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HILFE, noch undefinierte Art von Arthritis

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Bast, 20. August 2009.

  1. Bast

    Bast Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen,

    wir haben ein grosses Problem und weiss nicht mehr alleine weiter. Meine Freundin lebt in Serbien (ich in der Schweiz) und hat seit 7 Monaten eine mehr oder weniger "nicht definierte" Art von Arthritis. Ein Dokter sagte es handelt sich um rheumatoide Arthritis, ein anderer Oligoarthritis und ein dritter, polyarthritis sero-negativ. Und so zieht sich die Behandlung unnötig in die Länge und ins Unwissende. Am Anfang sagten sie ihr sie solle das Medikament "Pronison" zu sich nehmen. Doch von diesem Zeug bekam sie Panikattacken und musste fast jede Woche einmal in die Notaufnahme. Jetzt wechselte sie auf ein anderes Medikament namens "Resochin". Doch auch von diesem Zeug ging es ihr nicht besser. Sie war sehr inaktiv, fast "leblos" und hatte immernoch Panikattacken. Aber das Schlimmste ist, das es fast keine Anzeichen von Heilungen zu spüren sind. Ich habe den Eindruck das alles nur noch schlimmer wird..

    Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit Resochin? Und ist nach 2 Monaten ohne positive Ergebnisse ein weiteres warten sinnvoll?

    Haben alle Medikamente gegen diese Krankheit Panikattacken als Nebenwirkung? Und beeinflussen alle die Psyche des Menschen so stark wie Resochin oder Pronison? Denn meine Freundin erkennt sich nicht mehr wieder seit sie dieses Zeug zu sich nimmt..

    Es liegt vielleicht daran da sie in ihrer Vergangenheit Probleme mit Depressionen hate und Antidepressiva zu sich nahm.. Vielleicht änderte das ihre Struktur im Gehirn auf irgendeiner Art und Weise, so das die Nebenwirkungen extrem stark werden,..?

    Seit dem Eintreffen der Krankheit nam sie 10kg ab ist jetzt 6 kg untergewichtig.. Die entzündeten Stellen an ihrem Körper sind:
    rechter Fuss, beide Knie, wahrscheinlich auch der Nacken und das Kieffergelenk.

    Bitte, ich hoffe irgendjemend kann uns weiterhelfen..

    mfg, Denis
     
  2. Ducky

    Ducky Guest

    nur kurz gelenkentzündung...oligoa. heißt bis zu 4 gelenken sind betroffen, poly mehr als 4
    rheumatoide arthritis sind beides
    offenbar ist man lediglich nicht einig ob eine oligo oder polyarthritis vorliegt...

    die behandlung ist emines wissens nach aber dieselbe

    einige sogenannte basismedikamente..resochin zählt dazu- brauchen teilweise mehrere monate bis sie anschlagen

    ich würde mich noch etwas gedulden

    pronison, weißt du ob der wirkstoff hier prednison heißt..also ein cortison wäre??

    mehr kann ich dazu nicht beitragen :(

    deiner freundin noch ein wneig geduld und gute bessernug
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Pronison ist ebenfalls ein Cortison-Medikament.

    Gemäß Wikipedia: Kurzfristige, hochdosierte systemische Anwendung

    Bei kurzfristiger, hochdosierter systemischer Anwendung können vor allem neuropsychiatrische Symptome auftreten, wie Konvulsionen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Euphorie, Depressionen und Psychosen. Darüber hinaus kann diese Anwendung zur Manifestation einer latenten Epilepsie führen.

    Welche Dosis nimmt Deine Freundin denn beim Pronison?

