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Hallo, ich bin auch neu hier!

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von ForgetMeNot74, 5. Januar 2010.

  1. ForgetMeNot74

    ForgetMeNot74 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2009
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    Hallo alle Zusammen,

    es ist ein wenig seltsam für mich, hier etwas über mich zu schreiben, aber ich werde es jetzt einmal versuchen.
    Ich bin weiblich, 35 Jahre alt und habe seit ca. einem Jahr die Diagnose der chronischen Arthritis gestellt bekommen. Ich habe dann sofort MTX (anfänglich 20mg) verschrieben bekommen, was ich nach einigen Monaten auch recht gut vertragen habe.
    Meine Beschwerden haben jedoch schon sehr viel früher begonnen, im Jahre 2007, wurden aber von mir ignoriert, da es ja nur leichte Beschwerden waren. Ich hatte in den Morgenstunden Schmerzen in den Zehengelenken, was ich aber meist auf das Laufen in höheren Schuhen geschoben habe.
    Im Laufe des Jahres 2007 haben sich bei mir Schmerzen in der Brustgegend und an den Rippenbögen eingestellt, die ich, begleitet von Panikattacken und Angstzuständen als Herzattacken gedeutet habe. Zu diesem Zeitpunkt stand ich beruflich auch sehr unter Anspannung, da ich meist dazu neige, immer alles perfekt machen zu wollen.
    Ich habe mir dann Hilfe bei einem Psychologen gesucht und die Angst auch in den Griff bekommen.
    Zu Beginn des Jahres 2008 waren plötzlich (wie über Nacht) meine Zehengelenke und Fingergelenke geschwollen und entzündet. Meine Hausärztin hat ein Blutbild erstellt, die Werte haben aber nichts auffällliges ergeben. Ich bekam Diclofinac verschrieben, mein linker Fuß wurde geröngt, alles ohne Befund.
    Mit Diclofinac wurde es dann besser und ich hatte die Hoffnung, es sei ausgestanden. Nach ein paar Wochen fing aber alles wieder von vorne an.
    Im Juni 2008 wurde ich zum Rheumatologen überwiesen, der mir die Diagnose Arthrose stellte, mein Blutbild war auch hier nicht auffällig.
    Ich wurde weiter mit Diclofinac abgespeist, was ich, je nach Schmerzen, mal mehr mal weniger häufig genommen habe.
    So habe ich mich bis in den Herbst 2008 gerettet, dann kam ein heftiger Schub und ich konnte meine Finger für Stunden nicht mehr bewegen und auch nicht mehr richtig auftreten.
    Schlussendlich bin ich bei einem Radiologen gelandet, wo dann eine Magnet-Resonanz-Tomografie durchgeführt wurde. Das Ergebnis zeigte Entzündungen in beiden Füssen, bis zu den Fussgelenken und in beiden Händen bis zu den Unterarmen. Ebenso war mein Nacken in Mitleidenschaft gezogen.
    Dann habe ich im Januar 09 mit der MTX-Therapie begonnen.
    Seit vier Wochen nehme ich das MTX nicht mehr, da meine Lunge anfing zu Schmerzen und ich immer mehr gehustet habe. Laut meinem Rheumatologen sollte ich das MTX sofort absetzen und sehen, ob die Lungenschgmerzen verschwinden. Sie sind auch weg. :) Wenigstens etwas... Leider kommen die Entzündungen der Finger und Füsse gerade zurück, ebenso mein Nacken und der Schulter-Schlüsselbeinbereich.
    Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass ich etwas länger ohne Medikamante und Schmerzen bleiben kann.
    So, jetzt habe ich doch ganz schön viel über mich - die Krankheit - geschrieben.
    Aber es tut gut, dies mal schriftlich zu tun und nicht immer alles zu schluc ken, da ich oft das Gefühl habe, meinem Partner, Familie und Freunden nicht immer nur vom "Rheuma" erzählen zu können.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend und einen guten Start in das neue Jahr! :)

    P.S. Seit Ihr auch oft kaputt und fühlt Euch krank und angeschlagen, wenn Ihr mit Euren Schmerzen klarkommen müsst?
     
  2. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    Hallo ForgetmeNot,

    erstmal herzlich willkommen hier bei RO.

    Leider kann ich dir zu der MTX Therapie nichts sagen.

    Aber der lange Leidensweg, bis endlich was gefunden wird und das man das richtige Medik. bekommt, dass trifft hier bei vielen zu.

    Natürlich tragen Stress, der lange Arbeitstag, privates, u.s.w. bei chronisch kranken extra noch dazu bei, dass es einem schlechter geht. Und wenn dann noch Medikamente genommen werden, die dafür bekannt sind, müde zu machen, dann muss man aufpassen dass man beim Nachhauseweg nicht am Steuer einschläft.:(

    Ja, und da du ein Perfektionist bist( kenne ich leider von mir auch), tut man seiner Gesundheit auch nichts gutes......Aber das wei0t du sicherlich ja auch;)

    Vielleicht wäre für dich eine Schmerzambulanz/ Schmerzklinik etwas???

    LG Silberpfeil
     
  3. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo und willkommen hier bei RO,

    scheinbar können sich bei Dir die Entzündungen wieder ausbreiten, so ganz ohne Medis. Hat Dir Dein Doc kein Kortison gegeben? Das hilft bei Entzündungen eigentlich am schnellsten. Du solltest Dich mit Deinem Doc beraten und es mal versuchen.

    Ich finde es wichtig, dass Du eine ordentliche Basistherapie bekommst um die Beschwerden möglichst zu stoppen. Leider muss man dafür auch probieren, was hilft und das ist nicht immer angenehm.

    Schmerzambulanzen und Physiotherapien können auch helfen.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  4. Artep

    Artep Neues Mitglied

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    Die Langzeitwirkung von MTX hört ca. nach 3-6 Wochen auf. Dein Arzt sollte Dir dringend Kortison verschreiben, damit Du einigermaßen klar kommst. Und das in höheren Dosen.
    Früher sagten die Leute "Eine Hebamme muss erst ein Kind bekommen haben, um Hebamme zu sein".
    Vielleicht sollten wir diese Forderung an unsere Ärzte stellen "Schaff Dir erst mal nen Rheumaschub an, dan kannst Du Rheunadoc werden".;)
    Was manche Ärzte sich so denken? Ob die meinen, das wäre sowas wie Kopfschmerzen nach ner "harten" Nacht?
    Gute Besserung.
    Gruß Petra
     
  5. ForgetMeNot74

    ForgetMeNot74 Neues Mitglied

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    Habt vielen Dank für Eure Antworten! :)

    Kortison wurde mir als Medikament von meinem Facharzt bisher noch nicht verschrieben, er hat es nur einmal kurz am Rande erwähnt. Aber er scheint auf MTX und meine Laborwerte zu schwören.

    Ich habe in der kommenden Woche wieder einen Termin zur Blutentnahme und in ein paar Wochen wieder einen Termin in der Sprechstunde. Da werde ich auf jeden Fall nach Alternativen fragen.

    Wie sieht es denn mit den Nebenwirkungen von Kortison aus? Da kenne ich mich nämlich noch gar nicht aus.

    Ich habe auch die Idee nach Alternativen Heilmethoden im Kopf und würde gerne ein Zentrum für tradtionelle chineschiche Medizin aufsuchen. Hat jemand hiermit Erfahrungen gemacht?

    Heute war aber bei mir alles in allem ein guter Tag, dank des kalten Wetters freuen sich auch meine Finger und Füsse und es tut mir nicht mehr so viel weh, hurra!

    Euch allen noch einen schönen Abend und bestimmt mal wieder bis die Tage

    P.S. Hallo Silberpfeil, zum Glück kann ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, da kann ich auch schon einmal eindösen. :a_smil08:
     
  6. Zottel

    Zottel Neues Mitglied

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    Guten Abend ForgetMeNot74,:a_smil08:

    herzlich willkommen!:winke:

    Mir ist es auch schwergefallen, über mich anfangs zu schreiben. Ja, es fällt mir immer noch schwer. Aber es ist schön zu wissen, das man hier unter Menschen ist, die einen verstehen und nicht immer abwinken, wenn man von seinen Schmerzen erzählt.

    Ich wünsche Dir, dass Du bald eine passende Therapie finden und weniger Schmerzen haben wirst. Für das neue Jahr drücke ich Dir die Daumen dafür, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen werden.:top: