Hilfe, Rheuma mit 30?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Annett80, 5. Juli 2012.

  1. Esuse

    Esuse Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    sie nimmt wohl keine neuen Patienten, bin an der Uni - aber zufrieden.
     
  2. Annett80

    Annett80 Registrierter Benutzer

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    Keine Kraft mehr!

    Hallo,
    da bin ich wieder. War heut beim HA und es gibt keine Besserung meiner Beschwerden. Nachdem ich am Freitag bei einer Internistin war und organisch und von den Blutwerten alles okay ist, denken Sie nun ich hab einen an der Klatsche: "Erschöpfungssyndrom". Das darf doch wohl nicht war sein, ich komm früh`s kaum aus dem Bett, geschweige denn die Treppen runter, aber nicht weil ich müde bin, sondern weil ich mich total "eingerostet" fühle:( ich hatte dann schlimme Schmerzen im Knöchel und später wieder im Knie. Da meine Rheumawerte okay sind, hat die Ärztin gesagt ich sei phsychisch sehr angeschlagen. Aber ich bilde mir doch meine Schmerzen nicht ein. Ich bin fix und alle!

    LG Annett
     
  3. Susann2

    Susann2 Registrierter Benutzer

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    Hallo Annett,
    hab ich das richtig gelesen, dein Rheumatologentermin ist doch erst morgen,oder?
    Als mein HA damals Blut blutabgenommen hat waren die Rheuma-Werte auch OK und trotzdem hat er mich zum Rheumatologen geschickt.Der Rheumatologe schaut nicht nur nach einem Wert.
    Solche Beschwerden müssen einfach vom Internistischen Rheumatologen abgeklärt werden!

    Lg.Susann
     
  4. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    hallo annett,
    ich kann susann nur zustimmen.
    bei mir waren auch die blutwerte meist normal und trotz dem haben meine ärzte mich zum rheumadoc geschickt und dort wurde die diagn. seronegative r.a. gestellt (hat aber auch gedauert) also nimm den termin beim rheumadoc wahr und lass es abklären. es ist oft der einfachste weg einen in die psychoecke zu schieben, leider kommt das häufiger vor.
    ich wünsch dir viel kraft und gute besserung
     
  5. Hexchen76

    Hexchen76 Registrierter Benutzer

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    Hallo Annett,

    ich verstehe Deine Enttäuschung gut. Es ist bitter wenn man das Gefühl hat nicht ernst genommen zu werden. Aber ein Erschöpfungssyndrom ist ganz und gar nicht als rein psychisch zu sehen. Es ist sogar sehr körperlich denn nicht nur die Psyche ist erschöpft sondern auch der Körper. Dennoch solltest Du, wie bereits von anderen empfohlen, auf die Einschätzung des Rheumatologen warten. Viele Ärzte können mit dem Begriff seronegative rheumatoide Arthritis nichts anfangen und denken wenn keine Rheumafaktoren da sind, gibts auch kein Rheuma. Das ist falsch. Auch müssen noch die infektiösen Varianten der Gelenkentzündungen sowie diverse andere Möglichkeiten aus der Orthopädie abgeklärt werden, bevor man sich auf eine psychische Erklärung festlegen darf. Fest steht das bei langdauernden Schmerzen die Psyche immer Schaden nimmt und uns in einen Teufelskreis aus Stress,Anspannung und Schmerz schubst, der sich immer schneller dreht. Daher wäre es begrüßenswert, wenn wenigstens zunächst einmal eine wirksame SChmerztherapie eingeleitet würde um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Sprich mit Deinem HA darüber das Du wirksame Schmerzmittel brauchst und er Dir auch Krankengymnastik oder Rehasport aufschreibt damit Deine Schmerzen behandelt werden. Die Diagnose kann ein guter Arzt auch stellen ohne das Du dauerhaft Schmerzen haben musst. Der Schmerz hat seine Aufgabe erfüllt: darauf hinzuweisen das etwas nicht stimmt, nun hat er seinen Sinn verloren und muss behandelt werden.

    Nicht den Mut verlieren, Annett. Oft dauert es recht lange bis es zu einer Diagnose kommt, da hilft nur durchhalten.

    Alles Liebe
    Hexchen
     
  6. Reh

    Reh Jenny

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    Da wo du nicht wohnst...:)
    Hallo.
    ich bin 15 jahre alt und habe schon seit 6.5 jahren rheuma, damals war ich also erst 9.
    mit 30 ist da rheuma nicht zu jung.
    ich war schon in sendenhorst und da waren kinder die haben seit geburt an rheuma. ein kleines mädchen, sie war 3 jahre wurde an einem tag in 24 gelenke gestochen (also auch sämtliche fingergelenke und so.)
    Lg aus Sachsen
    Reh
     
  7. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Hallo Annett,
    auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum!

    Lass dich morgen bei der Rheumatologin nur nicht mit der Aussage abspeisen, dass du gesund bist, nur weil das Blut nichts zu finden ist. 25 % aller Rheumatiker sind "seronegativ", d. h. haben keine Rheumawerte im Blut. Man liest in den Foren leider genügend über solche Ärzte, die das tun. Bei Hausärzten kann man es noch ein bisschen verstehen, aber ein guter Rheumatologe sollte wissen, dass der Blutbefund nicht unbedingt besonders aussagekräftig sein muss. Bei mir wurde vor über 7 Jahren Rheuma disgnostiziert, und wenn man nach meinen Blutwerten geht, könnte man wirklich meinen, ich sei kerngesund.
    Gute Rheumatologen nehmen sich viel Zeit für die Anamnese und suchen weiter, wenn sie aufs erste Mal nichts finden. Meine Rheumatologin hat monatelang gesucht und mich von einer Untersuchung zur anderen geschickt, bis sie eine Diagnose stellen konnte. Ich hoffe, dass das in Thüringen genauso reibungslos geht wie hier in Bayern.

    Noch ein Tipp wegen deiner Schmerzzustände: Lass dir auf jeden Fall Krankengymnastik verschreiben, egal, was rauskommt. Und wenn man dir ein Schmerzmittel verschreibt, dann bitte um einen Magenschutz. Denn diese Medikamente gehen fast alle auf den Magen. Ich hab mir meinen mit Diclofenac usw. ruiniert.

    In einem Discounter muss man wirklich schwer arbeiten, da sind solche Beschwerden vorprogrammiert. Und wenn man noch einen solchen Blödmann als Chef hat, dann kann man davon ausgehen, dass der nur bequem in seinem Büro sitzt und die Frauen, die ja eh noch so jung sind, schuften lässt bis zum Umfallen. (In unserem Discounter in nächster Nähe ist es so, das ist der reinste Sklaventreiber.)
    Mit Krankengymnastik würdest du lernen, deine Gelenke anders/besser zu belasten, rückenschonend zu arbeiten. Wenn man das mal kann, tut man sich wesentlich leichter. Auch Rückenschule ist sehr zu empfehlen. Gerade wenn man so jung ist, kommt es schnell zu Bandscheibenschäden.

    Und bitte lass dich krankschreiben, so lange es dir so schlecht geht. Dein Chef nimmt keine Rücksicht auf dich, also tu du es wenigstens. Es ist deine Gesundheit.
    Ich bin auch so Eine, die durchhält bis zum Umfallen, die aber zu den kranken Kollegen sagt: "Kurier dich nur mal richtig aus." Selber aber bin ich auch mit argen Schmerzen arbeiten gegangen, bis die Kollegen mich daran erinnert haben, was ich zu ihnen immer gesagt habe. Für sie war es in Ordnung, dass ich wochenlang krank war, Hauptsache, ich konnte hernach wieder kräftig zupacken.
    Also erst mal viel Glück morgen beim Rheumatologentermin! :):top:
     
  8. Gast_

    Gast_ Guest

    hallo,

    hilfe? rheuma mit 30?????

    ich verstehe deine ängste, sorgen, nöte und beschwerden.

    aber rheuma mit 30 ist doch garnichts außergewöhnliches.

    ich zb habe rheuma seitdem ich 11 jahre bin.

    und viele viele andere haben es genauso früh oder sogar noch früher...

    liebe grüße von puffelhexe
     
  9. Annett80

    Annett80 Registrierter Benutzer

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    Bin wieder da,
    hatte ja nun gestern meinen Termin beim Rheumatologen. Meiner Meinung nach ist er wirklich kompetent und hat mich auch sehr ernst genommen. Schilddrüsensonographie, hauffenweise Bluttests, Urin und Speichel?:eek: wofür auch immer. Leider mußte ich 5 Stunden warten bis ich dran war:( aber was soll`s. Rausgekommen ist leider noch nix, da er die Test`s alle noch abwarten muss. (Weiß auch nicht was ich gedacht habe, hab wahrscheinlich an eine Blitzheilung geglaubt:() die Befunde bekommt meine HA und die soll dann erstmal weiter machen, bis September, da hab ich dann den nächsten Termin beim Rheumadoc. Schmerzmittel hat er mir Celebrex 200mg 2x täglich verschrieben, kennt die jemand? Oder ist das nur ein Placebo:eek: wann könnte denn eine Besserung eintreten, merk nix :(. Aber trotz alle dem hab ich mich in guten Händen gefühlt. Nun warte ich auf die Befunde, wie lang dauert denn sowas in der Regel?
    LG Annett
     
  10. mimi67

    mimi67 Registrierter Benutzer

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    na prima! dann ist das ja endlich auf einen vielleicht vernüftigen weg gebracht!
    wenn er den erstuntersuchungs-standard macht, was die div. werte der körperflüssigkeiten angeht, dauert das manchmal schon ca. 2 wochen (z.b. wenn auch gentest dabei ist), auch manche schilddrüsenwerte dauern etwas länger. auf keinen fall aber bis september. versuch doch mal, ob du nicht früher einen anschlusstermin kriegst!
    zu dem medi müssen andere was sagen, ich kenne es nicht, ist aber jedenfalls kein placebo und bei rheumis recht verbreitet.
    kopf hoch! wenn du ein gutes bauchgefühl bei dem arzt hast, ist das ja immerhin etwas! das kann man nämlich meist von den ärzten, die einen dann in die psychoecke schieben wollen, weil sie für eine fundierte diagnose zu blöd sind, nicht sagen... :rolleyes:
     
  11. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Hallo Annett,
    das Celebrex ist schon in Ordnung. Es ist mit Sicherheit kein Placebo, sondern gehört in die Gruppe der NSAR (nichtsteroide Antirheumatika). Ich nehme das auch. Es ist recht gut verträglich. Ich habe es zusätzlich bekommen, weil es auch bei Arthose gut ist. Es wird wohl ein paar Wochen dauern, bis du Besserung verspürst, aber dann wird es dir bestimmt helfen. Das einzige Rheumamittel, das ich kenne, was sehr schnell hilft, ist Kortison. Bei den anderen dauert es einige Wochen bis einige Monate, bis sie ihre Wirkung entfalten und helfen.
     
  12. Ni.Ka

    Ni.Ka Registrierter Benutzer

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    Ich habe mit 35 Jahren Rheuma bekommen, mein Bruder mit 40 und meine Mutter mit 70:(, also, es kann jeden treffen, in jedem Alter.
    Bei uns 3 wurde es innerhalb von 1,5 jahren festgestellt....
     
  13. Annett80

    Annett80 Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    heut geht es mir schon etwas besser, ab und an schmerzt noch was aber im Allgemeinen hab ich heut ein gutes Gefühl. Leider hat mich die Arbeit wieder angerufen und das schlechte Gewissen ist wieder da (wegen der Urlaubszeit, extremer Personalengstand):( Das hat mich wieder ganz schön runtergezogen. Wie lang wart Ihr denn krank? Wart Ihr überhaupt zu Hause oder habt Ihr das nebenbei erledigt mit den Terminen bei den Ärzten? Aber ehrlich gesagt, fühl ich mich noch wie ausgesch... und nicht so als würd ich einen Tag auf Arbeit überstehen! Ich bekomm kaum meinen Haushalt auf die Reihe, hab keine Kraft, alles schmerzt und ich könnt im Stehen einschlafen... Geht oder ging es Euch auch so? Was macht Ihr denn da?

    LG Annett
     
  14. Bine 1971

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    Hi Annett,
    das ist doch schon mal super, das du mit deinem Rheumadoc erstmal ein gutes Gefühl hast...
    Also ich habe PSA und Fibro und das ganze schon seit ca. 20 Jahren (bin Montag 41 geworden!! so viel zum Thema Rheuma mit 30!)
    Meine Blutwerte sind immer Top...
    Aber wenn du an einen guten intern- Rheuma Doc gerätst, dann ist das die halbe Miete.
    Also Rheuma ist nicht gleich schlechte Werte.

