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Hora Thread bezgl. Therapien

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Hora, 10. Juli 2012.

  1. Hora

    Hora Neues Mitglied

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    Danke Pezzi,

    das hört sich interessant an.:top:
     
  2. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Hora:
    Zuerst mal herzlich willkommen hier im Forum.
    Das mit dem Zusammenhang mit der Psyche hört sich schon sehr interessant an.
    Es ist ja nachgewiesen, dass Körper, Geist und Seele eng zusammenhängen, und wenn eins der drei gestört ist, dann leiden auch die anderen beiden darunter. Also ist es immer sinnvoll zu schauen, ob ich irgendwo im geistigen oder seelischen Bereich meinen Weg ändern sollte.

    Leider ist aber das Leben an sich kein Honiglecken, auch ohne Krankheit ist es das nicht. Es gibt so viele belastende Umstände im Leben, die man nicht ändern kann, gerade im sozialen Bereich. Jedoch kann man seine innere Einstellung dazu ändern und innerlich gesund werden, sich z. B. von Ängsten befreien, unwichtigen Ballast abwerfen usw. Wenn man das allein nicht schafft, kann eine Psychotherapie sehr hilfreich sein, wobei man bedenken muss, dass die Psychologen sehr überlaufen sind und man schlecht einen Termin bekommt, und dann muss auch die Chemie stimmen und der Psychologe wirklich kompetent sein.
    Auch ein fester Glaube kann helfen, die Seele zu heilen. Das war mein Weg. Wer damit Probleme hat, muss einen anderen Weg finden. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und darf sich nicht fremdbestimmen lassen.

    Bei mir gab es so einige Theorien, warum ich Rheuma habe. Die erste war meine psychosoziale Belastung, die ich nicht einfach so abwerfen konnte. Ich hätte diesen Ballast zwar abschütteln können, aber damit hätte ich mir neuen Ballast aufgebürdet, der vielleicht viel schwerer gewesen wäre. Aber da habe ich mich gewundert, dass das Rheuma erst kam, als meine Seele schon auf dem Weg der Heilung war und ich mit der Belastung ganz anders umgehen konnte als früher.
    Die zweite Theorie von ganz gescheiten Christen war, dass in mir noch eine große Sünde schlummert, die noch nicht hervorgeholt wurde oder dass ich nicht genügend um Heilung gebetet hätte. Das kann ich mit gutem Gewissen verneinen.

    Man wollte mich auf die Psycho-Schiene schieben, da ja das Rheuma nicht nur eine Autoimmunerkrankung ist, sondern auch eine Autoaggressionserkrankung. Man kommt mit irgendwas Schwerem psychisch nicht zurecht, der Körper reagiert aber irgendwie darauf und greift sich selber an. Seltsamerweise kam bei mir das Rheuma erst, als ich zu meinen Problemen eine andere Einstellung bekam und ich gelernt hatte, das nicht mehr als Probleme, sondern als Herausforderung zu sehen. Meine Heilpraktikerin, die versucht hat, da anzusetzen, konnte mir leider auch nicht helfen. Ich gehe die "Herausforderung" inzwischen sehr gelassen an und sehe sie nicht mehr als mein "Leiden" an. Eigentlich hätte sich dann das Rheuma verbessern müssen, aber das Gegenteil ist der Fall, es wird von Jahr zu Jahr ein kleines bisschen schlimmer.

    Es ist aber klar: Wenn z. B. eine Frau abgetrieben hat und damit nicht zurechtkommt, ist es eine schöne Angriffsfläche für Krankheiten. Oder wenn Jemandem in der Kindheit Schlimmes angetan wurde und das nie wirklich verarbeitet werden konnte, dann kann man irgendwann mit Krankheiten (egal ob körperlich oder seelisch) rechnen. Denn das Unbewusste vergisst nichts, was nicht verarbeitet wurde. Irgendwann geht die Schublade auf, in die man das Trauma gesteckt hat, um überleben zu können, das Unbewältigte kommt heraus und äußert sich in irgendwelchen Beschwerden, weil es sich sonst nicht äußern kann.

