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Gutachten,bitte mal um Hilfe

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Bod1961, 30. Juli 2010.

  1. Bod1961

    Bod1961 Neues Mitglied

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    Guten Tag an alle hier !

    Heute muss ich mich mal wieder an Euch wenden und um Hilfe bitten. Ich habe eine Rentenklage seit 2 Jahren in Arbeit über den VDK. Heute erhielt ich telefonisch einen Termin für ein sozialmedizinisches Gutachten am 4.8 um 10 Uhr,welches mein Anwalt angeregt hat.

    Meine Fragen :

    Muss ich da Befunde von mir mit hin nehmen,die ich zu Hause habe ?
    Soll ich all meine Medikamente zum vorzeigen mit nehmen ?
    Was kann ich tun,um nichts zu vergessen wegen den Beschwerdeangaben und Einschränkungen ?
    Ist ein kurzer Krankenverlauf in Stichpunkte mit Krankenhausaufenthalten und Rehas schriftlich für den Gutachter sinnvoll ?
    Was sollte ich nicht mitnehmen ?

    Zur Zeit habe ich eine Kortison-Stoßtherapie gemacht und Humira gespritzt. Im Sommer geht es mir immer etwas besser und nun habe ich erträglichere Zustände als im Winter oder Herbst.CRP ist rückläufig. Hüftarthrose und Bechterew hab ich. Ist etwas unpassend,genau in einer ruhigeren Phase zum Gutachten zu müssen. Wie kann ich das nun erklären ?. Im Herbst kommt es wieder knüppel dicke. Ist seit Jahren so.

    Vielen Dank an Euch schon mal.

    Liebe Grüße von Bodo :)
     
  2. Kölner

    Kölner Mitglied

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    Hallo Bodo,

    schau mal hier nach:

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showpost.php?p=442890&postcount=2

    Da findest du insbesondere beim ersten und beim dritten Link Informationen, die dir weiterhelfen dürften.

    Lass dich nicht irritieren, wenn es bei den Links um GdB bzw. Reha geht. Die Infos passen auch für Rentenverfahren.

    Ein kompetenter Gutachter wird wissen, dass jeder Rheumi gute und schlechte Phasen hat. Vielleicht kannst du ja mit einem Schmerztagebuch "belegen" wann und in welchen Situationen und an welchen Stellen es dir weh tut. Auf keinen Fall solltest du aber etwas simulieren. Das wird der Gutachter sehr schnell feststellen und das auch in seinen Bericht schreiben.

    Der Gutacher schreibt das Gutachten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in deinem Beisein. Deshalb halte ich es für günstig, wenn du ihm alles an Unterlagen, was deine Beschwerden gut und richtig beschreibt, in Kopie "zum Nachlesen" mitnimmst. Auch deine eigene Aufstellung der Beeinträchtigungen sollte dabei nicht fehlen. So kannst du zumindest ausschließen, dass sich der Gutachter aus dem Gedächtnis heraus irgendwas zusammenschreibt. Eine Garantie ist das natürlich nicht.

    Viel Erfolg!
    Kölner
     
  3. Bod1961

    Bod1961 Neues Mitglied

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    Vielen Dank !

    Hallo lieber Kölner !

    Ich danke Dir sehr für Deine hilfreichen Infos. Ich kann damit gut was anfangen. Mir geht es darum,dass ich fair beurteilt werde,nichts vergesse und auch weiß was mich erwartet.

    Heute bekam ich den Termin schriftlich. Mein Anwalt erbat beim Gericht ein fachliches,rheumatologisches Gutachten. Leider wird mich ein Dr. med untersuchen,der als Chirurg im Terminschreiben bezeichnet wurde.Ich fahre da aber erst mal hin,kann es ja doch nicht ändern. Rheumatologe wäre mir lieber.

    Dir alles Gute und liebe Grüße.
     
