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hab die krise

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von klaudi, 24. April 2006.

  1. klaudi

    klaudi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. Februar 2005
    Beiträge:
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    hallo
    mir geht es momentan sehr schlecht.nach 12jahren hat mich mein mann verlassen,wir hatten grosse familiere probleme.allein durch meine erkrankung war ich sehr reizbar,aber er hat eigentlich immer zu mir gestanden(dachte ich).er hat sich auf eine so gemeine art von mir getrennt das es mich jetzt nach 2 monaten noch schockiert.ich war voll auf ihn angewiesen wegen dieser erkrankung,konnte nichts mehr allein tun,hat mich immer in sicherheit gewogen,und dann?bum alles aus!ich wurde ins kalte wasser geschubst,muss von nun an alles allein machen.einkäufe,mit dem hund raus,haushalt, all das war mir alles zu viel.ich habe dieses seit dieser trennung alles allein machen müssen,bin wirklich über meine grenzen gegangen,dazu kamen ja noch behördengänge und ich wurde mit jede menge schulden alleingelassen! mir wurde von freunden und von meiner familie gesagt "du musst das schaffen, das schaffst du auch". bis jetzt hab ich das auch.aber nun bin ich am ende ich kann körperlich nicht mehr.habe einen schub ohnegleichen,kann vor schmerzen nicht mehr schlafen.ich will diesen mann nie wieder haben,habe mich in ihm so verkannt.mein kortison habe ich abgesetzt,wollte nicht mehr so aufgedunsen sein,mit der basistherapie habe ich geschludert(haarausfall).das alles weil er eine andere hatte,ich fühlte mich so hässlich.
    musst mich einfach mal ausquatschen,kann auch wieder mal nicht schlafen.

    liebe grüsse klaudi
     
  2. adina

    adina Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Klaudi,

    oh man das tut mir aber sehr,sehr leid für dich.
    Ja diese Krankheiten können vieles kaputtmachen.
    Nicht jeder Partner kann damit umgehen.
    Aber du darfst deshalb nicht deine Therapie vernachlässigen.
    Kein Mann ist es wert,daß man für Äußerlichkeiten noch mehr leidet.
    Wenn du ihm zu anstrengend bist,lebst du allein ruhiger,denn das reibt
    nur noch zusätzlich auf.
    Ich glaub dir,das das alles furchtbar schwer für dich ist,aber lieber keinen
    Mann,als jemanden,auf den man sich nicht verlassen kann,sondern verlassen ist.
    Manchmal könnte ich auch verzweifeln,weil ich denke,mein Göga versteht
    das alles nicht.dann merke ich wieder,daß er aber andererseits vor Sorge
    fast um kommt.
    Oft ist es ebend auch nur Hilflosigkeit.
    Gehe alles langsam an.Vor allem nimm deine Medis wieder regelmäßig,sonst
    hast du vielleicht bald nicht mehr gutzumachende Folgeschäden.
    Das darfst du dir nicht antuen.
    hast du keine gute Freundin,die dich etwas unter die Arme gteifen kann!?
    Mache mit dem Hund lieber kleine Runden und das dann einmal öfters,das
    ist dann auch nicht ganz so anstrengend.
    An manchen Tagen fällt es mir auch unsagbar schwer,unser Hundi richtig
    zu versorgen,aber andererseits ist das Tier doch auch wieder gut für die Seele.
    Ich weiß nicht ,was ich dir noch raten könnte,weil ich deine ganze
    Situation im allgemeinen nicht kenne.
    Ich gehe aber einmal davon aus,daß du in solch einer schlechten Verfassung nicht arbeiten kannst!?
    Und wenn du allein nicht wieder auf die Beine schaffst,gibst du deinen
    Hund den "schlaumeinenden" Freunden oder Eltern,notfals vorübergehend
    ins Tierheim und läßt dich von deinem Doc in eine Klinik einweisen,wo du
    wieder eine Therapieanpassung und jede Menge Physiotherapie bekommst.
    Das tut nicht nur dem Körper gut ,sondern auch der Seele.Dann kannst du
    alles einmal baumeln lassen und gewinnst vielleicht so den nötigen Abstand
    von allem.
    Laß dich einmal gaaaanz vorsichtig drücken und umarmen.
    Weine dich ruhig erst einmal ordentlich aus und anschließend gib den
    Herrn einen Tritt in den Allerwertwsten,denn er hat dich ganz gewiß nicht
    verdient.Nur wer dich mit allen wenn und abers liebt,ist auch gut genug
    für DICH.