    Ich denke also: Jeder, der chronisch krank ist, sollte in sich gehen und schauen, woran die Seele leidet. Ich bin alt genug zu wissen, dass jeder Mensch seine seelischen Verletzungen abbekommt, auch schon in der Kindheit, es aber darauf ankommt, wie damit umgegangen wird, ob die Verletzungen geheilt werden konnten, indem sie verarbeitet wurden, oder ob sie verdrängt wurden und im Innersten schwelen. Letzteres kann man sich dann so vorstellen, wie wenn man ein rostiges Schwert in der Seele hätte.
    Ich habe früher immer alles verdrängt. Vor über 10 Jahren erst lernte ich zu verarbeiten und heil zu werden. Aber erst danach wurde ich krank. Es half mir nichts, die Krankheit zurückzuweisen und nicht anzunehmen. Ich musste sie erst annehmen und dann konnte ich den Kampf aufnehmen.
    Noch ein Tipp, Hora: Wenn du deine Ernährung umstellen willst, was sehr sinnvoll ist, kann ich dir gute Tipps geben.
     
  3. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ alle:
    Die ersten Beiträge dieses Threads zeigen, dass unsere gängigen Medikamente anscheinend nicht in der Lage sind, an der Ursache der rheumatischen Erkrankungen anzusetzen und diese auszuschalten. Ich hab nun wegen Zeitmangels nicht alle Beiträge gelesen. Aber das bestätigt, dass Rheuma bisher nicht heilbar ist und unsere Immunsuppressiva nur die Leiden lindern können. Das sehe ich auch an mir selber. Obwohl ich fast immer medikamentös gut eingestellt war und mit wenig Schmerzen (aber leider mit argen Erschöpfungszuständen) einigermaßen gut zurechtkomme, verschlimmert sich mein Rheuma Jahr für Jahr und hat mir bereits einige Gelenk- und Weichteilschäden beschert.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass unsere kaputte Umwelt sehr an den Krankheiten Anteil hat. Noch nie hat es so viele Krebserkrankungen gegeben, die immer schneller und aggressiver werden. Es ist erwiesen, dass in der Nähe von Atomkraftwerken die Krebsrate höher ist als sonst. Und es kann mir keiner erzählen, dass wir von den großen Atomkatastrophen nichts abbekommen haben. Auch die Allergien und Hauterkrankungen werden immer mehr. Das gab es in meiner Kindheit alles noch nicht, zumindest nur im kleinen Ausmaß. Und so, denke ich, ist es auch bei den rheumatischen Erkrankungen, dass der Körper auch auf all die Umweltgifte reagiert.
    Für unseren ständigen Fortschritt und das große Wirtschaftswachstum bezahlen wir einen hohen Preis.
     
  4. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    @ Nachtigall

    auch ich bin krank geworden, NACHDEM ich mein Leben komplett geändert habe und mich von allem getrennt habe, was mir nicht gut getan hat...

    ich hatte viele Jahre vorher immer schon das Gefühl "ich muss was ändern, sonst werde ich krank"... aber ich hatte es ignoriert und wollte es nicht wahrhaben...
     
  5. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Sprodde,
    hast du dann das Gefühl, dass du von den früheren Problemen im Nachhinein krank geworden bist? Normalerweise wird man ja zuerst krank und ändert daraufhin sein Leben.
     
  6. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    @ Nachtigall

    ich weiß es nicht, ich glaube, die Krankheit war "schon auf dem Weg", als ich mein Leben änderte...

    d.h. ich änderte die ÄUßEREN Umstände (Trennung/Scheidung)... genau 1 Jahr später brach sie aus, und dann begann ich erst, alles zu hinterfragen... und weil ich mich auf mich selbst konzentrierte fand auch eine INNERE Wandlung statt... mit Hilfe von Psychotherapie, Familienstellen u.ä.

    d.h. die WIRKLICHE ÄNDERUNG fand wohl erst nach dem Ausbruch der Krankheit statt... (ist schon irre, das wird mir jetzt grad beim Schreiben bewusst)

    ich habe die Krankheit (PMR) akzeptiert und kann stückweise die Medis senken... bekomme Erwerbsminderungsrente und kann das tun, was mir gut tut, und nicht das, was andere von mir erwarten...
     
  7. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    Kukana

    hat die letzten Beiträge in ihrem Thread hierher verschoben, deshalb kopiere ich hier den Anfang von Horas Beitrag ein:



    Zitat:
    [h=2]Ganzheitlichkeit[/h]
    An den Hochschulen wird für die Entstehung von Erkrankungen gelehrt, das nicht nur biologische Komponenten die Ursache einer Erkrankung sein können. Man spricht hier von bio-psycho-sozialer-Komplexität.
    Dies bedeutet 1. Teilkomponente biologische Ursache (Auswirkung), 2. Teilkomponente psychologische (seelische) Ursache (Auswirkung) und 3. Teilkomponente soziale Auswirkung (Ursache).

    Da eine biologische Heilung für rheumatoide Arthritis zur Zeit für uns nicht verfügbar zu sein scheint, sollten wir darüber nachdenken, ob wir selbst an den anderen beiden Komponenten etwas ändern können.

    Nicht umsonst gibt es den medizinischen Fachbereich der Psychosomatik.

    Also sollten wir, mit einer Autoimmunerkrankung (Mein Immunsystem greift meine gesunden Zellen an),anfangen darüber nachzudenken,- was können wir psychisch ändern um eine Besserung der Symptomatik herbeizuführen. Ich habe keine Lust zu warten bis jemand noch irgendeine "Pille" erfindet, die dann wieder Nebenwirkungen hat.

    Ich bin am darüber nachsinnen ob es möglich sein könnte eine Besserung herzustellen über eine Veränderung der Einstellung über mich selbst.
    Also "was kann ich an mir nicht leiden und warum will ich es angreifen (vernichten usw.)"
    Hat sich damit schon mal jemand auseinandergesetzt?

    Habe meine Diagnose heute erst bekommen.- Und habe beschlossen, das ich diese Erkrankung nicht bis an mein Lebensende behalten möchte.

    Lustige Grüße zum Nachsinnen

    Hora
     
  8. Hora

    Hora Neues Mitglied

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    Danke Sprodde und Nachtigall,

    eure Beiträge sind sehr interessant. Darüber muss ich noch ein wenig nachsinnen.

    @ Nachtigall, was wären denn das für Ernährungstipps?
     
  9. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Hora:
    Es gibt da ein sehr gutes Ernährungsbuch von einem Arzt, der über 20 Jahre lang die Zusammenhänge von Ernährung und rheumatischen Entzündungen erforscht hat. Er hat ein gutes Konzept entwickelt, und es ist auch alles sehr gut erklärt mit all den physiologischen Vorgängen im Körper, was Entzündungen hemmt oder fördert. Vieles weiß man ja eh schon. Schau mal nach folgendem Link, da kann man es bestellen:
    http://www.amazon.de/Di%C3%A4t-Rat-bei-Rheuma-Osteoporose/dp/3775005773/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1342545948&sr=1-1
    Dr. Adam schreibt, dass schon viele ihre Medikamente reduzieren konnten, weil sie sich an diese Diät gehalten haben. Ich hab mir das Wichtigste herausgeschrieben. (Muss erst rausfinden, wie das mit den Anhängen geht. Hab auch versucht, meinen Text einfach so reinzukopieren, das ging aber nicht.)
     
    #9 17. Juli 2012
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2012
  10. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Sprodde:
    Wenn die Krankheit durch deine angeschlagene Psyche ausgebrochen ist, egal ob vor oder nachdem du dein Leben geändert hast, dann müsste sie sich eigentlich wieder zurückbilden, da du diese innere Wandlung durchgemacht hast. Dann würde man sehen, ob das schuld war oder ob es nur ein bisschen dazugeholfen hat.
    Ich kann mir das bei mir schon vorstellen, dass meine psychische Belastung etwas dazugeholfen hat, krank zu werden. Aber dass sie die Ursache sein soll, kann ich nicht glauben. Und da ich auch eine innere Wandlung durchgemacht habe, müsste ich eigentlich körperlich auch wieder gesünder werden. Aber im Gegenteil: Ich werde immer kränker. Aber ich nehme das alles gelassen, nehme es als meinen (wenn auch lästigen) Begleiter an, wobei ich nichts dagegen hätte, wenn sich dieser mal verziehen würde. :o
     
  11. a-poempi

    a-poempi Neues Mitglied

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    Ist es denn wirklich wichtlig zu wissen, was die Krankheit ausgelöst hat? Aber ich finde hier alles sehr spannend zu lesen und dsa mit den veschiedenen Ansätzen zur Entstehung einer Krankheit deckt sich auch mit dem, was ich gerade aktuell über die Entstehung von Krebs lese und diskutiert wird. Welchen Einfluss hat Streß und welchen Einfluss hat die Ernährung?? Warum gibt es in Asien viel weniger Krebserkrankungen wie hier in Europa (das trifft sicherlich auch für Rheuma zu). Ein wesentlicher Faktor spielt da z.Bsp die Ernährung zumindest in der Krebsentwicklung. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel ist teilweise verantwortlich für das Wachsen von Tumoren, aber auch bei der Entstehungen von Entzündungen. Insofern kann man sich sicherlich auch über eine bewusste Ernährung auch Erleichterung schaffen. Streß wiederum schlägt sich auf die Produktion von bestimmten Hormonen nieder, was auch wiederum zu mehr Entzündungen führen kann. Cortision auch ein Hormon wiederum veranlasst, dass Entzündungsprozesse gehemmt werden.
    Irgendwie hängt doch alles miteinander zusammen und letztendlich entscheiden wahrscheinlich wirklich die Umstände, in denen wir leben und die Gene für dsa, was wir jetzt haben oder wo wir jetzt sind. Ich frage mich dann immer, wann wo hätte ich was anders in meinem Leben machen sollen??? Und so mehr ich das ganze hinterfrage komme ich zu neuen Fragen und letztendlich hilft es mir nicht weiter. Hätte ich vielleicht die Umstände geändert oder ändern können, wäre vielleicht meine westliche Ernährungsweise der Alleinige Auslöser gewesen, oder nicht?? Man weiß eben noch so wenig was zu Rheuma führt und warum es der eine bekommt und der andere aus der vielleicht selben Familie, selben Umstände ncht. Also versuche ich ein paar Ernährungsregeln zu beachten (wenig Zucker, kein Weizenmehl (auch weil es sofort in Kohlenhydrate umgewandelt wird) und versuche meine Psyche irgendwie fit zu halten, Gelassenheit und ab und an einen netten Abend unter Freunden. Das einzige was ich nicht ändern kann sind meine Gene.
    Euch einen schönen Abend und wenig Schmerzen,
    Petra
     
  12. Hora

    Hora Neues Mitglied

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    @ Nachtigall und Sprodde,

    ich habe das so verstanden, dass eine Erkrankung keine "einzelne" Ursache hat sondern alle drei Komponenten zusammenhängen.

    Und das sich alles langsam entwickelt also mal einen "Tropfen Psyche" ins Fass, dann wieder einen Tropfen "Körper" und einen Tropfen oder auch zwei soziales Umfeld usw. ...- bis irgendwann das Fass voll ist und überläuft.- Und dann plötzlich einfach so (so war es jedenfalls bei mir)starke körperliche Schmerzen ohne Vorankündigung mitten in der Nacht,- die dann "wellenförmig" (mal stärker, sehr stark und schwächer) einfach für lange Zeit geblieben sind. Ohne Kortison auch noch da wären.

    Also müßte sich das Ganze auch wieder so "auflösen", mal davon ein bisschen abbauen, mal daran ein bisschen (oder auch mehr) arbeiten, sich mal hier was gutes tun usw.

    Ich befürchte nur das es wirklich harte Arbeit ist und es mindestens genauso lange dauert sich zu bessern wie es auch gedauert hat zu entstehen.

    @Nachtigall, Danke für den Buchtip.
     
  13. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Petra,
    ich denke, du hast vollkommen recht. Unsere vorige Diskussion basiert ja auch auf reinen Spekulationen. Genau weiß man es sowieso nie, deshalb denke ich eigentlich sonst nie darüber nach. Aber wenn es schon angesprochen wurde, dann kann man das auch ein bisschen ausführlicher besprechen. Denn wenn man gute Ansätze hat, dass entweder was mit der Psyche nicht so passt oder dass man sich falsch ernährt, dann kann man versuchen, etwas daran zu ändern. Das könnte evtl. die Erkrankung etwas verbessern. Wobei es bei mir bisher vergeblich war. :(
    Ich frage mich deshalb nicht mehr, was ich hätte besser machen sollen, lasse die Vergangenheit vergangen sein. Ich hab aus meinen Fehlern gelernt und tue mein Bestes in allen Bereichen. Mir geht es seelisch sehr gut trotz aller Widrigkeiten, die im Leben eben nun mal da sind, versuche, meine Ernährung umzustellen und mich, so gut es geht, viel zu bewegen. Auf jeden Fall schaue ich auf mich und tue das, was mir gut tut, soweit es möglich ist. :)
     
