Calendula
Die Ringelblume
Wie ich hier schon mehrfach geschrieben habe, bin ich Psychologin. Ich erhalte ab und zu Fragen von Usern und Userinnen, die mich um einen Rat im Umgang mit einem psychologischen Gutachter bitten.
Leider kann ich den nicht pauschal geben. Hier (abgewandelt) das, was ich dazu immer antworte:
Wir Psychologen sind alle auch nichts Anderes, als Menschen, die mit Diagnosekriterien abgleichen und sich auf ihr "Bauchgefühl" verlassen. Das heisst, wir sehen das alles nur aus unserer Sicht der Dinge. Das bedeutet, dass wenn man zum Psychologen geht, dass diese vordergründig die psychische Beeinträchtigung sehen und vielleicht (nicht hinhören wollen) nicht sehen, dass es einen Menschen vor der Krankheit und der (daraus resultierenden?) psychischen Probleme gab.
Ich habe im Kollegenkreis verständnisvolle Menschen erlebt und solche, die ihren Beruf akriebisch an Stichpunkten festmachen und nicht über den Tellerrand hinaus schauen. Ich habe einen Patienten, den ich seit fast 8 Jahren betreue, er kommt bei mir nur zur Intervention vorbei. Ihn habe ich initiativ zum Psychologen in die Psychotherapie geschickt. Seine ersten Psychotherapeuten waren schlichtweg mit ihm überfordert. Eine diagnostizierte lediglich eine mittelgradige Depression, obwohl der junge Mann (inzwischen Anfang 30) damals die typischen Symptome von "mehr" aufwies. Heute hat er eine sehr gute und wirklich hervorragend festgestellte Diagnose. Sie ist multimorbide und weist schwere Persönlichkeitsbeeinträchtigungen aus, die dazu führten, dass er (aufgrund meiner Beratung und Initiative) aufgrund dessen zu 50% schwerbehindert ist.
Meine Kollegin von damals, zu der er als erstes ging, war nicht in der Lage das zu erkennen. Der folgende Kollege wollte nicht. Der darauf folgende Kollege war ebenfalls ein Reinfall für den Patienten. Parallel wurde er von einem Neurologen mit Schwerpunkt Psychiatrie medikamentös betreut, welcher sehr verständnisvoll und patientenorientiert arbeitet.
Was ich damit sagen will: Ich kann niemandem eine pauschale Empfehlung geben. Am besten wäre es, in einem konkreten Fall würde man andere Leute ausfindig machen, die Erfahrungen mit diesem Gutachter gesammelt haben, zu dem man soll, um zu sehen, woran man ist.
Ich weiss nicht, ob es hier richtig ist, vielleicht besser ein einen anderen Bereich im Forum, dann bitte verschieben oder ausschneiden. Danke
Liebe Grüße,
Calendula
Leider kann ich den nicht pauschal geben. Hier (abgewandelt) das, was ich dazu immer antworte:
Wir Psychologen sind alle auch nichts Anderes, als Menschen, die mit Diagnosekriterien abgleichen und sich auf ihr "Bauchgefühl" verlassen. Das heisst, wir sehen das alles nur aus unserer Sicht der Dinge. Das bedeutet, dass wenn man zum Psychologen geht, dass diese vordergründig die psychische Beeinträchtigung sehen und vielleicht (nicht hinhören wollen) nicht sehen, dass es einen Menschen vor der Krankheit und der (daraus resultierenden?) psychischen Probleme gab.
Ich habe im Kollegenkreis verständnisvolle Menschen erlebt und solche, die ihren Beruf akriebisch an Stichpunkten festmachen und nicht über den Tellerrand hinaus schauen. Ich habe einen Patienten, den ich seit fast 8 Jahren betreue, er kommt bei mir nur zur Intervention vorbei. Ihn habe ich initiativ zum Psychologen in die Psychotherapie geschickt. Seine ersten Psychotherapeuten waren schlichtweg mit ihm überfordert. Eine diagnostizierte lediglich eine mittelgradige Depression, obwohl der junge Mann (inzwischen Anfang 30) damals die typischen Symptome von "mehr" aufwies. Heute hat er eine sehr gute und wirklich hervorragend festgestellte Diagnose. Sie ist multimorbide und weist schwere Persönlichkeitsbeeinträchtigungen aus, die dazu führten, dass er (aufgrund meiner Beratung und Initiative) aufgrund dessen zu 50% schwerbehindert ist.
Meine Kollegin von damals, zu der er als erstes ging, war nicht in der Lage das zu erkennen. Der folgende Kollege wollte nicht. Der darauf folgende Kollege war ebenfalls ein Reinfall für den Patienten. Parallel wurde er von einem Neurologen mit Schwerpunkt Psychiatrie medikamentös betreut, welcher sehr verständnisvoll und patientenorientiert arbeitet.
Was ich damit sagen will: Ich kann niemandem eine pauschale Empfehlung geben. Am besten wäre es, in einem konkreten Fall würde man andere Leute ausfindig machen, die Erfahrungen mit diesem Gutachter gesammelt haben, zu dem man soll, um zu sehen, woran man ist.
Ich weiss nicht, ob es hier richtig ist, vielleicht besser ein einen anderen Bereich im Forum, dann bitte verschieben oder ausschneiden. Danke
Liebe Grüße,
Calendula