Hallo Birgit,
erstmal herzlich Willkommen hier im Forum! Schön, dass du dich so um deine Mutter kümmerst.
Weißt du, welche Art von Rheuma festgestellt wurde? Deiner Beschreibung nach handelt es sich vermutlich um eine Arthritis. Diese werden üblicherweise zum Einen mit einem so genannten Basismedikament behandelt, dass auf die Ursache wirken soll, also das Immunsystem ganz oder teilweise etwas herunterdrücken soll. Diese Medikamente brauchen etwas, um zu wirken. Üblicherweise nimmt man die nur einmal in der Woche oder sogar nur einmal im Monat.
Ich vermute mal, dass es sich bei der von dir erwähnten Tablette um so ein Medikament handelt (Methotrexat (kurz MTX), Arava, oder ähnliches).
Zusätzlich wird oft Cortison gegeben, um die Entzündungen runter zu drücken. Das kommt bei euch ja offenbar nicht in Frage. Außerdem sollte ein Schmerzmittel gegeben werden, entweder ein so genanntes NSAR (Nicht-steroides Antirheumatikum) z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Arcoxia oder andere. Bei starken Schmerzen kann auch mal ein so genanntes Opioid verschrieben werden, z. B. Tillidin, Tramal/Tramadol oder ähnliche. Vielleicht kannst du das Krankenhaus mal auf ein Schmerzmittel ansprechen.
Was deine Mutter außerdem braucht, ist ein Termin bei einem internistischen Rheumatologen. Die Wartezeiten sind teilweise sehr lang, also versuch einen Termin über den Hausarzt machen zu lassen.
Den meisten Rheumatikern hilft das Kühlen der Gelenke. Manche vertragen allerdings Wärme besser. Das solltet ihr mal ausprobieren. Es gibt solche Gelpacks (z. B. in der Apotheke), die man ins Gefrierfach legen kann. Manchen hilft auch eine Quarkpackung (einfach Magerquark auf das Gelenk tun).
Für Wasserhähne und das Öffnen von Flaschen und viele andere Dinge gibt es Hilfsmittel. Die müssen auch gar nicht unbedingt teuer sein. Am besten wäre, deine Mutter ließe sich ein Rezept für Ergotherapie geben (es gibt auch Ergotherapeuten, die ins Haus kommen, falls das ein Problem sein sollte). Die Ergotherapeuten haben oft Hilfsmittel da, die man dann ausprobieren kann. Falls es Probleme gibt, so ein Rezept zu bekommen, frag mal im nächsten Sanitätsfachhandel, ob die euch einen Katalog ausborgen können. Man kann das Zeug auch im Internet bestellen.
Besondere Dinge zu beachten gibt es eigentlich nicht - verzichten muss man grundsätzlich auch erstmal auf nichts. Was wichtig ist - bei den Medikamenten ist gerade in der Anfangsphase eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte erforderlich. Insbesondere beim Methotrexat muss am Anfang wöchentlich kontrolliert werden - später je nach Geschmack des Arztes alle vier bis zwölf Wochen.
Lass dir auf jeden Fall den Bericht vom Krankenhaus geben (zur Not über euren Hausarzt), damit ihr informiert seid.
Das soll es erstmal in Kürze gewesen sein. Hier auf der Seite findest du links unter "Krankheitsbilder", "Rheumatherapie" und "Medikamente" noch weitere Informationen.
Wenn du Fragen hast - melde dich!
Alles Gute für dich und deine Mutter!
Liebe Grüße,
Birte