1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Gleich stationär?

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Syl, 13. März 2009.

  1. Syl

    Syl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2009
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    meine Tochter (12 Jahre) hat seit einigen Tagen Schmerzen in den Gelenken, die der Hausarzt als Polyarthritis ("heiße" Gelenke + leichte Schwellung) diagnostizierte und uns an das örtliche Rheumazentrum überwies. Betroffen sind beide Sprunggelenke, die Füße, linkes Knie, linke Hüfte und die linke Schulter.

    dort mussten wir allerdings feststellen, dass das Zentrum keine Kinder behalndelt und (so wurde mir gesagt) meine Tochter nur stationär behandelt werden könnte, weshalb zu einer anderen Klinik (100 km entfernt) verwiesen wurden.

    Im Überweisungsschein steht (unter anderem) : Polyarthritis, , Abklärung Wegener´sche Ganulomatose, rezidivierende Epistaxis, Histiozytom (Finger) und Verdacht auf endogenes Ekzem.

    Wir haben bereits für Anfang nächte Woche einen stationären Termin in einem Kinder-Rheumazentrum bekommen.

    Ich muss gestehen mich *schockt* diese Geschwindigkeit. In der Klasse geht ein wenig die Grippe herum, so dass ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass sie einen grippalen Infekt oder ähnlcihes hat und überhaupt nicht mit einer Einweisung (auch noch eine Fachklinik) gerechnet hatte.

    Meiner Tochter geht es sehr schlecht, sie ist kaum noch mobil und hat Schmerzen (Hausarzt hat 1-1-1 Diclofenac verschrieben), allerdings hat sie diese Symptome erst seit 3 Tagen.

    Ich bin ziemlich erschrocken, vor ein paar Tagen ein noch (scheinbar) komplett gesundes Kind zuhaben und nun vor diesen Verdachtsdiagnosen zu stehen.... ist so ein schneller Verlauf normal?
     
  2. motschegiebschen

    motschegiebschen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2007
    Beiträge:
    50
    Zustimmungen:
    0
    Hallo.
    Sei glücklich. Leider wird bei vielen Kindern die Diagnose viel zu spät gestellt. Je früher man die Krankheit erkennt und behandelt - um so besser.
    Die Kinderrheumaklinik (welche?), wird euch sicher schnell nach Hause schicken, sollte die Diagnose nicht stimmen.
    Viele Grüße
     
  3. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Syl,

    erst einmal: es ist gut, wenn Deine Tochter rasch in einer Kinderrheumatologischen Abteilung/Klinik behandelt wird bzw. wenn dort eine Diagnostik durchgeführt wird.

    Ob tatsächlich eine chronische rheumatische Erkrankung im Sinne einer juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) hinter den Beschwerden Deiner Tochter steckt, wird Dir/Euch zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich niemand sagen können, da definitionsgemäß die Diagnose "JIA" erst nach 6wöchiger Dauer der Beschwerden gestellt werden kann.

    Es gibt durchaus Gelenkbeschwerden (auch Schwellungen+Überwärmungen) die durch einen Infekt ausgelöst werden und nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

    Möglicherweise hat Euer Hausarzt in der Klinik "Dampf gemacht" und die Beschwerden als sehr dramatisch beschrieben.
    Vielleicht ist deshalb die Aufnahme Deiner Tochter in der Rheuma-Kinderklinik so rasch in die Wege geleitet worden.

    Auf den Überweisungsscheinen stehen "Verdachts"-diagnosen, die "belegen" warum eine stationäre Aufnahme notwendig ist. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Deine Tochter diese Krankheiten hat!

    Kurz:
    es ist gut, dass Deine Tochter schnell in einer geeigneten Klinik aufgenommen und eine entsprechend kompetente Diagnostik durchgeführt wird.
    Das bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass Deine Tochter nun "Rheuma hat".

    Lass uns wissen, was "rausgekommen" ist.

    Liebe Grüße

    waschbär
     
  4. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    P.s.

    Manchmal haben Kliniken keinen ambulanten Termin mehr frei aber die Möglichkeit einer stationären Behandlung ....

    Das könnte auch ein Grund für eine stationäre Aufnahme Deiner Tochter sein
     
  5. Syl

    Syl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2009
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    danke für die Antworten!

    Mittlerweile habe ich die ersten Ergebnisse der Untersuchungen und es finden sich weder Entzündungswerte im Blut noch ein Hinweis auf Rheuma in den Gelenken.

    Schmerzen hat sie dennoch, weshalb sie die Diagnose Generalisierte Tendomyopathie oder auch Fibromyalgie bekommen hat und noch etwa 3 Wochen in der Klinik zur Therapie bleibt.

    Ich bin natürlich sehr froh, dass meine Tochter kein Rheuma und die damit verbundenen Nachteile hat, aber dennoch nach Googeln über ihre Diagnose verwundert.

    Hat jemand Erfahrung damit bei Kindern?

    Ich finde sie beim Lesen http://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie darin einfach nicht unmbedingt wieder:

    - keine wechselnde Schmerzbereiche
    - keine SChluckbeschwerden
    - kein trockener Mund
    - keine verringerten geistigen Leistungen
    - keine Konzentrationsschwäche

    Die Liste lässt sich solange weiterführen wie die Symptome sind. Bis auf eingeschränkte körperliche Leistung (logisch, sie hat ja Schmerzen) und Müdigkeit finde ich mein Kind darin einfach nicht wieder.

    Die beim Hausarzt festgestellten heißen Gelenke und (leichte) SChwellungen waren bei Eintritt ins Krankenhaus nicht mehr feststellbar und auch eine abgeklungene Entzündung findet sich weder im Blut noch den Ultraschallbildern. allerdings zeigt sie "Erkältungsanzeichen" wie stark gereizte Ohren, Hals und Nase - wobei sie sich selbst jetzt nicht als "erkältet" bezeichnet.

    Ist das Krankheitsbild der Fibromyalgie bei Kindern ein wenig anders als bei Erwachsenen?
     
  6. Talea

    Talea Mitglied

    Registriert seit:
    2. September 2006
    Beiträge:
    130
    Zustimmungen:
    0
    hmmmmm,
    bei meiner Tochter wurden auch nie erhöhte Entzündungswerte im Blut nachgewiesen,dafür aber stark erhöhte ANA Werte......trotzdem hat sie die Diagnose JIA ( juvenile idiopathische Arthritis ).....

    Sei froh,wenn der Spuk erstmal vorbei ist,sollte sie allerdings nochmal solche Symptome bekommen,würde ich es an deiner Stelle erneut umgehend abklären lassen.


    MfG Talea
     
  7. Syl

    Syl Neues Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2009
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Soo.. mittlerweile geht es ihr viel viel besser, die Therapie in der Kinderklinik hilft ihr fantastisch und sie kann wieder gut gehen, lediglich bei den Treppen hapert es noch ein wenig.

    Mittlerweile geht es ihr soar so gut, dass sie im Lauf der nächsten Woche nach 2,5 Wochen bereits entlassen werden kann und sie bekommt ein mobiles Reizstrom-Gerät verschrieben.

    Hoffentlich wird es noch weiterhin besser werden..ein entzündliches Gelenkrheuma wurde jedenfalls sicher ausgeschlossen ;)