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hab noch keinen Plan

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von sunshinenic, 30. September 2003.

  1. sunshinenic

    sunshinenic Guest

    Hallo,
    ich bin neu in diesem Forum und erhoffe mir ein paar Erkenntnisse.
    Ich habe seit ca. 3 Jahren Gelenkschmerzen in den Beinen. Das ganze hat ganz langsam angefangen und ich dachte zuerst eher an Bindegewebe und Krampfadern, weil das so ein Frauenleiden in der Familie durchgehend ist. Am Anfang waren die Schmerzen nur morgens, ich habe mich damit arrangiert und habe z. B. Sport eher in den Abend verlegt, weil ich morgens einfach zu steif dafür war. Meist gingen die Schmerzen mit der Bewegung während des Tages nach 2 - 3 Stunden weg. Seit letztes Jahr immer Sommen waren dann plötzlich die Hände betroffen. Da habe ich dann geschaltet und dachte, dass kann jetzt nichts mehr mit meiner ursprünglichen Vermutung zu tun haben. Der Höhepunkt war als ich meine Finger nur noch ganz verlangsamt bewegen konnte, das war aber nur ein kurzer Zeitraum von ca. 2 Tagen. Naja, irgendwann war es dann so, dass die Schmerzen konstant da waren und nicht mehr im Laufe des Tages verschwanden. In hohen Schmerzphasen ging das so ca. eine Woche, zurück blieb eine Art , ich nenns mal Grundschmerz, der mich dann ncht mehr verlies. Das Schlimmste war für mich, dass ich mich in dieser Zeit durch die Schmerzen nicht mehr konzentrieren konnte und aussah, als hätte ich die Nacht durchgemacht. Ich muß in meinem Beruf oft an SItzungen teilnehmen und es ist ganz toll, wenn die LEute mit einem reden und man sollte Antwort geben und kann nicht, weil man einem einfach ncihts einfällt. Ich kam mir vor, wie wenn mein Hirn umnebelt wäre. Den ständigen Grundschmerz habe ich irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen, nur wenn ich ganz bewusst darauf geachtet habe. Da ich mich nicht unterkriegen lassen wollte, habe ich einfach versucht meinen Sport und so weiterzubetreiben. Zuerst zwar unter Schmerzen, aber ich habe einfach gemerkt, ohne wird es noch schlimmer. Irgendwann bin ich dann auch zum Arzt gegangen, der hat mir Blut genommen und gesagt: Also Rheumamässig ist nichts festzustellen!!! Das wars!!! Extrem ermutigend. Was mich auch noch stört ist, dass ich in so Schmerzhochtagen immer zunehme, das kann bis 3 Kilo in einer Woche gehen, die sich danach aber nicht einfach mehr verlieren - mein Stoffwechsel funktioniert dann gar nicht mehr und ich esse in dieser Zeit aber logischerweise eher ganz wenig!!! Seit letztem Sommer als die Schmerzen so stark wurden, habe ich nun 5 Kilo zugenommen. Ich kenne mich mit Ernährung sehr gut aus und habe alle Varianten, in Verbindung mit genug Sport probiert, außerdem sind wir gerade am bauen, machen viel selbst, so dass ich ständig beschäftigt bin, kaum Hunger habe und trotzdem nichts abnehme!!! Während diesem tollen sommer war ich fast tgl. 3 - 5 km im Baggersee schwimmen. Ich hatte oft keine Luft dazu mich so zu quälen, aber das kalte Wasser gab mir die Möglichkeit danach mich recht schmerzfrei zu bewegen. Kaum war ich wieder auf der Arbeit konnte nicht mehr ständig schwimmen, gings wieder verstärkt los, ein Schub, ich 3 Kilo in 4 Tagen zugenommen und hatte den Megafrust. Also habe ich mal wieder umgestellt. Einige Lebensmittel rein, andere raus und esse nun seit heute 4 Wochen keinen Industriezucker mehr, d. h. Süssigkeiten, Kuchen etc. Brot esse ich noch, aber ich denke dass bisschen Zucker was da drin ist kann man vernachlässigen. Und was ist los`??? Seit ich mich zurückerinnern kann, war ich nicht mehr über so einen langen Zeitraum ohne Schmerzen.. es ist herrlich. Am Sonntag war ich 3 Stunden in den Bergen wandern... das hätte ich in den letzten Jahren einfach nicht durchgehalten. Ich habe wieder Lust zum Joggen - das war vorher für mich gar nicht mehr vorstellbar, hatte ja das Gefühl ich trage Betoneimer an den Füssen. Jetzt habe ich zufällig eure Seite entdeckt und ein bisschen über Säure-Base-Haushalt gelesen und es passt soviel, dass ich einfach denke ich muß das mit dem Hausarzt nochmal angehen - naja, was erwarte ich mir eigentlicih davon. Medikamente möchte ich auf keinen Fall nehmen, lasse mich noch homöpatisch behandeln. Wenn ich das aber richtig verstehe, gibt es einige Dinge die man am Anfang noch gut beeinflussen kann, diesen Zeitpunkt möchte ich nicht verpassen...!!!Was ich auch nicht verstehe ist, dass Fisch doch einen Säurewert hat, aber trotzdem möglichst oft gegessen werden soll. Wie ist das vereinbar???
    So, ich hoffe es hat überhaupt noch jemand Lust auf diese lange Mail zu antworten. Ich würde mich freuen....
    Ciao Nicole
     
