Haarausfall unter MTX - Erfahrungen gesucht.

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Myz, 4. Oktober 2011.

  1. anurju

    anurju anurju

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    Übelkeit,

    Hey Humpelstielz,

    gegen Übelkeit hilft mir Nux vomica D12 5 Globuli - ich nehme die eine halbe Stunde vor der Spritze, dann kurz nach der Spritze und dann nochmal ca. 1/2 Stunde danach (spritze immer vor dem Schlafengehen - dann verschläft man den größten Teil der Nebenwirkungen).
    Den Tipp habe ich hier aus dem Forum und seither ist mir nicht mehr so übel.
    Manchmal esse ich auch ein Stückchen getrocknete Ananas (Saft wäre sicher auch gut, verträgt mein Magen aber nicht) - auch der Tipp stammt hier aus dem Forum
    Und Magentee trinke ich an dem Tag genau wie sehr viel Wasser...

    Vielleicht probierst du es ja mal aus - wär schön, wenn es dir helfen würde.

    Liebe Grüße von anurju :)
     
  2. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Hallo Myz!

    Ich wünsche dir, dass du dich ganz schnell an die neue Frisur gewöhnst. Und natürlich, dass deine Mähne gut wieder nachwächst. Scheint ja doch wohl eher mit dem Eisen zu tun zu haben. Dann geht es jetzt wieder bergauf. Toll!!!

    @Humpelstilz:
    Ich soll im Moment an den 3 nächsten Tagen nach MTX jeweils Folsäure nehmen, um den Haarausfall einzudämmen (also mehr Folsäure als MTX). Aber nicht allzu lange, da sonst die Wirkung des MTX flöten geht. Und genau das merke ich gerade:(. Der Haarausfall geht zurück und die Schmerzen klopfen an meine Tür.
    Manchmal könnt man echt mit dem Hammer rein hauen.

    Die NuxVomica-Kügelchen würde ich mal probieren gegen die Übelkeit. Ich kenne viele Kinder, die sie nehmen gegen Reiseübelkeit/Erbrechen. Und da hilfts!

    Lg Clödi.
     
  3. Myz

    Myz Registrierter Benutzer

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    Hallo Humpelstilz
    Folsäre ist der "Gegenspieler" vom MTX (sog. Antagaonist). Ich nehme deshalb Folsäre jeden 2.Tag (ausser eben am MTX-Spritztag, da sich sonst die Wirkung verringern würde).
    Übelkeit habe ich nicht, nur etwas appetitlos bin ich.
    Ich wünsch' Dir viel Glück beim einstellen der Therapie!
    Lg
    Myz
     
  4. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Ich nehme MTX jetzt seit etwa 1 2/3 Jahren, zeitweise auch zusammen mit Arava.
    Das war für mich keine gute Kombi, deshalb musste ich Arava absetzen.
    Aber auch MTX hat mir zunehmend Probleme bereitet, vor allem mit der Mundschleimhaut und Haarausfall.
    Meine Ärztin hat mir deshalb beim letzten Mal täglich (außer am MTX-Tag) Folsäure verordnet.
    Also wöchentlich 15 mg MTX und 7,5 mg Folsäure.
    Mein MTX nehme ich immer abends vor dem Schlafengehen ein und trinke davor und am Tag danach besonders viel.
    Als ich Mtx mal tagsüber genommen habe, hab ich heftige Magenschmerzen bekommen.
    So hab ich das Gefühl, die meisten Nebenwirkungen zu verschlafen. Ich bin am nächsten Tag nicht ganz so fit, aber es hält sich in Grenzen.
    Ich hab das Gefühl, es ist wichtig, die Folsäure nicht nur 1x pro Woche in höherer Dosierung zu nehmen, sondern lieber täglich in kleinerer Dosierung.

    Bei mir hat's ein bisschen geholfen. Es ist nun nicht alles ok, aber der Haarausfall hat deutlich abgenommen, die Haare wachsen zum Glück büschelweise nach :boldred:
    Außerdem nehme ich ein koffeinhaltiges Männerschampoo, ist einfach billiger als spezielle Frauenschampoos.
    Ich hab das Gefühl, dass es meine Haare kräftiger macht/aussehen lässt.
    Natürlich hab ich die Haar auch kinnlang abschneiden lassen, so wirkt es fülliger.
     
  5. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Haarausfall auch ohne Medikamente :-(

    Hallo zusammen,
    zum Thema Haarausfall möchte ich gerne meine Erfahrungen berichten.

    Bei mir wurde erst vor Kurzem die Diagnose PSA gestellt.
    Ich habe schon seit vielen Jahren, ca. 20 -25 J., immer wieder schubweise starken Haarausfall.
    Es wurde auch schon eine Haaranalyse gemacht. Ohne Erfolg.

    Letzten Sommer hatte ich wieder extrem starken Haarausfall. Ich bekam echt schon fast Panik.
    Zu der Zeit hatte ich auch massive Gelenkprobleme und schwitzte unglaublich stark.
    Ich schob den Haarausfall und das Schwitzen auf die Wechseljahre ( bin 51).

    Nun bekam ich wegen der PSA Cortison.
    Das Schwitzen hörte fast schlagartig auf und der Haarausfall ist auch weg.
    Mir gehen mittlerweile sehr wenig Haare aus.

    Ich denke, dass zumindest bei mir, durch die entzündlichen Vorgänge im Körper der Haarausfall war.

    Inzwischen habe ich auch gelesen, dass bei rheumatischen Erkrankungen starker Haarausfall und starkes Schwitzen ein Symptom der Krankheit sein können.
    Ich wäre nie im Leben auf so etwas gekommen.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass vielleicht nicht ( immer) die Medikamente die Ursache sind.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass die Entzündungen nicht genug eingedämmt werden?
    Mittlerweile glaube ich nämlich, dass die entzündlichen Vorgänge im Körper fatale Auswirkungen haben. Oft vielleicht auch Dinge beeinflussen, an die man in dem Zusammenhang, gar nicht denkt.

    Ich wünsche Euch einen schmerzarmen Tag.
    Viele Grüße
    Lusella
     
  6. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Das halte ich durchaus für möglich!
    Ich habe in den letzten 7-8 Jahren (lange vor den Wechseljahren) auch immer mal wieder Phasen von diffusem Haarausfall gehabt.
    In diesem Zeitraum traten auch die ersten rheumatischen Entzündungen auf.
    Allerdings war der Haarausfall nicht ganz so stark und hielt auch nicht so lange an.
    Trotzdem war es belastend, vor allem, weil ich es mir nicht erklären konnte.
    Es hatte auch nichts mit "jahreszeitlichem Fellwechsel" zu tun, sondern trat zu den unterschiedlichsten Zeiten auf.
    Auch ernährungstechnisch konnte ich es nicht beeinflussen.
    Ich glaube inzwischen, dass sich sowohl Rheuma als auch die Medikamente bei jedem Menschen unterschiedlich auswirken.
    Vielleicht gehören wir zu den Leuten, deren Haarwurzeln besonders empfindlich auf die unterschiedlichsten Einflüsse reagieren.
    Andererseits gibt es auch (selten) Leute, die sogar bei einer Chemo kaum Haare lassen.
     
  7. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Ja, ich habe auch festgestellt, dass der Haarausfall kein"Fellwechsel" ist.
    Ich würde auch behaupten, dass er anfangs nicht so stark war wie beim letzten Mal.

    Es war das letzte Mal länger anhaltend und echt krass. Ich befürchtete schon kahl zu werden :eek:.
    Zum Glück habe ich viele Haare. Man sieht es nicht aber ich merke es.
    Wenn ich die Haare zusammenbinde, muss ich das Gummi öfter drum schlingen als vorher und der Zopf ist dünner.

