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Heilpraktiker????

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Schnuckiputz, 24. Oktober 2007.

  1. Schnuckiputz

    Schnuckiputz Neues Mitglied

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    Hallo, meine Tochter, 13, hat juveniele Arthritis. Sie wurde auf MTX eingestellt und nimmt zusätzlich noch 2 x am Tag Ibuprofen 400. Mittlerweile hat sich das bei uns in der Familie herumgesprochen :D und ich werde zunehmenst von Familienmitgliedern und Bekannten bedrängt, ich solle unbedingt zum Heilpraktiker, der kann bestimmt helfen:o !?! Nun haben wir selbst gute Erfahrung mit Heilpraktikern gemacht, allerdings ging es da um Allergien, Hautausschlag, Gallenbeschwerden. Der Rheumatologe wo wir sind ist allerdings völlig gegen dieses Thema und winkt sofort ab und sagt, die können da auch nichts machen. Ich vertrau ihm voll, würde aber trotzdem wissen, ob jemand von Euch beim Heilpraktiker ist und evtl. ERfolge vorzuweisen hat und was die so gegeben haben.
     
  2. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Schnuckiputz,
    Da ich selbst Heilpraktikerin bin, deenke ich, dass ich deine Frage wohl beantworten kann.
    Also, erst mal, es gibt natürlich, genau wie bei den Ärzten, weiße und schwarze Schafe.
    Dass dein Rheumatologe so gegen Heilpraktiker eingestellt ist, hat vielleicht mit folgendem zu tun: 1. ist die Hp-Ausbildung natürlich kein Studium, aberes soll ja auch kein "kleiner Doktor" herauskommen, sondern nur jenand, der "keine Gefahr für die Volksgesundheit" darstellt.
    Außerdem, frag deinen Arzt mal, wie er allgemein zu Naturheilkunde (oder Homöopathie) steht. Wenn er da skeptisch reagiert (was er, auch als Rheumatologe, nicht unbedingt muss; der Rheumatologe meines Sohnes war schon für Homöopathie, wenn auch hauptsächlich für die Psyche, die beim Rheuma ja auch nicht ganz unwichtig ist.), weißt du schon, warum er Heilpraktiker für nicht sinnvoll hält (sie praktizieren ja in der Regel Alternativmedizin und ein eingefleischter Schulmediziner kann sich oft nicht vorstellen, dass man auch mit sanften Methoden zum Ziel kommt!).
    Last not least - es existiert eine Vorschrift, nach der Ärzte nicht mit Hps zusammenarbeiten dürfen!
    Du schreibst, dass du schon auf anderen Gebieten positive Erfahrungen geaacht hast. Warum glaubst du dann, dass ein Hp bei Rheuma nichts machen könne?
    Ich weiß nicht, ob du bisher bei einem allgemeinen Hp warst oder einem, der Klassische Homöopathie praktiziert (wie ich)? Mit der letzteren Methode sind die Chancen, Besserung zu erzielen, recht gut.
    Was kannst du schon verlieren? Soviele Nebenwirkungen wie MTX (was ja immerhin eigentlich ein Anti-Krebsmittel ist!) haben homöopathische Mittel garantiert nicht!
    Wenn du wirklich zu einem Klassischen Homöopathen gehst (ich behandle schon einige Jahre eine Frau mit MB, die braucht zusätzlich nichts extra!), kann man dir a la Kochrezept kein Mittel sagen; das wird ganz individuell für deine Tochter rausgesucht!
    Ich hoffe, meine Aussagen helfen dir bei deiner Entscheidung!
    LG, Sabine
     
  3. Schnuckiputz

    Schnuckiputz Neues Mitglied

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    Hallo Savalo, danke für deine Antwort. Leider wohnst du sehr weit weg von mir:( , sonst würden wir schon mal zu dir in die Praxis kommen:) . Bin mir halt unsicher, weil es um mein Kind geht. Wenn es einen selbst betrifft und man trifft eine Entscheidung, ist das leichter. Der Rheumatologe, den wir haben, ist sicher einer von der "alten" Sorte, geht in 3 Jahren in den Ruhestand. Aber ein ganz lieber und denke mal auch kompetenter Arzt (ist sogar der Chefarzt vom KH) der für seinen Beruf lebt. Aber sobald man auf andere Mittel als Schulmedizien zu sprechen kommt, blockt er ab. Auch homöopathische Mittel lehnt er strickt ab. Aber ich denke mal, ich werd mal bei der Heilpraktikerin vorsprechen und dann entscheiden, welchen Weg wir gehen.
     
  4. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

  5. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Bernd,
    der Link ist schon nicht schlecht, aber genau wie der Rheumatologe von Schnuckiputz nur auf schulmedizinisch anerkannte Verfahren ausgerichtet. Das ist ohnehin eine Sache von RO, die Nutzer scheinen z.T. für alternative Therapien offener zu sein, als das, was in den offiziellen Verlautbarungen steht. D.h. nicht, dass ich diese Informationen nicht für o.k. halte, aber manchmal wäre es auch angebracht, Alternativen zu erwähnen.

    LG. Sabine
     
  6. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Hallo Savolo,
    ich habe es schon mehrfach geschrieben und ich tue es gern nochmal:
    Ich - ganz persönlich - halte sämtliche alternativen Heilmethoden für nicht geeinet, um damit eine rheumatische Erkrankung zu behandeln.
    Ich weiß das auch Alternativen helfen und finde man kann sie unterstützend anwenden, es gibt sicherlich auch Bereiche in denen sie sinnvoll sind. dazu gehören aber nicht schwere, chronische Erkrankungen.
    Wer sich mit Autoimmunerkrankungen und deren Behandlung auseinandersetzt wird feststellen, das die Lebenqualität und die Lebenserwartung von Rheumatikern deutlich angestiegen ist.
    Wären " Alternativen " dazu in der Lage - hätten diese sicherlich einen deutlich höheren Stellenwert.
    Ich sehe es nicht so, das die Medikamentenlobby die Alternativen verdrängen will, sondern so, das sie sich im Laufe der Zeit durch bessere Wirksamkeit durchgesetzt hat.
    Und das sicherlich aus gutem Grund.

    Gerade am Anfang der Erkrankung lassen sich sehr viele Kranke verschrecken durch lange " Waschzettel " und greifen gerne auf angeblich nebenwirkungsfreie Alternativen zu - berichten auch von enormen Erfolgen.
    Dummerweise halten diese nicht an und die Patienten haben später keine andere Wahl als sich wieder der Schulmedizin zuzuwenden.
    Bis dahin ist die Erkrankung dann leider oft schon deutlich fortgeschritten.

    Aber ich will niemandem den Weg zum Homöopathen, Heilpraktiker oder was auch immer ausreden.
    Jeder muss selber zwischen Pro und Contra abwägen.

    lg Bernd
     
  7. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Bernd,
    du hast sicher recht, wenn du ganz allgemein alternative Heilmethoden nicht für geeignet hältst, Rheuma zu behandeln.
    Aber du darfst nicht einfach alles in einen Topf werfen. So besteht z.B. ein Riesenunterschied zwischen Schüßler Salzen (auf die viele Leute, auch Hps, schwören, die ich aber nur für sehr bedingt für geeignet halte, Rheuma zu behandeln) und Klassischer Homöopathie, mit der z.B. mein Sohn bisher ausschließlich behandelt wurde. (Klassisch heißt: Einzelmittel in mittleren und hohen Potenzen, es werden Menschen MIT Krankheiten behandelt, nicht Krankheitsnamen, wie z.B. MB oder Kollagenose. Deshalb kann man auch kein Mittel sagen, dass gegen "Rheuma" hilft.)
    Zur näheren Information über Homöopathie, hier noch ein Link:
    http://www.mickler.de/

    Nichts für ungut, aber ich bin nicht so ein standhafter Anhänger der Schulmedizin wie du!
    LG, Sabine
     
  8. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Hallo Savolo,
    zunächst mal - ich finde es so schön, das man auch mit so unterschiedlichen Standpunkten so friedlich kommunizieren kann.

    Ich bin auch schon homöopathisch behandelt worden und war baff erstaunt - hatte damals ziemlich ausgeprägte Gelenkergüsse besonders an den Fingergrundgelenken - und die waren etwa drei Tage später - weg -
    das hat bis dahin kein Medikament geschafft.
    Leider kamen sie auch wieder und der Erfolg lies sich nicht wiederholen - auch weitere Untersuchungen und andere Mittel und Potenzen zeigten keine Wirkung mehr.
    Ich hatte damals das Cortison ohnehin abgesetzt wegen starker Nebenwirkungen - Corti ist sonst wohl ein Hinderniss für diese Behandlung -
    mit der neuen Basis war dann wieder Ruhe und Besserung ...

    Um es nicht zu lang zu machen:
    Ich denke, das ein Großteil der Wirkstoffe aus den " Alternativen " eh die Grundlage für die schulmedizinischen Präparate sind - nur da ist die Wirkung einigermaßen erforscht und zum Teil werden sie künstlich hergestellt ( Pilzkulturen etc.).
    Ich denke auch, das es Alternativen leichter hätten, wenn es nicht so viel Schmu in dieser Richtung gäbe.
    Und das sie sicher ihre Berechtigung haben / manchmal sogar die bessere Wahl sind - wenn sie von gut ausgebildeten Heilpraktikern / Homöopathen verantwortungsvoll eingesetzt werden.
    Aber - und da sind wir uns ja einig - immer nur da, wo es geeignet ist.
    lg Bernd
     
  9. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Bernd,
    ja ich finde es auch gut, wenn man friedlich miteinander kommunizieren kann, auch wenn man unterschiedliche Meinungen hat. Es liegt mir auch fern, "recht haben" zu wollen. (Obwohl du "homöopathischer" zu sein scheinst, als es zuerst den Anschein hatte!)
    Ich möchte zu allererst mal informieren (deshalb auch der Link) und Fehlinformationen gerade rücken! (Viele Leute meinen z.B. Homöopathie sei Pflanzenheilkunde. Ds stimmt so nicht. Zwar sind viele Mittel pflanzlichen Ursprungs, es gibt aber auch sehr viele Mittel aus Mineralien, einige auch aus Tieren, wenige aus [menschlichen] Krankheitsprodukten.)
    Zu deinem Erlebnis, dass ein homöopathisches Mittel erst sehr gut, dann gar nicht mehr gewirkt hat: Das kenn ich aus eigener Erfahrung. Es kann bedeuten, dass dein Zustand letztendlich nicht "heilbar" ist, vielleicht hat dein Therapeut einfach auch nur nicht lange genug gesucht (es gibt schließlich mehrere hundert Mittel; bei mir war es kürzlich so, dass meine Homöopathin erst nach drei Monaten das Mittel fand, was meine Ischialgie beseitigte!), oder vielleicht bestand auch (evt. unbewusst) bei dir ein Heilungshindernis (starker "Unglaube" an eine Heilung kann sich schon so auswirken!)
    Wenn die Homöopathie bei Dir nicht "funktionierte", kann ich schon verstehen, dass du, um endlich die Symptome loszuwerden, zur Schulmedizin zurückgekehrt bist!
    Wie ist es denn mit Nebenwirkungen bei dir?
    Aber, wenn du ganz ehrlich bist, "heilen" kann dich die Schulmedizin ja auch nicht, sie bekämpft (!) nur Symptome, indem sie sie wegdrückt; falls du Pech hast, kommen sie als neue Krankheit an anderer Stelle wieder raus.
    Last not least - du hast vollkommen recht, Cortison und Homöopathie vertragen sich nicht so gut, ich denke, das gilt auch für die Basismedis. Außerdem kann ich dir nur zustimmen, dass wirklich fundierte alternativ-medizinische Richtungen. wie z.B. Akupunktur und Homöopathie, es sehr viel leichter hätten, wenn nicht soviel Schmu betrieben würde!
    LG, Sabine