  14. Hora

    Hora Neues Mitglied

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    @a-poempi,

    um auf Deine Frage mit dem Stress zurückzukommen, gibt es sicherlich unterschiedliche hormonelle Reaktionen im Körper, (ja und auch Kortison ist ein wichtiges Stresshormon, welches der Körper zur Steuerung benötigt)- aber sie alle werden nun mal über verschiedene Steuerzentren kontrolliert.

    Allerdings ist erst langanhaltender Dauerstress (distress) schädlich, kurzwirksamer Stress (eustress) z.B. hochzeitsvorbereitung o.ä. kann durchaus anregend und leistungssteigernd sein.
    Ob man etwas als belastenden negativen Stress erlebt hängt von der Situation ab: zB. vor einer Prüfung o.ä. kann ich nicht weglaufen, - sondern ich steuere auch noch direkt darauf zu,- muss diese Situation also aushalten,- wie ich dieses Aushalten hinbekomme und bewerte hängt von meinen bisherigen Erfahrungen und Problemlösestrategien ab, die ich in meinem Leben entwickelt habe.
    Sehr spannendes Thema, was mit dem Teilgebiet der emotionalen Kompetenz zu tun hat. Studien zufolge meistern Menschen mit hoher emotionaler Kompetenz angeblich Stressituationen besser...
    An dem Thema bin ich auch interessiert und lerne und lerne und übe..
     
  15. Hora

    Hora Neues Mitglied

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    @ Nachtigall,
    ja das empfinde ich genauso.

    Und wenn ich auch nur schon das Gefühl habe, das ich eine Chance habe etwas zu verbessern, fühlt es sich jedenfalls besser an als Hoffnungslosigkeit!

    Vielleicht kann man auch nicht immer was verbessern,- manchmal ist es ja schon viel Wert den "Status Quo" überhaupt aufrecht zu erhalten.

    In diesem Sinne...
     
  16. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    Wenn man über viele Jahre es nicht schafft, seine Aggressionen und seine Wut auch mal rauszulassen und unverarbeitete Gefühle der Kindheit nicht auch mal herausschreien kann, sondern immer alles schluckt und sich anpasst, wundert es mich nicht, wenn der Körper irgendwann Aggressionen gegen sich selber richtet. Bei mir passt das jedenfalls. Aber das ist nur eine Möglichkeit und bei jedem individuell zu betrachten. Ich glaube, manchmal trägt man diese Last auch stellvertretend für ein anderes Familienmitglied. Aber auch das ist nur MEINE Überzeugung.

    Man kann psychotherapeutisch an die Sache herangehen oder spirituell, seine Ernährung umstellen, mit Kräuter oder Tees behandeln, entsäuern oder was weiß ich noch alles. Der ein oder andere findet vielleicht Erleichterung dabei, schubfreie Zeiten oder möglicherweise sogar Heilung. Aber so individuell wie die Krankheit ist, so individuell ist auch die Behandlung. Eine schwere rheumatische Erkrankung, die sich manifestiert hat, ist meiner Meinung nach nicht heilbar. Darüber zu spekulieren, was man hätte anders machen sollen, bringt einen jedenfalls nicht weiter. Annehmen was ist und das beste draus machen.

    Sich selber Wert schätzen und sich Gutes tun, eine gesunde Ernährung z.B. kann dazu gehören. :)
     
  17. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Sprodde:
    Da kann ich dir nur recht geben.
    Solange man Aggressionen schluckt, bleiben sie drin und müssen sich trotzdem irgendwie äußern. Das muss nicht unbedingt Rheuma sein, kann sich in allen möglichen Krankheiten manifestieren.
    Das mit dem Lasten tragen für andere ist auch so eine Möglichkeit, das kenne ich auch. Es sind meist hochsensible Menschen, die es sofort spüren, wenn andere nicht zurechtkommen, sie tragen dann die Lasten der anderen mit (bewusst oder unbewusst), nicht nur für Familienmitglieder, der Personenkreis kann auch viel größer sein. Der springende Punkt ist nur, ob man darunter leidet oder nicht, ob man die Lasten wieder abgeben kann, ob man sich als Opfer fühlt oder nicht.
    Alles ist individuell zu betrachten, jeder muss auf seine Art sein Leben bewältigen. Die Ursachen dafür sind meist gar nicht so wichtig, wichtig ist, was man daraus macht. :)
     
