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HLA-B-27 positiv

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Dade, 13. Mai 2004.

  1. Dade

    Dade Guest

    Hallo, habe mich seit geraumer Zeit nicht mehr gemeldet...

    Nun, heute habe ich wieder ein Anliegen

    War im März in der Uniklinik, wegen Schmerzen in den Händen und Füßen, Schwellungen usw. ...

    Die Untersuchungen ergaben nichts, die Schwerzen besserten sich auch

    Dann bekam ich Schmerzen in der HWS, vor allem morgens
    Habe mir nichts dabei gedacht, weil ich viel am Schreibtisch sitze.
    Dachte es seien starke Verspannungen.

    Heute bekam ich den Arztbrief aus der Uniklinik, dabei wurde in der Laborkontrolle das HLA-B-27-Merkmal als positiv bestimmt.

    zwar sind die Schmerzen zu ertragen, aber da sind sie schon und die Schwellungen in Händen und Füßen sind auch noch vorhanden.

    Im Arztbrief steht weiterhin, daß sich in Synopsis aller Befunde kein Hinweis auf eine Spondylarthropathie ergibt.

    Nur hatte ich als ich dort war auch noch nicht diese Schmerzen in der HWS.

    Muß ich nach eurer Erfahrung nach nun befürchten doch erkrankt zu sein?
    Etwa an Morbus Bechterew?
    (bin übrigens 24 Jahre alt)

    Oder kann das alles noch Zufall sein?
    Soll ich doch noch mal zum Rheumatologen?

    Ich bitte um eure Erfahrungen
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Dade,

    HLA B-27 ist ein genetisches Merkmal, das Du (wenn nachgewiesen) immer hast. Das heißt aber nicht, dass Du auch erkrankst.

    Da Du aber Gelenkbeschwerden hast, würde ich dem unbedingt weiter nachgehen. Natürlich kann es das Anfangsstadium von MB sein. Mit gezielter Krankengymnastik und einer wirksamen (Basis-)Therapie solltest Du aber auch mit MB ein normales Leben führen können ... falls Du das hast ...

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. katrin65

    katrin65 Überlebenskünstler

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    Hallo Dade,



    HLAB 27 positiv bedeutet nicht zwangsläufig, dass du auch MB hast.:)

    Erst wenn im LWS-Bereich sichtbare Veränderungen sind, wird diese Diagnose gestellt (hat man mir gesagt).:( Natürlich gehören noch mehr Befunde zu dieser Diagnose – Beschwerden, Blutbefunde, Röntgen, MRT usw.



    Ich bin auch HLAB 27 positiv und habe starke Beschwerden im Bereich der LWS, werde nachts vor Schmerzen wach, bekomme manchmal kaum Luft, aber nach rumlaufen wird es besser. Ich war zum Röntgen und zum MRT, da ist gar nichts weiter rausgekommen.

    Aber da ich die gleichen Beschwerden wie du habe, geschwollene Finger und Hände sowie schmerzende Handgelenke und Knien hat mich meine internistische Rheumatologin (bei der bin ich schon einige Jahre in Behandlung) zur Szintigrafie geschickt. Nach Zusammentragen aller Befunde, der aktuellen Blutwerte und meiner starken Beschwerden wurde letzte Woche die Diagnose rheumatoide Arthritis gestellt. Du siehst, es ist ein langer Weg.



    Meine 3 Kinder sind auch HLAB 27 positiv und sind alle 3 Rheumis – cP, Spondylarthritis und rheumatoide Arthritis.

    Also, wenn du noch Fragen hast, kannst du sie mir ruhig stellen, ich denke, ich habe in 7 Jahren ziemlich viel gelernt.;)



    Liebe Grüße

    Katrin
     
  4. Rollo

    Rollo Meistens Optimist

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    Guten Morgen Dade!

    Meine Erkrankung nannten die Ärzte von Anfang an "HLA B-27 assoziiert". Was das bedeutet, konnte mir noch kein Arzt so erklären, dass ich es auch tatsächlich verstanden habe. Fest steht allerdings, dass bei einigen rheumatischen Erkrankungen (v. a. MB) bis zu 90% der Betroffenen dieses Merkmal aufweisen. Nach meiner Kenntnis eher ungewöhnlich ist allerdings der Beginn einer solchen Krankheit bei einem Erwachsenen vor dem 30. Lebensjahr. Auch kann eine instabile Wirbelsäule Probleme an den Extremitäten verursachen. Da es in jedem Falle besser ist, das Übel im Anfangsstadium zu erkennen, rate ich Dir, der Sache noch ´mal auf den Grund zu gehen. Die Meinung eines Orthopäden könnte auch hilfreich sein.

    GUTE BESSERUNG!

    Rollo
     
  5. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Rollo,

    da bist du wohl einem Irrtum aufgesessen, MB fängt meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr an, es wird bloss meist erst nach dem 30. diagnostiziert :rolleyes:. Im Bechterewforum gibt es mehrere Mitglieder, bei denen es schon mit 15 angefangen hat - und zwei Mütter, die für ihre 14-jährigen Söhne um eine Diagnose kämpfen!

    Aber ganz davon abgesehen - HLA-B 27-Positiv bedeutet ja nicht automatisch MB - da müssen mehrere Faktoren zutreffen, z. B. entzündlicher Rückenschmerz, der bei Bewegung besser und in Ruhe schlechter wird, Entzündungen in den ISG (oder an anderen Wirbelsäulenabschnitten), evtl. Iritis, evtl. MB in der Familie, evtl. periphere Beteiligung, die meist nicht rechtes und linkes Gelenk gleichzeitig betrifft etc....

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  6. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi Ulmka,

    ja, damit hast Du ganz sicher Recht. Ich kenne in meinem eigenen Bekanntenkreis nur Leute, bei denen MB irgendwann in den 20ern schleichend begann. Bis sie die Diagnose hatten, vergingen im Durchschnitt 4-5 Jahre, Diagnose also ca. Ende 20 bis Mitte 30. Nur einer hatte die Diagnose erst mit fast 39, bei ihm war es leider auch schon arg fortgeschritten. Heute ist er völlig steif, und er sagt selbst, dass er viiiiiiel zu lange gewartet hatte. Letzterer ist übrigens HLA-B27-negativ, wie er mir gerade erst vor ca. 2 oder 3 Wochen erzählte. Umgekehrt ist eine Cousine von mir HLA-B27-positiv, inzwischen gut 40 Jahre alt und ohne jede rheumatische Beschwerden. Dieses genetische Merkmal war wegen einer ganz anderen Sache ermittelt worden.

    Grüßle von
    Monsti
     
  7. Rollo

    Rollo Meistens Optimist

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    Hallo Ulmka!

    Danke für den Hinweis. Ich wollte natürlich nichts Unwahres berichten. Aber ich hatte die "Nach-30-Version" schon mehrfach gelesen. Das deckte sich auch mit meinen Erfahrungen, denn meine Wirbelsäulenprobleme haben mit dem 32. Lebensjahr begonnen.

    Nix für Ungut!

    Rollo