    Und wenn die Seele drückt,bist du hier immer richtig.
    Versuche noch etwas zu schlafen.Und denke daran immer den Blick nach vorne.Und ab sofort bist nur noch DU wichtig.

    Liebe Grüße adina
     

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  3. Karina 0815

    Karina 0815 Guest

    Hallo Klaudi,

    laß dich mal gaaaaanz fest in den Arm nehmen. Ich weiß genau, wie du dich
    fühlst. Mir gings letztes Jahr fast genauso wie dir. Mein Mann überlegte, mich nach 8 Jahren wegen einem 20 jährigen knackigen gesunden Mädchen zu verlassen (wir sind beide 36 Jahre alt). Und das in einer der schwierigsten Zeiten meines bisherigen Lebens. Brauch dir ja nicht zu erzählen, was ein Rheumi so mitmacht, wenn man gerade mal 1,5 Jahre weiß, daß man unheilbar
    krank ist, und sich auch noch so fühlt.

    Das war im Februar 2005, im Mai 2005 starb dann auch noch ganz plötzlich
    mein Bruder im Altern von 40 Jahren an einem Herzinfarkt. Schock !

    Das alles zusammen, die Krankheit, die äußerliche Veränderung und dadurch
    auch weniger Selbstbewußtsein, gewaltigen Ärger mit dem Vermieter und dann
    Umzug, Vom Mann verlassen werden, wegen ner jüngeren, dann noch der Tod des Bruders - ja das alles passierte innerhalb von einem Jahr - Folge: ich wurde depressiv.

    Na ja, mein Mann und ich haben wieder zueinander gefunden, und wir verstehen uns jetzt besser als vorher, er hilft mir jetzt, hat Verständnis für mich usw. Obwohl ich momentan einen ziemlichen Schub habe (so schlecht gings mir noch nie) empfinde ich ihn nicht so schlimm, weil mir mein Mann jetzt das Gefühl gibt, auf meiner Seite zu stehen.

    Ich denke, nicht nur ich mußte mich mit der Krankheit abfinden, mein Mann mußte dies auch. Tja da kommt man schon mal auf Abwegen....

    Aber nun zu dir, ich weiß es ist schwer, sein Selbstvertrauen zu erlangen.
    Es dauert sehr sehr lange, bis man versteht, daß nur DU dir selbst helfen kannst. Die Schicksalsschläge im Leben nehmen einem ganz schön mit, aber man muß auch verzeihen können. Verzeihen ist das wichtigste, damit DU mit dir wieder ins REINE kommst.
    Auch wenn du denkst, du kannst nicht verzeihen (hab ich auch sehr lange gedacht), irgendwann kannst du es, und dann geht dein Leben wieder bergauf..... bei mir hat's fast 1 Jahr gedauert, aber mit dem Unterschied, daß mein Mann mich doch nicht verlassen hatte.

    Die Partner der Rheumis haben die Wahl zu gehen, wir Rheumi's selbst haben kaum die Wahl, immerhin fühlen wir uns abhängig.
     
  4. klaudi

    klaudi Neues Mitglied

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    hallo adina, hallo karina

    danke das ihr mir mut macht.ich habe schon eine sehr verständnisvolle freundin und mir wird auch viel geholfen.was mich sehr trifft ist das ich mich so verkannt habe in meinen mann,ich hätte es nie von ihm gedacht!eigentlich tut es mir gut das er weg ist,meine kinder geniessen auch das kein streit mehr ist.die behördengänge schaffen mich so,dieses kämpfen auf allen ebenen,ich stecke fürchterlich im dreck.ich kann das hier nicht so erklären,er hat nämlich früher auch öfters hier reingeschaut.jetzt kommt dieser schub noch dazu,da meint man das gar nichts mehr weitergeht.ich fühle mich eiskalt abserviert.ich werde gleich meine medikamente wieder nehmen,habe da aber wiederum schwierigkeiten weil ich kaum noch was esse,habe auch heftig an gewicht verloren.


    liebe grüsse
    klaudi
     
  5. Elke41

    Elke41 Guest

    Hallo Klaudi,
    ich fühle mit Dir.
    Mein Partner hat mich sozusagen auch verlassen, als ich um mehr Mithilfe gebeten habe.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und gib nie auf.
    Liebe Grüße von Elke:)
     
  6. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    verlassen und zurückgekommen

    Hallo Ihr Lieben,

    mich hatte nach sieben Jahren Beziehung mein Freund verlassen.

    Er konnte nicht mit meiner Erkrankung umgehen, die zwar vorher schon bestand, aber einige Jahre sehr ruhig ( fast weg) war. Als es dann wieder spannend wurde ging er.

    Von jetzt auf gleich , packte er nach der Arbeit seine Tasche und zog aus.
    Ohne Streit, ohne Vorwarnung.

    Ich war bis dahin der Meinung ich könne nicht klarkommen ohne ihn.

    Wir sahen uns weiterhin auf der Arbeit, das ließ sich nicht umgehen.
    Ein Jahr lang ging es mir richtig dreckig. Aber ich sah, ihm ging es noch viel dreckiger.

    Nach einem Jahr bat er mich um ein Gespräch.

    Er habe sich das alles gut durch den Kopf gehen lassen. Er dachte immer
    er sei nicht in de Lage für mich da zusein, wenn es richtig schwer wird.
    Ich will Kinder das weiß er und er dachte er könne der Sache nicht gerecht werden. kranke Frau! - kranke Kinder?

    Das ganze ist schon wieder 8 Jahre her. Wie haben im Oktober geheiratet.

    Mein Mann weiß immer noch nicht, ob er es schaffen wird immer für mich dazusein, aber er hat dem Kampf mit mir aufgenommen.
    Unsere Beziehung ist nicht mehr wie sie einmal war, sie ist besser, anders.

    Heute weiß ich , ich will nicht, ich kann aber ohne ihn leben.

    Klaudi, ich wünsche Dir die Kraft, Dein Leben wieder in eigene Hände zu nehmen.

    lG Kira
     
  7. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo ihr,
    eben kann ich selbst niemanden wirklich trösten, weil es mir selbst mal wieder oder immer noch ziemlich sch... geht. meine familie steht hinter mir, darüber bin ich froh, ich weis es sehr zu schätzen.

    .... .... leider nicht mehr selbstverständlich,

    und wenn man sich selbst nur noch fühlt wie: "die last zu leben .... " kann man es dann dem partner verdenken, wenn er ausreist? ... auch ich habe angst davor ....

    liebe klaudi, ich drück dich mal
     
  8. Stiefkind

    Stiefkind Neues Mitglied

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    Hallo Klaudi,

    dass tut mir leid. Nachdem man es mit Rheuma eh schon nicht leicht hat und man eh manchmal schon mehr als am Boden ist, könnte man gut und gerne auf solche Probleme verzichten.

    Aber glaub bitte nicht, dass man abhängig von einem Menschen ist. Er ist der hinterletzte Abschaum, wenn er sowas tut. Lass dich nicht hängen. Du bekommt dein Leben sicher wieder soweit in den Griff. Da bin ich mir sicher. Schlimmer kann es ja fast nicht werden, es geht irgendwann wieder aufwärts. Auch wenn das vielleicht jetzt nicht danach aussieht. Steht deine Familie hinter dir?

    Lass dich drücken und gib nicht auf.

    Liebe Grüße

    Stiefkind
     
  9. klaudi

    klaudi Neues Mitglied

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    hallo ihr
    das mutmachen von euch hilft mir wirklich sehr,man fühlt sich nicht so allein.meine familie steht voll hinter mir,habe auch eine freundin mit der ich sehr oft rede.was gefühle betrifft,trauere ich dieser beziehung nicht mehr nach.fremdgehen lass ich nicht zu ,das passiert nur einmal,dann ist es aus.erst heute musste ich im jobcenter wieder um mein recht kämpfen,weil er mir den ganzen finanziellen dreck hinterlassen hat.bin den ganzen tag nur auf den beinen,gleich muss ich wieder los.meine tochter besteht darauf das ich mir ohrringe stechen lass(wollte ich schon länger haben),ein vorzeitiges muttertaggeschenk.eigentlich hab ich keine lust noch in die stadt,mir ist auch ein wenig mulmig,aber ich will sie nicht enttäuschen.hoffentlich pickt es nicht all zu sehr,aua,aber was ist das schon gegen rheuma!

    liebe grüsse
    klaudi