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Gicht oder Rheuma

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von chaoshaut, 31. August 2012.

  1. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Hallo Ihr,

    habe akut in folgenden Gelenken schmerzen:
    große Zehen,
    Kniegelenke (zudem Arthrose, orthopädische Probleme)
    Ellenbogen, alle finger besonders Daumen

    Bisher waren die Blutuntersuchungen richtig Rheuma unauffällig, Harnsäure ist erhöht.
    Bin weiblich 39.

    Lg
     
  2. Muhkuh79

    Muhkuh79 Guest

    Welche Blutuntersuchungen in Richtung Rheuma wurden denn gemacht?
     
  3. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Hi Du,

    Werte hole ich noch. Aber Hashi habe ich auch, anscheinend wie viele andere hier...
     
  4. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Hmm

    spontan würde ich sagen:
    bitte fragen sie ihren arzt oder apotherker.
     
  5. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Diagnose vom 17.5.2010

    Auschluß manif. entz.- rheumat. Systemerkrankung, Fingergelenkspolyarhtrose, Adipositas

    Haut: Kein Psoriasis, kein Skleroderm Herberden, bouchardknoten geringen Grades, derbe Verformung Großzehengrundgelenk, beidseits geringen Grades. Derbe Verformung IP beide Daumen leichten b. mäßigen grades.

    Labor: BSG 2 mm/h, GGT 77 U/l AP 111 U/l, SGPT 49 U/l Unauffällig Leukozyten, HB, Thrombozyten, CK, Kreatinin, uro-Stix, Diff. BB, GFR nach MDRD, negativ bzw im Normbereich Komplement C3, C4, ACE, HLA-B27, ANA, anti-Doppelstrang-DNA, Rheumafaktor 19 IU/ml, ccp-ak negativ.

    CRP negativ, ft3/ft4 im Normbereich


    rheumafaktor CRP negativ,

    ASL, ANA, ENA, Borrelien, IgG und IgM, IgM Blot negativ

    Röntgen: Vorderfuß bds in 2 Ebenen Lichte Großzehengrundgelenksatrhkose, mäßiger Spreizfuß, keine entzündlichen Veränderungen, Osteopenie?
    Hände bds in 2 Ebenen, leichte Herberden-Arthrose, berinngende Bouchard-Arthrosen, leichte Arthrose IP-Gelenk Daumen bds, keine entzündlichen Veränderungen. Osteopenie?


    .... unspezifisch leicht erhöhter RF....

    Das war verkürzt der Bericht.

    Meine Beschwerden sind überlastungs-, bzw degenerativ bedingt, da stellt sich mir die Frage: Laufe ich auf den Händen??????

    Hashi-Diagnose habe ich off. seit Mitte August 2012, nehme LT seit April 2011,

    zudem habe ich noch folgende Mangel:

    Ferritin 154,8 (10 - 148,0) zu hoch!
    25-OH - Vitamin D3 18,1 ng/ml ( 30, 0 - 70, 0)
    Folsäure 3,4 ng/ml (7,0- 31,4)
    Vitamin H (Biotin) 79,9 ng/l (> 200ng/l)
    Holotranscobalamin 152 (> 50 pmol/l) der passt! Habe aber auch mal B 12 gespritzt...
    Selen im Serum 76, 0 (>100)
    Serotonin 79,5 (120 - 450)

    Nehme jetzt Biotin, Folsäure, Selen, Serotonin und Dekristol ein

    Bin mal gespannt, was Euch dazu einfällt.

    Schon mal vielleeelllen Dank!
     
  6. Muhkuh79

    Muhkuh79 Guest

    Na, da wurde ja schon einiges untersucht.....
    Die Arthrose und auch Hashi können ja auch starke Gelenkschmerzen verursachen, vielleicht ist das (schon) alles!? Es scheint wirklich nix auf Rheuma hinzudeuten (bin kein Arzt und stelle auch keine Ferndiagnose, nur so jetzt von Deinen Untersuchungen her zu urteilen). Deine ANA sind trotz Hashi negativ? Was meint denn Dein Arzt zu der Arthrose? Könnte es in den großen Zehen vielleicht ein Hallux-Valgus sein? Vielleicht sind das ein paar Denkanstöße?
     
  7. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Hallo Muhkuh,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Arthrose an den Zehen und Knien kann durchaus rein gewichtbedingt sein, was mich wundert sind die Finger und die Ellenbogen. Und da gehe ich nicht von Überlastung aus.

    Herberden- und Bouchardarthrosen, wo kommen die denn her? Dachte die könnten generell auf eine rheuma"bereitschaft" des Körpers hinweisen.