  4. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    mir wurde neulich angeraten, von der Untersuchung ein Gedächnisprotokoll zu machen, sobald ich da raus bin.
    Sollte das Gutachten nicht ok sein, hilft das Protokoll für den mögl. Widerspruch.

    Alles Gute wünscht Dir Heidesand
     
  5. calimera01

    calimera01 Viel wollen-nicht können

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    @Bod1961 - Du solltest Dir gut überlegen, ob du wirklich zu diesem Termin mit dem "Chirurgen" gehen willst!
    Ich hab die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass ich zu einem Orthopäden geschickt wurde (Gutachen) und dieser dann mitgeteilt hat - aus orthopädischer Sicht keine Probleme - voll Arbeitsfähig!
    Bin jetzt gerade 2 Wochen aus der Reha zurück, wurde arbeitsunfähig entlassen - hab noch zusätzliche Diagnosen "aufgebrummt" gekriegt und aus rheumatologischer Sicht reicht es auch nicht, obwohl ich wechelweise mal einen SLE oder eine undiff. Kollagenose oder eine primäres Sjögren habe. Dann wieder SLE UND Sjögren, dazu kommt dann noch die Augenbeteiligung mit der rez. Uveitis und seit Rehaende jetzt eben auch noch eine Fibro mit mittelschwerer Depression! Wo willst du mich da hinschicken? :)
    Wollte Dir damit nur sagen, wenn Du nicht zum "richtigen" Gutachter kommst, sind deine Chancen relativ gering. Weil diese eben nach ihrem "Fachgebiet" urteilen und wenn du bei MB die Wirbelsäule schon versteift hast, reicht das auch nicht (leider!).
    Deine Unterlagen solltest du auf jeden Fall mitnehmen, auch die Auflistungen mit Einschränkungen, Medis etc. ist immer hilfreich und kommt gut an.
    Wünsch Dir viel Glück und viel Erfolg.

    Calimera
     
  6. Bod1961

    Bod1961 Neues Mitglied

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    Vielen Dank,gute Antworten :)

    Hallo Calimera und Heidesand !

    Vielen Dank für die Antworten. Calimera- Es tut mir sehr leid für Dich,was da so abläuft. Das ging mir seit Jahren auch so. Deshalb kam der Rentenatrag mit vorheriger Chanceneinschätzung durch den VDK. Dann Klage.Mehr als verlieren kann ich nicht. Mein Problem ist,dass ich ständig morgens eingesteift und voll Schmerzen im Bett nur noch sitzen kann,dadurch ewig müde. Zusätzlich sind die ISG Gelenke meistens aktiv und schmerzen, Hüftarthrose und die rechte Schulter ist die Rotatorenmannschette geschädigt. Ich spritze Humira, nehme Cortison und Morphin AL Tabletten. Manche Tage Gehhilfen,manche Phasen gehen so lala. Job habe ich durch Krankheit verloren. Nun muss ich aber sehen,von was ich leben soll. Ich wurde vom Arbeitsamt als nicht vermittelbar eingestuft und schriftlich als voll erwerbsgemidert bezeichnet. Hinzu kam eine Reha, AU, Krankenhaus mit Schmerzbehandlung weil ich nicht laufen konnte usw. Ich rufe auf alle Fälle morgen meinen Anwalt an. Das soll er entscheiden. Wenn das Gutachten mies wird,beantragt er bestimmt ein neues wegen fehlender Fachkompetenz oder so. Mal sehen.Chirurg begutachtet Rheumi,das war auch für mich etwas unklar :), ist ja wie Ersatzteile fürs Auto vom Bäcker holen :).

    Na dann nochmals danke an Euch und Euch alles Gute.
     
  7. calimera01

    calimera01 Viel wollen-nicht können

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    Wenn Du den Termin beim Chirugen gleich ablehnst, geht es vielleicht schneller mit einem neuen Termin! Solltest Du aber den Gutachtertemin wahrnehmen, wartest Du wieder auf das Ergebnis und "wenn" es negativ für dich ausfällt .... wartest du eben noch länger auf Geld.

