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Habt ihr euch 2.Meinung eingeholt?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von fiolito, 3. Dezember 2012.

  1. fiolito

    fiolito Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    das es nicht so einfach ist eineN guteN RheumatologIn zu finden und dann auch noch einen halbwegs zeitnahen Termin zu bekommen, ist uns ja sicher allen bekannt (also vor allem, wenn man bisher absolut keine Erfahrung mit dem Thema hat). Einige Praxen hatten bei meinem Anruf gleich "abgewunken", weil sie schon zu viele Patienten haben und keine neuen mehr aufnehmen. Ich hatte nun im Umland von Berlin noch eine Rheumatologin gefunden und meinen Erstbefund (Hier ein bisschen mehr dazu). Da das Thema Rheuma für mich noch ziemlich neu ist und ich bisher auch nur wenige Schmerzen habe (die Hoffnung ist ja irgendwie immer noch da, das es vllt doch etwas anderes ist), würde ich am liebsten noch eine andere ExpertIn dazu hören, bevor ich mit der empfohlenen Behandlung durch MTX beginne. Dabei schreckt mich allerdings die oben erwähnte Hürde ab halbwegs kurzfristig jemanden zu finden bzw. einen Termin zu bekommen. Wie habt ihr das bei eurer Erstdiagnose gemacht? Habt ihr sofort der Meinung eurer Rheumatologin vertraut oder habt ihr verschiedene Experten aufgesucht?

    Beste Grüße
    fiolito
     
  2. Muhkuh79

    Muhkuh79 Guest

    Ich war bei 2 Ärzten. Im Februar kommt der 3. dran (aber nur weil der 2. zu gemacht hat).
     
  3. mimi67

    mimi67 Aktives Mitglied

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    hallo,
    nein, ich habe es bei der erstdiagnose belassen, da sie sozusagen todsicher war. ich habe psa und nachdem mein vater pso und psa hatte und mein sohn pso und meine hautbiopsie wegen pso positiv war, ist die diagnose so sicher wie das amen in der kirche, zumal ich auch sonst alle gängigen psa-symptome wie aus dem lehrbuch habe.
    tja, glück muss der mensch haben :D
     
  4. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Meine Hausärzte haben es früher nicht kapiert. Als ich in die Uni-Ambulanz zu den Fachleuten kam, war alles klar. MCTD. In der Uni-Ambulanz haben immer mal die Ärzte gewechselt. Es konnte aber jeder Laborwerte und Symptome zum MCTD zusammenschnüren. Danach hatte ich einen niedergelassenen Rheumatologen, der mich zur Abklärung zum Psychiater schickte. Das ist 10 Jahre her. Nun,Ärzte, die mich drei Stunden in ihrem proppevollen Wartezimmer, das nur ein enger, fensterloser Flur ist, auf einem Küchenstuhl warten lasse, sind für micheh nicht geeignet. Das machen weder meine Gelenke noch meine MCTD-japsenden Lungen mit. Der nächste Rheumatologe hat sich die Unterlagen angeguckt, sein Labor angefertigt und die Diagnose bestätigt. Wir kabbeln uns manchmal, weil es für Gesunde schwer zu verstehen ist, was es bedeutet müde zu sein. Meine disziplinierte Lebensweise lässt mich wohl stark erscheinen. :confused: Da brauche ich jetzt aber keine Zweitmeinung. Ich kriege meine Untersuchungen und Rezepte. Wenn etwas ungewöhnlich ist, wird es untersucht. Zweitmeinung aus Daffke, damit nichts übersehen wird? Da schlägt mein Gewissen. Andere haben Beschwerden und wurden noch nie untersucht, oder einem geht es deutlich schlechter. Soll ich denen, den Arzttermin wegnehmen? Muss nicht sein.
     
