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Hilfe Rheuma Neuling

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Audrey, 29. Oktober 2003.

  1. Audrey

    Audrey Neues Mitglied

    Registriert seit:
    29. Oktober 2003
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    128
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    0
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    München
    Hallo, finde Euer Forum super. Entlich mal jemand der einen Versteht.
    Ich bin 38 Jahre alt verheiatet und habe zwei Kinder. Ich habe gerade herausgefunden das ich Poliathritis habe. Ich kann seit einiger Zeit nicht mehr aufrecht laufen, habe in beiden Kniegelenken ein streckdifizit von ca. 15-20 Grad. Ich habe mich letzte Woche in der schoenklinik Orthopädischen Klinik München mit einer Rheuma Abteilung von Dr Kamilli vorgestellt. Die sagten mir, Sie müßten sich mit Ihrem Team besprechen da es bei mir nicht nur das Rheuma sei sondern auch das Streck defezit in den Knieen und auch eine entzündlichen Gelenksinnenhaut.Seit einigen Tagen nehme ich Cortison 20 mg da die Schmerzen so unerträglich werden, speziell in der Nacht.Fühle mich wie ein neuer Mensch aber natürlich ist das Zeugs kein dauerzustand(in der Dosis)Bin gespannt was die Docs nächste Woche vorschlagen.
    Kennt jemand die oben angesprochene Klinik in München. Orthopädische Klinik Harlaching oder Dr Kamilli?
    Könnt ihr mir noch weiterhelfen. Ich habe jetzt den behinderten Ausweis beantragt, läuft gerade. Was macht man als nächstes wenn mann nicht mehr Arbeiten kann?Ich bin noch bis März 2004 im Sonderurlaub.
    Gruß,
    Audrey
     
  2. funny

    funny Guest

    Behindertenausweis

    Hallo,

    ich bin zur Zeit dauerkrank geschrieben und die Schmerzen sind erträglicher geworden. Den Behindertenausweis hat man mir erst einmal abgelehnt, weil angeblich Rheuma keine Behinderung ist. Für meinen verschobenen Rückenwirbel haben sie mir 30 % anerkannt, das gibt aber dann keinen Ausweis. Die Knie kann ich auch nur schwer gerade machen aber ohne neues Kniegelenk gibt es da auch keine Anerkennung der Behinderung, schrieb man mir. Ich habe jetzt Widerspruch eingelegt ( die erste Bearbeitung hatte 5 Monate gedauert ), mache mir aber wenig Hoffnung auf einen Ausweis, so sind die Realitäten.
    In den Augen der meisten ( auch der Arbeitskollegen ) sind junge Rheumatiker wehleidig und arbeitsscheu, nun gut ich weiß es besser und höre mit Hilfe meiner Arzte, die mich immer gut verstehen, auf zu arbeiten. Bin 53 !
    Bevor ich vielleicht eines Tages wirklich im Rollstuhl sitze, will ich lieber noch ein bisschen mein Leben genießen und den Tag frei einteilen können. Ich mache den ganzen Tag bei allem was ich tue leichte Bewegungstherapie und so wie ich es im Moment handhabe mit gelegentlichen starken Schmerzmitteln komme ich ganz gut klar. Wirklich echte Hilfe gibt es glaube ich nicht, denn alle Medikamente haben starke Nebenwirkungen mit Spätfolgen. Meine Ärzte schaffen es immer schnell, mir die richtigen Mittelchen zu verschreiben, aber regelmäßig einnehmen möchte ich sie nicht nach dem Motto ( mit dem Rheuma wurde sie gut fertig nur leider ist sie an einer Medikamentenvergiftung gestorben ) Das klingt auf den ersten Blick sehr pessimistisch ist es aber nicht. Ich bin ein total lebenslustiger Mensch und mache aus allem das Beste und wenn man die Ansprüche nicht zu hoch ansetzt, freut man sich über jeden Tag, den man "normal" leben konnte. Es gibt soviel Elend auf der Welt, dass ich mir um mein Rheuma einfach nicht mehr so viele Gedanken mache. Ich gehe jetzt in den Garten, bearbeite ein Beet in zwei Stunden, wo ich früher 20 Minuten benötigt hätte und freue mich, dass es mir keiner ansieht, wie schwer es mir fällt. Kopf hoch, es wird schon werden!
    Bleib hartnäckig im Willen, nicht mehr arbeiten gehen zu wollen, dann schaffst du es auch.

    Gruß Funny
     
  3. Wolf_55

    Wolf_55 Guest

    Behindertenausweis

    @funny

    Kann ich so nicht stehen lassen.

    Hatte wegen einer ganzen Anzahl Wehwehchen u.A. auch Diabetes (ohne Insulin) einen GdB von 30%.

    Nach der Insulinpflicht habe ich einen Verschlechterungsantrag gestellt und mein GdB wurde anstandslos auf 50% hochgesetzt.

    Einige Monate später, als auch noch cP hinzu kam, habe ich einen weiteren Antrag gestellt und mich für den kurzen Zeitabstand, da ich zum Zeitpunkt des ersten Antrags nicht wissen konnte auch noch an cP zu erkranken, entschuldigt.

    Auch diesmal keine Probleme. Mußte meinen Ausweis einsenden und erhielt ihn nach wenigen Tagen mit der Änderung auf nun 60% GdB zurück.

    Wünsche allen viel Erfolg in dieser Sache,

    Gruß Wolfgang
     
    #3 29. Oktober 2003
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Oktober 2003
  4. funny

    funny Guest

    Nachweisbarkeit

    Hallo Wolf,

    Diabetes ist im Blut nachweisbar, Fybromyalgie oder allgemein Schmerzen aber nicht.
    Ich habe keine Rheuma- werte im Blut sondern "nur" Gleitwirbel, ständiges Umknicken der Füße oder Hände, Knieversagen mit Treppe runterfallen, Schmerzen den ganzen Tag in den Knien und im Rücken, Morgensteifigkeit, Schlafstörungen durch den Schmerz u.s.w.
    Das alles ist ärztlich bestätigt und wird gut behandelt, gibt aber keine Behinderungsprozente, weil nicht objektiv nachweisbar ( außer bei dem verschobenen Wirbel ohne Bandscheibe )
    Ich muss mich morgens immer festhalten beim Laufen und schaffe es kaum mich anzuziehen aber das lässt sich nicht "beweisen". Ich weiß es und der Arzt kennt das aber das Versorgungsamt glaubt nur beweisbare Behinderungen. In meinem Bescheid steht wörtlich drin: " Rheuma ist keine Behinderung"...... §§§ ...... "trifft irgendwann jeden Menschen".....

    So ist das hier in Norddeutschland! Ich warte ab, was im nächsten Brief steht.

    Mit der Arbeit aufhören kann ich glücklicherweise trotzdem,
    aber ich hätte gerne den Ausweis gehabt.

    Gruß Funny
     
  5. Wolf_55

    Wolf_55 Guest

    Hallo Audrey,

    bitte um Entschuldigung,

    habe ein wichtiges Wort überlesen "Neuling"

    Wenn das so ist, erstmal herzlich Willkommen bei R-O!!!

    Bin sicher, Du wirst Dich hier sehr wohlfühlen und sehr kompetente Antworten auf all' Deine Fragen erhalten.

    Zu mir nur so viel. Habe seit mehr als 3 Jahren cP und seit mehreren Jahrzehnten Diabetes. Das Wichtigste aber, ich kann mich um all' diese Beschwerden sehr intensiv kümmern, da seit 2000 365 Tage Urlaub im Jahr.

    Wünsche Dir stets die richtigen Medis und wenig Schmerzen.

    Gruß Wolf