    Wünsch Dir viel Glück und teil uns mit, wie die Sache ausgeht!

    LG Calimera
     
  8. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Gutachten

    Hallo, ich wäre vorsichtig mit dem Ablehnen des Gutachters, in meinem Bekanntenkreis und auch meiner Gruppe bei der Rheuma-Liga hat es da schon böse Überraschungen gegeben, so von wegen "Wenn Sie den bestellten Gutachter nicht akzeptieren, brauchen Sie auch gar keinen, es wird alles zurückgewiesen", das war bei Gericht. Ich kenne übrigens niemanden, der von einem Gutachter, der internistischer Rheumatologe ist, begutachtet wurde. Im besten Fall waren es Orthopäden, sehr oft Neurologen, häufiger auch Chirurgen und hin und wieder Allgemein Mediziner.
    Liebe Grüße und alles Gute
    Gabi
    (bibi, ro-lerin seit 06/2003)
     
  9. calimera01

    calimera01 Viel wollen-nicht können

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    Internistischer Rheumatologe

    :a_smil08:Doch ich :a_smil08:
    Allerdings war es mein "eigener" Rheumi-Doc, sodass ich diesen Termin leider nicht wahrnehmen konnte:mad:
    Ablehnen kannst Du natürlich auf Grund vieler Sachen, z.B. zu weit zu fahren (wenn du hier Einschränkungen hast), bist gerade krank etc.
    Problem ist - und das hab ich ja selbst leidvoll schon erfahren müssen - das diese Gutachter eben nur nach ihrem eingen Fachgebiet urteilen und das passt dann eben nicht bzw. du fällst in dieses Fachgebiet ja gar nicht rein mit deiner Erkrankung.
    Genau das macht ja den ganzen "Spaß" mit der Rentenversicherung aus - schicken Dich von Pontius zu Pilatus, um dir dann die lange Nase zu drehen und zu sagen: ÄTSCH! Pech gehabt!
    Wenn Du nämlich gleich einem Gutachter mit dem entsprechenden Fachgebiet vorgestellt würdest, gäbe es mit Sicherheit einige Widersprüche weniger. Und die Leute müssten sich zu ihrer Krankheitsbelastung nicht noch mit diesem ganzen Gutachtermist rumquälen.
    Sorry, aber da ich auch schon einige Jahre damit rumhampel, geht mir bei diesem Thema manchmal die Galle über :o
    Versteht mich jetzt nicht falsch, dass soll natürlich kein Freibrief sein - richtiger Gutachter - sofort Rentenbewilligung.
    Aber ich komme mir halt ziemlich vera.... vor, wenn ich mit Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat, Depressionen, Augenentzündung, Schmerzen an der Achillessehne etc. beim Orthopäden vorgestellt werde, dieser eine Schleimbeutelentzündung unter der Achillessehne, einen Beckenschiefstand, eine verkürztes Bein, S-Skoliose und einiges mehr, nicht erkennt bzw. wohl nicht wahrhaben will!

    Ppppuuuhhhh - musste jetzt mal sein! Natürlich kann man nicht jeden Gutachter ablehnen, manche hatten ja auch Glück mit ihrem.
    Aber wenn es halt so gar nicht passt ...

    Bin auf das Ergebnis von bod1961 gespannt

    Calimera
     
  10. Bod1961

    Bod1961 Neues Mitglied

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    Hallo Ihr :)

    calimera01, ich kann es wirklich nachvollziehen. Hampeln ohne Ende,obwohl doch alles klar ist. Wer stellt denn jemanden mit solchen Einschränkungen ein ? Wie lange soll man da von seiner eigenen Arbeit leben ?Die Beschwerden wechseln ja auch ständig hin und her.Bei mir ist es seit Jahren nachweislich wirklich nicht besser geworden,Beweisbefunde ohne Ende. Es geht um Kohle,na klar. Die Ämter spielen schwarzen Peter, wer zahlt was.

