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Gibt es überhaupt ein Rheumamittel ohne Nebenwirkungen???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von free, 15. Oktober 2008.

  1. free

    free Neues Mitglied

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    Was ist denn bei der rheumatischen Behandlung überhaupt an Mitteln auf dem Markt, die helfen, aber nicht mit den bekannten Nebenwirkungen zuschlagen?
    Habe ja Sulfasalazin nach 7 Wochen wegen massiver Nebenwirkungen abgesetzt. Nun hab ich wieder Termin beim Rheumatologen, doch wie geht das weiter? Daumen und Handgelenk geschwollen und ein Ziehen bis in den unteren Arm?
    Rheumawerte im Normalbereich. Blutsenkung doppelt so hoch als normal.
     
  2. trapper54

    trapper54 Neues Mitglied

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    Hallo free,
    das wird wohl sehr individuell sein.
    Sofort das richtige Medikament finden ist ja fast wie ein Sechser im Lotto!
    Viele Leute versuchen aber auch sehr lange alles mögliche.
    Ich nehme jetzt schon das 3. Basismedikament und es sieht so aus, dass es auch nicht das richtige ist (zur Zeit auch Sulfa).
    Es kann ja auch sein, dass Du keine Nebenwirkungen bekommst und das Medikament wirkt nicht.
    Ich drück Dir die Daumen, dass Du beim nächsten mal mehr Glück hast.
    Liebe Grüße von trapper


    Die dunkle Welt wird durch ein Lachen erhellt!
     
  3. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Kein Medikament

    Hi,

    also mal ehrlich. Es gibt KEIN Medikament, das nebenwirkungsfrei ist. Sogar eine ordinäre Aspirinpille hat NWs. Oft sogar natürliche Mittel !! Es ist einfach Fakt, daß es nichts gibt, was dem einen Punkt hilft, ohne den anderen anzugreifen.

    Leider:(

    Rheumamittel sind ja reine Chemie. Sie reagiert im Körper eines jeden völlig anders, aber NW sind immer da - früher oder später. Oft helfen sie aber leider nicht und die NW machen dann noch mehr krank.

    Halte durch, oft brauch ein gutes Mittel auch Zeit.

    Grüssle

    Pumpkin
     
  4. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Na, wenn die Blutsenkung hoch ist, wird das als Entzündungszeichen gewertet und Cortison verschrieben. Cortison ist z. B. auch ein körpereigener Wirkstoff, der aber auch bei längerfristiger Höherdosierung teilweise heftige Nebenwirkungen bewirken kann. Du siehst also, selbst die Stoffe, die Dein eigener Körper zusammenbrutzelt, sind nicht frei von Nebenwirkungen. Wie soll es da bei den lieben Pillchen anders sein?
     
  5. SabineL

    SabineL Neues Mitglied

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    Rheumamittel ohne NW

    Hallo Free,
    leider muss auch ich mich meinen Vorrednern anschließen - es gibt kein Rheumamittel ohne Nebenwirkungen und beim 1. Versuch das richtige Basismittel zu finden, wäre ein Sechser im Lotto.

    Bei mir hat es 3 Jahre gedauert.
    Schlimme Magenbeschwerden u. Unterleibsschmerzen unter Sulfa.
    Starke Gewichtszunahme und Schwellungen unter MTX u. Kortison.
    Einlieferung ins KH mit Magen- u. Darmblutungen unter MTX.
    Dann eine lange Zeit ohne Basismittel, aber viel Schmerzmittel IBU, Metamizol, Novaminsulfon...
    Seit 5.6.08 Arava (Leflunomid) seither geht es mir wunderbar. Ich bin praktisch schmerzfrei, aber ich habe NWs. Oft Kribbeln am ganzen Körper, Bluthochdruck, Herzrasen...egal!!!
    Ich kann wieder leben, mich richtig gut bewegen, die Schwellungen sind weg. Ich habe wieder Energie u. Kraft. Ich kann wieder richtig denken!!!