    Werde beim Hausarzt noch einmal BE Richtung Rheuma machen (ist bereits abgeklärt), da ich eben wieder so arge Schmerzen hatte und die Finger an den Berührungspunkten rot wurden. Also, wenn ich die Finger zusammen und wieder auseinander genommen habe, hat man klar die wechselnde rot-weiß-Färbung gesehen.

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    lg

    chaoshaut
     
  8. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    Hallo,
    die erhöhten harnsäurewerte, von welchen du sprichst könnten aber auch auf Gicht hinweisen ..... widerspricht aber wieder den anderen Befunden ..... Da hilft nur Eines: Arzt fragen!

    LG
    Julia123
     
  9. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Mh, mein Problem ist ja, daß die Ärzte bisher keine eindeutige Diagnose gestellt haben.
    Und auch mit den erhöhten Harnsäurespiegel, hätten Frauen in meinem Alter kein Gicht, das gäbe es nicht.
    Vllt,. hat sich ja an den Blutwerten in den letzten 2 Jahren etwas geändert, ansonsten gehe ich noch mal ganz stark in die Harnsäurenvermeidung, obwohl ich gar kein Schweinefleischmensch bin..


    lg

    chaosdrüe
     
  10. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo chaoshaut,
    ich habe neben dem Rheuma auch Arthrosen, die kommen halt nun mal, je nachdem, was man so arbeitet und Belastungen hat. Die können schon auch sehr weh tun. Da kann man medikamentös aber auch was machen.
    Was machst du denn beruflich?
    Eine negative Blutuntersuchung auf Rheuma muss noch lange nicht heißen, dass da kein Rheuma ist, denn es gibt auch "seronegative" Rheumaformen. Dem würde ich schon nachgehen.
    Wann waren denn die letzten Untersuchungen außer die der Schilddrüse? 2010 oder erst kürzlich? Wenn die schon länger her sind, sollten die mal auf einen aktuellen Stand gebracht werden.
     
  11. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Mir wurde gesagt dass ein hoher Harsäurewert und ein hoher Entzündungswert (CPR) typisch für PsA sind.
    Da fehlen dann andere Werte, wie z.B. die Antikörper.
    Serum-negativ bedeutet, so wurde mir erklärt, dass diese Antikörper fehlen. Nicht aber, dass das Blutbild völlig unauffällig ist.

    Kati
     
  12. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Liebe Nachtigall, liebe Kati,

    die Rheumawerte sind von Mai 2010, also nicht mehr ganz aktuell.

    Mh, die Abnutzung in den Fingern kann ich mir schwerlich vorstellen. Bin Buchhändler und schon einige Jahre mit den Kids zu Hause. Da sind ja selten Routinen.

    Fall ich doch wieder eine Überweisung zum Rheumatologen bekommen, werde ich keinen internistischen wählen, sondern einen mit Orthopädie, der kann vllt. leichter Verschleiß und Entzündung unterscheiden (röntgentechnisch und co.).

    Aber vielen Dank für Eure Hilfe.


    chaoshaut
     
  13. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Warum solltest du mit Ende 30 noch keine Arthrosen haben?
    Wenn du im Buchhandel gearbeitet hast, waren deine Hände und sehr wohl deine Ellbogen auch mit Bücherschleppen belastet (außer du hattest jemand für die "niederen Dienste" :D). Und was man daheim alles leistet, weiß ich sehr wohl. Man meint gar nicht, wie sehr die Hände und Finger und alle Gelenke da belastet sind, das ist nicht zu unterschätzen. Ich hab da gerade in der Ergotherapie viel erfahren, was man da alles unbewusst falsch machen kann.

    Was die Ärzte anbelangt, wäre es schon besser, einen internistischen Rheumatologen zu konsultieren, vielleicht zuvor noch einen Orthopäden. Mein Hausarzt erklärte mir vor ein paar Jahren, als ich bei einem Orthopäden mit Rheumatologie war, dass diese im rheumatologischen Bereich weniger geschult seien und den Schwerpunkt in der Orthopädie hätten, im Gegensatz zu den internistischen Rheumatologen, die ihren Schwerpunkt in der Rheumatologie haben, sich aber auch internistisch auskennen.
    Ein Röntgenbild muss jeder von ihnen lesen können. Jeder muss Arthrosen und Entzündungen unterscheiden können, wobei sie aber auch wissen müssen, dass sich rheumatische Entzündungen auf dem Röntgenbild kaum zeigen. Da bräuchte man andere bildgebende Untersuchungen.
    Das ist natürlich nur ein Tipp von mir, die Entscheidung liegt bei dir, zu welchem Arzt du gehst. Aber handle schnell, denn bei den Rheumatologen gibt es sehr lange Wartezeiten.
     