  5. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Clara07

    :top:
    Es gibt sicher manchmal gute Gründe für eine Zweitmeinung; die Zweit- und Drittmeinung (Viert-, Fünft- und X-t-Meinung) als Selbstzweck oder - noch schlimmer - weil die Erstmeinung nicht gefällt, halte ich jedoch für eine Unsitte, die oft viel Durcheinander und Widersprüche bei geringem Nutzen bringt.
    Stimme dir aus Überzeugung zu :)

    Liebe Grüße, Frau Meier
     
  6. Muhkuh79

    Muhkuh79 Guest

    Mir blieb gar keine andere Wahl, als noch einen Rheumatologen aufzusuchen. Ich hatte vom Dermatologen und Hausarzt jeweils stark positive Rfs, ANAs, von den Schmerzen mal ganz abgesehen. Der erste Rheumatologe untersuchte mich innerhalb von fünf Minuten und die Laborergebnisse wären alle in der Norm gewesen!? Mit dem Satz: "wenn Sie wirklich was haben, können sie gerne wiederkommen." Das konnte so nicht sein. Lief bereits drei Jahre damit rum und keiner wusste was mit meinen Symptomen anzufangen. Als ich dann nach der Entbindung nur noch kriechen konnte und innerhalb von drei Wochen knapp 10kg verlor (wog sowieso nur 58kg) wurde ein Cortisonstoßversuch gemacht und es schlug an. Also musste ein anderer Rheumatologe her (dieser Meinung war ja auch der Hausarzt).
     
  7. Ni.Ka

    Ni.Ka Mitglied

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    Ich wurde auch gleich zum Rheumatologen überwiesen, nachdem mein Hausarzt die Blutwerte und Rheumafaktor - positiv - gefunden hat.
    War noch kurz zur Skelettzinti, damit die Diagnose unterstrichen wurde und dann zum Rheumatologen, also keine 2. Meinung.
    Waren sich irgendwie alle 3 einig:rolleyes:
     
  8. frieda89

    frieda89 Neues Mitglied

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    du hast gesagt um umland von berlin;)???wo genau???ich wohne ja auch im umland von berlin:Daber etwas weiter weg würde ich sagen ca. 100km in der uckermark...und hier gibts gar keine rheumaärzte:mad:deswegen muss ich auch immer nach berlin fahren...bin in buch in behandlung;)und da ist es eigendlich ganz gut:rolleyes:
     
  9. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Ich hab mir nie eine 2. Meinung eingeholt, weil ich mich von meiner Rheumatologin von Anfangn immer sehr gut beraten fühle.

    Es gibt natürlich auch andere Fälle, wie z. B.meine Ergotherapeutin erzählte. Sie bekommt immer wieder mal Patienten aus der nächsten Großstadt, bei denen ein gewisser (immer derselbe) Rheumatologe nur auf Arthrosen behandelt, obwohl alles für eine rheumatische Entzündung spricht, wobei diese Behandlungen natürlich nicht anschlagen und die Leute furchtbare Schmerzen haben. In solchen Fällen würde ich auch zu einem anderen Rheumatologen gehen.
     
  10. mondbein

    mondbein Mitglied

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    :)
    Geht mir genauso (und das ist auch gut so :) )
     