    Viel Glück auf deinem Weg, deinen richtigen Weg zu finden und eine schmerzarme Zeit.
    LG
    Bine
     
  15. mimi67

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    sag deinem schlechten gewissen, dass es sich verpfeifen soll! :vb_cool: es geht dir dreckig und deshalb kannst du nicht arbeiten. punkt. ende der durchsage. wenn du durch falsch verstandenes pflichtgefühl deine gesundheit ruinierst, dankt dir das später niemand, schon gar nicht dein arbeitgeber.
    aufwändigere arzttermine (z.b. szintigramm, mrt etc.) lege ich, wenn möglich, auf einen freien tag (überstunden). ich mache nämlich aus der not eine tugend und nutze meine rheumatischen schlafstörungen dazu, wenn ich frühmorgens wach werde, gleich aufzustehen und zur arbeit zu fahren und so kommen ganz schnell etliche überstunden zusammen. :D normale termine nehme ich nach der arbeit wahr. inzwischen ist aber b ei mir auch eine gewisse routine eingekehrt und ich habe nicht mehr so viele lange arzttermine bei allen möglichen docs.
     
  16. Annett80

    Annett80 Registrierter Benutzer

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    Ihr habt ja recht, da ich aber jeden Tag verschiedene Schichten habe (z.B. Montag Spät, Dienstag Spät, Mittwoch Frei, Do Früh, Fr Früh und SA Früh) jede Woche halt anders kann ich nur bescheiden planen und zur Zeit geht`s früh´s recht gut aber spätestens ab 11 hab ich nen totalen knick und das war´s dann meistens für den Rest des Tages. Da ich eine 8-jährige Tochter habe muß ich eh immer früh´s raus. Naja jetzt komm ich erstmal wieder auf die Beine und wenn ich halt dann immer noch Schmerzen hab, muß ich mich halt an die Kasse setzen und andere müssen verräumen. Da kann ich´s och nich´ ändern. Müßt Ihr körperlich viel arbeiten oder habt Ihr nach Eurer Diagnose vielleicht sogar nochmal umschulen müssen?
    LG Annett
     
  17. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Hallo Annett,
    auf wieviele Wochenstunden bist du denn angestellt?
    Also ich hatte Glück, krankmelden musste ich mich noch nie. Als ich die ersten Beschwerden in den Händen hatte, war es gleich so schlimm, dass ich fast nichts mehr halten und machen konnte, aber da war ich noch ganz zuhause, da ich einen Pflegefall daheim hatte. Als das Rheuma dann diagnostiziert war, arbeitete ich auf 400 €-Basis, das ging ganz gut, da ich medikamentös ganz gut eingestellt war. Ich brauchte zwar einen Halbtagsjob, hatte aber Angst, es nicht zu schaffen, weil zwar bei mir die Schmerzzustände wegen guter Medikation im erträglichen Bereich waren, ich aber immer schnell müde und erschöpft war, so dass ich daheim nicht mehr viel schaffte. Erst vor gut 2 1/2 Jahren hab ich einen Halbtagsjob gefunden (25 Wochenstunden), auch da war ich noch nie krank gemeldet außer wegen einer Reha und wegen eines Arbeitsunfalls. Ich bin mit den 25 Std. am Rande der Belastbarkeit, aber auch bei uns ist Personalnotstand, da halte ich gerade so durch, aber wegen der schnellen Erschöpfung muss die Arbeit daheim lange warten, bis ich mich etwas erholt habe.
     
  18. mimi67

    mimi67 Registrierter Benutzer

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    ich habe einerseits das glück, dass ich beamtin bin. ich arbeite auschließlich im büro am pc und habe allerdings schon kurz nach beginn der psa festgestellt, dass das kein vorteil sein muss, im gegenteil! ich habe nämlich auch eine wirbelsäulen- und hüftbeteiligung und könnte manchmal die wände hochgehen, weil bei dem ganzen sitzen meine hüfte so schmerzt. ist also kein vorteil, einen reinen bürojob zu haben, wenn man das ganze psa-programm hat. ich kriege jetzt aber einen besonderen schreibtischstuhl und einen elektrisch höhenverstellbaren schreibtisch, damit ich auch mal die haltung wechseln kann, wenn mir die hüfte mal wieder dolle weh tut. leider wirken die medis, die ich bekomme, bisher alle nicht so richtig gut, deshalb habe ich trotzdem eigentlich immer schmerzen irgendwo.
    und diese erschöpfungszustände habe ich auch und das ist dann am schreibtisch auch kein spaß...mir fallen manches mal schon morgens die augen fast zu. ich weiß, ist in beliebter spaß, auf beamten rumzuhacken und witze über ihre faulheit zu reißen, aber in diesem fall ist es leider bitterer ernst und ich würde sonstwas dafür geben, wenn ich gesund und munter wäre! ich hab schon manchmal gedacht, dass es besser für mich wäre, wenn ich meine arbeitszeit reduziere, aber das bedeutet natürlich auch immer einen einkommensverlust, den ich mir an sich nicht leisten kann. schön wäre aber, wenn mein schwerbehindertenantrag erfolgreich wäre und ich 50% bekäme (träum mal weiter... :D ), dann hätte ich 5 tage mehr urlaub, das wäre schon was.
    aber ich sag mir immer, es gibt so viele, die viel schlimmer dran sind als ich, da will ich auch nicht über gebühr nörgeln...
     
  19. sunshinemomo

    sunshinemomo Registrierter Benutzer

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    hallo annett,

    ich bin mittlerweile 51 jahre alt u. habe rheuma seit geburt mit einer jahrzehntelangen odyssee.habe seronegatives rheuma u. das wurde z.b. vor 20 jahren noch als "kein rheuma" eingestuft.habe lange als arzthelferin gearbeitet,war oft in kliniken u. keiner hat es festgestellt.nur dass ich total schlechte blutwerte hatte u. keiner kam drauf.

    vor 2 jahren bin ich an eine gute rheumatologin geraten u. sie gibt auch nicht so schnell auf.habe viele verschiedene
    therapien hinter mir,bekomme fast schon als dauermedikation 20mg cortison u. schmerzmittel,weil kein wirkstoff sonst richtig anschlägt.

    nun werd ich evtl. mit nem interferon-ähnlichen medikament behandelt werden.

    ich habe einen körperlich anstrengenden beruf,sehe aber gleichzeitig die bewegung als therapie u. gehe positiv durch das leben,obwohl ich schon viele schicksalsschläge hinter mir habe.

    meine wertvolle freizeit plane ich jeden tag aufs neue u. meine "echten"freunde wissen,dass ich auch ganz kurzfristig mal absagen muss,da ich einfach zu erschöpft bin oder schmerz-bzw.müdigkeitsattacken habe.

    so lässt sich trotz erkrankung das leben lebenswert gestalten.

    auf jeden fall die hoffnung nicht aufgeben,und dich u. deinen körper ernst-bzw.fröhlich-nehmen.

    an manchen tagen bin ich halt ein "hinkebein".mir macht mein job-obwohl er sehr anstrengend ist-spass u. ich kann mich mit meiner chefin kurzschliessen u. auch einfach mal einen tag urlaub nehmen,wenn es mir ganz schlecht geht.

    krankschreiben ist nicht immer das gelbe vom ei.man sollte sich nur genug rücksicht auf sich selbst nehmen.

    glg sunshinemomo
     
  20. Nachtigall

    Nachtigall Registrierter Benutzer

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    Hallo Annett,
    ich bin nach der Familienzeit als Spätberufene in die Altenpflege gegangen. Mit dem Rheuma war ich dann froh, dass man mich in den Altenheimen nicht genommen hat, das hätte ich nicht mehr geschafft, erst recht, nachdem in den letzten Jahren die Personalkürzungen immer mehr und die Arbeit immer stressiger geworden ist. Ich war dann einige Jahre in der ambulanten (= mobilen) Pflege tätig, das war in Ordnung, obwohl das auch anstrengend ist, aber nicht so schlimm wie im Altenheim. Inzwischen bin ich in einem Behindertenwohnheim als Betreuerin, da ist auch einiges an Pflege dabei, aber der Personalschlüssel ist noch großzügiger als in der Altenpflege. Diese Arbeit gefällt mir gut und ist nicht so anstrengend wie die Altenpflege.
    Ein Bürojob wäre für mich nichts, da das lange Sitzen für mich nicht gut ist. Die viele verschiedenartige Bewegung tut mir gut. Natürlich bin ich trotzdem sehr müde, obwohl ich "nur" 25 Std. arbeite, und schaffe daheim im Haus und Garten bei weitem nicht mehr so viel wie früher, da musste ich viele Abstriche machen.
     
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