@newbee
Wenn Du noch einmal den Beitrag von moi66 liest (danke, moi!) und darüber einen Moment nachdenkst, wirst Du vielleicht zu dem Schluss kommen, der dem allgemeinen Stand des Wissens entspricht: die genetische Eigenschaft ist vererbbar und assoziiert mit dem Auftreten der Erkrankung, nicht aber die Erkrankung selbst.
waldfees Beitrag könnte den Einfall bedingen, dass es irgendein anderes (noch unbekanntes) Gen sein könnte, das für die Vererbung der Erkrankung (in diesem Fall Bechterew) sorgt - das wissen wir aktuell nicht.
Dann stellt sich aber die Frage, warum es Familien mit "gemischten" Krankheiten gibt - der Erste hat vielleicht RA, die Zweite Lupus und der Dritte Bechterew neben dem Vierten mit MS oder Typ-1-Diabetes. Spätestens da wird klar, dass es sich eher um "multifaktoriell verursachte" als "vererbte" Erkrankungen handelt....
Vererbt wird bei den Autoimmunerkrankungen eine gewisse Disposition - der Ausbruch einer Erkrankung ist individuell und meist von bestimmten Umgebungsfaktoren abhängig.
Es gibt eine begrenzte Zahl von Erkrankungen, die eine spezifische genetische Veränderung aufweisen, die als ursächlich gilt und die Prognose bestimmt (einige Blut- und Krebserkrankungen z. B.) - von Rheumaerkrankungen ist ein derartig strikter Zusammenhang bisher nicht bekannt.
Zu Deiner Eingangsfrage: Weder Deiner noch der HLA-B27-positive Bechterew sind direkt vererbbar
Gruß, Frau Meier