    Leider ist es heutzutage so, dass die Rheumatologen, obwohl sie ein wesentlich höheres Budget (je Patient) haben als normale Ärzte, auch versuchen zuerst das billigste Mittel zu verordnen. Sulfa ist das billigste. MTX und Leflunomid stehen weiter hinter auf der "Liste", weil sie teuer sind.
    Ich bekomme immer einen Re-Import von Sanofi Aventis verordnet. 100 Tbl. = 325 €. Unglaublich!

    Ich wünsche dir, dass du sehr bald das richtige Basismittel verordnet bekommst. Toi, toi, toi. :top:
    LG, Sabine
     
  6. malchatun

    malchatun Neues Mitglied

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    hallo fee und alle,

    ich sehe es inzwischen auch so: es gibt kein medikament (das betrifft ja nicht nur rheuma) ohne nebenwirkungen. eher vielleicht noch in der natur- /alternativmedizin, weil da die mittel aus der natur kommen, oft sanfter und ganzheitlicher wirken und auch von den entsprechenden ärzten sehr viel individueller und ganzheitlicher eingesetzt und dosiert werden.

    wobei "nebenwirkungen" eigentlich das falsche wort ist, denn das, was ein medikament tut, ist dessen wirkung. es geht eben nicht, dass ein mittel nur gezielt auf ein einzelnes organ oder organsystem wirkt und dort etwas verändert. der mensch ist nun mal ein ganzheitliches wesen, das aus körper, geist und seele besteht. der körper wiederum ist ein umfassendes kompliziertes verzweigtes system, das aus vielen vielen untersystemen und bausteinen besteht, die alle ineinander greifen und ständig miteinander in austausch stehen. ich stelle mir das immer wie ein gewaltiges riesiges uhrwerk vor, bestehend aus millionen zahnrädchen und anderen verbindungen, wo eines durch den kontakt zu einem anderen bewegt wird. wenn du an einem eingreifst und etwas veränderst, hat das auswirkungen auf das ganze system, auch an einer stelle, wo du die verbindung überhaupt nicht mehr erkennen kannst. das ganze system verändert sich und kann gestört werden.

    früher, bis vor ca. 150 oder 200 jahren war die medizin eine geisteswissenschaft. später wurde sie zur naturwissenschaft, der beginn der heutigen schulmedizin, die nur das betrachtet und anerkennt, was man materiell erklären und messen kann. sie greift aus dem gesamtsystem ein einzelnes teil heraus und untersucht es. um dessen funktionsweise zu begreifen, wird es wiederum in einzelne teile zerlegt und einzeln, getrennt vom ganzen, untersucht. so geht das immer mehr in die tiefe und ins detail, während der blick aufs gesamtsystem immer mehr verloren geht und schließlich außer acht gelassen wird. und so ist dann auch die therapie, so werden medikamente eingesetzt. hauptsache der blutwert x ist wieder in ordnung, und das gelenk y schmerzt weniger. gegen die nebenwirkungen gibt es dann ein mittel, das aber auch wieder nebenwirkungen hat. die nebenwirkungen, die nicht gleich zu spüren sind, sondern sich erst jahre später als spürbares symptom bemerkbar machen können, werden oft ganz außer acht gelassen. über die dosierung entscheidet ein statistischer mittel- oder erfahrungswert, oder es wird wie im lotto probiert.

    aber so ist das nun mal. wenn man sich für den schulmedizinischen weg entschieden hat, muss man das in kauf nehmen. ich habe auch lange damit gehadert. aber wenn man (noch) keinen anderen weg kennt oder für sich selbst sieht, muss man erst mal den mit den nebenwirkungen gehen.

    liebe grüße
    katrin
     
  7. free

    free Neues Mitglied

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    Danke euch allen,
    da sieht ja wirklich übel aus.
    Bekomme schon Beklemmungen wenn ich das nur lese.
    Schlag mich momentan aber mit 1-2 Tbl. Ibuprofen 200 durch und weiß auch da gibts Nebenwirkungen, aber Herzrasen , Schwindel, Deppressionen, Müdigkeit und hohe Leberwerte hab ich hiervon noch nicht. So wie das bei Sulfa nach 7 Wochen war. Gruß und schönes Wochenende free
     
  8. malchatun

    malchatun Neues Mitglied

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    hallo free,

    klingt vielleicht jetzt komisch, aber ich sage mir immer, dass diese medikamente mir jetzt helfen in großer not. ohne sie wäre ich jetzt vielleicht schon gar nicht mehr. da sind die nebenwirkungen vergleichsweise gering. während ich diese mittel anfangs total abgelehnt habe, bin ich jetzt dankbar dafür, dass es sie für mich gibt. sie waren und sind mein retter in akuter gefahr. vielleicht reduzieren auch diese dankbarkeit und der glauben an die heilung die nebenwirkungen, während angst und abwehr sie verstärken können. später, wenn ich außer gefahr und wieder stabil bin, werde ich sicher neue wege finden mit weniger oder keinen nebenwirkungen.
     
  9. Annabella

    Annabella Gesperrter Benutzer

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    Hallo Zusammen,
    RHEUMA ist schimm und tut weh, das ist klar. Ich war auch Anfang Mai sehr eingeschüchtert, als bei mir Rheuma festgestellt worden ist. Auch mir hat man MTX, danach Sulfa und Avara verschieben. Ich bin davon so sehr krank geworden, dass ich mein Bett nicht mehr verlassen konnte.
    Heute sehe ich die ganze Sache anders! Wenn es eben möglich ist, lasse ich die ganz Chemie aus meinem Bauch. Ich habe seit ca. 4 Wochen kein Basismedikament mehr (außer 6mg Kortison). Und mir geht es körperlich langsam besser. Mein Magenschleimhautentzündung geht langsam zurück und mein Darmbluten hat auch aufgehört. Mir ist nicht mehr schlecht und ich schwitze nicht mehr. Mein Körper entgiftet sich gerade. Mein Rheuma versuche ich ab nächste Woche Freitag anders in den Griff zu bekommen. Ich gehe in ein Naturheilkrankenhaus. Es ist schon ganz vielen Menschen dort geholfen worden. Vielleicht habe ich ja auch Glück. Es ist das einzige Krankenhaus (in der Art) in Deutschland, dass von der Krankenkasse bezahlt wird. Nach 14 Tagen weiß ich mehr.
    Schönen Abend noch....
     
    #9 17. Oktober 2008
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2008
  10. Mücke

    Mücke Guest

    hallo annabella,

    ich drücke dir für den klinikaufenthalt die daumen.
    erwarte aber nicht zuviel.
    wäre es der durchbruch, würde es nicht nur eine klinik der art in ganz deutschland geben
    aber ich bin auf deine ausführungen nach dem aufenthalt gespannt.
    ich denke wenn man beide sachen mischt, kann man das maximale für sich herausziehen


    lg mücke
     
  11. Annabella

    Annabella Gesperrter Benutzer

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    Moin Mücke,
    danke für das DAUMENHALTEN!:top: Ich denke auch, dass man mit wenig Chemie und viel Natur sehr viel erreichen kann. Es ist zumindest ein Versuch wert. Immer nur Pillen einwerfen und sich keine Gendanken machen, war noch nie mein Ding. Ich packe die Sache jetzt an, suche das Beste für mich und werde fündig. Das ist doch die richtige Einstellung, oder? ;)
     
  12. malchatun

    malchatun Neues Mitglied

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    liebe annabella,

    ich denke genauso wie du! hab aber bisher leider weder ein arzt gefunden, der mich darin begleitet, noch die entsprechenden mittel oder therapien. auch hatte ich bisher nicht den mut, da mein rheuma wohl schnell lebensbedrohlich werden kann.

    im moment bin ich zusätzlich bei einem naturarzt in behandlung, der sich um mein immunsystem, mineralstoff- und vitaminhaushalt und die ausleitung kümmert. nebenher mache ich eine psychotherapie. das sind alles wesentliche bausteine. aber auch der naturarzt hat mir dringend davon abgeraten,endoxan und kortison abzusetzen.

