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Gleitsichtbrille und Makuladegeneration

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von bise, 11. August 2007.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    hallo, wer hat auch noch makuladegeneration?

    bis zu meiner 1. grauen star op trug ich über 10 jahre nur gleitsichtbrillen. kam mit ihnen gut zurecht.
    nach den starops konnte ich zunächst ganz gut ohne brille sehen und genoss diesen zustand. endlich mal keine brille tragen zu müssen. doch dann meldete sich der nachstar und die makula. aus wars mit gutem sehen. zunächst trug ich für die ferne eine brille, reichte auch völlig aus. doch zunehmend hatte ich schwierigkeiten im nahbereich. also verdonnerte mich die augen doc zu einer gleitsichtbrille. nun habe ich eine solche und würde sie tatsächl. an die wand schmeissen, das gute teure stück. nur kopfschmerzen, die alte war bedeutend angenehmer zu tragen. der optiker meinte, vielleicht würde sich gleitsichtbrille und makuladegeneration nicht vertragen. die docs weisen das natürlich zurück, ich soll in meinem eigenen interesse die brille endlich tragen.
    - die gläser waren nicht billig, tat richtig weh. beim ersten versuch hatte die firma mir prismen miteingesetzt, die nicht auf der verordnung standen, jetzt habe ich neue gläser und der ärger geht weiter. die bisher getragene alte brille war zu schwach geworden, sah nur noch laufende bilder im tv, vieles konnte ich nicht mehr erkennen. jetzt sehe ich besser doch mit kopfschmerzen.
    gruss
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Die Ursache kann u.U. an der Makuladegeneration liegen, die Schädigung der Makula führt zu einer Abnahme der Sehschärfe sowie des Kontrastempfinden. Außerdem kommt eine erhöhte Blendempfindlichkeit häufig dazu.

    Du kannst z.B. den Fernseher sehen, aber den Film nur wahrnehmen wenn du den Kopf dazu bewegst, da evtl. ein komplettes Feld in der Sicht ausfällt bzw. fehlt. Schaust auf die Uhr, aber erkennst die Uhrzeit anhand der Zeiger nicht. Meist ist das Sehen zentral stark eingeschränkt, am Rand aber ok. Auch nachts gehts besser, das die Zäpfchen fürs Farbsehen zentral liegen und die für Schwarz-weiß außen rum.

    Da du vorher Gleitsicht vertragen hast, kann es eigentlich nur an der Makula liegen. Bzw. daran, dass du dann mit einem teilweisen Ausfall gar keine Gleitsicht tragen bzw. nutzen kannst?

    Gruß Kuki *mit Gleitsicht, einer Makula die sich zwar wieder beruhigt hat aber zeitweisen Problemen rechts, aber ohne Ausfall.
     
  3. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo ,

    ich habe auch Probleme bekommen mit der Gleitsichtbrille , die ich nach der KAT-OP bekommen habe. Nachdem der Nachstar gelasert wurde ( 9 Monate nach OP) war die Brille gar nicht mehr passend und in einigen Bereichen kann ich wegen der blinden Flecken gar nichts erkennen.

    Ich werden beim nächsten Mal nur eine Brille für den Bildschirm und eine zum Bücher lesen nehmen. Der Gleitsichtkram ist ganz großer mist finde ich. Dann muß ich eben ständig wechseln.

    Was hab ich nun von dem teuren Ding? Es gab nur Ärger und unschöne Diskussionen beim Optiker.

    Grüßchen
    Kira
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    @Kira - da kann aber der Optiker gar nichts dafür, das müsste dir eigentlich der Augenarzt sagen, dass es nach solchen OPs zu Problemen mit Gleitsicht kommen kann (nicht muß). Insofern war er der falsche Diskussionspartner dafür.

    Gruß Kuki
     
  5. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hi Kuki,

    weiß ich , weiß ich. Die Optikerin hat alles versucht und die Docs hatten auch vorgewarnt.
    Ich war sehr enttäuscht und war auch später bei der Optikerin und hab mich entschuldigt. Die Arme hat ne volle Packung Frust abbekommen.

    Ich hatte mir eben eingebildet, dass das Ergebnis so bliebe wie es zunächst war. Tja, falsch gedacht.
    Hab mich auch wieder eingekriegt.

    Nur denke ich, dass in solchen Fällen Gleitsichtbrillen die falsche Wahl sind, da ja davon auszugehen ist, dass sich die Sehkraft all zu bald wieder verändert.

    Liebe Grüße
    Kira
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    Nicht nur verändert sich die Sehkraft, sondern auch die Fläche, die durch die Degeneration in Mitleidenschaft gezogen ist. Das ist ja manchmal kein statischer Zustand, sondern bleibt in Bewegung. Da die Gleitsicht aber feste Bezugspunkte verlangt, wird das nichts.
     
  7. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo Kuki,

    leider wahr :( , aber was solls wenn das alles ist. :)

    Tastende Grüße
    :D Kira
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Kuki und Kira,

    vielen dank für eure diskussion, endlich sehe ich klarer.
    an sich sollten das doch alles die docs wissen.

    der graue star (sollte verstärkt worden sein durch die langjährige corti einnahme) musste mir unbedingt entfernt werden, ich sah nur noch verschwommen und mit der polyneuropathie und der gangunsicherheit bestand ständig die gefahr des stolperns bzw. fallens, was ich durch die steifen gelenke nicht mehr ausgleichen konnte. hatte bereits deswegen schon einen beckenbruch gehabt.
    natürlich trat nachstar auf, bin auch schon mehrfach gelasert worden u.a. war wegen der trockenheit die hornhaut kaputt....

    nun hatte ich die fernbrille nach beiden star ops.
    mit dieser brille hatte ich schwierigkeiten, zu essen und zu lesen. dauernd muss ich sie absetzen, was mir nun wg. der eingeschränkten beweglichkeit der arme ebenfalls schwerfällt. natürlich baumelt sie am bändel um den hals, doch manchmal verheddert sich das bändel und ich kann mir nicht weiterhelfen. auch beim bezahlen habe ich schwierigkeiten, die unübersichtlichkeit der € münzen kommt noch hinzu, mit der früheren DM hatte ich kaum probs. fällt mir beim bezahlen geld aus der börse, kann ich mich nicht bücken, bin auf hilfsbereitschaft und ehrlichkeit der umwelt angewiesen. manchmal klappt es, manchmal habe ich pech.
    diese ganze problematik kennt der augen doc und "verdonnerte" mich zur gleitsichtbrille. beim optiker hatte ich dann auch noch pech, die firma hatte prismen mit eingebaut, niemand hat es gemerkt. ich schrie auf vor kopfschmerzen und torkelte nur noch.
    jetzt sind die gläser okay, doch ich habe weiterhin schwierigkeiten, die firma hat mir angeboten, sowohl nach- als auch ferngläser mir zur verfügung zu stellen, sollte es nicht klappen. auch der optiker ist hilfsbereit. alle, wirklich alle wollen mir helfen. doch ich muss jetzt einen weg finden. sobald ich die brille runterhabe, kann ich zwar schlechter sehen, doch ich geniesse es. mit der gleitsichtbrille kann ich das tv programm nicht erkennen, habe auch schwierigkeiten mit tvzeitschrift, doch in der ferne ist alles wunderbar. beim essen und nahrungszubereitung, bloss runter damit, sonst schneide ich mir in den finger und beim bezahlen? na, da sehe ich auch nix. die gläserstärke soll jetzt stimmen. klar drehe ich immer den kopf, verändere die sichtweise.
    mensch habe ich probs; schlechtes sehen, steife gelenke, keine muskelmasse mehr, unsicheres gangbild und dann alleine...
    gruss
     
  9. kukana

    kukana Moderatorin

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    @bise, was das Geld angeht, versuche es wie die Blinden zu machen und fühle, was du in der Hand hast. Auch bei den Scheinen geht das, es ist ein geprägter Aufdruck auf den Scheinen. Sollten deine Fingerkuppen nicht mehr sensibel genug sein, dann kannst du nur mit verschiedenen Fächern arbeiten, sodass du die Scheine und Stücke unterscheiden kannst. Frag doch mal Kleechen, wie sie es macht?
    Münzordner <---damit gehts auch gut

    Geldbörse mit Sortierfunktion




    Was die Gleitsicht angeht: Die Ferne ist ab alle Entfernungen ab ca. 1 Meter gleich, die Nähe beginnt bei 30-35 cm. D.h. ein Monitor der ca. 40-50 cm entfernt ist, wird weder mit Ferne noch mit Nähe erfasst und gerät somit in die Zwischenzone, die aber nicht breit genug scheint bei dir. Ich trage Gleitsicht und bei mir passt alles als ob es natürliches Sehen ist. Vielleicht ist die Marke die du hast nicht so wirklich richtig? Da gibts von Firma zu Firma kleine Unterscheide, je nach Qualität der Gläser auch noch. Schau dir mal die Abbildungen dazu an.

    GleitsichtgläserGoogleSuche
     
    #9 12. August 2007
    Zuletzt bearbeitet: 12. August 2007
  10. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ kuki, danke für die antwort.

    habe vorhin erneut die gleitsichtbrille versucht, bin auf der steintreppe am hauseingang beinahe gefallen, nur blitzschnelles zulangen von lege und dem nachbarn haben schlimmeres verhindert. hatte die stufen nicht gesehen.
    lege glaubt, dass gleitsichtbrillen grössere fassungen haben sollten. die fassung, die ich trage, wurde vom optiker für die gleitsichtbrille vorgeschlagen. habe ausdrücklich gefragt, ab die fassung gross genug sei. er hat es bejaht. ich fahre zu dem optiker extra hin, weil er freundlich ist, sich bemüht und in meinen augen sehr viel kompetenz ausstrahlt.
    ich habe varilux gleitsichtgläser, das soll ganz neu sein, was ich bekommen habe.
    in die vom optiker vorgeschlagene fassung hatte ich mich sofort verliebt. sie gefällt allen gut. (also keine abneigung gegen die fassung, was mir vor zig jahren mal ein optiker unterstellt hat, als ich reklamierte....). die fassung werde ich immer behalten, darum bemühe ich mich so, die brille trotz kopfschmerzen zu tragen. (die fassung bietet für meine augen einen tollen schutz, ohne dass dieses auffällt.)
    gebe zu, wenn ich jetzt am pc schreibe mit dieser brille, kann ich aufrecht sitzen und brauche den kopf nicht nach vorne zu strecken, wie es ohne brille sein muss. aber diese kopfschmerzen.....
    gruss