  2. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Herzlich Willkommen!

    Hallo Nicole,

    zuerst einmal herzlich Willkommen hier bei R-O!

    Deine Leidensgeschichte kommt mir irgendwie bekannt vor, so geht es vielen hier ... allerdings solltest Du einmal den Gang zum internistischen Rheumatologen antreten, damit schnell geklärt werden kann, ob Du nun Rheuma hast und welches ... die meisten Hausärzte sind damit sicherlich überfordert, und im Labor ist auch nicht immer was nachweisbar, also ist dir Aussage "nichts rheumamäßiges" sicherlich nicht ganz richtig.

    Das, was Du über Wärme und Kälte schreibst, sprciht, nach meiner Erfahrung, für einen entzündlichen Prozess, die Geschichte mit dem Fisch hat weniger mit Säure als mit den Fettsäuren zu tun, und die sollen gut sein - aber ich befürchte, es gibt mehr Rheuma-Ernährungstipps als Rheumapatienten.

    Also, ich wünsche Dir, daß Du bald Antworten auf Deine Fragen findest, bis dann

    Alles Liebe und Gute

    Robert
     
  3. Samira

    Samira Neues Mitglied

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    Hallo Nicole

    auch von mir herzlich willkommen bei RO.

    Deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor, so oder so ähnlich ging es mir und vielen anderen auch.
    Mit der Aussage deines Arztes, nichts rheumamässiges festzustellen, würde ich mich nicht zufrieden geben, wenn das immer so einfach wäre, eine Blutuntersuchung und man kann sagen ob und welche Rheumaerkrankung man hat, das wäre schön.
    Ich würde dir auch empfehlen einen Rheumatologen aufzusuchen.

    In Sachen Ernährungstipps kann ich mich Robert voll und ganz anschliessen.
    Es gibt bestimmt die ein oder andere Ernährungsweise die in Einzelfällen hilft oder geholfen hat, aber nach meiner Erfahrung, kann das nur jeder für sich selber ausprobieren.

    Ich wünsche dir, daß du bald weißt was mir dir los und das es dir besser geht.

    liebe Grüße

    Samira
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Nicole,

    erst mal sei herzlich willkommen bei uns! Hoffe, Du fühlst Dich gut aufgehoben.

    Zu Deiner/meiner Geschichte: Ein Teil kommt mir bekannt vor - außer, dass ich während der Schübe immer stark abgenommen hatte, dabei hab ich eh schon Untergewicht. Bei mir dauerte es über 10 Jahre, bis mich überhaupt mal einer ernstgenommen hatte. Hatte lange Jahre mit mir homöopathisch, per Bioresonanztherapie, Akupunktur, Akupressur, Fußreflexzonenmassage, Bachblüten, Weihrauch und noch einigem mehr experimentieren lassen. Ohne Erfolg.

    10 Jahre lang hatte ich immer wieder Gelenkbeschwerden, die sich aber auf nur 2-4 Gelenke beschränkten. Das änderte sich schlagartig nach einer EBV-Infektion. Plötzlich waren es über 20 Gelenke, die scheuslich schmerzhaft entzündet waren. Erst dann landete ich bei einem internistischen Rheumatologen an der Uniklinik Innsbruck. Bis ich meine Diagnose hatte, verging noch einmal deutlich über ein Jahr: Seronegative cP oder aber cP-ähnliche Psoriasisarthritis.

    Das Blut sagt bei mir kaum etwas, deshalb wurde ich lange, trotz deutlich geschwollener Gelenke auch nie wirklich ernst genommen.

    Von Psoriasisarthritis hatte ich zuvor nie gehört. Die Diagnose erfolgte aufgrund der Anamnese (Ich habe Psoriasis), anhand eines Gelenkpunktats und einem indirekten Beweis mittels Cortisonstoßbehandlung, die bei mir wundermäßig wirkte.

    Cortison nehme ich heute noch (jetzt seit über 2 Jahren, derzeit noch 4 mg Urbason), dazu bekomme ich seit März aber auch noch Goldspritzen. Und jetzt geht es mir so gut wie schon seit Jahren nicht mehr. Im Winter will ich wieder skifahren :D

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Hallo Sunshinenic,

    Deine Geschichte kommt mir bekannt vor.

    War auch mal so vor ca. 15 Jahren beim Hausarzt,
    um mich auf Rheuma untersuchen zu lassen (hatte
    ständig steife Finger in der früh, damals wußte ich
    aber noch nicht, daß die Morgensteifigkeit typisch
    für Rheuma ist).
    Auf alle Fälle machte der Hausarzt einen Bluttest,
    mit dem Ergebnis: kein Rheumafaktor vorhanden.
    Damit war für mich das Thema Rheuma beendet.

    All die Jahre hatte ich immer wieder Schmerzen in
    sämtlichen Gelenken, die auch wieder verschwanden.
    Allerdings die letzten 3 Jahre blieben gewisse Grund-
    schmerzen übrig, genauso wie du es beschreibst.
    Diese Schmerzen nimmt man irgendwann nicht mehr
    bewußt wahr.

    Als dann allerdings die Schwellungen dazukamen,
    ging ich wieder zum Arzt, zum Chirurgen, weil ich
    dachte, daß ich mir irgendwie weh getan habe.

    Der Chirurg stellte dann das erste mal einen Verdacht
    auf Psoriasis-Arthritis, ws sich bestätigte.
    Der Arzt hat mir dann auch erklärt, daß man aufgrund
    eines einzigen Bluttests nicht wirklich feststellen kann,
    ob man Rheuma hat. Heute weiß ich soviel mehr, aufgrund
    von Rheuma-Online. Von den Ärzten erfährt man so gut
    wie gaaaaaar nichts, da wird man einfach abgefertigt.

    Ich gebe dir einen guten Rat: Kläre deinen Doc wirklich
    über deine Situtation auf, so wie du's hier beschrieben hast,
    und bestehe auf eine ordentliche Untersuchung.

    Vieles kann vermieden werden, wenn man rechtzeitig behandelt
    wird, und vor allem geht es dir nach einiger Zeit auch wieder
    besser.

    P.S. Die Konzentrationsschwierigkeiten hatte ich auch lange Zeit,
    aufgrund der Schmerzen. Und vor allem war ich immer tagsüber
    total erledigt und Nachts konnte ich kaum schlafen, muß ja
    ausgesehen haben wie 3 Tage durchgesoffen !!
    Habe mich dann aber mit den Medikamenten auseinandergesetzt,
    und nehme diese mittlerweile auch, und ich muß sagen nach
    5 Wochen Basistherapie gehts mir wieder gut - fühle mich sogar
    richtig gesund, und kann mich deshalb auch wieder konzentrieren.
    Mit dem Zunehmen gings mir ähnlich, nur nicht so schlimm, handelte
    sich vielleicht so um 3 kg. Ich hatte ständig das Gefühl, daß ich Nahrung
    brauche, weils mir nicht gut ging.
    Jetzt mit Beginn der Basistherapie (MTX und Kortison) habe ich nach
    5 Wochen ca. 4 kg abgenommen, trotz Kortison. Hab aber keine Ahnung
    obs da irgendwelche Zusammenhänge gibt.

    Also geh zum Arzt und laß dich mal richtig durchchecken, muß ja nicht sein
    daß du Rheuma hast, hört sich allerdings stark danach an