    kannst du mir bitte einen tipp geben? was genau machst du in diesem krankenhaus? welches krankenhaus ist das? ich würde auch gern diesen weg gehen!

    gern auch per pn...

    ich wünsche dir alles gute!!!!

    liebe grüße
    katrin
     
  13. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Annabella und Mücke,
    leider spielt (zumindest in Deutschland) auch die Frage des Profits eine wesentliche Rolle, ob eine Therapie weiter propagiert wird oder nicht (die Sanftheit der Behandlung, d.h. ob man ohne schlimme und unangenehme Nebenwirkungen trotzdem Erfolg hat, steht ganz weit hinten).
    Was meint ihr, warum es ein einziges homöopathisches Rheumakrankenhaus in Deutschland gibt, das noch nicht mal von der gesetzlichen Kasse bezahlt wird?
    Bestimmt nicht, weil man mit der Homöopathie kein Rheuma behandeln kann (mein Sohn ist dafür ein gutes Gegenbeispiel), wohl eher, weil man mit homöopathischen Medikamenten nicht reich werden kann.
    Als Beispiel:
    Ein mit TNFalpha-Blocker behandelter Rheumatiker kostet die Krankenkasse pro Jahr ca. 20000-30000 €, die homöopathischen Medikamente sind schon für ca. 10-20 € (pro Jahr) zu haben.
    Leider gilt auch bei der Rheumabehandlung: Geld regiert die Welt!
    LG, Sabine
     
  14. Mücke

    Mücke Guest

    hallo savolo,

    ich sprach von einem mix aus den verschiedenen "heilungsarten- mir fällt kein besseres wort ein" bei rheuma, wohl eher Verbbeserung, denn heilbar halte ich rheuma..egal welche medizin, bisher nicht

    man mag bis zu einem gewissen grad mit alternativmedizin und bei bestimmten erkrankungen sogar sehr gute erfolge haben..
    habe damit z.b. meine neurodermitis sehr gut in den griff bekommen,
    meinem vater sind bei der chemo die haare nicht ausgefallen

    ich denke jedoch nicht, dass geld, das einzige kriterium sein soll, dass die alternativmedizin so zurückgedrängt wird.

    und eine behandlung von 10-20 euro im jahr, sorry..da war meine behandlung der neurodermitis dann doch teurer...und ich war bei eienr homöopathin (kassen zugelassen, da gleichzeitig schulmedizinerin)allerdings hast du recht, dass es bei weitem die preise eienr schulmedizinschen therapie nicht erreicht
     
  15. Savolo

    Savolo Neues Mitglied

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    Hallo Mücke,
    "dein Wort in Gottes Ohr", wie man so schön sagt. 13 Jahre klasssch-homöpathische Praxis und eine ganze Menge Erfahrung geschichtlicher Fakten (z.B. wodurch wurde die Homöopathie in den USA [wo sie im 19. Jarhundert sehr bedeutsam war] bis zur Bedeutungslosigjeit zurückgedrängt) haben mich leider gelehrt, dass "ohne Moos nix los" ist (sieht man doch auch bei der jetzigen Bankenkrise).
    LG, Sabine
    P.S. Dass die homöopatische Behandlung mehr als 20 € kostet, das weiß ich, ich sprach nur von den Kosten der Medkamente.
     
    #15 18. Oktober 2008
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2008
  16. malchatun

    malchatun Neues Mitglied

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    liebe sabine,

    ich seh es genauso, das ist traurige wahrheit. nicht der mensch zählt mit seinem leid, sondern: was kann man damit verdienen?

    ein weiterer grund ist dann eben auch, dass eine alternative und ganzheitliche und vor allem ursächliche behandlung zu einer wirklichen heilung führen könnte - also heilung in dem sinne, dass man irgendwann ohne medikamente beschwerdefrei leben kann. in dem moment verdient ja keiner mehr an uns. die chemie, die die schulmedizin uns gibt, schafft das nicht. hier wird eindeutig gesagt, es ist nicht heilbar, es werden immer wieder schübe kommen, und ich muss mein leben lang medikamente nehmen. also ich bin lebenslänglich guter kunde.

