen und nur - wie schon von anderen vorher geschrieben - wenn der Verlauf ganz besonders aggressiv ist oder mindestens zwei Basis-Medis nicht einen akzeptablen Erfolg gebracht haben. Bei mir waren das auch MTX, Arava und Sulfasalazin. Humira hörte nach etwas mehr als zwei Jahren auf zu wirken und Simponi - habe ich ein Jahr gespritzt - hat auch nicht ansatzweise so gewirkt wie Humira als das noch wirkte.
    Ein wichtiger Aspekt ist die starke Einflussnahme auf das Immunsystem. Deshalb wird jeder verantwortungsvolle Arzt dreimal überlegen, ob er einem betagten oder mindestens schon deutlich älteren Menschen ein solches Medikament verordnet, ganz besonders dann wenn vielleicht schon andere Erkrankungen da sind.
    Außerdem muss natürlich 100 %-ig sicher sein, dass es sich um eine entzündliche rheumatische bzw. Systemerkrankung handelt, denn sonst macht ein Medikament wie Humira keinen Sinn.
    Liebe Grüße
    Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003
     
  6. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Was Humira angeht, kann ich nichts anderes sagen als was meine
    Vorschreiberinnen schon getan haben.
    Ich habe selber Humira und muss schon sagen, für das Immunsystem ist das kein Klacks!

    Aber scheinbar bekommt Deine Mutter ja schon ein Medikamnet. Was ist es für eins? Vielleicht hat hier ja noch jemand eine Idee.
    Und warum soll es denn unbedingt Humira sein? Es gibt doch noch so viele
    andere solche Basismedikamente?

    Es kann ja auch gut sein, dass sie einfach nicht mehr ganz schmerzfrei wird, das geht vielen von uns so!
    LG Arielle
     
  7. AnitaMP

    AnitaMP Neues Mitglied

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    Erst einmal danke für die vielen Antworten!

    Es sieht so aus, dass meine Mutter bereits bei einem Rheumatologen war, der sie nach der Blutabnahme und -untersuchung jedoch wieder an ihren Hausarzt weitergeleitet hat. Dieser sollte sie mit bestimmten schmerzlindernen Medikamenten behandeln (irgendwelche Tabletten, aber nicht die von euch genannten Medikamente).
    Außerdem wird ihr einmal im Monat eine Cortisonmischung in die betroffenen Gelenksregionen gespritzt, derren Wirkung meistens ca. einen Monat lang anhält.
    Auch war sie bereits im Rheumazentrum in Düsseldorf. Dort wurde ihr nach der Behandlung vom Arzt/ Rheumatologen? bestätigt, dass sie Polyarthitis hat. Auch äußerte sich der Arzt ihr gegenüber, dass es derzeit keinerlei Mittel auf dem Markt gäbe, die ein Voranschreiten der Krankheit eindämpfen würden.
    Er hat sie daraufhin ebefalls mit einem Brief für den Hausarzt entlassen. Meine Mutter hat ihn aus Neugier geöffnet und musste feststellen, dass der behandelnde Arzt wieder nur empfohlen hat, die Schmerztherapie mit den bereits verwendeten Schmerzmitteln fortzusetzen.

    Liegt es vielleicht an dem fortgeschrittenen Alter meine Mutter, dass die Ärzte augenscheinlich so unbemüht wirken?

    Es wurde weder eine Therapie mit MTX, Arava oder Sulfasalazin in die Wege geleitet.

    Wie kann das sein?

    Und vor allem: Was kann sie noch tun?
    Ist sie an die falschen Ärzte gekommen?
     