  14. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    Mal kurz,
    jeder Mensch hat seine Schwachstellen.
    Angefangen mit den Athrosen hat es bei
    mir in frühen Jahren mit den Daumensattelgelenken.
    Damals war immer alles Sehnscheideentzündung.
    Ich bekam bei meinem 2. Kind die linke Hand
    in Gips gelegt.Es war spannend,so einen Windelpupser
    zu haben und die Linke Hand macht nicht mit.
    Erst bei meinem nächsten Kind kam das "Aha" .
    Schlichtweg das auf und zudrehen der Babyfläschchen machte
    wieder eine Sehnscheideentzündung.
    Nur,ich gab keine Ruhe und es wurde weiter untersucht
    und ich hatte mit Anfang 30 Athrose.
    Vor etwa 8 Jahren nach langem hin und her,
    wurde mein linkes Knie in genuer untersucht.
    Kein Knorpeö mehr,sowas haben "normal" nur Leistuingssportler.
    Der Arzt konnte das wissen,weil in der Klink letztere oft behandelt wurden.
    Nun Fussball spielen fällt nun auch flach.(blöder Humor.)
    Das Knie wurde auch mnicht mehr und nicht weniger belastett,als
    das andere auch.
    Drum,ich denke,manchmal sollte man dem Arzt schon glauben,
    auch wenn man es manchmal nicht unbedingt möchte.
    Biba
    Gitta
     
  15. chaoshaut

    chaoshaut Neues Mitglied

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    Hallo Gitta, Hallo Nachtigall,

    vielen Dank für Eure eifrigen Beiträge.

    Wahrscheinlich bin ich auf den falschen Dampfer, weil ich den normalen Verschleiß vllt. erst ab Mitte 40 oder älter erwartet hätte. Wenn es "nur" Arthrose" ist, ist es mir zwar genauso wenig recht, aber wir werden ja nicht gefragt. ;-)

    Bei Arthrose ist außer Schmerzmittel nicht viel zu wollen, oder gibt es da auch so speziellere Medikamente?
    Mh, vllt. bin ich auch irre geführt worden, weil hier gleich nach "Was ist Rheuma" "Arthrose" steht, so dachte ich, stehen sie im Zusammenhang.

    Egal, hauptsache die gute Laune nicht verlieren...

    lg

    chaoshaut
     
  16. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Für Arthrosen gibt es aber auch gute Medikamente, nicht nur die normalen Schmerzmittel. Ich habe dafür jahrelang Arcoxia 90 mg bekommen, damit konnte ich auch das Kortison reduzieren, weil es bei Arthritis und Arthrose hilft. Und als sich das mit dem neu dazugekommenen MTX nicht vertrug, bekam ich stattdessen Celebrex 100 mg, damit komme ich auch gut zurecht. Die beiden helfen also auch bei Arthrosen.
    Du solltest aber trotzdem schauen lassen, ob sich da nicht doch eine rheumatische Entzündung versteckt. Wir können nur aus unseren Erfahrungen sprechen, aber leider in dich nicht hineinschauen.
     
  17. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Nachtigall

    Arcoxia und Celebrex sind keine Dauerlösung gegen Arthrose und bewirken auch keine ursächliche Besserung. Die Risiken und Nebenwirkungen sind auch bei diesen selektiven NSAR (Cox-2-Hemmer) durchaus zu beachten. Für die Nieren und die Leber beispielsweise machen sie keinen Unterschied zu Voltaren und Co., und bei Erkrankungen des kardiovaskulären Systems sind sie relativ kontraindiziert ;)
    Folglich sind sie als "Alternative" nur begrenzt geeignet.

    Es führt definitiv kein Weg an einer multimodalen Therapie (inkl. Anpassung des Lebensstils) unter ärztlicher Aufsicht vorbei.
    Ich weiß, dass du das weißt - aber es könnte sonst falsch verstanden werden :vb_cool:

    Grüße, Frau Meier
     
  18. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Frau Meier,
    natürlich weiß ich, dass bei Arthrosen nicht viel zu machen ist, abgenützt ist abgenützt. Chaoshaut hatte halt nach spezielleren Medikamenten gefragt. :o
    Danke für deine zusätzlichen Erklärungen. Denen möchte ich noch hinzufügen, dass man durch gesunde Ernährung und richtige Bewegung (mit so wenig Belastung wie möglich) den Gelenkstoffwechsel aktivieren und so die Abnützungserscheinungen aufhalten kann. :vb_cool:
     
  19. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Nachtigall


    Du hast völlig Recht :)
    Auch hier wieder empfiehlt sich wieder das oft genannte Buch von Prof. Olaf Adam ;)

    Dass eine Arthrose einen trotzdem piesacken kann, weiß ich zu meinem Leidwesen nur zu gut.....

    Liebe Grüße, Frau Meier
     
  20. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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