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Hallöchen alle miteinander ;-)

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Timo, 18. Januar 2009.

  1. Timo

    Timo Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Januar 2009
    Beiträge:
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    Hallo!

    Mein Name ist Timo, ich komme aus Bonn, bin 27 Jahre alt, und bin gerade wegen einer reaktiven Arthritis in Behandlung.

    Angefangen hat die im Oktober, als ich nachts mit Knieschmerzen aufwachte. Ich dachte noch, "Na toll, jetzt hast du dir im Schlaf das Knie verdreht und humpelst tagelang :top:". Einen Tag später war das Knie bereits prall geschwollen, was ich so noch nie hatte...

    Weil sich sämtliche Gelenkbeschwerden bei mir sonst immer von alleine gegeben haben, habe ich dann 3 Tage gewartet, bevor ich zum Hausarzt ging. Dieser hat mich dann zum Orthopäden geschickt, der mir Blut abnahm und das Knie punktierte.
    Da weder in der gewonnen Flüssigkeit (mit 106ml knapp am Praxisrekord vorbei :eek:), noch im Blut irgendwelche Krankheitserreger feststellbar waren, und die Blutwerte bis auf ein CRP von 20 mg/dl normal waren, schickte er mich dann mit dem Verdacht auf reaktive Arthrtis zum Rheumatologen, auch aufgrund meiner Anamnese, dass ich eine Woche vor der Kniegeschichte ein paar Tage leichten Durchfall hatte, und verschrieb mir für die Übergangszeit Diclofenac und Krankengymnastik.

    Als ich dann Ende November bei diesem vorsprach, war alles relativ schnell klar. Da mein Test ergab, dass ich zudem HLA-B27 positiv bin, also wohl eher zu eine Chronifizierung der Arthritis neige, und die Entzündung immer noch relativ heftig verlief (so z.B. als ich Diclofenac langsam absetzen sollte), empfahl er eine Basistherapie mit Sulfasalazin und zumindest zu Beginn Prednisolon, also praktisch Cortison, der ich zustimmte.

    Das Cortison brauchte ein paar Tage, bis die Schwellung wegging, das Knie "verheilte" sozusagen und auch der eher innerliche Erguss verschwand, so dass ich nach wenigen Wochen sogar wieder mit Sport anfangen konnte.

    Ich nehme Sulfasalazin nun seit genau 2 Monaten, von denen es die ersten Wochen langsam eigneschlichen wurde, und habe bis auf ein leichtes Völlegefühl keine Nebenwirkungen, zumindest keine offensichtlichen bzw. störenden. Was die weiteren Bluttests zeigen werden, wage ich natürlich nicht vorherzusagen ;). Prednisolon nehme ich momentan noch 7,5 g täglich, aber ich vermute, dass ich es nach dem nächsten Termin (in einer Woche) weiter reduzieren soll.

    Auch wenn es wohl schönere Dinge gibt, als sich bei einem Rheumaforum anzumelden :D, habe ich es auf der Suche nach echten Geschichten schon mehrfach mit der Suche auf den Kopf gestellt, und bin jetzt schon lange froh, dass es das Forum gibt :top:. Und da nun langsam der erste Schock vorbei ist, und ich doch die ein oder andere Frage habe:

    Alles Gute und wir sehen uns im Forum! :cool:
    Timo
     
  2. Leni

    Leni Neues Mitglied

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    Hallo Timo,

    herzlich willkommen hier bei RO. Ich habe mich auch erst im Dezember getraut mich hier anzumelden. Habe hier schon viele gute Tipps bekommen. Ich habe cP, spritze Humira und zusätzlich nehme ich Cortison. Ich bin zwar nicht schmerzfrei, aber ich kann es aushalten, irgendwie.

    Ich wünsche Dir noch einen schmerzarmen Abend und wenn Du fragen hast, scheue Dich nicht sie hier zu stellen.

    Lieben Gruss von Leni
     
  3. Timo

    Timo Neues Mitglied

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    Hallo euch allen,
    danke Leni für die freundliche Begrüßung ;)!

    Ich war jetzt beim Rheuma-Doc und hab ihn nach seiner Meinung gefragt. Er liess sich natürlich zu keiner Pauschalisierung bringen á la "Ihr Hausarzt hat geschlafen", hat mir aber folgende Sachen zum Nachdenken mitgegeben:

    1. Seiner Ansicht nach ist es meistens andersrum, nämlich dass er Leute mit vergleichbaren Erkrankungen vom Hausarzt überwiesen kriegt, nicht erst vom Orthopäden wie in meinem Fall.

    2. Dass gerade bei der reaktiven Arthritis eine schnelle Diagnose wichtig ist, weil sich sonst immer mehr Gedächtniszellen im Immunsystem bilden, und man es nur noch schwer los wird, wenn überhaupt (wie gesagt, bei HLA-B27-positive Leute ist das wohl ohnehin was längerfristiger, daher überhaupt meine Basistherapie).

    Also, ohne wieder eine Diskussion anrollen zu wollen, glaube ich, wollte mir mein Rheumadoc schon durch die Blume hindurch vermitteln, dass mein Hausarzt nvermutlich schlechter reagiert hat als die meisten Hausärzte, und dass eine dadurch verzögerte Diagnose für mich evtl. langwierige Nachteile hätte mit sich bringen können (Ich hoffe natürlich sehr, dass das noch nicht eingetreten ist :D).

    Zum Vergleich: Mein Orthopäde sagte schon beim ersten Treffen, dass es auch Infektionen gebe, die sowas ausösen können, ohne das Knie selbst befallen zu haben (also eine Umschreibung der reaktiven Arthritis) - allein aufgrund der Tatsache, dass das Knie extrem entzündet war, ohne eine Vorgeschichte von Verletzungen oder Knieproblemen.

    Ich habe ja die Befürchtung, dass mein Hausarzt nie auf eine rheumatische Erkrankung gekommen wäre, nur weil der Rheumafaktor bei reaktiver Arthritis negativ ist. Mein Orthopäde schien das zu wissen, mein Hausarzt demnach wohl nicht.

    Also, ich werde den Hausarzt wohl nicht partout wechseln, behalte das aber im Hinterkopf, falls es irgendwann mal wieder den Anschein macht, er schenke mir zu wenig Aufmerksamkeit. Man kann ja immer eine zweite Meinung einholen, auch wenn's nervt.

    Danke für eure Teilnahme!

    Timo