  8. arielle

    arielle Neues Mitglied

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    Was hat sie denn für Tabletten?
    Es ist normal, dass der Rheumatologe den Patienten wieder
    zum HA schickt zur Behandlung.
    Cortisonspritzen sind ja schonmal ein Zeichen, dass man die
    Entzündungen zu bekämpfen versucht.
    Es spielen immer mehrere Faktoren mit bei der Entscheidung zu oder gegen ein Medikament.
    Es müssen nicht unbedingt die oben genannten Medis sein, es gibt da noch viele Möglichkeiten.
    Warum begleitest Du Deine Mutter denn nicht zum Arzt und informierst
    Dich?
    HAt Deine Mutter den Arzt schon auf ein anderes Medi angesprochen und was hat er gesagt?
     
  9. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Deine Mutter ist ja offensichtlich bei mehreren Ärzten - auch im Rheuma-Zentrum - gewesen. Es kann nicht sein, dass alle Ärzte deine Mutter nicht oder falsch behandeln.

    Kurz gesagt:
    Irgendetwas wird bei deiner Mutter gegen eine Basistherapie sprechen - wenn sie denn tatsächlich keine bekommt (vielleicht kannst du hier mal ihre Medikamente posten, die sie so bekommt?). Hat sie vielleicht andere Erkrankungen, weswegen sie keine Rheuma-Medikamente nehmen darf?

    Ich an deiner Stelle würde das nächste Mal mit zum Arzt gehen. 4 Ohren hören einfach mehr als 2 - und so bist du aus 1. Hand informiert und musst dich nicht auf das verlassen, was deine Mutter in der Aufregung vielleicht falsch verstanden hat.
     
  10. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    meine Mutter ist inzwischen 75 Jahre alt und bekommt auch keine Basistherapie. Sie hat in den letzten 35 Jahren vier verschiedene Arten von Krebs gehabt, lebt mit extremem Bluthochdruck, ist sehr schlank um nicht zu sagen dünn und muss seit längerer Zeit Macumar nehmen. Es wäre lebensgefährlich für meine Mutter wenn sie eine immunsupressive Behandlung bekäme. Auch sie bekommt - wie Deine Mutter - alle paar Wochen einen Cocktail aus Cortison und Procain (stark schmerzstillendes Mittel) in die am schlimmsten schmerzenden Gelenke. Wenn es irgendwie aushaltbar ist nimmt sie keine Schmerzmittel wegen des Bluthochdrucks und starker Magen-Darm-Probleme die sich unweigerlich einstellen.
    Ich denke, dass es bei Deiner Mutter ähnlich ist.

    Liebe Grüße
    Gabi, bibi - ro-lerin seit 06/2003
     
    #10 9. Dezember 2010
    Zuletzt bearbeitet: 10. Dezember 2010
  11. uli

    uli Mitglied

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    Wenn deine Mutter im „Rheumazentrum in Düsseldorf“ war, kann sie eigentlich nur am Ev. Krankenhaus oder in der Uniklinik gewesen sein. Beides sind sehr gute Adressen. Wenn sie dort nicht entsprechend mit Medikamenten eingestellt wurde und jeden Monat Cortisoninjektionen erhält, spricht sehr viel dafür, dass sie keine Arthritis, sondern eine Arthrose hat. Diese kann man nicht heilen, sondern nur lindern. Ich würde dir daher dringend empfehlen, die Arztbriefe an den Hausarzt deiner Mutter zu lesen, bevor du dich weiter erkundigst. Deine Mutter hat einen Rechtsanspruch auf die Aushändigung aller Unterlagen. Wenn du die Briefe vorliegen hast, kannst du uns ja mitteilen, was dort steht, dann können wir dir vielleicht weiterhelfen.

    Uli
     
  12. AnitaMP

    AnitaMP Neues Mitglied

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    Vielen Dank an euch alle.
    Ich werde heute Abend mit meier Mutter telefonieren und sie zum Thema noch einmal eingehend befragen.
    In der Tat werde ich selbst gerade ein wenig stutzig.
    Sie hatte mir nur, wie oben schon erwähnt, versichert, dass der Arzt ihr eine Polyarthritis bestätigt hat....

    Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

    LG
     
  13. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo!

    Vielleicht hat sie ja auch eine Polyarthrose.

    gruss Meerli