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Hilfe ! Hilfe !

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von ulli, 23. November 2003.

  1. ulli

    ulli Guest

    Wer kann mir bitte sagen, was wir tun können. Bei meinem Vater (66) wurde vor einem Jahr entzündliches Gelenkrheuma festgestellt. Er ist bei einem Rheumatologen in Behandlung, der ihm allerdings bisher nicht helfen konnte. Sein Zustand verschlechtert sich immer mehr. Er hat innerhalb dieser Zeit 13 kg Gewicht verloren und wiegt bei einer Größe von 1,70 m nur noch 61 kg. Er hat überhaupt keine Kräfte mehr, sowohl physisch als auch psychisch. Treppen steigen kann er so gut wie gar nicht mehr. Am Ellenbogen, an den Fingern und am Steiß hat er Rheumaknoten (Kann man gegen diese Knoten eigentlich etwas machen ?). Selbst das Sitzen fällt ihm schwer. Im letzten Jahr sind sehr viele Medikamente ausprobiert worden. Leider hat bisher nichts geholfen, oder er konnte das Medikament nicht vertragen. In den letzten zwei Wochen war er wegen Blutarmut zur Untersuchung im Krankenhaus. Wegen seines Rheumas wurde er dort nicht behandelt. Die Ärzte gehen nun davon aus, dass die Blutarmut von den Medikamenten kommt, weil sonst nichts festgestellt wurde. Außerdem hat er Eisenmangel. Da sich sein Zustand immer mehr verschlechtert machen wir uns große Sorgen. Wir fühlen uns ziemlich allein gelassen und wissen einfach nicht, war wir machen können. Der Rheumatologe sagt immer nur, dass erst einmal die Entzündung aus dem Körper müsse. Allerdings hat er dies in einem Jahr nicht geschafft. Gibt es überhaupt noch Hoffnung, dass es meinem Vater irgendwann wieder besser geht ? Wir sind einfach nur verzweifelt. Irgendwie denkt man, daß die Zeit davon läuft.

    Grüße
    Ulli
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo ulli,

    das mit dem zeit- weg- rennen kann schon stimmen. bei einer rheumatischen erkrankung gibts ein zeitfenster, in dem man am besten mit einer wirksamen behandlung beginnen sollte. ist dies überschritten, dann wird es langsam immer schwieriger und langwieriger mit der behandlung, aber nicht hoffnungslos !

    dein vater sollte sich evtl. mal stationär in eine rheumaklinik begeben, dorthin kann ihn auch sein hausarzt einweisen. denn wenn er bereits ohne erfolg verschieden medikamente probiert hat, wird es zeit etwas efefktives zu machen.

    wenn du in deiner nähe keine rheumaklinik findest, frag im forum noch einmal nach. leider schreibst du nicht in welcher gegend ihr lebt.

    alles gute erstmal, kuki
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Ulli,

    meine auch, dass Dein Vater dringend in eine Rheumaklinik gehört, wo er von Kopf bis Fuß durchgecheckt und auf Medis eingestellt wird.

    Nimmt er eigentlich Cortison? Meine, das könnte sein Leiden erst mal stark minimieren. Ansonsten bräuchte er dringend eine wirksame Basis-Therapie. Ich weiß ja nicht, was er bisher genommen hat. Viele halten sich jahrelang mit NSAR (sowas wie Ibuprofen, Diclo etc.) über Wasser. Das reicht aber bei weitem nicht aus und kann auch die Zerstörung von Gelenken nicht verhindern.

    Deinem Vater möglichst schnelle und wirksame Hilfe! Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. Bleffi

    Bleffi Guest

    hallo ulli!

    ...auch ich kann deinem vater nur zu einem stationären aufenthalt in einer rheumaklinik raten.
    hat dein vater schon "remicade" bekommen? dies ist ein medikament aus den usa, welches bei vielen patienten enorme verbesserung und schmerzlinderung erzielt hat. es wird als infusion verabreicht. ich war bis vor kurzem in der "ostseeklinik" im ostseebad damp. dort ist ein dr. georgie, eine echte kapazität in sachen rheuma. diese klinik kann ich nur wärmstens empfehlen.

    in der hoffnung, dir weiter geholfen zu haben, verbleibe ich mit besten grüßen und wünsche deinem vater gute besserung,

    Bleffi!

    P.S. solltest du mer wissen wollen, dann sende mir bitte eine pn.
     
  5. agila

    agila Guest

    Gleiche Sorgen

    Hallo Ulli,
    ich hab zur Zeit ähnliche Sorgen mit meinem Vater (knapp 60). Er ist jetzt seit drei Wochen in Hamburg in der Klinik und wurde ursprünglich dorthin eingewiesen um auf Medikamente eingestellt zu werden. Leider geht es ihm bisher eher schlechter (vermutl. alles Nebenwirkungen) aber der Arzt hat gemeint er könnte am Wochenende nach Hause. Er ist, wie Du auch berichtest, psychisch und physisch total am Ende und einzig die Aussicht, dass er jetzt entlassen wird hält ihn noch aufrecht. Wir sind ihm leider keine große Hilfe, weil über uns das alles wie ein Sturzbach hereinbricht. Er hatte zwar vor 8 Jahren schonmal eine Art "Schub", aber das konnte mit Resochin so gut eingedämmt werden, dass er in der Zwischenzeit keine Medis nehmen mußte und überwiegend schmerzfrei war. Für morgen haben wir einen "Familientermin" bei dem bahndelnden Arzt, weil jetzt endlich die meisten Untersuchungsberichte vorliegen und ich hoffe, danach sind wir schlauer. Ansonsten kann ich diese Seiten hier nur wärmstens empfehlen, ich glaub ich hab noch nie soviel gelernt wie hier !!! Jedenfalls halte ich es auch für unheimlich wichtig, dass Dein Vater eine gute (!) Rheumaklinik aufsucht (von dem Krankenhaus in Hamburg bin ich bisher nicht überzeugt). Vielleicht können wir in Kontakt bleiben und Erfahrungen austauschen ?!?
    Ich wünsche Euch allen alles nur erdenklich Gute und dass Deinem Vater schnell geholfen werden kann !!!
    LG
    agila