  11. fiolito

    fiolito Registrierter Benutzer

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    Danke für eure Antworten. Der Grund warum ich überlegte noch mal bei einem anderen Arzt anzufragen war vor allem, da ich es einfach komisch finde wie es nun zu der Diagnose bei mir kam. Sicher, alle beteiligten Ärzte haben da sehr viel mehr Wissen und Erfahrung als ich und deshalb mach ich mich natürlich als Patient auch ganz klein, bin dankbar und mache alles so, wie mir gesagt wird. Weiß es ja auch nicht besser und gehe einfach mal davon aus, das sie mir helfen wollen. Find es aber einfach komisch, dass sich die Rheumaärztin nur ein paar Blutwerte anschaut, die ich quasi von meinem Orthopäden mitgebracht hab und mir beim 1. Besuch sagt, dass diese allein noch gar nichts sagen, weshalb wir erstmal ein MRT der Füße machen werden. Und nach dem Befund des MRT-Arztes (der ja laut Überweisung den Auftrag hatte Anzeichen von Rheuma zu suchen und somit ja auch vllt schon ein eingeengtes Blickfeld hat) beim 2. Besuch dann empfiehlt am besten mit MTX loszulegen. Der Befund des MRT-Arztes sagt aus, dass es bisher keine Probleme im Sprunggelenk gibt, aber Ödeme und Läsionen im Tarsometatasalgelenk (was es alles gibt) ohne dass eine spezifische Zuordnung getroffen werden kann (was immer das alles genau heißt). Sie hat weder weitere Blutuntersuchungen gemacht, noch ein altes Röntgenbild angeschaut oder sich die MRT-Bilder selbst angeschaut (klar, sie will sich da sicher auch auf den MRT-Arzt verlassen). Letztlich muss sie sich auch irgendwie auf meine "schwammigen" Aussagen verlassen (ich hab doch selbst keine Ahnung), dass mir manchmal die Füße wehtun und manchmal nicht. Sie hat auch keinen Fragebogen angeschaut. Aber wahrscheinlich passen für sie die alten Blutwerte zu der Aussage des MRT-Arztes und da sie Rheumatologin ist, hab ich eben Rheuma. Na ja....wird schon alles passen. Ohne Grund hatte mich ja der Orthopäde auch nicht zur Rheumatologin überwiesen (ihm hatte ein Röntgenbild nicht gefallen und ließ daraufhin Blutwerte ermitteln). Ist wohl eher ein Problem, dass ich selbst die Diagnose noch nicht so Recht angenommen habe. Allerdings hab ich eigentlich bisher auch "nur" ab und zu schmerzende Füße. In Buch war ich übrigens nicht, aber da könnte ich im April eine Zweitmeinung bekommen.

    Die Rheumatologin ist mir übrigens sehr sympathisch, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass sie ganz schön im Dauerstress ist bei den vielen Patienten. Und dies tut niemandem gut.

    Mir gehts auch nicht um Zweit-, Dritt- und Viertmeinung aus "Daffke"....hab ja sonst nichts zu tun. Finde aber bei manchen Krankheiten und Medikamenten sollte ruhig mehr als ein Mensch seine Meinung zu sagen.

    Beste Grüße aus Berlin,
    fiolito
     
  12. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Eigentlich hast du ja schon mehrere Meinungen, dein Orthopäde sah schon Auffälliges im Röntgenbild, der MRT Arzt Läsionen, das sind also bereits schon Schädigungen. Deine Rheumatologin möchte mit MTX loslegen, damit du nicht noch mehr Schädigungen bekommst. Sind Gelenke nämlich geschädigt, dann kann man das nicht mehr rückgängig machen. Fragebögen sieht sie sich bestimmt an, nur kann sie das halt nicht sofort in der Sprechstunde tun, da ist einfach keine Zeit. Vielleicht tut sie das ja außerhalb der Sprechstunde, davon gehe ich aus.

    Zu viele Meinungen können aber auch zu noch mehr Chaos und durcheinander führen, dann bist du noch mehr durcheinander und weisst auch nicht mehr.
     
  13. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo fiolito,
    ich würde sagen: Jetzt belasse es einfach mal bei deiner Diagnose und schau, wie es dir mit dem MTX geht.
    Deine "schwammigen" Aussagen nennt man ganz einfach "Anamnese", die ein wichtiger Bestandteil der Diagnose ist. Der Patient erzählt frei von der Leber weg, wann ihm was und wie weh tut, dazu braucht man keine medizinischen Kenntnisse, und aus dem kann man schon viel erkennen.

    Die Blutwerte vom Orthopäden waren vielleicht schon so eindeutig, so dass sich eine neue Blutuntersuchung erübrigte. Wenn die Rheumatologin das MRT-Bild in deinem Beisein nicht angeschaut hat, kann es sehr wohl sein, dass sie es später macht, andererseits kann sie sich sicherlich auf die Diagnose des Radiologen verlassen, denn der schreibt jede Kleinigkeit rein, was er gesehen hat, und sein Auge ist da sicherlich noch geschulter als das der Rheumatologin. Meine Rheumatologin verlässt sich auch voll und ganz auf die Berichte der Fachkollegen. Im Übrigen hat der Radiologe sicherlich kein "eingeengtes Blickfeld", nur weil auf der Überweisung "Verdacht auf Rheuma" oder so was steht. Im Gegenteil, er weiß, wie er die Untersuchung gestalten muss, damit man wirklich was sieht, z. B. mit Kontrastmittel, da ohne dem rheumatische Entzündungen sehr schwer oder gar nicht zu erkennen sind. Es war wichtig, dass sie das draufgeschrieben hat. Er muss dann in seinen Bericht schreiben, was er auf dem Bild sieht.
    Bei mir z.B. konnte man bei den letzten 2 MRTs keine Entzündungsaktivität erkennen, und das hat er reingeschrieben, hat aber was anderes gefunden, was die Ursache meiner Beschwerden ist.