    Gabi Kemnitz,ja Du hast komplett Recht. Habe heute den VDK und meinen Anwalt gesprochen. Der Gutachter ist Chirurg,aber begutachtet schon lange und auch Rheumis. Es hat laut Anwalt seine Richtigkeit,er kennt den Mann auch. Ich soll da einfach hingehen,dann werden wir ja sehen.

    Na dann an Euch vielen Dank für Eure Meinung,auch das hilft mir weiter,seelisch sehr :)))
     
  11. Melanie_1972

    Melanie_1972 Neues Mitglied

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    Hallo

    sage auch mal kurz was. Ich mußte einmal zu einem Internisten. Es war ein Hausarzt. Also nichts mit Rheumatologe. Habe dann bei der Rentenversicherung angerufen und da drauf aufmerksam gemacht, dass ich eine Skeletterkrankung habe und ob das mit dem Internisten seine Richtigkeit hat. Da kam direkt von der anderen Seite der Leitung, wollen Sie das Gutachten verweigern? Ne habe ich gesagt, sicher gehe ich da hin.

    Ging dann rein und sagt dem Arzt, dass ich einen Morbus Bechterew habe. Da schaute er mich nur an und meinte und was machen Sie dann hier? Tja habe ich gesagt, dass fragen Sie am besten die Rentenversicherung.

    Nach 10 Minuten war das ganze beendet und bekam eine Woche später von der Rentenversicherung Post, dass ich zu einem Chefarzt einer Rehaklinik zum Gutachten muss.

    Einfach hingehen, denn das stößt sonst ganz übel auf.

    LG
     
  12. zecke73

    zecke73 Neues Mitglied

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    hallo,

    kann auch was dazu beitragen. Ich habe ganze 4 Gutachter bei der Rentenversicherung abgelehnt. Zum einen weil die Herren hier in der gegend einen sehr schlechten ruf haben zum anderen weil die sich in keinsterweise mit der borreliose auskennen. (Wollen davon auch keine Ahnung haben). Habe dann nach geeigneten Gutachten gesucht und 2 Namen, die auch Gutachten für die Rentenversicherung machen, der Rentenversicherung mitgeteilt. Das war ein reines hin und her. Ich wurde dann allerdings zu einem Arzt geschickt der sich mit der Symptomatik auch nicht auskannte. Konnte ja nicht schon wieder einen ablehnen.
    Dieser Arzt war total unfreundlich. Habe nach dem Gutachten ein Gedächnissprotokoll verfasst welches zur Rentenversicherung gang. Hat aber keinem interessiert.
    3 Wochen später kam die Ablehnung.
    Es ging um eine zeitlich befristete Berentung von einem Jahr. Zu dem hat eine Rehaklinik und ein Gutachter des Arbeitsamt geraten.
    Der Gutachter der Rentenversicherung hat im übrigen in sein Gutachten geschrieben das ich einfach keine lust habe zu arbeiten. :mad::mad::mad:

    Mir hat es nichts gebracht und würde es wohl auch nie wieder tun. Oder doch wenn die mich zu einem Neuro schicken würden. Gegen die habe ich eine totale abneigung und würde die auch zeigen.

    Gruß
    Zecke
     
  13. Bod1961

    Bod1961 Neues Mitglied

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    Ist wohl auch Glückssache

    Hi Melanie :) und Zecke :top: ! Euch auch vielen Dank !!!!!!!

    Na klar geh ich hin :). Mein Anwalt kennt den ja auch,hatte nichts negatives bemerkt dazu und sagte,er sei auch kompetent für Ortho und Rheuma. Ist wohl auch Glückssache. und Tagesform beim Gutachter und dem Gericht. Kam mir nur etwas komisch vor.Wenn VDK sagt ,es ist so ok,dann denke ich dass es auch so sein sollte. Mal sehen. Es ist auch ein Gutachten dass das Sozialgericht beauftragt hat durch meine Anwaltsanregung,da die DRV zickt. Die DRV hat ja ohne Gutachten bei mir abgelehnt,Deshalb das vom Gericht,neutrales Gutachten.

    Nun mal. Der Hammer : Mein Anwalt hat Akteneinsicht bei der DRV gemacht und sich in etwa ausgedrückt : Nach Akteneinsicht bei der DRV mußte ich leider feststellen, dass im wesentlichen alle Ärzte bestätigen,dass mein Mandant nur unter 3 Stunden etwas Leistungsfähigkeit besitzt. Zusätzlich wurde keine rheumatologische Rehabilitation durchgeführt,sondern im Auftrag der DRV eine orthopädische Reha. Diese Reha entspricht nicht der Grunderkrankung Bechterew.Eventuell die nächste Reha ? naja mal sehen.

    Hab gut abgelacht dabei,obwohl es traurig ist. Ich dachte bis dahin,es wäre eine Rheuma Reha. Naja,dann hat man mir während der Reha auf die Streckbank gepackt,Wirbel auseinander gezerrt,ab dann bis heute nur noch Probleme mit der Wbs und den ISG.War ja keine Absicht,ist mir klar.Ging aber schief. Bei der Behandlung kurzer Ruck,Lippen trocken,erbrochen,Reha ab dann Vollurlaub im Rehabett mit Voltaren,Tillidin und Tensgerät. Aus Reha mit Gehhilfen,Bein nachgezogen , Schmerzen,Behandlungen der Reha gestrichen während der Reha.

    Rehabericht hat nichts davon erwähnt.Hat also nie statt gefunden. Hab das der DRV gemeldet,dass Rehabericht falsch sei,dass ich nicht in absehbarer Zeit voll arbeitsfähig bin,woher weiß der Rehadoc es,das entscheide mein Arzt und meine Gesundheit. Entschuldigungsbriefe der DRV mit Besserungswünsche,Rehabericht geändert,so wie es wirklich war.


    Mensch Zecke,auweia !
    So läuft es wenn Versicherungen was zahlen sollen. Jeden Monat Beitrag abbuchen,aber dann nichts tun für die Beitragszahler,wenn sie wirklich Hilfe brauchen.
    Ich finde es total schlimm. Dennoch darf man sich nicht aufgeben,Wiederstand zeigen. Ich bin zwar oft mit Morphium voll und kann nicht bis 10 zählen im akuten Schub,aber der Versuch ist es mir wert. Sollte ich es verlieren,hab ich es versucht. Ich weiß auch,dass ich nie wieder in Arbeit komme. Dazu knallt ein Schub nach dem anderen in mein Leben. Sie spekulieren ja auch darauf,dass der Betroffene den Antrag nicht durchzieht. Ist auch steinig der Weg. Die Gutachten der DRV sind besonders hilfreich.Sie taugen was für die DRV,aber nicht für den Menschen.

    In der Reha traf ich eine 50 jährige Kellnerin im Rollstuhl. Sie hatte einen Unfall und den linken Fuß unten verloren. DRV hatte Rente abgelehnt und sie in Reha geschickt. Sie bekommt dann noch eine Prothese und soll dann wieder arbeiten ( Call Center oder ähnliches ).

    Na dann Ihr Lieben,nochmals danke und Euch alles Gute.

    Ach ja Zecke, Neuro ist auch ein Fall für sich. Bin froh dass ein Chirurg am Mittwoch auf mich wartet :laughing:
     
  14. Kölner

    Kölner Mitglied

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    Ein bisschen Glück braucht jeder

    Als es um meine abgelehnte Reha ging, hat die DRV mir drei Gutachter vorgeschlagen.

    • Einer war Arbeitsmediziner ohne eigene Praxis.
    • Einer war niedergelassener Hausarzt und als Betriebsarzt tätig
    • Der Dritte war internistischer Hausarzt und als Flugmediziner tätig.
    Das hatte mir nicht wirklich Mut gemacht. Hier im Forum bekam ich dann den Tipp auf jeden Fall einen der drei Ärzte auszuwählen und bei der Rückmeldung an die DRV darauf hinzuweisen, dass das wohl die falschen Fachrichtungen sind.

    Meine Formulierung war dann in etwa so: ".... Ich gehe davon aus, dass die von Ihnen vorgeschlagenen Ärzte über eine rheumatologische Zusatzausbildung verfügen....".

    Entschieden hatte ich mich für den Flugmediziner. Im Termin selbst habe ich den Arzt dann erst mal ein ganzes Paket an kopierten Unterlagen in die Hand gedrückt. Nach kurzem Überfliegen der Dokumente hat er mich dann gefragt, ob das wirklich alles so schlimm sei. Meine Antwort war "Schlimmer, sonst bräuchte ich wohl keine Reha". Er war dann ziemlich genervt, weil aus seiner Sicht doch alles in den Unterlagen stände und die DRV schon nach Aktenlage einen positiven Bescheid erteilen müsste.

    Wir haben uns dann eine ganze Weile über seine Tätigkeit als Flugmediziner unterhalten. Und zum Schluss wollte er noch Blutdruck messen und meine schlimmste Stelle (Pso) sehen. Das war's dann und bei der Verabschiedung teilte er mir mit, dass er in meiner Sache ein positives Votum abgeben würde.

    Es kann also auch bei einem fachfremden Gutachter gut laufen.
    Meine Reha (8 Wochen) wurde letztendlich genehmigt.

    Beste Grüße
    Kölner
     
    #14 3. August 2010
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2010
  15. netti66

    netti66 Neues Mitglied

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    Hallo Bod1961,

    ich möchte dir raten, erwähne nicht die finanzielle Seite!
    Klar, jedem ist bewusst, dass auch kranke Menschen von etwas leben müssen, nur laut sagen darf man das nicht.
    Denn es könnte einem schnell als "Geldwerter Ersatz" angelastet werden.
    Und dies wird abgelehnt.

    Ich wünsche dir ein gutes Gutachten und das du zu deinem Recht gelangst.


    liebe Grüße
    netti
     
  16. Esuse

    Esuse Neues Mitglied

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    Paßt nicht zu Rheuma, aber zu Gutachten.

    GG sollte nach Schlaganfall zu dem Chefarzt seiner Kurklinik, der schon während der Kur angekündigt hatte, daß er Rente verneint, er hat den Gutachter abgelehnt, weil der ihn ja bereits kannte. Dann kam er zu einem Kinderneurologen, der hat ihn gleich mal 10 Jahre jünger gerechnet und damit wurde die BU wegen dem Alter (gibts ja nur für Leute die vor dem 02.01.1961 geboren sind)abgelehnt.
     
  17. Bod1961

    Bod1961 Neues Mitglied

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    Daaaanke Ihr alle hier.

    Vielen Dank an Euch alle hier. Tolle Hilfe,Beispiele und Tipps. Habt ja auch alle schon gut was zu berichten. Was kommt,kann ich sowieso nicht aufhalten. Entweder es klappt oder es klappt nicht. Das mit dem Geld-Wichtigkeit ist auch verständlich. Das geht mir auch wirklich nicht unbedingt darum. Ich möchte nur Zeit haben in der Hoffnung dass es mal wieder besser wird mit stabilen Zuständen und das Geht ja auch nur mit Rente.Um Arbeit usw mach ich mir zur Zeit keine Gedanken,Schmerzen und Arztbesuche sind meine aktuelle Situation. Da ist noch kein Platz für Zukunftspläne,die ich nicht habe.

    Also dann ganz liebe Grüße und danke für Euer Interesse !!!!!!