  18. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    Das sehe ich genau so. Borderliner kämen mir da spontan in den Sinn, was unterdrückte Aggression angeht, wobei da eventl. noch ein tiefes Gefühl der Wertlosigkeit hinzu kommt...

    Je nachdem, welche Art von Gefühlen oder Ängsten unterdrückt werden oder wie man gestrickt ist, kann sich z.B. Burnout oder möglicherweise auch Krebs entwickeln...


    Ich glaube, dass jede Krankheit eine seelische Komponente hat. Selbst jemand, der ständig verschnupft ist, könnte sich fragen, wovon er denn die Nase so voll hat...

    Ist aber auch wieder meine persönliche Anschauung, die andere vielleicht "spinnert" finden...
    macht mir aber nix


    Ich glaube, dass das unbewusst geschieht, auf seelischer Ebene sozusagen. Und darum kann das nur auf seelischer Ebene gelöst werden. Aber auch da muss jeder seinen eigenen Weg finden...

    Ich sage mir immer: Was ich in diesem Leben gelernt habe, brauch ich im nächsten nicht... da nehme ich dann den einfachen Weg ;)
     
    #18 18. Juli 2012
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2012
  19. iburger

    iburger Neues Mitglied

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    das kenne ich auch nur zu gut

    Hallo,

    die Sache mit den Agressionen und der aufgestauten, ohnmächtigen Wut kenne ich nur zu gut. Bei mir liegt der Ursprung wohl in meiner Kindheit, mein Vater hat z.B. gerne seine Machtspielchen gespielt, wenn ich etwas nicht tun wollte, kam regelmäßig der Spruch "gut, du musst nicht, ABER DU WIRST SCHON SEHEN; WAS DU DAVON HAST; DU BRAUCHST MICH JA AUCH MAL WIEDER". Oder "was ich darf, das darfst du noch lange nicht" ohne Begründung, warum. Letztendlich ging es ihm immer darum, seine Machtposition auszudrücken. Meine Psoriasis in der Kindheit, Gallensteine und Koliken (stehen für Wut) und später dann die Polyarthritis drücken diese Problematik aus.

    Leider ist es oft so, dass die Erkrankung sich irgendwann verselbstständigt und eine Eigendynamik, da hilft dann auch das Wissen um die Auslöser und die Gründe nicht weiter. Außerdem muss das auch alles nicht nur gewusst, sondern auch verarbeitet werden. Ich reagiere heute noch auf emotionale Erpressung in jeder Form (z.B. ich habe doch alles für dich getan, und das ist jetzt der Dank) äußerst allergisch und bin auch nicht mehr bereit, mich irgendwelchen unsinnigen Zwängen zu unterwerfen, wobei mir durchaus klar ist, dass es Sachzwänge gibt und diese dann akzeptiert werden müssen.

    So, jetzt ist es genug. Humor ist wenn man trotzdem lacht, und das tue ich gern und viel. Ok, an manchen Tagen hänge ich auch mal durch, aber am nächsten Tag ist das dann wieder gegessen. Bei mir hat es auch viel mit meiner Einstellung zu tun, ich bin dankbar dafür, dass es mir so gut geht und ich in einem Land lebe, in dem die medizinische Versorgung trotz Gesundheitsreform gut ist, wenn auch nicht optimal. Vielen Menschen geht es wesentlich schlechter als mir. Ich habe ein Dach überm Kopf, habe ausreichend zu essen und zu trinken, viele Bücher, mein Internet, Katze und noch so viel mehr (nur Geld könnte gern etwas mehr sein ;)).

    Ich wünsche Euch allen einen gemütlichen, stress- und schmerzfreien Tag.

    Liebe Grüße, Ina
     
  20. Sprodde

    Sprodde Mitglied

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    @ Ina

    so ist es :top: