1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Hätte mehr Zuspruch erwartet

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Mäuschen1, 4. Oktober 2008.

  1. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Guten Morgen,

    hatte letzte Woche geschrieben, dass ich sehr verzweifelt bin. 212 Menschen haben sich meinen Beitrag angesehen. Nur eine Person hat geantwortet.
    Ich hatte geschrieben, dass ich in einem Zwiespalt bin. Dass ich eine neue Arbeitsstelle habe und Angst habe, dass wenn ich dem Rat des Orthopäden folge und in die Rheumaklinik gehe, meine Arbeit verliere. Ich habe das Gefühl, nicht mehr körperlich belastbar zu sein. Sobald ich mehrere Wochen arbeite, bekomme ich auf Grund eines Schubes große Schmerzen, so dass ich dann meist erstmal krank geschrieben werde.
    Und darum geht es mir ja. Ich kann es mir nicht leisten, krank zu sein. Es ist zum Verzweifeln.
    Ich weiß nicht was ich machen soll, kann das denn hier keiner verstehen? Ich weiß auch, dass ich zum Rheumatologen gehen sollte, das muss mir keiner schreiben. Aber mir geht es um mehr: Wie kommt ihr damit klar, wen ihr feststellt, dass ihr immer weniger hinbekommt?
    Eigentlich steht schon längst die OP des rechten Daumens an; ich habe das Gefühl, ich befinde mich in einer Spirale. Erst kommt dieses, und dann jenes. Und dann wieder was anderes. Es nimmt kein Ende. Ich bin eine Dauer-Baustelle. Es ist zum Heulen.
     
  2. cava

    cava Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. September 2005
    Beiträge:
    234
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hersbrucker-Schweiz
    Hallo Mäuschen,

    habe Deinen anderen Thread noch nicht gelesen. Schreibe Dir dann hier mal
    meinen kleinen bescheidenen Rat. Diesen Zwiespalt kann ich nachvollziehen. Es ging mir mal ähnlich. Auf einmal gehen Dinge nicht mehr wie früher und viele Handgriffe fallen einem schwer. Es wird immer schlimmer und die Spirale nimmt ihren Lauf. Es ist absolut nicht leicht damit umzugehen.

    Ich habe dann mal wieder angefangen, mich sehr intensiv mit mir selbst zu beschäftigen. Höre mal in Dich hinein. Betrachte Dein familiäres Umfeld und
    Deine Freunde. Der Umgang mit jeder Krankheit fängt im Kopf an!! Das wird
    leider viel zu häufig sehr unterschätzt. Was macht Dir persönlich Spaß? Wie gestaltest Du Deine Freizeit? Was erfreut Dein Herz? Was gönnst Du Dir persönlich mal zwischendurch?

    Diese Vorgehensweise hat mir persönlich sehr viel geholfen und mir geht es heute richtig prächtig.

    Ach ja, kennst Du übrigens die Bücher von Luise L. Hay? Ist vielleicht ein kleiner Anstoß.

    Also nicht verzweifeln, sondern nach vorne schauen. Es ist alles wirklich nicht so schlimm, wie es derzeit in dir aussieht. :top:

    LG
    Cava
     
  3. katzenmaus

    katzenmaus tierliebe

    Registriert seit:
    1. Mai 2004
    Beiträge:
    592
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    6xxxx
    Hallo Mäuschen,
    leider kann ich Dir nicht raten.Ich habe cP seronegativ,
    da ich aber Hausfrau bin, kann ich mir ja alles so einteilen
    wie es am besten geht. Und das hilft Dir aber wenig.
    Deine Angst kann ich aber sehr gut verstehen.
    Du wirst aber sicher noch einige Antworten bekommen ;),
    da bin ich mir sicher.
    Ich wünsche Dir alles Gute, gute Besserung und ein schönes Wochenende ohne Schmerzen ( bei dem Wetter)
    LG Katzenmaus
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.417
    Zustimmungen:
    240
    Ort:
    Köln
    Das Dilemma haben alle die arbeiten gehen. Ich war in diesem Jahr schon sechs Wochen am Stück krank und mein Arbeitgeber weiß, dass ich auch in Zukunft öfter mal krank sein kann, aber er weiß auch, dass ich soweit die Kräfte reichen arbeiten kommen werde. Da wir in einer großen Firma sind mit einem eigenen Schwerbehindertenvertreter ist das auch nicht so schlimm, als wenn du in einem kleinen Betrieb arbeiten gehst.

    Wie ich persönlich damit klar komme? Nunja, ich sehe Gesundheit nicht mehr als das den Normalzustand an, sondern schaue um mich und siehe da, auch die anderen haben ihr Päckchen zu tragen. Manche offen, manche wenn man nachfragt.

    Was die Postings und Beiträge hier angeht: du kannst fragen was du möchtest, lesen soviel du willst und auf Antworten hoffen, aber es besteht für keinen User der Zwang zu antworten, wenn er es nicht möchte oder kann. Antworten bekommt man freiwiliig hier und nicht wenn man sie fordert une einklagt.

    LG, Kuki
     
  5. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.070
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    überall
    Oh je.........

    Tja, das ist immer so eine Sache, wenn man mit etwas konfrontiert wird, das man nicht einschätzen kann.

    Krank sein ist für jeden schlimm. Trotzdem muss man es vom Verstand her sehen und sich selbst befragen: was ist wirklich wichtig ?

    Ich habe 12 Jahre cP, ich war 46, als mich diese Krankheit aus dem Leben riss und in eine dunkle, kalte, einsame Ecke warf. Job weg, finanzielle Sicherheit weg, Zukunft weg, Sozialleben weg................... dunkles Loch, Hilflosigkeit, Angst, Panik, Mutlosigkeit, Trauer, Depressionen und noch mehr Probleme.

    Ich habe den Kampf dann aufgenommen, bin in eine gute Therapie gegangen und habe die Ärmel hochgerollt und schrittweise die Krankheit angenommen, verarbeitet und mir wirklich wichtige Ziele gesetzt.

    Erst kam das Sozialamt, dann die Rente und nun lebe ich recht fit, dank guter Medizin, guter Kopfeinstellung und wiedergefundenem Lebensmut, arbeite als Sprachdozentin und lebe alleine, unabhängig und viel sorgenfreier, als je zuvor.

    Die Krankheit bleibt, die Schmerzen auch, die Ängste auch........... nur lass ich mir davon mein Leben nicht mehr vermiesen. Man kann auch krank gut leben. Es ist, wie alles, eine Sache des Kopfes.

    Nur Mut, wird wieder - aber nur, wenn du die Sonne ins Herz lässt.

    Viele liebe Grüsse
    Pumpkin
     
  6. Postmarie

    Postmarie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2008
    Beiträge:
    380
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    wo Fuchs und Hase guten Nacht sagen
    Ach Mäuschen, :uhoh:
    da habe ich Dich wohl falsch verstanden, ich arbeite natürlich auch und ich nehme sehr viel Schmerzmittel wenn ich zur Arbeit muß. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und ich bin von meinem Schlaganfall schon Schwerbehindert.50 % Ich brauche allso nicht so viel Angst um meinen Job zuhaben, Ich gehe mit 63 Jahren in Rente. wenn ich mal etwas ruhiger arbeiten möchte tu ich es.Auch wenn ich mal mehr fehle wie die anderen störte es mich nicht mehr. Ich kann mir gut vorstellen wie das ist mit einem neuen Job, selbst bei uns haben die neuen Muffe krank zu werden ,weil sie denken keine Jobverlängerung zu bekommen.Ich weiß ja nicht ob du schon schwerbehindert bist wenn nicht, vielleicht solltest du es beantrage ,dann hast du doch mehr Schutz. Sei mir bitte nicht böse das sich so unsensiebel geschrieben habe. Ich wunsche Dir einen schönen Tag Postmarie
     