    Ich bin sicher, dass es mit dem Rheuma zu tun hat, weil ich ja gar keine Medikamente genommen hatte.
    Ich könnte mir vorstellen, dass unser Körper die Haarwurzeln angreift.
    Dass das Immunsystem die Haarwurzeln sozusagen als "Feind" erkennt.
    So ist das ja bei Autoimmunkrankheiten. Überschießende Reaktionen des Immunsystems.

    Ist schon eine Belastung, das Ganze.
    Zu den Schmerzen auch noch Haarausfall und ich auch noch Ausschlag.
     
  8. Clödi

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    Hallo BienchenSumm und Lusella,

    genau zu euren Gedanken habe ich letzte Tage den Thread "Haarpracht und Rheuma" aufgemacht.
    Meine Haare waren nämlich auch schon einige Wochen vor der MTX-Einnahme ausgefallen. Nicht ganz so heftig, aber doch merklich zu viel. Für die Herbstmauser jedenfalls viel zu früh.

    Mein Hautarzt meinte jedoch, wenn der HA durch die Autoimmunreaktion verursacht wird, wäre er meistens kreisrund. Also an einigen Stellen gehen dann plötzlich alle Haare aus. Das wäre ja dann der Wahnsinn in Tüten:eek:. Meine Rheumatologin sagte, dass Haare schon verstärkt ausfallen können, wenn die Entzündungswerte zu hoch sind.

    Letztlich ja auch wurscht - die Haare fallen aus. Und wir können sie nicht wieder ankleben. Wünsche uns allen, dass es bald besser wird.

    Lg Clödi.
     
  9. Lusella

    Lusella Registrierter Benutzer

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    Hallo Clödi,

    gut zu wissen, dass es nicht autoimmun bedingt ist!

    Kreisrunden Haarausfall hatte meine Freundin einmal.
    Bei ihr kam es als ihr Mann sie verlassen hatte und die Scheidung lief.
    War also seelisch bedingt.
    Die Haare sind wieder nachgewachsen, das hat allerdings gedauert.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es bei uns wirklich durch die Entzündungen, die im Körper sind, kommt.

    Was mir auch aufgefallen ist:
    Ich bin rasant grau geworden als es mir körperlich immer schlechter ging.
    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass auch das bei Rheuma vorkommen kann.
    Die Pigmentierung verändert sich.
    Damit kann man aber leben. Ich lasse mir Strähnen machen und dann geht es.

    Ich wünsche Euch einen schönen 3. Advent mit ganz wenig Schmerzen,
    Lusella
     
  10. Myz

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    Hallo alle da draussen!
    :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D

    ich wünsche Euch allen ein haariges und schmerzarmes neues Jahr!

    Liebe Grüsse von der Braunhirse-H:vb_cool:idelbeertante
    Myz
     
  11. mg1412

    mg1412 Neues Mitglied

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    Hallo, ich nehme auch das mtx seit august 2011 war meine dosis spritze 15mg und seit nov.2011 bis jetzt 10 mg dazu täglich 5 mg cortison und 1 x wöchenntl. 5 mg folsäure. hab jetzt seit ca. 1 monat gemerkt daß mir die haare sehr stark ausfallen und richtig dünn geworden sind. kennt das jemand, hört der haarausfall wieder auf?
     
  12. Myz

    Myz Registrierter Benutzer

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    Hallo mg1412
    Haarausfall ist eine Nebenwirkung des MTX, da dies ja ein Zytostatikum ist, welches gewisse Zellteilungen im Körper hemmt. Die Haarzellen sind sehr empfindlich - deshalb der haarausfall.
    Mein Rheumadoc hat mir erklärt, dass sich unter MTX der haarzyklus verkürzt, d.h. dass einem diejenigen Haare, die z.B. erst nächsten Frühling ausgefallen wären, eben bereits jetzt ausfallen. Da die Haare ja aber wieder nachwachsen, verkürzt sich dieser Zyklus. Wenn du so willst, bleiben die Haare weniger lange auf dem Kopf.
    Das bedeutet, dass der Haarausfall schon wieder aufhört, aber die Zeit, in der man dann dünnes Haar hat, ist eben doch relativ lang - und schmerzlich :(
    Haarausfall kann leider auch direkt durch die rheumatische Erkrankung verursacht sein. Bei mir kam zusätzlich noch ein Eisenmangel dazu. Es lohnt sich, zusammen mit deinem Arzt der Sache auf den Grund zu gehen.

    In diesem Thread findest Du viele Informationen zum Thema und auch ein paar Tipps, was Du tun kannst.

    Mir persönlich hat die Einnahme von Eisentabletten plus das tägliche Geniessen von Braunhirse und Heidelbeeren geholfen. Ausserdem habe ich meine schulterlangen Haare kinnlang geschnitten - so fällt es weniger auf.
    Und natürlich hat mir auch "die Zeit" geholfen...Ich spritze MTX seit Juni, am schlimmsten war der Haarausfall Okt./Nov. Jetzt scheint das Ärgste überstanden zu sein und das Ganze hat sich normalisiert.

    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!
    Myz
     
  13. evje

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    Inzwischen habe ich auch gelesen, dass bei rheumatischen Erkrankungen starker Haarausfall und starkes Schwitzen ein Symptom der Krankheit sein können.
    Ich wäre nie im Leben auf so etwas gekommen.


    Jetzt habe ich endlich eine Erklärung... Das heißt allerdings auch, dass das Rheuma schon länger bei mir aktiv ist als angenommen. (Na, den Verdacht habe ich jetzt auch schon länger...) Ich hatte nämlich auch plötzlich starken Haarausfall und Schweißattacken.

    Das Schwitzen habe ich jetzt manchmal immer noch, aber hauptsächlich nachts, immer dann, wenn es mir eh nicht so gut geht.

    Bei mir hat der Haarausfall durch die Rheuma-Medis nachgelassen und die Haare wachsen wieder ganz gut nach. :rolleyes:

    Liebe Grüße,
    Evje
     
  14. wolkensturm

    wolkensturm Registrierter Benutzer

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    haare

    hallo zusammen, ich hatte unter MTX auch starken haarausfall,der mich zur verzweiflung trieb.geholfen hat nur pantostin oder ell-cranell,eine tinktur zum auftragen.recht teuer,aber wirklich wirksam.

    starkes schwitzen kenn ich auch,es war eine reaktion auf mache zusatzstoffe in den medis.z.bsp. bei weizenstärke oder maisstärke.jetzt hab ich ein ibuprofen gefunden ohne die inhaltsstoffe und es ist für mich verträglicher.
    leider ist es so .daß uns die medies ganz schön zusetzten,aber OHNE gehts ja auch nicht.
    ich hab gemerkt,daß es oft die zusatzstoffe in den medies sind,die unverträglich sind,wobei der wirkstoff,auf den es ankommt wenig nebenwirkungen verursacht.

    :):):):):):):):)

    ich hoffe,ich konnte helfen
    liebe grüsse wolkensturm
     
  15. Anja93

    Anja93 Registrierter Benutzer

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    Hallo :)
    nehme seit 1 Jahr Methotrexat &' habe am Anfang viel Haarausfall gehabt. Inzwischen habe ich nicht mehr soviel Haarausfall.

    Liebe Grüße
    Anja93
     
  16. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Hallo!

    @mg1412: Evtl. kannst du statt 5mg Folsäure pro Woche auch 10mg (also zweimal 5mg) nehmen. Natürlich nur in Absprache mit dem Doc. Und ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass auch das Kortison zu Haarausfall führen kann. Bei mir reichten da auch schon 5mg täglich. Nach 3 Monaten Einnahme ging der Mist los und hielt noch 3 Monate nach Ausschleichen an. Beim MTX dauerte es bei mir nur 4 Wochen und dann rieselten die Haare. Kommt wohl auch immer darauf an, wie empfindlich man ist.

    Lg Clödi.
     
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