    Resochin-Nebenwirkungen: u.a. Störungen des Gehirns unterschiedlicher Ursache wie z.B. Empfindungsstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Halluzinationen (Gelegentlich)

    Verstärkte Nebenwirkungen: Chloroquin und andere rheumatische Basistherapeutika, leberschädigende Substanzen, MAO-Hemmer (Depression, Parkinson), Phenylbutazon (Schmerzen), Probenecid (Gicht), Pyrimethamin/Metronidazol (Antibiotika), Kortison, Digoxin (Herzschwäche)
    Quelle: netdoktor

    Es kann also schon sein, daß Deine Freundin die Kombination von Cortison und Resochin nicht verträgt. Das Cortison ist bei akuten Entzündungen die erste Wahl, um die Gelenkzerstörung kurzfristig zu stoppen. Währenddessen wird aber schon mit einem Langzeitrheumatikum begonnen, daß nach Wochen oder gar Monaten diese Aufgabe mit übernimmt. Mich wundert, daß nicht zu MTX gegriffen wird.
     
    #3 21. August 2009
    Zuletzt bearbeitet: 21. August 2009
  4. Bast

    Bast Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen, als erstes danke ich euch sehr für eure Antworten und eure Zeit die ihr euch genommen habt..

    Meine Freundin nahm zu erst (Pronison) 10 tage 20mg, dann 10 tage 15mg, dann 10 tage 10mg und am schluss 10 Tage 5mg,.. doch ohne Besserungen.. Es hat nichts geholfen..

    Sie wollten ihr nicht MTX verabrreichen da sie es für "zu stark" für sie hielten.

    Im Moment nimmt sie Resochin zu sich und Oxaceprol 200mg. Und sie wollen ihr noch Nyripan geben, doch sie lehnte dieses Cortison-Medikament ab.

    Kennt jemand dieses "Oxaceprol"? Hat irgendjemand Erfahrungen mit dem gehabt?

    Was denkt ihr von "Lodine Retard? Würde ihr das helfen?

    Und noch meine letzte Frage; wie würde man sie in Deutschland oder der Schweiz behandeln? Gibt es einen Unterschied?


    lg, aus Serbien
     
  5. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    aus dem Pharma-wiki zu Lodine:

    Nicht-steroidale Entzündungshemmer sind Schmerzmittel mit vielfältigen Wirkungen. Sie wirken schmerzstillend, fiebersenkend, entzündungshemmend und können die Blutgerinnung hemmen. Dementsprechend werden sie bei Schmerzen verschiedener Ursache, bei Fieber, entzündlichen Erkrankungen und zur Blutverdünnung verwendet. Eine längerfristige Einnahme der Medikamente ist problematisch und kann unter anderem zu Kopfschmerzen, Geschwüren im Magen und im Darm und zu Nierenerkrankungen führen.

    Denke mal, daß dieses Medikament nicht so gut für Deine Freundin wäre, da sie eh schon Probleme hat und ja schon andere Medikamente nimmt.

    Das Oxaceprol ist ein Schmerzmedikament für rheumatische Beschwerden. Sollte also eigentlich schon mal Linderung bringen.


    In Deutschland wird bei erkannter Krankheit z.B. chronischer Polyarthritis gern mit der Kombination Cortison für die Anfangszeit und gleichzeitiger Gabe von MTX gearbeitet. Problematisch ist bei Deiner Freundin allerdings zu sehen, daß das Cortison nichts gebracht hat. Hier empfiehlt sich u. U. eine Stoßtherapie mit wesentlich höheren Dosen. Dies muß aber unbedingt unter Arztaufsicht bzw. gar in einer Klinik erfolgen.

    Wenn das Cortison auch in höheren Dosen keine Wirkung zeigt, steht Deiner Freundin wahrscheinlich eine Odyssee bevor. Schätze mal, daß es dann wirklich dauern wird, bis eine gesicherte Diagnose vorliegt. Klinikaufenthalt zwecks genauer Überprüfung inklusive.
     
    #5 23. August 2009
    Zuletzt bearbeitet: 20. September 2009
  6. Bast

    Bast Registrierter Benutzer

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    ...

