1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Hausbesuche verordnet?

Dieses Thema im Forum "Wissensdatenbank (Knowledge Base)" wurde erstellt von bise, 29. Juli 2011.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    immer wieder gibt es auseinandersetzungen, ob hausbesuch bei physiotherapie etc verordnet werden kann. ist die praxis nahe am wohnort mag das aufsuchen noch gehen, patient könnte schliesslich ganz langsam dahin "schleichen". doch was ist zu tun, sollte der therapeut des vertrauens weiter entfernt praktizieren? nicht jeder patient, d.h. rheumi, darf noch autofahren - sei es dass die augen zu schlecht geworden sind, sei es dass er mittlerweile zu zerstörte gelenke hat, unmöglich mit diesen ein kfz noch sicher zu steuern.
    taxigeld wird i.d.r. nicht übernommen. also wird hausbesuch verordnet. dazu wird dann vom doc häufig stellungnahme des MDK angefordert (aus angst wg. budgetüberschreitung).
    der MDK empfiehlt häufig, benutzung der öffentl. verkehrsmittel - wenn vorhanden und niederflurbusse eingesetzt werden. das mag für rheumis gut gehen oder auch nicht. in jedem fall hat rheumi zu begründen, weshalb hausbesuch trotz günstiger busanbindung im speziellen fall erforderlich.

    hier nun ein urteil, das rheumi helfen kann:
    laut OLG Bremen" müssen bus- und bahnpassagiere sich zügig einen sicheren halt verschaffen. die fahrer öffentl. verkehrsmittel sind nicht verpflichtet, sich zu vergewissern, ob alle eingestiegenen passagiere einen sitz oder haltegriff gefunden haben, bevor sie losfahren. für stürze sind die fahrgäste selbstverantwortlich"; das stand heute in unserer örtlichen tageszeitung - leider ohne aktenzeichen.

    im leeren bus gibt es keine probleme; doch wehe der bus ist gut besetzt; fast immer sind die behindertenplätze von nicht behinderten belegt. bis sie endlich freigemacht werden, ist der bus schon längst angefahren. ein rheumi, wackelig auf den beinen, ist dann hilflos.

    gruss
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

    Registriert seit:
    20. Februar 2005
    Beiträge:
    12.094
    Zustimmungen:
    5
    zu den busverordnungen kann ich nu garnix sagen. hier in dem kuhkaff gibts eh kaum welche.

    und zu den hausbesuchen: ich dachte, die krankenkasse übernimmt nur die hausbesuchskosten für den am nächstliegenden therapeuten.

    ich hatte nämlich den hick hack, wo ich anfang des jahres aus dem krankenhaus kam.

    hier gibts nämlich nur einen therapeuten. und den wollt ich nicht. aber weitere anfahrtswege von anderen therapeuten (bzw. auch die zeit) wollte die kasse nicht übernehmen.
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    puffelchen,
    hausbesuch wird mit einem pauschalbetrag vergütet, damit wird alles abgegolten.
    der kasse ist i.d.r. egal, welche praxis den hausbesuch durchführt, geld gibt es nicht mehr.

    für die praxis muss sich der hausbesuch dann auch noch lohnen. meistens führt ein therapeut alle hausbesuche hintereinander durch. er legt sich die route so, dass er wenig zeit braucht.
    z.b. in einer strasse 4 hausbesuche - das kann sich schon lohnen.
    oder in einem hochhaus mit vielen wohneinheiten 4 hausbesuche.
    denn für jeden hausbesuch gibt es die pauschale.

    gruss
     
  4. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

    Registriert seit:
    20. Februar 2005
    Beiträge:
    12.094
    Zustimmungen:
    5
    ja gut. aber ich wohne 20 minuten von der nächst gelegenen praxis entfernt. weil, die hier im ort war ja doof.

    das ist dann schon ein aufwand für die therapeuten. ne 3/4 stunde fahrtzeit ist schon weg. und dann die benzinkosten...
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    puffelchen,
    ich gehe mal davon aus, dass die entfernter gelegene praxis
    ablehnte, weil es sich wirtschaftl. nicht lohnte; sie hätte für die pt behandlung draufzahlen müssen.
    der kasse wäre es wurscht gewesen.....,ob die eine praxis oder die andere dich behandelt hätte.

    gibt es nur eine praxis am ort, ist patient tatsächl. aufgeschmissen, sobald dort nicht gut gearbeitet wird.

    falls es dich trösten kann, mir geht es derzeit ähnlich wie dir.

    die guten leute gehen weg.....

    gruss