    inzwischen habe ich von so vielen heilungen (im o.g. sinne) gelesen und gehört und teils menschen persönlich kennengelernt, dass ich mir sicher bin, dass es möglich ist. aber ausnahmslos alle, die das geschafft haben, sind alternative ganzheitliche wege gegangen und haben aktiv etwas dafür getan (ernährungsumstellung, bewegung, stress- und konflikbewältigung, klassische homöopathie....). allein mit schulmedizin hat das niemand geschafft. nur mit konsequenter lebensumstellung. das macht mir mut.

    liebe grüße
    katrin
     
  17. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Ich finde es immer merkwürdig, daß pauschal vorgeworfen wird, alle denken nur an den Profit. Klar, der Arzt will von etwas leben, die Pharma-Konzerne wollen ihre Dividende hoch ausfallen lassen. Hm, dazwischen sitzen dann nur die Krankenkassen, die auch Profit machen wollen? Hm, moment mal. Den Krankenkassen ist sehr daran gelegen, viele Beiträge zu erhalten und möglichst wenig für Krankheitskosten auszuschütten. Das geht aber nur, indem auf Medizin gesetzt wird, die nachweislich für viele Patienten derselben Krankheit hilfreich ist. Im Umkehrschluß bedeutet es, daß alternative Medizin nur dann Erfolgsaussichten hat, von den Krankenkassen jemals bezahlt zu werden, wenn auch diese Therapiearten universell für viele Patienten derselben Krankheit ausreichenden Nutzen bringen. Ob es nun der seriöse Alternativmediziner, der Heilpraktiker von nebenan, dem Dorfquaksalber von Hinter-hasse-nich-gesehen oder Hexe Liesl aus dem Wäldchen gleich links, mangels nachweislicher Erfolge bei größeren Patientenzahlen werden auch einzelne Erfolgstherapien nicht zu einer Anerkennung und dementsprechend Zahlungswilligkeit bei den Krankenkassen führen.
     
  18. malchatun

    malchatun Neues Mitglied

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    @tennismieze

    dass es doch um geld geht, merkst du ja auch daran, dass die kk dann doch plötzlich einiges anerkennen und bezahlen, was vorher jahre- oder jahrzehntelang wegen mangel an beweisen abgelehnt wurde. nämlich in dem moment, wo die krankheitskosten und der entsprechende wirtschaftliche druck dann doch zu hoch werden. meine kk zahlt zumindest inzwischen akupunktur, klassische homöopathie (allerdings nicht die mittel), ernährungs-, bewegungskurse, zahlreiche präventionsmaßnahmen usw. usf.

    wie lange hat es denn genauert, ehe man erkannt hat, was raucher kosten? oder adipositas - und dass das mit der ernährung zusammenhängt? alternativmediziner warnen da schon seit jahrzehnten. jetzt endlich wacht man auf, so langsam. aber nicht, weil man den menschen helfen will, sondern weil die die wirtschaft so viel kosten.
     
  19. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @malachtun
    Ich habe den Eindruck, daß Du eventuell meinen Beitrag gelesen hast, ihn aber wohl nicht verstanden hast. Vielleicht solltest Du auch mal eine Definition von "Wirtschaftlichem Druck" mitteilen und auch klarmachen, wie der sich denn manifestiert.

    Im Gegensatz zu Dir bin ich nämlich der Meinung, daß die Krankenkassen nur anhand von Fakten irgendwelche neuen Behandlungen usw. genehmigen. Das wiederum bedeutet, daß es konkrete, mit Zahlen belegbare Testserien (sogenannte Studien) gegeben hat, anhand deren die Krankenkassen ihre Entscheidung fällen. Oder glaubst Du im Ernst, daß irgendein Hype, der gerade propagiert wird, aufgrund dieser Medienpräsenz Aufnahme in die Kostenübernahmelisten findet?
     
    #19 18. Oktober 2008
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2008
  20. Annabella

    Annabella Gesperrter Benutzer

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    :)o)

    hallo Karin, habe dir eine PN geschrieben:)