1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Grauer Star durch Cortison---- Op?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von padost, 3. April 2009.

  1. padost

    padost Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2006
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hallo, brauche mal eure Hilfe,
    mein grauer Star hat sich so verschlechtert, dass ich mich operieren lassen muß. Ist ja noch eine Kassenleistung.
    Habe mich natürlich schlau gemacht und möchte mir eine hochwertigere Linse einsetzen lassen, damit ein gutes Sehen für mich erhalten bleibt. Das ärgerliche ist, dass die Kasse dann überhaupt nichts zahlt und ich auf allen Kosten sitzen bleibe.
    Meine Frage: Diese Erkrankung ist ja eine Folgeerkrankung und Medikamentenbedingt, also kein Altersstar. Hat es jemand durchgeboxt, dass er wenigstens ein Teil der Kosten von der Kasse erstattet bekommen hat, oder weiß jemand wo ich mich noch schlau machen kann?

    Danke erstmal und Grüße von
    Padost
     
  2. golden girl

    golden girl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2008
    Beiträge:
    110
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Hallo padost,

    habe selber erst im November eine neue Linse,wegen Grauen Star,
    bekommen.
    Dieses hat komplett die Krankenkasse bezahlt.:top:

    Gruß
    golden girl
     
  3. padost

    padost Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2006
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hi golden girl, wie zufrieden bist du mit dieser Linse? Ist dein Sehen genau so gut wie bevor dem grauen Star? Gibt es Einschränkungen?
    Bist du gut informiert worden, welche verschiedene Linsenarten es gibt?
    Viele Grüße Padost
     
  4. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

    Registriert seit:
    29. August 2007
    Beiträge:
    563
    Zustimmungen:
    2
    Hallo Padost,
    bin Jg. 60 und hatte 1998 die erste u. 2001 die zweite Katarakt OP, also an beiden Augen. Ach ja, nehme seit 86 Corti u. habe es nun abgesetzt ( soll das auf Anraten meines Rheuma-Docs ausprobieren ).

    Habe damals nicht hinterfragt, ob es unterschiedliche Qualitäten der Linsen gibt. Fand es schon heftig genug, in so jungen Jahren "alte-Leute-OPs" durchführen lassen zu müssen.

    Trage seitdem eine Brille mit Gleitsichtgläsern, wurde an beiden Augen wegen Nach-Star gelasert und habe inzwischen eine AMD ( altersabhängige Makulardegeneration ). Schon wieder eine "alte-Leute-Krankheit".

    Egal, ich kann gut sehen und freue mich des Lebens...:top:
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    wusste bislang nicht, dass es unterschiedlich teure linsen geben soll.
    wurde vor einigen jahren an beiden augen operiert, war in einer uni-klinik, war dort "privat", d.h. der herr professor hat mich persönlich operiert und natürlich anschliessend auch die rechnung gestellt. habe mal in den alten rechnungen nachgeschaut, die materialkosten der linsen tauchen nirgendwo ausdrücklich auf.
    gruss
     
  6. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

    Registriert seit:
    17. April 2006
    Beiträge:
    3.398
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    München
    Hallo Padost,

    der Unterschied der Linsen liegt zumiest darin ob es bifocal oder multifocal Linsen sind. Das macht auch einen enormen Preisunterscheid aus, wie eine "normale" und eine Gleitsichtbrille.

    Die ersten leisten eine besonders gute Sicht in einem Abstand von bis den der vom Operateur im Vorfeld festlegt.
    Dabei wird zum Beispiel beachtet ob du berufstätig bist und in welchem Abstand zu die meiste Zeit gut gucken musst.
    Die zweiten kann man ein bischen mit einer Gleitsichtbrille vergleichen. Mit denen kann man mehrere Sichtweiten möglichst optimal "voreinstellen".

    Die zweite Sorte, die teurere, ist insofern gut zu überlegen, weil das Sehergebnis zwar umfangreicher aber im Endeffekt weniger optimal ist.
    Dazu ist die erste sicherlich vorzuziehen.

    Das liegt wirklich immer rein am "user".

    Ich habe mich absichtlich gegen die zweite Sorte entschieden und fahre damit gut, weil ich ein so gutes Ergebnis habe, dass ich ohne weitere Brille klar komme.
    Ausserdem ist es so, dass sich meine Augen aufgrund immer neuer Schübe und der anderen einschränkenden Sachen wie den Fibrosen und des Makulaödems immer wieder anders sehe und eine Brille mal ja , mal nicht funktionieren würde.
    Ich hab die sogenannte Nachstarbrille, die Gleitsichtbrille trotzdem verordnet bekommen und für ein Vierteljahr war die auch super, aber nach mehrmaligem Nacharbeiten und Gläserwechsel hab ich befunden, dass ich ohne besser sehe als mit.

    Zu den Kosten.
    Wende dich an Spezialisten wenn du noch nicht hast. Dir können beide Sorten Linsen eingesetzt werden und die Kasse übernimmt. Die Anforderungen und die Einschränkungen sind ausschlaggebend. Alles eine Frage der Formulierung des Arztes.

    Unterschiede können auch sein ob du die Linse wieder ins Kapselsäckchen implantiert bekommst, vordere oder hintere Augenkammer gewählt werden.
    Es geht nicht einfach um Kostenübernahmen, es geht auch um zugelassene Methoden, welche in Probephase etc.

    Alles sehr komplex. Mein Rat wie immer :o nur von einem entsprechenden Uveitiszentrum machen lassen.

    Viele Grüße und einen tollen Op Erfolg.
    Kira
     
  7. golden girl

    golden girl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2008
    Beiträge:
    110
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Hallo Padost,

    eigentlich bin ich mit der Linse ganz zufrieden.Muß aber trotzdem
    eine Brille tragen,da sich im Augenhintergrund Kalk abgesetzt hat.
    Deswegen geht es ohne Brille nicht.Bis ich die
    bekam,hat es aber 1/4 Jahr gedauert,Weil der Augenarzt
    meinte,es könnte sich bis dahin noch was verändern.
    Das war ganz schön unangenehm,da ich ja nicht richtig sehen
    konnte.
    Irgendwann kommt auch noch mein rechtes Auge dran.Das es
    verschiedene gibt,hab ich auch nicht gewußt.Die Klinik war
    auf jeden Fall super(Dardenne Augenklinik,Bonn)habe überhaupt
    nichts mitbekommen.Ich habe eine Hinterkammerlinse.

    Wünsche Dir alles Gute und viele Grüsse
    golden girl
     
  8. padost

    padost Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2006
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hallo alle miteinander, vielen Dank für die Informationen.
    Ich habe mich für eine Monofokallinse entschieden, die Multivokallinse ist mir zu unsicher, da es wohl zu Schattenbilder und Blitze kommen kann- und dann hat man sie drin!
    Aber auch bei dieser Monollinse muß ich als Kassenpatient ALLe Kosten selber tragen, wenn ich die hochwertigere Variante wähle, d.h. schärferes Sehen, bessere Umrisse usw.-Bei der normalen "Kassenlinse" habe ich keine Kosten.
    Ich finde es mehr als ungerecht, dass ich bei besserer Linsenqualität keine finazielle Unterstützung von der Kasse bekomme. Gar keine!!!!

    Das war meine wichtige Frage an Euch-hat jemand von euch eine Kostenübernahme irgendwie bei der Krankenkasse durchgesetzt??????
    B
    in ich mit einer minderen Qualität zufrieden bekomme ich ALLEs bezahlt, wähle ich für mein weiteres Leben eine bessere Qualität bleibe ich auf ALLen Kosten sitzen.Nicht nur die Linse, sondern alle Untersuchungen und OP. Das ärgert mich total.---

    Grüße von Padost
     
  9. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2004
    Beiträge:
    190
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Hi padost,
    bei mir wurde im Jahr 2001 das linke Auge und in 2002 das rechte Auge wegen dem grauen Star operiert. Jedes Auge wurde mittlerweile nachgelasert. Erst vor 2 wochen war ich wieder zur Kontrolle und mein Augenarzt und auch ich sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
    Meine Sehfähigkeit liegt bei nahezu 100% und ich kann nicht erkennen, dass mir qualitativ minderwertige Linsen eingesetzt worden sind.
    Bist du dir sicher, dass dich dein Augenarzt nicht bisschen abzocken will?
    Soll es ja geben ;-)

    Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung triffst.
     
  10. kathyB

    kathyB Realistin

    Registriert seit:
    14. Juli 2007
    Beiträge:
    448
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern

    hallo golden girl.......

    die op, findet sie unter vollnarkose statt??
    wielange etwa dauert so eine op?

    gruss

    kathy
     
  11. golden girl

    golden girl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Januar 2008
    Beiträge:
    110
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Hallo KathyB,

    also ich hatte auch vor der op ein wenig angst,aber
    man bekommt überhaupt nichts mit.:a_smil08:
    Man bekommt im op eine Spritze in die Vene.Die op dauert,
    ca.10-20 Minuten,danach habe ich ein Frühstück bekommen und konnte
    mich noch ein wenig ausruhen.Das Ganze hat ca. 2 Stunden gedauert,
    danach konnte ich wieder nach Hause.:top:
    Wirst Du auch operiert?

    Gruss
    golden girl
     
  12. kathyB

    kathyB Realistin

    Registriert seit:
    14. Juli 2007
    Beiträge:
    448
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    op

    hallo golden girl...

    mmmhh....ist das nun eine vollnarkose oder nicht?
    ja....ich befürchte, da mein rechtes auge nach einem hornhautriss immer *nebliger* wird.
    ich drücke mich vor dem arzttermin, obwohl ich immer schlechter sehe.....

    lieben gruss

    kathy
     
  13. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

    Registriert seit:
    29. August 2007
    Beiträge:
    563
    Zustimmungen:
    2
    Hallo KathyB,

    zur Narkose:
    ich hatte bei der 1.OP eine Ultrakurznarkose. Das heißt, ich wurde über die Vene für einige Sekunden voll narkotisiert, damit der Doc den Bereich um das Auge spritzen / örtlich betäuben konnte.

    Bei der 2. OP wurde ich über die Vene "nur" sediert, d.h. für einige Sekunden ganz müde gemacht, damit der Doc wie oben angegeben verfahren konnte.

    Die ganze Aktion, einschließlich OP hat ( beide Male ambulant ) knapp 20 Minuten gedauert. Ich persönlich hatte vor dem ersten Eingriff auch ordentlich Angst. Das war aber völlig unbegründet, nichts tat weh oder dergleichen.
     
  14. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

    Registriert seit:
    17. April 2006
    Beiträge:
    3.398
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    München
    Ich habe keine Kosten gehabt und ich habe die hochwertigen Linsen drinnen.

    Die OP dauert sagt man ist in ein paar Minuten gegessen, wenn keine Komplikationen da sind. Man braucht keine Vollnarkose, grade beim Altersstar wird das idR ohne gemacht.

    Bei mir wurden noch Synechien gelöst und andere Folgen der Uveitis mitgemacht. ZB kann es erheblich länger dauern, wenn das Kapselsäckchen durch häufige Entzündungen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Docs versuchen das zu erhalten, um die neue Linse drin unterbringen zu können. Real hats also etwa eine und einedreiviertel Stunde vom in den OP schieben bis zum in den Aufwachraum schieben gedauert.
    Solche OP's werden nicht ohne Vollnarkose gemacht, können aber trotzdem ambulant sein. In andern Fällen ohne Drumrum gehts auch wie zu lesen war anders.

    Wenn ihr über Vorgehensweisen, Kosten und Zeiten sprecht müßt ihr unbedingt unterscheiden ob es eine FolgeOP durch Uveitis oder um den Altersstar handelt. Das kann man überhaupt nicht vergleichen, der Aufwand ungleich höher beim Uveitiker. Is sonst nicht aussagekräftig was ihr diskutiert ;).

    Vielleicht kommt daher auch die Nichtübernahme der Kosten pei Padost?
     
  15. kathyB

    kathyB Realistin

    Registriert seit:
    14. Juli 2007
    Beiträge:
    448
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    @ reisemaus: vielen dank, heute habe ich mir zumindest den überweisungsschein geholt.... und werde einen termin nach ostern ausmachen.
    allmählich macht mir der nebel über dem auge angst und auch mein doc drängelt, dass ich zum augenarzt muss.

    @kira, da mir die medizinischen ausdrücke nichts sagen, und ich keine lust habe, erst zu googlen, ist es mir nicht möglich irgendwas zu unterscheiden.

    WAS ich weiss, so steht es auf der überweisung: verdacht auf gr.star, augendruck/cortison, diabetes2.

    gruss

    kathy
     
  16. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

    Registriert seit:
    17. April 2006
    Beiträge:
    3.398
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    München
    Hi,

    is ja nich schlimm kathyB :) wenn du es hättest würdest du es kennen, nehm ich an.
    Wenn du was erklärt haben magst frag einfach und sonst viel Erfolg und alles gute für deine Augen.

    Grüße
    Kira
     
  17. kathyB

    kathyB Realistin

    Registriert seit:
    14. Juli 2007
    Beiträge:
    448
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Oberbayern
    heben oder nicht haben....

    hallo kira!!

    nun ja.. ich *habe* eine menge übles, wie wohl die meisten hier und wusste es nur nicht, bis es *entdeckt* wurde.
    DANN allerdings muss mir niemand mehr die medizinischen ausdrücke übersetzen :))


    sonnige grüsse

    kathy
     
  18. padost

    padost Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23. Mai 2006
    Beiträge:
    481
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Hessen
    Hallo ihr Lieben, vielen Dank für die guten Wünsche........

    Chipsy: die Kostenerstellung und auch die Info über verschiedene Linsen kommt von der Augenklinik, nicht von Augenarzt und ist ok. - Habe bei verschiedenen Kliniken verglichen.

    bise: Privatpatienten bekommen generell die hochwertige Linse eingesetzt,ist da quasi der Standard..........Leider bin ich nicht privat versichert. Sondern nur Patient 2.Klasse :mad:.

    Wünsche Euch allen ein schönes Osterfest,- werde mir die hochwertigere Linse "gönnen" und freue mich auf ein wieder klares Sehen.

    Viele Grüße von Padost