    Ich finde schon, dass du gut beraten bist. Du müsstest dich hier mal durchs Forum lesen. Es ist erschreckend, wie viele Rheumatologen eindeutige Krankheitszeichen nicht erkennen, ihre Patienten unzureichend untersuchen, sich auf unauffällige Blutergebnisse verlassen und sie deshalb mit der Aussage heimschicken, sie hätten kein Rheuma bzw. sie unzureichend oder falsch behandeln. In solchen Fällen würde ich auch zu einer 2. Meinung raten. Bei dir jedoch nicht.
    Sei froh, dass dein Orthopäde und deine Rheumatologin so umsichtig gehandelt haben. Du hast eine Diagnose und du bekommst ein sehr gutes Basismedikament. Ich nehme MTX auch und bin zufrieden mit der Wirkung. Und wenn dir deine Rheumatologin dann auch noch sympathisch ist, dann umso besser.

    Also mach dir darüber keine Gedanken mehr und lass das MTX wirken. :vb_cool:
    Gute Besserung!
     
  14. fiolito

    fiolito Registrierter Benutzer

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    Ja, ihr habt ja Recht. Bin auch froh, dass es scheinbar relativ früh festgestellt wurde. Allerdings hat sie keine Fragebögen angeschaut, weil die noch bei mir zu Hause liegen, keine MRT-Bilder gesehen, weil ich sie auf cd hab und sie diese nicht haben wollte und der Befund des MRT-Arztes ist 3 Sätze lang. Und von irgendwelchen Kontrastmitteln weiß ich auch nichts. Aber die Rheumaärztin wollte ja auch, dass ich mir über alles Gedanken mache und beim nächsten Termin Ende Januar werde ich sie dann auch schon viel besser fragen können.

    Schönen 2.Advent wünscht,
    fiolito
     
  15. Lagune

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    Dann kann sie die ja auch nicht ansehen. :D

    Nimm die dann mal zu deinem nächsten Termin mit.

    Na das hört sich doch gut an, gebt euch doch mal eine Chance;) So ein "Arzt-Patientenverhältnis" muss auch erst wachsen und aufgebaut werden und gut ist auch schon mal das sie dir symphatisch ist, das ist doch ein guter Anfang.
     
  16. fiolito

    fiolito Registrierter Benutzer

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    Ja, natürlich.....ich hatte den Fragebogen schon vor Ort ausgefüllt, sie hatte mich dann aber nicht danach gefragt und ich hab ihn dann zu Haus erst zwischen meinen Befunden entdeckt. Ging mir dabei mehr um den Fakt, dass sie diesen Fragebogen überhaupt nicht brauchte für ihre Diagnose. Na ja....ist ja auch egal....möchte mich ja gar nicht darüber aufregen. Ich schau mal, wie es im Januar bei ihr läuft.

    Beste Grüsse
    fiolito
     
  17. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @fiolito:
    Dann nimm die Fragenbögen und die CD zu deinem nächsten Termin nochmal mit. Und ich schlage dir vor, alle deine Fragen und Bedenken aufzuschreiben genauso wie deine Beschwerden, wie sie sich mit dem MTX verhalten. Einfach stichpunktartig alles notieren, was du uns geschrieben hast, was du von ihr erfragen willst, was wir dir nicht beantworten können. So kannst du dich besser auf das Gespräch vorbereiten und vergisst nichts. :vb_cool: