1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Höhenbergsteigen mit Rheuma?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von StefanP, 1. Juli 2010.

  1. StefanP

    StefanP Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. April 2010
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ich habe jetzt in letzter Zeit ein bisschen rumgesucht und auch meinen Arzt gefragt und aber leider noch keine befriedigende Antwort gefunden. Wir wollen im Sommer eventuell einen 4000er machen und ich hatte bisher noch nie Probleme am Berg. Allerdings hab ich mal gehört, dass das Cortison anders wirken soll bei "höhenluft" stimmt das?

    Gruß Stefan
     
  2. dani

    dani ÖRL-Worker

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    an der schönen Donau in Oberösterreich
    Hallo Stefan,

    na, da nimmst du dir ja schön was vor :)

    Ich war gerade vor 2 Wochen in Tirol in den Bergen, zwar nicht auf einen 4000er, aber doch gute 2000. Meine rheumat. Erkrankung dürfte aber etwas mehr fortgeschritten sein als deine.

    Also es gibt bei den Ärzten schon öfter die Empfehlung, dass man, wenn man z.B. in den Urlaub fliegt, am Tag des Fluges das Cortison etwas erhöhen soll. Ich habe das aber nur beim ersten Mal gemacht, dann nicht mehr und ich hatte auch niemals Probleme - und es sind doch andere Höhen als 4000m ;).
    An deiner Stelle würde ich einfach den behandelnden Arzt fragen, da dies - wie in deinem Fall - sicher individuell ist.

    Wenn du auf einen 4000er kraxelst, musst du ja auch körperlich so weit noch ganz fit sein, was mit Sicherheit ja auch noch ein Kriterium ist.
    Aber wie gesagt, ich würde mit dem behandelnden Arzt sprechen, denn der kennt dich, deiner Erkrankung und den Krankheitsverlauf am besten.


    liebe Grüße
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.414
    Zustimmungen:
    235
    Ort:
    Köln
    Hey,
    ich könnte mir vorstellen, dass es eher mit dem geringeren Sauerstoffgehalt in 4000m Höhe zu tun hat. Cortison baut ja einiges ab an Eiweißen und lagert z.B. freie Fettsäuren im Blut ab. Weniger Sauerstoff=dickeres Blut=mehr Ablagerungen? Aber frag da doch mal deinen Arzt, der müsste eher einen Zusammenhang erklären können wenns da einen gibt.

    gruß Kuki
     
  4. uli

    uli Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    820
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Köln
    „Heidelberg – Das Kortisonpräparat Dexamethason kann das Auftreten eines Höhenlungenödems beim Aufsteigen in große Höhen verhindern und zudem der so genannten Bergkrankheit vorbeugen. Das berichten Sportmediziner der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und des Universitätsspital Zürich in den Annals of Internal Medicine (2006; 145: 497-506).

    „Das eigentliche überraschende Ergebnis dieser Studie liegt in der Tatsache, dass Dexamethason nicht nur die akute Bergkrankheit, sondern auch das Lungenhöhenödem verhindern kann“, erklärt Peter Baertsch, Ärztlicher Direktor der Abteilung Sportmedizin der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt, die Forscher vermuten jedoch, dass Dexamethason unter anderem über Stickoxid (NO) die Lungengefäße erweitert.“




    http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=26011




    Also ich hatte keine Probleme. Wen du dich gut fühlst, kannst du gehen. Es kann sein, dass du später starken Muskelkater bekommst, der nicht einen sondern ein paar Tage anhält, dann solltest du die Kortisondosis erhöhen. Ich bin letztes Jahr über 5000 Meter und dieses Jahr über 4000 Meter ohne Probs gestiegen, allerdings auch ohne Kortison.

    Uli
     
  5. bergheil

    bergheil Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2010
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    hallo stefan!
    bei mir ist seit 6 jahren eine ziemlich seltene vaskulitis bekannt, wo ich als dauertherapie cortison und imurek nehmen muss. mein großes hobby sind die berge und so bin ich auch immer wieder in großen höhen unterwegs (3000-6000 meter). ich hatte in der höhe noch nie probleme, ganz im gegenteil, es geht mir dort sogar besser. laut ärzten wird in der höhe mehr körpereigenes kortison produziert u dies hat einen positiven effekt auf die erkrankung. ich kann dir natürlich nicht garantieren wie es dir mit der höhe geht, ich wünsche dir aber viel bergerfolg!!
    nur noch ein paar ratschläge: nimm dir bei längeren touren ausreichend dauermedikamente mit, falls du ein notbiwak brauchst (wettersturz) und du länger als geplant unterwegs bist.
    im ausland empfehle ich die inhaltsstoffe der medikamente schriftlich mitzunehmen, da die medikamente überall anders heißen!!