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Homöopathie für rheumatoide Polyarthritis

Dieses Thema im Forum "Naturheilkunde und Komplementärmedizin / Alternati" wurde erstellt von astisa, 7. April 2008.

  1. astisa

    astisa Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich habe seit 5 Jahren rheumatoide Polyarthritis und nehme seit ca 2 Jahren Arava. Es hilft sehr gut und mein Rheuma ist seit dem nicht mehr so extrem aktiv wie die ersten Jahre mit anderen Medikamenten. Leider hat dieses gut wirkende Mittel auch Nebenwirkungen. Ich möchte dieses Jahr einen "Absetzversuch" starten, weil meine Entzündungswerte in den letzten 2 Jahren konstant gut waren. Sollten sich meine Werte dann wieder verschlechtern werde ich dann Arava wieder brav weiternehmen. Parallel würde ich gerne homöopatische Medikamente gegen Rheuma testen. Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit Homöopathie bei rheumatoider Polyarthritis gemacht?
     
  2. bebsi70

    bebsi70 Neues Mitglied

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    Hallo astisa,

    ich persönlich halte sehr viel von der Homöopathie und habe damit schon viel versucht - wahrscheinlich leider zuviel. Denn bei mir schlagen die Mittel nicht mehr an. Meine Neurodermitis habe ich damit erfolgreich besiegt. Leider bekam ich 13 Jahre später dann Rheuma. Ich habe mich aber leider auch ernährungstechnisch nicht weiter so gehalten, wie ich es am Anfang getan habe. Klar, wenn es einen wieder gut geht, schludert man ganz schnell wieder...

    Mein Homöopath ist ein gelernter Schulmediziner, der sich voll auf die Homöopathie spezialisiert hat. Er hält auch Vorträge und hat sehr gute Erfahrungen in Sachen Homöopathie. Er scheint davon überzeugt zu sein, dass es im Körper eine Blockade (so versteh ich seine Redensart jedenfalls) gibt, die mit homöopathischen Mitteln gerichtet werden kann. Bei ihm geht es um die "Quantenphysik". (So richtig Ahnung habe ich davon nicht...) Es werden ja durch die Globulis die Selbstheilungskräfte angeregt. Ich versuche es trotzdem noch weiter.

    Wenn du wirklich die Medikamentenpause machen willst, würde ich die Homöopathie einfach versuchen. Eine Bekannte von mir hat auch CP und hat ihre Schmerzen und Schwellungen damit in den Griff bekommen. Es ist eine kleine Chance, aber wenigstens eine kleine. Da es gut sein kann, dass sich deine Beschwerden nach Absetzen der Medikamente wieder verschlechtern, finde ich es richtig, den Körper mit anderen Alternativen zu unterstützen. Auch die Ernährung würde ich überdenken. (Außer du ernährt dich schon gesund genug).

    Ich wünsche dir viel Glück weiterhin!

    LG

    Bebsi
     
  3. Sanchen

    Sanchen Neues Mitglied

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    hallo Astisa,:)

    ich habe schon recht gute Erfahrung mit Homöopathie gemacht. Aber erst nachdem ich den richtigen Arzt dazu hatte.
    Meine Erfahrungen sind eher Symptom bezogen. Ich hatte z.B. Behandlungen wegen Entzündungen, wegen Schwitzen, wegen Übelkeit usw. Allgemein ziemlich erfolgreich.
    Die Entzündungen konnten allerdings nur etwas gelindert werden. Ich war dann kühler und nicht mehr so schwer erschöpft. Es hat im Gegensatz zum Schwitzen und der Übelkeit aber nicht angehalten.

    Kritisch gesehen, könnte es sich vorübergehend auch allein gebessert haben. Wenn ich nichts einnehme habe ich ja auch die Aufs und Abs.
    lg Sanchen
     
  4. pittibiest

    pittibiest beliebtes Studienobjekt

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    Ich habe eine RA und nehme seit einem Jahr Arava, erst 20mg jetzt 10mg, habe aber Magen und Speiseröhrenprobleme dadurch bekommen, so das ich es ganz absetzen will.

    Ich war gerade zum 2. Mal bei einer Ärztin die auch homöopathisch behandelt, sie gibt mir Vogelmiere recht hochpotent, zuerst merkte ich nichts, bei der Wiederholung reagierte ich ziemlich stark.

    Die Reduktion des Arava hat sich (dank der Homöopathie ??)an den Gelenken nicht bemerkbar gemacht.

    Also ich jedenfalls bleibe am Ball.

    LG petra
     
  5. Nora_Luka

    Nora_Luka Neues Mitglied

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    Hallo pittibiest,

    wie hast du denn auf Vogelmiere reagiert? Was ist eine starke Reaktion?

    Also ich hab es auch mit Homöopathie versucht, aber habe nix gemerkt. Zunächt habe ich einige Tropfen und Globuli bekommen, die ich täglich 2 mal nehmen mußte. ST3 und GW11. Meine HP meinte, ich hab nen Lympfstau oder so.... da ich darauf hin nichts gemerk hab hat sie zweimal Eigenblut mit Ameisensäure gespritzt. Wieder nichts gemerkt, d.h. beim zweiten mal taten mir nachmittags die Ellenbogen weh, aber da das zur Zeit eh etwas wechselt- wer weiß.

    Hab mich jetzt für MTX entschieden und damit behandelt sie mich nicht mehr. Sie meinte, sie akzeptiert meine Entscheidung (nicht ohne mir hintenrum noch einiges schlechtes Gewissen zu vermitteln) aber das würde nicht zur Naturmedizin passen. Mit nem Schupfen oder so könne ich aber gern wiederkommen. Frage mich, warum Kügelchen gegen Schnupfen mit MTX noch wirken, Kügelchen gegen Rheuma oder Lympfstau oder so aber nicht mehr...:confused:

    Naja, wie alle betonen kommt es auch auf eine gute HP an, aber bis ich alle "guten" HP meiner Freunde und Bekannten durchprobiert hab bin ich alt und grau ;)
     
  6. pittibiest

    pittibiest beliebtes Studienobjekt

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    Hallo Nora,

    ich habe beim ersten mal 5 Globuli und nach 4 Wochen dann noch einmal 3 Globuli bekommen. Die Ärztin sagte mir nur es sei hochpotent, ich reagierte bei der zweiten Gabe mit einem extremen Migräne-Anfall.
    Das ist jetzt 4 Wochen her, ich habe das Arava seit 3 Tagen angesetzt, merke jetzt aber doch eine Verschlechterung der RA.
    Leider hatte meine Ärztin einen Unfall, so das ich auf eine neue Globuli Gabe warten muss.:mad::mad::mad:
    Zur Zeit kann ich auch nichts anderes nehmen, da mein Magen völlig spinnt nachdem ich operiert wurde um ihn zu "beruhigen".

    LG petra
     
  7. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    hallo nora_luka.
    als erstes: du bist bei einer hp gelandet, die wahrscheinlich viele verschiedene methoden "anpreist" (recht suspekt), aber wahrscheinlich nur "homöopathie" auf ihrem schild stehen hat, nicht "klassische homöopathie", was ein feiner und manchmal maßgeblicher unterschied ist. in der klassischen homöopathie werden i.d.r. nur LM (Q)-potenzen, in deutschland meist als tropfen täglich verabreicht, aber normalerweise keine globuli. ST3 und GW11 sind keine offiziellen homöopathika. außerdem ist es sehr fraglich, ob eine eigenbluttherapie (würde auch kein klassischer homöopath machen) bei rheuma sinnvoll ist (wurde hier im forum schon ausführlich diskutiert).
    ich kann dir verraten, warum homöopathische mittel bei schnupfen + MTX noch wirken, bei rheuma + MTX angeblich nicht.
    also, wirken tun sie in beiden fällen, aber bei akuten geschichten wie schnupfen stört das MTX weniger, weil es sich sozuusagen auf einem anderen "regalbrett" befindet. beim rheumatischen formenkreis haben es homöopathische mittel dann besonders schwer, wenn gleichzeitig mit MTX o.ä. behandelt wird, weil man erst mal das auf dem gleichen brett im regal stehende MTX (bzw. seine schädlichen nebenwirkungen) beiseite räumen muss, bevor man das eigentlich zu behandelnde rheuma erwischt. es ist also ugleich schwerer mit homöopathischen mitteln bei gleichzeitiger gabe von MTX erfolgreich homöopathisch zu behandeln, als wenn keine schulmedizinischen "hämmer" gleichzeitig gegben werden.
    last, not least: viele von euch sind der naturheilkunde nicht abgeneigt, aber ihr meint, man müsse unbedingt gleichzeitig schulmedizinisch behandeln. nun, dadurch macht man es den alternativen methoden unnötig schwer (s.o.)!
    weil beim rheuma oft die seele keine unbedeutende rolle spielt, kann man genauso gut fordern, statt schulmedizin ne psychologische behandlung zu machen (wobei ein guter klassischer homöopath das ohnehin mit abdeckt).
    natürlich ist jeder fall individuell zu betrachten, aber irgendwie spielt die seele immer mit eine rolle, deshalb können medikamente, die nur den körper beeinflussen, auch nur bestenfalls helfen, aber nicht heilen.
    aber gegen die "psycho-ecke" habt ihr ja was. wahrscheinlich ist es einfacher, ein basismedikament ohne viel nachzudenken einzuwerfen, als sein leben vielleicht umzukrempeln oder mehrere jahre nach einer seelischen (mit-)ursache zu suchen!
    lg, sabine
     
  8. pittibiest

    pittibiest beliebtes Studienobjekt

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    Hallo Savolo,

    ich denke niemand hier wirft sein Basismedikament hier gedankenlos in sich hinein.
    Jeder der hier postet setzt sich mit seiner Krankheit auseinander und versucht so gut wie möglich damit zurecht zu kommen bzw. Alternativen zur Schulmedizin zu finden.
    Das die Psyche bei der Empfindung der Schmerzintensität eine große Rolle spielt wird wohl auch niemand bestreiten. Aber nur eine Psychotherapie wird weder das Rheuma noch die Bewegungseinschränkungen beseitigen.
    Ich habe 1 Jahr lang eine Therapie gemacht und dort zumindest teilweise gelernt meine Krankheit anzunehmen und mit den Schmerzen umzugehen. Aber gegen das Versagen diverser Basismedikamente konnte die auch nichts tun. Ich weiss beruflich das Psychotherapie viel bewegen kann, aber körperlich schwere Erkrankungen müssen trotz allem mit Medikamenten behandelt werden, egal wie gut die Therapie auch ist.
    Also bitte pauschalisiere nicht sondern versuche bitte deine Beiträge Wertungsfrei zu halten, es könnte sich jemand verletzt fühlen. Schliesslich ist psychische Dünnhäutigkeit eines der Leitsymptome von Rheumis.

    LG petra:)
     
  9. Nora_Luka

    Nora_Luka Neues Mitglied

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    Hallo Sabine,

    danke für deine Antwort. Bin wirklich daran interessiert, was die alternativen Heilmethoden nun bringen oder nicht und es ist interessant das du meinst, Eigenblut würde nichts bringen... Hatte Im Internet auch einige Naturkliniken gefunden, die das bei Rheuma anbieten. Wie ist das mit Ameisensäure?

    Nun ja, zumindest unterrichtet die Dame an der hiesigen Heilpraktiker-Schule und hält ne Menge Vorträge... :confused:


    Außerdem meinte sie immer, Milch und Milchprodukte sind für mich nicht gut und ich solle lieber Weißkraut essen - nur darauf hab ich absolut keinen Appetit und ich denk mein Körper sagt mir zur Zeit sehr genau, was er mag und was nicht. Außerdem nehm ich Corti und da brauch ich Kalzium.

    Ich denke mal, eine dilettantische HP kann genausoviel Schaden anrichten wie ein dilettantischer "Schulmediziner" und in meinem Fall habe ich zumindest bei meinem Rheumatologen das Gefühl, das er kompetent ist. Insofern war die Entscheidung dann doch einfach.

    Ich denke auch, das seelische Faktoren mit eine Rolle spielen. Ich hatte vorher, also kurz vor Krankheitausbruch, eine nicht allzugute Zeit. Leider ist das Rheuma grade dann ausgebrochen, als ich einige mich doch sehr belastende Faktoren reduziert hab. Naja. Aber daran zu arbeiten dauert auch seine Zeit und sorry, mir fällt das ganz schwer, wenn mir dauernd irgend was wehtut. Und wenn bis dahin meine Gelenke im A.... sind hab ich dann auch nichts mehr davon. Ich mach noch Yoga und vielleicht kann ich damit mit der Zeit einiges erreichen. Aber auch da braucht man jemanden, der wirklich gut ist und die meisten Yogalehrer haben leider nur eine Schmalspurausbildung und verwechseln Yoga mit Hinduismus. Naja, anderes Feld...

    Hm, das mit dem Schnupfen leuchtet mir noch nicht ganz so ein, weil das MTX ja das gesamte Immunsystem runterfährt, d.h. dann bei allen Infektionskrankheiten mit im Regal steht, wenn ich mal bei deinem Bild bleibe.

    Liebe Grüße

    Nora
     
  10. Nora_Luka

    Nora_Luka Neues Mitglied

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    Hallo Pittibiest,

    naja, wenn du immerhin reagiert hast, vielleicht bringt es ja was. Kann sie dir die Kügelchen nicht mit nach Hause mitgeben und sagen, alle wieviel Wochen du sie schlucken sollst?

    Liebe Grüße

    Nora
     
  11. pittibiest

    pittibiest beliebtes Studienobjekt

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    Hallo Nora

    sie wird mir die Globuli nicht mitgeben, da sie erstens den Verlauf beobachten und zweitens wahrscheinlich eine unkontrollierte Einnahme verhindern will.
    Da es sich um hochkonzentrierte Globuli handelt kann es wahrscheinlich zu heftigen Reaktionen kommen wenn sie zu oft genommen werden.
    Sie gibt mir die Globuli auch nicht in festen Abständen sondern entscheidet nach einem ca. 1Std. dauernden Fogegespräch.
    LG petra
     
  12. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    hallo nora,
    zu deiner frage nach der eigenbluttherapie: lies doch bitte mal diesen thread: http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=35230&highlight=eigenbluttherapie
    ameisensäure wird oft auch aus quasi-naturheilkundlicher ecke empfohlen, ich denke aber, dass man mit klassischer homöopathie weiter kommt.
    statt milch und milchprodukten wäre als alternative eher sauerkraut als simples weißkraut geeignet. am besten ist das rohe aus dem reformhaus. schmeckt in mäßigen mengen wirklich klasse, aber achtung: gefahr von blähungen!
    wenn du meinst, ohne milch und milchprodukte zu wenig calcium zu kriegen, probier's mal mit hirse und - wenn du nicht darauf allergisch bist - mit studentenfutter (mischung verschiedener nüsse und rosinen). vielleicht kannst du ja daran gefallen finden!
    im prinzip hat hier deine hp recht, bei rheuma wird von verschiedenen gruppen tierisch-eiweißfreie ernährung empfohlen, fleisch und eier sind natürlich genauso verboten. als grundernährung empfiehlt sich dann natürlich vollwertkost (tierisch- eiweißfrei).
    bei einem schnupfen ist MTX natürlich auch auf dem regal, aber man muss es nicht erst beiseite räumen, um an den schnupfen zu gelangen, während es bei rheuma total den weg zur eigentlichen krankheit versperrt und deshalb einer wirkung des homöopathischen mittels mehr im wege steht. ich hoffe, dass die erklärung ausreicht!
    es tut mir leid, dass dein rheuma nach deiner verhaltensänderung ausgebrochen ist. eigentlich ist es ja genau das, was mit einer therapie bewirkt werden soll: nicht nur ein besseres zurechtkommen mit der krankheit, sondern die erkenntnis, was zu ändern ist, dessen durchführung und besserung(!) der beschwerden.
    da die klassische homöopathie auch viele psychotherapeutische aspekte beinhaltet (und auch eine gute ergänzung zu einer psychotherapie ist), würde ich dir empfehlen, dir einen neuen hp mit schwerpunkt klassische homöopathie (höchstens eine andere behandlungsmethode) zu suchen.
    übrigens, hp ist nicht gleich homöopath. viele hp betreiben homöopathie nur unter ferner liefen, und auch nicht unbedingt die klassische. daher die finger weg von solchen hp, die massenweise behandlungsmethoden anbieten. weniger ist hier mehr, d.h. eine einigermaßen sicherheit, dass die angebotene methode auch beherrscht wird.
    lg, sabine
     
  13. gini65

    gini65 Neues Mitglied

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    hallo savolo,
    anderes thema und ich hatte dich auch in einem anderen beitrag schonmal angeschrieben, ob du derjenige warst der den beitrag mit einem link zu metallen / amalgam versehen hattest. ich finde das nicht mehr unnd interessiere mich dafür. würde mich über eine antwort freuen.
    gruß gini