  7. Anadins

    Anadins Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. April 2008
    Beiträge:
    95
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    München
    Hallo Mäuschen,

    ich hab deinen anderen Thread auch nicht gesehen.
    Ich gehöre auch eher zu denen, die lieber alles selber machen, als jemanden um etwas zu bitten. Deshalb mache ich mir bei dir irgendwie keine Sorgen. ;) Nichtsdestotrotz schreibe ich dir meine persönliche Meinung/Erfahrung.

    Dein neuer Arbeitgeber weiß möglicherweise (verständlicherweise) nichts von deiner Krankheit? Ich sehe dann 2 Möglichkeiten: entweder du erzählst ihm von deiner Krankheit (in der Probezeit?!) oder du verschweigst es, bis die Probezeit vorbei ist und gehst erst dann in die Rheumaklinik. So schnell kann man einen Arbeitnehmer auch nicht loswerden, allerdings weiß ich nicht wie sich das verhält, wenn man eine Krankheit wie Rheuma verschweigt.

    Vielleicht kannst du auch etwas mit deinem neuen Chef ausarbeiten, damit er sich nicht ausgenutzt fühlt und du kein schlechtes Gewissen hast, wenn du, schmerzbedingt, häufig krank bist?

    Ich arbeite gottseidank bei Vater Staat und mein Chef akzeptiert klaglos, wenn ich häufig erst gegen Mittag auftauche, weil ich morgens meine Hände erst mal nicht gebrauchen kann. Ich versuche dafür, effizienter zu arbeiten und bleibe gerne auch mal länger (zur immensen Freude meiner Familie :D). Aber man kann's halt nicht Allen recht machen.
    Trotzdem habe auch ich ein schlechtes Gewissen wenn ich mich krank melde. Es ist dann immer ein Abwägen: ist der Schmerz schlimmer oder die Überwindung im Büro anzurufen.

    Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute für deine Entscheidung und noch recht viele hilfreiche Antworten.
     
  8. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Ich bin halt einfach nur traurig

    Vielen Dank für eure Antworten. Es ist halt alles nur so schwer. Als Kind Gelenkrheuma, mit 12 Jahren kam es zum Stillstand. Vor 7 Jahren kamen dann auf einmal wieder Gelenkschmerzen, Entzündungen mit Flüssigkeitsbildungen wurden diagnostiziert. Zerstörungen hab ich auch schon erlebt, wurde schon am Knie, Handgelenk und linker Daumen deswegen operiert. Immer musste ich zum Rheumadoc, immer hieß es, "Sie haben kein Rheuma." Immer wieder stand die Frage im Raum, was denn dann die Gelenke so zerstört. Immer wieder hieß es von Seiten der Orthopäden: "Das muss aber was rheumatisches sein." Und wieder der Gang zum Rheumatologen. Und vor ein paar Monate wurde dann CP diagnostiziert, und dann kurze Zeit später wieder hieß es, es wäre doch nicht so. Es wäre Weichteilrheuma. Soviel ich weiß, ist das Fibro, und das sind doch nur Schmerzen und keine Entzündungen und erst recht nicht zerstörerische.
    Und jetzt, auf Grund meines Schubes, wurde mir wieder eine andere Rheumatologie vorgeschlagen.
    Ich ertrage es nicht mehr, immer das selbe mitmachen zu müssen. Ich weiß, viele hier haben jahrelang auf ihre Diagnose warten müssen und dabei nie den Mut verloren.
    Nur gerade jetzt kann ich mir doch so einen Marathon nicht leisten. Ich habe so große Angst vor einer Kündigung, weil in dem Untrnehmen, wo ich jetzt bin eine sehr hohe Fluktuation ist und fast keiner die Probezeit übersteht. Mein Mann sagt, ich solle mich nicht kaputt machen für die Arbeit, was nicht geht, das geht nicht. Die Gesundheit geht vor.
    Maaaaaaaaaaaaaan.... es ist so schwierig
     
  9. Amy80

    Amy80 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. April 2008
    Beiträge:
    179
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Mäuschen,

    hier in diese Forum ist es so, dass viele Beiträge online gestellt werden und da kann es schon mal sein, dass einer untergeht. Das heißt aber nicht, dass du uns egal bist! Im Gegenteil! Wir Rheumis müssen zusammenhalten!

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich bin auch noch ziemlich jung (27) und man fühlt sich vom Rheuma komplett aus seinem bisherigen Leben gerissen. Uas Angst vor Arbeitsplatzverlust quält man sich unter Schmerzmedis zur Arbeit und versucht sich am Wochenende soweit zu regenerieren, dass man Mo wieder zur Arbeit kann. Darunter leiden dann die anderen Pflichten im Haushalt, Familie......tja, und die sozialen Kontake schrumpfen auf ein Minimum, da man die Aktivitäten am Wochenende einfach nicht mehr mitmachen kann.....die Kraft reicht nicht..........
    Ständig kommen neue "Wehwehchen" dazu und man fühlt sich hilflos ausgeliefert, man kann nix planen, da die Krankeheit einem eh nen STrich durch die Rechnung macht! Man muss lernen alles so zu nehmen wie es kommt, sie auch noch Stress im Kopf zu machen bringt nix. Genieß die ScherzfreienTage. Versuch einen Rythmus zu finden, zwischen Anstregung und Erholung, der zu deinem Körper passt. Und wenn es mal einen Tag nicht geht, dann geht es nicht......ich hab mich heut auch gleich wieder ins Bett gelegt ;-) .......allerdings verstehe ich die Angst vor dem Verlust deines Arbeitsplatzes, es geht mir nämlich genauso.......denn die Job zu verlieren und die finanzielle Sicherheit, dass wär nochmal ein Sturz in ein tiefes schwarzes Loch.........aber Kopf hoch! so einfach ist es nicht krankheitsbedingt zu kündigen oder bist du noch in der Probezeit?
     
  10. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Danke Amy.
    Ja, hab die Arbeit erst am 15.08.08 begonnen. Vorher durfte ich 10 Tage "schnuppern", aber eigentlich wollten sie nur sehen, ob ich dem Job gewachsen bin und in das Unternehmen rein passe.
    Weißt du, ich bin gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und habe nach meiner Ausbildung eigentlich nie in meinem Beruf gearbeitet, weil ich (außer 1 Mal) immer Absagen bekam. Bin dann vor lauter Verzweiflung in Callcenter geflüchtet, um wenigstens etwas Geld mit nach Hause zu bringen.
    Und nun, auf einmal bin ich Empfangsdame, mache vorbereitende Buchhaltung und Personalverwaltung und das Gehalt ist auch nicht schlecht :)).
    Für mich ist das ein riesiger Sprund auf der Karriereleiter nach oben, und wenn ich das versemmel, dann sitz ich wieder im Callcenter.
    Da hab ich keinen Bock drauf. Deswegen ist das alles im Moment besonders schwer.
     
  11. Amy80

    Amy80 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. April 2008
    Beiträge:
    179
    Zustimmungen:
    0
    Oh, das versteh ich natürlich! du bist bestimmt total happy den Job bekommen zu haben! dann hätte ich auch Schiss mich krankschreiben zu lassen! da würd ich auch auf die Zähne beißen und den Job durchziehen und dann halt in der Freizeit abstriche machen und das WE nur zum Regenerieren nutzen. Versuch die viell.vom Kopf nicht so zu verkramofen, den Fehler mache ich oft. Ich zwinge mich dann immer dazu, es muss gehen, du musst stark sein, du darfst keine Schwäche zeigen und dann verkrampfe ich mich noch mehr und mache nur alles schlimmer. Ich weiß klingt jetzt so einfach, locker da ran zu gehen, aber das hilft wirklich! Ich gehe einen Tag immer so an und es hilft.......man hat ja immer noch die Option, wenns einen Tag mal nicht so ist, nach Hause zu gehen, viell. um dann Überstunden abzufeiern......ja und sonst......viell.hilfts ja schon, wenn du hier Leute findest, die dich verstehen und dir zu hören? .......und entschuldige, wenn ich doch frage, warst du schon beim Rheumatologen oder "nur" beim Orthopäden in Behnadlung? ....ich muss dazu sagen, ich geh auch lieber zu meinem Orthopäden, der ist der bessere Doc und nimmt sich viel Zeit!
     
  12. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Hallo, ich schon wieder

    Ja, ich war schon in der Rheumaklinik Ratingen vo 4 Jahren stationär. Da wurde aber kein Rheuma diagnostiziert.
    Vor ein paar Monaten war ich mal in der Notfallambulanz, weil ich eine Spritze in den Daumen haben wollte, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushielt. Sofort wurde ein Rheumatologe von der Station geholt, der das Aussehen meiner Hände und die Verkrümmung meiner kleinen Finger recht seltsam fand. Er riet mir, doch bitte zur rheumatologischen Sprechstunde zu kommen, um nochmal eingehend untersucht zu werden. Er hat dann auch geröngt und Blut abgenommen und mir die Spritze gegeben, als er die Flüssigkeit im Daumen entdeckte.
    In Düsseldorf war ich auch mal, in der Uniklinik. Es fand dort nur eine Blutabnahme statt, und sie würden sich melden, wenn weitere Untersuchungen folgen müssten. Da das Blut aber, bis auf erhöhte Entzündungswerte ok war, brauchte ich gar nicht erst wieder hin.
    Und zuletzt war ich bei dem Rhematologen in Essen, der doch erst CP diagnostizierte und später dann Weichteilrheuma.
    Zu ihm soll ich im Dezember wieder kommen. Aber meinst du das nützt was? Wenn er doch jetzt seinen Standpunkt hat?
     
  13. Hai

    Hai Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    842
    Zustimmungen:
    5
    Ort:
    Berlin
    Verstehe Dich,

    Hallo Mäuschen,

    ich hatte Dein erstes Posting leider auch nicht gelesen. Es ist eben manchmal so. Manchmal wird ein Posting gelesen und alle sind hilflos oder ratlos oder die jenigen die es verstehen könnten lesen gerade nicht oder haben keine Zeit zum antworten.

    Du schreibst das in Deiner neuen Firma eine hohe Fluktuation ist und kaum jemand die Probezeit übersteht. Dann gräme Dich auch nicht wenn Du die Probezeit nicht überstehst. Dann glaube ich eher, das Dein Chef oder Chef´s der Meinung sind das Deine Nase schief ist oder oder... :a_smil08:. Warscheinlich könntest Du jeden Tag pünktlich da sein und noch Überstunden machen und trotzdem die Probezeit nicht überstehen.

    Ich hab in diesem Jahr nie länger als 2 bis 3 Wochen gearbeitet. Es geht irgendwann einfach nicht mehr. Mit Anfang 40 bin ich viel zu jung für eine Rente und was noch entscheidender ist, ich denke das ich auch mit 100 Jahren viel zu jung für so eine blöde Krankheit wäre :).

    Was nützt mir ein guter Verdienst, wenn ich so krank bin das ich davon nichts ausgeben kann ? Was nützt es z. B. wenn ich mir Geld für einen Kinobesuch erarbeite und dabei so krank werde, das ich nicht mehr ins Kino gehen kann ???

    Also muß ich lernen meine Bedürfnisse runterzuschrauben und einen kleinen, gemütlichen, kostenlosen Sparziergang im Wald machen, der dann vielleicht sogar viel schöner wird als ein lautes, volles, dunkles, teures Kino !!!

    Ich hab mich lange Jahre dagegen gewehrt aber irgendwann ist die Luft raus. Mich haben mehrere Leute davon überzeugt, das eine vorübergehende EU-Rente besser für mich ist. Ob die Leute bei der Rentenversicherung das auch so sehen oder ob ich noch mal und noch mal zur Kur geschickt werde weiß ich nicht. Aber wenn man den ersten Schritt nicht macht, dann passiert nicht´s .

    Liebe verständnisvolle Grüsse

    von Hai
     
  14. Postmarie

    Postmarie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2008
    Beiträge:
    380
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    wo Fuchs und Hase guten Nacht sagen
    hallo Mäuschen, i
    ch kann gut verstehen das du Angst hast so einen guten Job zuverlieren, aber ich glaube richtig gelesen zuhaben das Dein Mann auf deiner Seite ist und Gesundheit vor geht wie er sagt.
    Ich glaube Du bist noch jung und möchtest so etwas erreichen im Leben, aber denke bitte daran die Fehler die du Deinem Körper heute antust wirst Du im Alter merken. Also gehe vorsichtig mit Dir um. Arbeite so wie Du kannst und magst und schaffst.
    Liebe Grüße Postmarie
     
  15. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.417
    Zustimmungen:
    240
    Ort:
    Köln
    Gerade eben erst habe ich einen Artikel gelesen in der Zeitung, der besagt: wer sich zuviel Stress auflädt, der altert schneller(und Rheuma ist schon Stress genug). Ich werde mal versuchen das als eigenes Posting zu machen.

    Also: lieber mal einen Schritt zurückgehen, relaxen und sich vor allem nicht ärgern lassen.
     
  16. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Gute Idee; vielleicht sollte ich das mal probieren...
    Es ist tatsächlich immer stressig irgendwie. Ich stehe morgens um 5:40 Uhr auf, mache mich fertig, versorge die Tiere, trinke noch eine Tasse Kaffe und gehe dann aus dem Haus. Muss bis 17:30 Uhr arbeiten und bin dann um 18:15 Uhr zuhause. Dann trinke ich esrtmal Kaffee mit meinem Mann und meinem Sohn (der trinkt keinen!) und wir besprechen den Tag. Dann leiste ich ggf. Hilfestellung bei den Hausaufgaben, bevor ich mich den Hausfrauen-Aufgaben widme. So gegen 22:00 Uhr falle ich dann erschöpft ins Bett und die Nacht gestaltet sich oft nicht so toll, dass ich ausgeruht wäre, weil ich wegen Schmerzen wieder aufwache.
    Und am nächsten Tag das gleiche Spiel.
    Am Wochenende machen wir dann zusammen "Großputz". Da sind halt die Arbeiten dran, die in der Woche nicht geschafft werden konnten, wie Boden putzen, Käfige reinigen, Wäsche waschen etc.
    Und dann ist auch schon wieder Montag...
    Ich weiß, eigentlich ein ganz normaler Alltag. Ich muss lernen, auch mal nichts zu machen, wenn alles weh tut. Aber es ist schwer-mein Perfektionismus zwingt mich dazu, immer alles gleich zu machen
     
  17. Mupfeline

    Mupfeline Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2008
    Beiträge:
    992
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Sachsen
    Hallo Mäuschen, Nein, das ist kein normaler Alltag. Ich vermisse dass Du schreibst - wir sind ins Kino gegangen, ich habe zwei Stunden die Füße hoch gelegt, ich habe einen Fernsehabend gemacht, ich bin mit einer Freundin Kaffee trinken gegangen, wir sind Samstag bis 11 im Nest geblieben und haben schön gefrühstückt.

    All das vermisse ich. Und ich habe auch voll gearbeitet, mein Mann auch und wir haben auch Sohn gehabt. Gewiss ist es schwierig, aber Du musst auch ab und an mal Nein sagen und an Dich oder nur Euch zwei denken.

    Aber ehrlich gesagt, Dein Leben ist sehr stressig, hoffentlich bekommst Du nicht die Quittung.

    Liebes Mäuschen, ich drücke Dir die Daumen dass Du einmal lernst Nein zu sagen und ab und an nur an Dich zu denken.

    Ich weiss dass es schwer ist, aber ist es denn nicht möglich mal den Sohn zu Eltern oder Großeltern zu geben oder dass er mal bei einem Freund schlafen kann , ich weiss nicht wie alt Sohn ist, aber ich muss gestehen, trotz Sohn - wir haben mehr unternommen. Die Schwiegermama hat sich gefreut wenn sie Sohn mal hatte und dann haben wir die Bude zugesperrt und sind mit dem Motorrag einfach ein WE weg gewesen ...

    Und das Bedürfnis perfekt zu sein das verspüre ich nicht. Sauber soll es sein, ja, aber wem es nicht passe, der braucht nicht wieder zu kommen ...

    LG Mupfeline
     
  18. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Mupfeline,

    tja, das mit meine Sohn st so ne Sache. Er ist schon 13 und wird im Februar 14. Pubertiert also voll vor sich hin.
    Zum Glück ist jetzt wieder die Eissporthalle geöffnet; er läuft sehr gerne Schlittschuh. Leider hat er aber nur sehr wenig Freunde, mit denen er sich eigentlich nie trifft. Das heißt also, er ist immer zuhause außer Mittwochabend und Samstagnachmittag. Morgen fährt er zur Oma für 3 oder 4 Tage, aber erst abends. Dann ist das Wochenende aber schon fast vorbei.
    Ich brauche wirklich mal Zeit für mich, ich bin total ausgelaugt zur Zeit.
    Wenigstens körperlich geht es mir seit 2 Tagen wieder besser, und das ist doch total viel wert.

    Ist es bei euch eigentlich auch so, dass wenn ihr euch überbelastet, vermehrt Schmerzen bekommt und manchmal dann auch Entzündungen? Bei mir ist das so. Ich schrubbe z.B. die Schränke und merke, dass die Hände schmerzen. Und dann spitzt sich das manchmal in den darauf folgenden Tagen zu und es entwickelt sich eine Entzündung.
    Oft bekomme ich Entzündungen auch "grundlos", aber das mit dem Überlasten fällt mir auch auf...
    Habt ihr das auch?
     
  19. Amy80

    Amy80 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. April 2008
    Beiträge:
    179
    Zustimmungen:
    0
    Ein klares JA! hab es gestern mit dem Hausputz übertrieben! geht mir häufig so........hatte dir ja auch gemailt.....alles immer schön einteilen, auch mal nix tun!!! du wirst sehen da schafft man im Endeffekt mehr als ohne die Pause.....und auch nicht alles an einem Tag, sondern verteilen........und ganz wichtig: nimm dir Zeit für DICH!!!
     
  20. Mäuschen1

    Mäuschen1 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Januar 2008
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    :rolleyes: Ich bin aber auch echt doof: Wenn es mir gut geht, dann meine ich immer Bäume ausreißen zu können und zu müssen, und dann bekomme ich wieder die Quittung dafür.
    Es fällt mir leicht, mich zu schonen an Tagen, wo es mir gut geht. Na ja, vielleicht sollte ich es mal lernen...
    Oh Amy. Bei dir ist es also auch so. Ich dachte, nur ich hab sowas. Andere fallen hin und haben dann was, und wir bekommen einfach so Schmerzen und Entzündungen.
    Ich hab manchmal das Gefühl komisch angeguckt zu werden auf der Arbeit, wenn ich etwas nicht hinbekomme. So als würden sie es nicht glauben oder verstehen. Aber das kommt dir bestimmt auch bekannt vor!?