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hallo zusammen, bin neu hier.

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von petrasso, 4. Mai 2011.

  1. petrasso

    petrasso Neues Mitglied

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    4. Mai 2011
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    dann stell ich mich mal kurz vor,

    mein name ist petra bin 41 jahre jung und hab 5 kinder. ( 20,18,4,2
    und 7 monate) bin verheiratet und wohne im lieblichen taubertal.

    im dez. 2010 wurde bei mir rheumatoide arthritis festgestellt. was sich hauptsächlich in den fußgelenken zeigt. mein linkes sprunggelenk ist dauerentzündet und die zehengelenke kommen ab und an auch dazu. wenn die schmerztabletten nachlassen merke ich meist noch mein knie und die schultergelenke.
    nach der geburt meiner tochter vor 7 monaten gab es ein richtigen schub, da waren auch die fingergelenke noch stark mit betroffen. was aber besser geworden ist, nur kann ich keine sachen mehr machen wo man kraft in den fingern braucht. ( z.b. ein eingebrannten topf auskratzen, was ich leider oft machen muss :o:o)
    seit 10 wochen bekomme ich mtx 15mg und diclo. leider hat sich noch keine richtige verbesserung eingestellt. auch eine cortisonspritze im sprunggelenk hat nichts gebracht, auser viele nebenwirkungen.:(:(

    am meisten macht mir aber zur zeit die phsyche zu schaffen, dadurch das ich nicht so gut laufen kann bin ich mit meinen kindern viel zu hause. wir haben zwar ein großen garten, aber es ist halt nicht das gleiche wie wenn man mal raus kommt.
    meine kinder freuen sich auch immer tierisch wenn es mal raus hier geht.
    es macht mich einfach fertig, das ich meinen kleinen nicht so viel bieten kann und immer wieder sagen muss, das ich was nicht machen kann weil ich ja krank bin. der 4 jährige fragt auch immer wieder ob es mir besser geht damit wir was unternehmen. obendrein kam dann noch so ein blöder spruch von den nachbarn; wir können ja nichts für ihre krankheit, damit müssen sie schon selber klar kommen.
    (und das nur, weil ich meinen kindern nicht so nachrennen kann)

    früher hab ich immer johaniskraut genommen, was ich ja unter mtx nicht nehmen darf, und irgendwie hab ich das gefühl das mein hausarzt mich nicht ernst nimmt.

    so fürs erste, erst mal genug gejammert. irgendwie wird es weiter gehen, mein spruch ist immer : kopf hoch, es kommen auch wieder gute tage.

    nochmal ein liebes hallo an alle.:vb_smile::vb_smile:
     
  2. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo petrasso,
    herzlich willkommen auf ro !!!
    fühl dich hier wohl und frag nach allem was dir am herzen liegt:):D.
    meistens bekommst du auch eine zufrieden stellenede antwort :D.

    wow,5 kids hut ab !!!
    und dann 3, die dich voll fordern !!!
    also,mein 1. tipp, lade dir freunde/bzw. spielgefährten für deine kinder ein,wenn du nicht mehr so aus dem haus-gehen-kannst.
    ein eigener garten und dann noch groß ,das ist für viele luxus !!!

    johanniskraut,das hat mit rheuma erstmal nix zu tuen, das ist mehr für die psyche...................frage deine ärzte nach alternativen !!!
    liebe grüße,
    katjes
     
  3. anurju

    anurju anurju

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    Hallo petrasso,

    und auch von mir ein sehr herzliches Willkommen im Forum :) !
    Ich bin selbst erst kurz dabei und soooo froh, dass man sich hier so toll austauschen kann und so nette Leute virtuell trifft...

    Dein Problem kann ich nur zu gut verstehen. Geht mir ganz genauso.
    Habe zwar eine andere Grunderkrankung (reaktive Arthritis, Verdacht auf Kollagenose, diverse orthopädische Probleme nach 2 Unfällen) - aber das Ergebnis ist ähnlich.
    Ich kann mich nur eingeschränkt bewegen, nicht herumtoben, nicht knien...
    Und das ist bei der Kinderbetreuung einfach schwierig.
    Zumal allein das Leben mit dauerhaften Schmerzen ja schon Veränderungen mit sich bringt. Ich spüre oft, wie gering meine Kraft und Geduld geworden ist - insbesondere am späten Nachmittag ist es ganz schlimm und ich würde mir am liebsten eine Auszeit nehmen.

    Und ich habe nur ein Kind - also vergleichsweise wenig zu tun. (allerdings noch voll berufstätig - was vemutlich auch auf Dauer schwierig wird...).
    Wie man das mit 5 und dazu noch viel kleineren Kindern schafft (meine Tochter ist 10) ist mir ein Rätsel - Hochachtung!

    Die Ignoranz von anderen Menschen tut weh - andererseits hätte ich mir vor einigen Jahren auch nie vorstellen können, wie sich das alles anfühlt, wie sehr sich das Leben ändert. Man kann das vermutlich von Außen auch wirklich nicht so nachvollziehen. Trotzdem hätte ich wohl anders reagiert...

    Ich merke auch, dass sich meine Freunde teilweise zurückziehen - ich habe einfach zu oft abgesagt, Dinge nicht mitmachen können...
    Die wirklich wichtigen Menschen bleiben zum Glück - aber insgesamt ist das alles eine sehr harte Erfahrung.

    Sag dir bitte immer wieder, dass die Kinder durch diese Erfahrung mit deiner Erkrankung reifer und sensibler werden - das sind auch wichtige Qualitäten und im Leben sowie für die Gesellschaft vielleicht entscheidender als ob man mit der Mama herumtoben konnte.
    Vielleicht findest du auch langfristig Hilfen (Intiative Bürger helfen Bürgern oder ähnliches in deiner Region), durch die deine Kinder Dinge machen können, die du nicht mitmachen kannst. Manche ältere Menschen freuen sich ja riesig, z.B. als Ersatzoma eingebunden zu werden - nur muss man da die richtigen Leute finden.

    Bist du schmerztechnisch wirklich gut eingestellt? Viele Hausärzte sind damit überfordert - ich kann da nur empfehlen, dir - neben den internistischen Rheumatologen - einen wirklich guten Schmerztherapeuten zu suchen (findest du bei google unter Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie). Diese kennen sich als Fachärzte für Anästhesie meist viel besser mit passenden Medikamenten für die Beschwerden aus. Das bewirkt meiner Erfahrung nach auch nicht immer Wunder - aber besser als die gängigen Schmerzmittel ist es auf jeden Fall...

    So - das war nun genug Text - fühl dich einfach herzlich begrüßt!

    Liebe Grüße von anurju :)