    Hilfe.. Sie nimmt schon 3 Monate Resochin (250mg) und es wird alles nur noch schlimmer.. Sie kann den rechten Fuss nicht mehr normal bewegen und es sind schon kleine Rheumaknoten spürbar.. Können diese Knoten wieder weggehen? Im Moment kann sie das Gebiss nicht mehr richtig öffnen. Das geht so schon seit Wochen.. Sie hat starke Schmerzen und die Einschränkung des Gebisses erschwert ihr das Essen. Sie hat sowieso schon wegen den Medikamenten fast kein Appetit mehr,.. Wenn sie am Morgen aufwacht, fühlt sie sich wie in einem Alptraum. Es ist schreklich.. Ich erkenne sie nicht mehr wieder.. Ich bitte euch um Hilfe und um Ratschläge..

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen das wir beide erst 21 Jahre jung sind..


    mit freundlichen Grüssen, Denis
     
  7. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @Bast
    Hierzulande würde ich empfehlen, sich in eine Rheuma-Klinik einweisen zu lassen, um konkret alles durchchecken zu lassen und eine Diagnose und akzeptable Medikamenteneinstellung zu bekommen. Ich weiß nicht, ob das in Serbien möglich ist.
     
  8. Bast

    Bast Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen, wir sind's wieder

    Es geht ihr langsam ein bisschen besser.. Der Fuss ist abgeschwollen, die Schmerzen sind allgemein ein bisschen zurückgegangen.. Das Gebiss kann sie aber leider immer nur noch ca. 1cm weit öffnen..

    Ich danke euch sehr für eure Zeit und eure Hilfe!

    Sie hat noch einige Fragen.. und zwar;

    Hat jemand Erfahrungen mit Methotrexat gemacht? Wie ist seine Wirkung? Hat er viele Nebenwirkungen? Wenn ja, welche genau? Kann es sein das er "schlimmere" Nebenwirkungen hat als z.b. Resochin?

    Ihr helft uns sehr!


    ganz ganz liebe Grüsse an alle!
     
  9. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Hallo Ihr Zwei !

    Ich nehme MTX seit Oktober 2005. Ihr solltet wissen, dass jeder Mensch anders reagiert und daher kann man nie vorher "Vorrausagungen" machen. Am besten ist, wenn man sich keinen Kopf macht die Tablette nimmt und dann abwarten. Geduld muss man auch lernen und wenn es denn gar nicht hin haut, dann steht man beim Arzt wieder auf der Matte.
    Zurück zu mir: ich kenne keine Übelkeit und auch die zuerst aufgetretene Müdigkeit hat sich mittlerweile verflüchtigt.

    Nochmals, bitte macht Euch nicht "verrückt" sondern lasst alles auf Euch zu kommen.

    Alles Gute wünscht Den Anhang 54000 betrachten
     
  10. knoeppie

    knoeppie Neues Mitglied

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    Hallo Bast,

    zu MTX gibt es ja einen eigenen "Ober-Link" (keine Ahnung, wie man das tatsächlich nennt), da kannst Du ganz konkret mal schauen. Von mir persönlich kann ich sagen, dass ich MTX richtiggehend liebe, da es nach Ausbruch der Krankheit das erste Medi war, das wirklich was gebracht hat (Sulfasalazin und Arava hatten keine Wirkung). Ich habe es ca. 6 Jahre genommen, bis ich wegen Kinderwunsches abgesetzt habe. Nebenwirkungen hatte ich fast keine. Lediglich dann, wenn ich vor und am Einnahmetag nicht genug getrunken habe, wurde mir ziemlich übel. Das ließ sich ja aber glücklicherweise ziemlich gut steuern. Gegen die Übelkeit soll übrigens auch Ananassaft ganz toll helfen.
    Ansonsten kann ich mich meiner Vorgängerin nur anschließen, Deine Freundin sollte das Zeug nehmen und sich nicht allzu viele Gedanken machen. Wenn man den Beipackzettel ließt, wird man nur verrückt und kriegt vielleicht schon allein davon irgendwelche Beschwerden (Körper und Geist bilden ja irgendwie eine Einheit und dass einem Sorgen z. B. auch auf den Magen schlagen können, kann ich aus Erfahrung nur bestätigen).
    Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen und freue mich für Euch, dass Deine Freundin nun eine Chance zu einer Basistherapie mit MTX bekommt.
    Viele liebe Grüße an sie und Dich wünscht

    Knoeppie