Heilpraktiker
versus Schulmedizin - hm, es geht auch gut "nebeneinander" und nach jahrzentelangen Querelen wissen das viele von beiden Seiten. Während meiner Ausbildung wurde uns gern der Hinweis gegeben, der approbierte Arzt ist für akute, unklare Erkrankungen und der Heilpraktiker für chronische Beschwerden "zuständig".
Natürlich sollte ein fähiger Heilpraktiker zunächst mal in der Lage sein, eine Erkrankung zu diagnostizieren. Und da ist Punkt eins :
etliche der pendelnden und Aura sehenden Heilkundigen haben kaum eine Ahnung von einer internistischen Untersuchung. Da haben einige ihre Ausbildung gemacht und waren vorher PTA, Krankenschwester oder Arztgattin und meinen deshalb, bereits alles zu wissen. Klingt klischeehaft, ist aber oft so. Natürlich hilft es einem chronisch Kranken, dass sich jemand ausführlich mit ihm beschäftigt, dass jemand zuhört, Dinge ernst nimmt, für die ein Arzt häufig kein Ohr und keine Zeit hat. Kann er auch leider nicht wirklich, weil er oftmals sehr schwer Erkrankte hat, deren Leben bedroht ist, es ist für den Arzt - relativ gesehen - einiges Pipifax, was uns das Leben verleidet.
Aber: man kann bei einem Arzt davon ausgehen, dass er umfassende Kenntnisse der Anatomie und Physiologie hat. Sonst hätte er nämlich sein Studium nicht geschafft. Außerdem hat ein Arzt im Laufe seiner praktischen Zeit relativ viele kranke Menschen gesehen und "mit" behandelt - etwas, was in der HP Ausbildung leider immer noch zu kurz kommt. In der Regel sollte er erkennen, ob jemand ernsthaft erkrankt und behandlungsbedürftig ist. Unser Gesundheitssystem ist, weltweit verglichen, gut, aber nicht perfekt - wäre es das, würde meiner Meinung nach jeder chronisch Kranke ( wenn er denn möchte ) auch eine begleitende Gesprächstherapie erhalten, dort hat man dann nämlich die Zeit und da ist es die Aufgabe, seelischen Achterbahnen wieder in die Spur zu verhelfen.
Es ist manchmal so, dass Ärzte es verlernen, vernetzt zu denken und der Grundsatz einer Diagnose : füge alle Symtome zu einem Puzzle zusammen und daraus ergibt sich EIN Bild ( also eine Diagnose ) gerät, oft aus Zeitmangel, aus der Sicht. Der Arzt bekommt deutlich weniger Geld pro Patient pro Quartal als manch einer denkt, er hat gar nicht die Zeit, irgendwelchen "tiefsitzenden in der Seele verschachtelten" Dingen auf den Grund zu gehen.
Wenn´s richtig brennt und mein Leben bedroht ist, möchte ich bitte einen Arzt und gern auch technisches Gerät

- für den anstrengenden "Beikram" der chronischen Erkrankung behandele ich mich gern selbst.
@ Laura
Hm, dein Immunsystem wurde eingestellt - in welchem Sinne ? "Als es wieder funktionierte, solltest du deine Medis absetzen. Mediziner gehen dem Grund nicht nach"- doch, das tun sie, aber mit einem anderen Ansatz .
Sorry, aber finde ich etwas merkwürdig, deine Aussagen. Bei einer Autoimmunerkrankung arbeitet das Immunsystem, es hat sich aber "verirrt" und läuft auf Hochtouren. Wenn deine HP das so gut und easy behandeln kann, werden wir da wohl demnächst alle Stammpatienten ( nur kurzfristig, weil wir dann geheilt sind ) und eigentlich müßte sie dann dringend den Nobelpreis für Medizin bekommen. Oder hast du vielleicht eine ganz andere Grunderkrankung, die vielleicht rheumatische Beschwerden imitiert ? Verstehe mich nicht falsch, ich greife dich nicht an, aber es klingt mir ein wenig ZU einfach. Kann mir deshalb einen leicht sarkastisch gefärbten Unterton nicht verkneifen und bitte um Verständnis.
Ich glaube, ich habe eine ganz gute schulmedizinische Ausbildung genossen und angesichts der Menschen mit deformierten Händen etc. und deren Schmerzen reagiere ich da immer etwas empfindlich.....
Liebe Grüße, Tina