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Gespräch mit einer Rheumatologin

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von tevahe, 24. Juli 2010.

  1. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich war ja nun seit April (?) nicht mehr hier, daher möchte ich in Kurzform mal schildern wie mein letzter Besuch verlief.

    Es wird ja immer empfohlen, ein Schmerztagebuch zu führen dieses mitzunehmen etc.
    Rheumihirn sei dank kommt das für mich nicht wirklich in Frage, da ich das aktualisieren vergesse oder gerade in der Sommerzeit nur "geringfügige" Sachen drin stehen würden.

    Allerdings habe ich mir vorher die Mühe gemacht und mir einen Körper skiziert und die Stellen daran markiert. Allein schon deshalb weil die Ärztin sich das hätte kurz anschauen können und nicht Romane lesen müssen.

    Nun sass ich also bei der Rheumi und wollte gerade auf meinen Zettel zu sprechen kommen, schaut sie mich fast entsetzt an und meint, sie mag solche Zettel nicht, ich solle ihr das lieber "frei" aus dem Kopf erzählen.

    So erzählte ich und war dann irgendwann bei der letzten Walkingtour das ich am nächsten Tag echt starke Probleme hatte... da unterbricht sie mich und meint das haben wir alle wenn wir es übertreiben...

    Der Spruch brachte mich sowas von aus dem Gleichgewicht, sie lies mir nicht mal die Möglichkeit vom nächsten Tag zu erzählen...
    Ich war einfach geschockt. (?)

    Danach vergas ich, wie es mir immer widerfährt, mehr als die Hälfte und war froh als sie dann noch diverse Zipperlein abfragte, wo dann noch einige dabei waren. Von Morgensteifigkeit etc. war aber garnicht erst die Rede...:eek:

    Das Gespräch war beendet, nun wollte sie meine "Funktionsfähigkeit" plus Tenderpoints abchecken. Da kam ein wirr warr raus aus dem sie nicht wirklich ein Muster erkennen konnte und dann kam mein Lieblingssatz: aber sie wissen das sie Depressionen haben? Vielleicht kam der auch schon früher, ist ja schon eine Weile her, aber danach haben wir uns halt darüber ganz sicher nochmal unterhalten.
    Erst als ich irgendwann meinte ich war bereits bei einer Psychotherapie wurde sie "freundlicher".:uhoh:

    Sie nahm noch Blut ab und das wars, wenn sie was fände melde sie sich.

    Sie meldete sich natürlich nicht.

    Ich hab die Theorie, dass in vllt 2 Jahren die Symptome erst wirklich klar definierbar sein könnten weil sich ja auch jetzt erst alles nach und nach manifestiert.

    Was diese Depression angeht, entsteht die eher weil einem die Ärzte nicht glauben. Ich hatte ja nun einige Zeit darüber nachzudenken und die einzige Erklärung, wie alle meinen so schnell eine Depression diagnostizieren zu können wäre folgende:
    Sie stören mit Absicht ständig meine Schilderungen um die Reaktion auszutesten und wenn der Patient (also ich) so "geschockt" ist wie oben geschildert müssen es einfach Depressionen sein. :rolleyes:

    Da stellt sich mir die Frage ob ich der Dame ins Wort hätte fallen sollen (was gegen meine Erziehung wäre) und sie ggf. hätte anschreien sollen wie die Rheumi vor ihr es mit mir tat. Anscheinend ist es wie mit vielen anderen Sachen, je öfter es schief läuft, desto eher vergisst man seine Erziehung....

    Was sie nun aber gegen mein zugegebener Maßen nicht künstlerisch wertvolles Bild hatte ist mir schleierhaft...

    Ich vergess nunmal ewig irgendwelche Sachen, auch "Kleinigkeiten" könnten ja nun wichtig sein, wie geschwollene Lymphknoten seit einem Jahr oder das ich seit mind. einem halben garkeinen richtigen Appetit mehr habe etc. :uhoh:
    Es ist praktisch unmöglich für mich an alle sachen in genau dem Moment zu denken und wenn dann kein Zettel als Alternative bleibt. :mad:
    Im nachhinein ist mir klar ich hätte darauf bestehen sollen, aber da kommt wieder die Erziehung ins Spiel. :uhoh:

    Entschuldigt für den Roman, dass mit der Kurzform war wohl nichts, ich wünsche euch ein schmerzarmes Wochenende.
     
  2. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo tevahe,

    ich schreibe mir auch immer auf was ich dem Doc fragen und sagen will.

    Die ersten beiden Male habe ich mich auch brav aus der Fassung bringen lassen und stand dann wieder draussen und wusste immer noch nichts!!!!!

    Beim dritten Mal, hab ich mich tatsächlich erdreistet dem lieben Doc zu unterbrechen, auf höfliche aber bestimmte Art!!!!! Und siehe da......er hielt den Mund und hörte zu. Dann fing er an meine Fragen zu beantworten auf medizinisch und ich habe ihn abermals unterbrochen mit der Frage: Können Sie mir dass auch auf Deutsch erklären?????? Er konnte!!!!!

    Manchmal muss man seine gute Erziehung doch ein wenig hinten anstellen und dem Arzt auf höfliche, bestimmte Art unterbrechen. Sonst kommt man nie zu Wort bei denen. Dann ist es nur noch ein Abfertigen. Und wir sind Menschen mit denen man verantwortungsvoll und auch höflich umgehen sollte.

    Ich wünsche Dir beim nächsten Mal viel Erfolg.

    Liebe Grüsse

    Louise

    ps. mein Doc meinte auch ob ich ein wenig "gefrustet" wäre:D:D:D
     
  3. Timeless

    Timeless Neues Mitglied

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    Hallo ihr zwei,

    habe eure Beiträge gelesen und mir dabei gedacht "Was kannst du froh sein das dein Rheumatologe so lieb ist". Er lässt mich immer ausreden, hat nix gegen Zettel (im Gegenteil er rät sogar dazu) und beantwortet meine Fragen direkt auf deutsch. Er nimmt sich Zeit soviel ICH brauche. Klar warten noch andre Patienten, aber er sagt selber, erst im Gespräch kommen noch Kleinigkeiten raus an die man sonst nicht denkt.
    Tevahe ich würd an deiner Stelle nen andren Rheumatologen aufsuchen, denn das geht ja gar net. Dein Doc scheint mir doch sehr genervt zu sein und nicht in der Lage dies zu überspielen.
    Ich wünsche euch beiden so einen Arzt wie meinen zu bekommen ;)
    LG Timeless
     
  4. sborgmann

    sborgmann Neues Mitglied

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    Das wirkliche Problem ist doch das die niedergelassenen Ärzte alle nur noch Pauschalen bekommen.
    Gut die sind bei chronisch Kranken ein wenig höher, aber es reicht eigentlich für in den Köpfen mancher Ärzte für maximal 15 Minuten im Quartal.

    Bei den Ärzten in den Rheumaambulanzen der Krankenhäuser ist das zwar ähnlich, aber die sind nun mal nicht "selbständig".

    Jeder der chronisch Krank ist hat imho Depris.

    Wer Schmerzen hat, dem mangelt es gewöhnlich an "guter Laune". Das gilt nicht nur für Rheuma, sondern für alle Krankheiten.

    Bei Rheumapatienten muss jedoch nicht immer Schmerz der Auslöser für depressive Phasen sein. Es könnte sich auch um Nebenwirkungen handeln, die im Laufe der Therapie mit dem Basismedikament Sulfasalazin auftreten.

    Klar ist auch das Arzt/Patientenverhältnis wichtig, aber da habe ich ja selber Einfluß drauf. Sprich freie Arztwahl. :p

    Schön das du wenigstens eine Psychotherapie machen konntest, denn bei vielen wird die wegen ungeklärter sozialer Verhältnisse (was ja viel Schreiberei für den Therapeuten bedeutet) gar nicht erst durchgeführt.

    Gegen ein höflich aber bestimmtes Wort ist doch nichts einzuwenden.

    Die Rheumaliga hat hier einige gute Tipps ins Netz gestellt.

    Und sprechen Sie auch gleich an das Konzentrationsprobleme haben und dem Arzt durch ihre Aufzeichnungen nur Zeit sparen wollen, das wirkt oft Wunder.

    Ich drück die Daumen das der nächste Besuch besser abläuft.
     
  5. ylla

    ylla Rollanierin

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    Hallo in die Gemeinde,

    also ich finde es überhaupt nicht "gegen meine Erziehung", wenn ich mich NICHT in eine bestimmte Gesprächsrichtung drängen lasse.

    Im Gegenteil finde ich es sehr unhöflich und rücksichtslos von einigen Doktoren, uns die Spickzettel verbieten zu wollen.

    Was täten wir denn ohne diese Zettel? Dann erginge es uns genauso, wie der Threaderöffnerin.

    Soweit darf es einfach nicht kommen. Wehrt euch höflich, aber bestimmt!!!

    Gruss ylla
     
  6. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    Louises Bsp. bestätigt ja in etwa das was ich oben schon anschrieb, wer nicht konntert muss unweigerlich depressionen haben. (würde zumindest in meinem Fall sehr gut passen).

    Um direkt auf die Antwort von sborgmann zu wechseln, ich kann vieles entziffern aber "imho" sagt mir bei bester liebe garnichts. :o

    Da ich keinerlei Medis geschweige denn eine Basis habe, müssen die depressionen (sofern vorhanden) entweder von den Ibus kommen (die ich dafür aber viel zu selten nehme) oder einfach daher, dass die Ärzte einen so behandeln wie sie es tun, mich deprimiert das zumindest am meisten, aber ich hab in den letzten Jahren soviel an meiner Einstellung geändert, dass ich das auch noch hinbekomme, manches dauert nur etwas länger. :rolleyes:

    Danke auch für den Link, ich werde ihn mir nach meinem Kaffee mal zu Gemüte führen. :D

    @Louise, du gehst gefrustet zum Arzt? geht ja mal garnicht. :top:

    @ Timeless, es ist schön zu sehen, dass es auch Rheumatologen gibt, die verständnisvoller sind und gerne etwas Zeit opfern oder sich eine Liste anschauen. Würde man hier so etwas nicht immer mal lesen, hätte sicher nicht nur ich schon (dauerhaft) aufgegeben.


    @ ylla, danke auch für deinen beitrag. Du schreibst du findest es unhöflich und rücksichtslos von den Dogs, genauso empfand ich es auch, war ich doch froh darüber mir diesmal wenigstens notizen gemacht zu haben. Wie mans macht man machts verkehrt, aber wie lautet ein Zitat aus irgendeiner Kindersendung: „Heute ist nicht alle Tage – ich komm wieder, keine Frage
     
  7. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo tevahe,

    manchmal müssen sich Arzt und Patient "zusammenraufen".
    Mein Rheumatologe nimmt sich auch Zeit, wenn sie gebraucht wird. Folge: Trotz fester Termine sitze ich dann zwischen 2-4 Stunden im Wartezimmer (das ist keine Übertreibung, zahlreiche Patienten, v.a. wenn sie neu sind, beschweren sich heftig, manche gehen auch wieder) - aber das weiß ich ja vorher und kann mich darauf einrichten.
    Ich habe dort auch einen Zettel dabei mit meinen Fragen und um ihm und mir Zeit zu sparen, habe ich eine Übersicht dabei: Jeder Monat auf einer Din A 4 Seite, als Tabelle und da notiere ich dann bei den jeweiligen Tagen, wann ich evtl. welche Beschwerden hatte und was ich an Medikamenten genommen habe. Das Gute daran: Ich muss nicht lange erzählen, ich vergesse nach einigen Wochen auch wieder, was wann weh tat.. und er hat einen perfekten Überblick in Kürze und wir können die (wichtigen) Sachen besprechen.

    Mit meiner Hausärztin funkte es mal, weil sie sich für omnipotent hielt, so auch auftrat, ich recht eingeschüchtert war. Ich war auch am Überlegen, ob ein Wechsel nicht eine Lösung sein könnte. Da sagte ich ihr beim nächsten Termin, dass ich dieses und jenes einfach sehr schwierig für mich ist, wie ich ihren Umgang mit mir erlebe. Sie war betroffen und seither läuft die Kommunikation anders.

    Das Thema Depressionen würde ich nicht so "abtun". Der Mensch besteht nun mal aus Körper und Seele und da gibt es keinen Grund, zu meinen, dass dieses oder jenes "auf die Psychoschiene" geschoben wird... und das evtl. negativ gewichten. Die Psyche hat einen riesigen Einfluß auf unser Wohlbefinden.
    Wenn Menschen mit chronischer Krankheit auch noch so "gut drauf" sind, es bleibt, dass sie sich täglich mit ihrer Krankheit auseinander setzen müssen, alleine durch die Medikamenten-Einnahme. Das hinterläßt Spuren und da kann es gut sein, mit Hilfe von außen zu betrachten, was diese Krankheit in der Seele verändert und zu lernen, wie damit umgegangen werden kann.

    Vielleicht kannst du deiner Rheumatologin das nächste Mal sagen - und du wirst deinen Zettel dabei haben -, wie es dir mit ihrer Art ergeht. Vielleicht überreichst du ihr auch so eine praktische Übersicht - wie oben geschrieben - und sagst ihr, dass du das für sie notiert hast, damit sie Zeit spart... Kann Wunder wirken.

    Also, Kopf hoch
    Pezzi
     
  8. kroma

    kroma Dermatomyositis

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    Manchmal muss man seine gute Erziehung doch ein wenig hinten anstellen und dem Arzt auf höfliche, bestimmte Art unterbrechen. 
    dazu fällt mir ein:
    HÖFLICHKEIT IST EINE ZIER, WEITER KOMMT MAN OHNE IHR


    Ich wünsche euch allen sooo gute, kompetente und nette Ärzte, wie ich sie derzeit habe!

    LG von kroma
    :top:
     
  9. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    um mal direkt auf Pezzi zu antworten.

    Damit kann ich durchaus leben und umgehen, ist bei meinem Hausarzt nicht anders. :top:

    Um es nochmal zu sagen, ich nehme KEINE Medis, sprich da kann nichts von irgend welchen Medis kommen. (die eins/zwei Ibus im Monat mal ausgenommen) :D

    Das Depressionen da ihre Sache zu tun können ist mir auch durchaus bewusst. Aber ich sass vorhin im Auto und dachte darüber nach (Beifahrer), ich kam auf folgende Erklärung (für mich): Wenn es mir gut geht (psyche) verdrängt sich der Schmerz leichter, man denkt kürzer darüber nach etc. , geht es mir nicht so gut verharre ich etwas und lasse den Schmerz "zu".
    Das hat m.M. nach nichts mit Depressionen zu tun, sondern ist eine logische Geschichte, dass wenn man gerade zb. in einer unterhaltsamen Runde sitzt, man bewusst die wehwehchen ignoriert um den Abend geniessen zu können etc. Voraussetzung dafür ist natürlich das die Schmerzen nicht gerade durch einen aktiven Schub ausgelöst sind. ;)

    Dazu kommt wie oben geschrieben das ich Amy zb. schon genommen habe (es eher Stimmungsverschlechternd, auf mich wirkte) und auch bei einer Psychotherapie war, weil ich damals mittlerweile selber glaubte das ich mir das alles "einbilde". Die Sitzungen wurden übrigens von Seiten der Therapeutin beendet.:rolleyes:
     
  10. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    einen guten Rheumatologen zu finden, der dazu noch in der Nähe wohnt, ist schon selten.
    Was die Wartezeiten anbelangt: ich rufe immer frühzeitig an und lasse mir den allerersten Termin des Tages geben. So habe ich nie lange Wartezeiten;)
     
  11. Hexe69

    Hexe69 Neues Mitglied

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    Hallo tevahe und alle anderen,

    Depries? Psychosomatik? Ich kann es bald nicht mehr hören und muss es auch nicht mehr, denn ich sage meinem Gegenüber klipp und klar und was machen wir dagegen?

    Ich will es mal so ausdrücken Depressionen ist eine ernst zu nehmende Krankheit und nicht einfach ein Zustand, der Schmerzen erklären würde.

    Wenn man die Ursache der Schmerzen erkennt, kann man sie auch behandeln, juhu!!!!!!!!!!!!

    Könnt ihr Euch vorstellen wie schnell man keine mehr hat? Das geht fast schneller wie man die Diagnosen um die Ohren gehauen bekommt.

    Ich war es einfach nur leid, immer wieder heim geschickt zu werden mit dem Satz das ist psychisch. Ich bin ein sehr kritischer Mensch, der sich das zu Herzen nimmt was er gesagt bekommt, ich schaue hin, aber das erwarte ich dann auch von meinem Gegenüber. Dazu kommt es erst gar nicht, ruckzuck wird umgeschwenkt und auf einmal läuft es.

    Zum Problem Ärzte und ihr Schema F.

    Ihr habt ein Recht darauf Euch Notizen zu machen. Ihr habt ein Recht darauf das Euch etwas erklärt wird. Die Anamnese ist der wichtigste Teil einer Untersuchung, denn ohne diesen weiß man nicht was man untersuchen muss. Ihr seit nicht unhöflich nur weil Ihr auf Euer Recht besteht oder etwas erklärt bekommen möchtet. Ohne Patienten hätte eine Arzt keine Brötchen auf dem Tisch. Das ist sein Job, weiter nichts.
     
  12. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo Hexe69,

    was du so schreibst klingt arg nach meinen letzten Erfahrungen.

    Obwohl ich der Meinung bin, dass die Depressionen (ob vorhanden oder nicht, sei nun mal dahin gestellt) die Schmerzen nicht auslösen sondern mich im Zweifelsfall nur mehr damit auseinandersetzen lassen, wie ich weiter oben schon beschrieben habe.

    Nicht umsonst nahm ich Antidepressiva und ging zum Psychologen, ich dachte da wohl ähnlich wie du. ;)

    Da mein HA nun die ganze Geschichte ja verordnet etc. hat, lies er diese Bemerkungen bei den letzten besuchen, obwohl ich mir sicher bin er hat sie sicher noch nicht ganz abgeschrieben, soll er von mir aus auch nicht, vielleicht kam ich auch nur nicht mit der Psychologin klar, bei mir weiß ich das manchmal selber nicht. :uhoh:

    Und ständig zu hören es liege trotz allem an der Psyche macht mich durchaus nicht sehr empfänglich für Vorschläge in die Richtung, das gebe ich gerne zu, aber genauso weiß ich, dass ich später nochmal diesen Weg einschlagen werde.

    Mittlerweile zweifel ich nicht mehr an den Schmerzen, sondern daran ob die Rheumis wirklich so "kurz angebunden und zum Teil aggressiv" waren oder ob das einfach an meiner Wahrnehmung liegt.

    So nach der Methode: Ich habe lieber weniger Freunde, aber dafür kann ich mich zu 100% auf sie verlassen.

    Bisher kam ich damit gut durchs Leben, jeder hat Leute die er nicht mag, die er ich sage mal "ertragen" kann oder halt mag. Bei den Ärzten ist das so eine Sache, ich erwarte nicht das ein Arzt "mein bester Freund" ist, aber ich sollte doch das Gefühl haben das er sich bemüht, irgendwie fehlt mir das bei den Rheumis bisher, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben und irgendwann treibt mich der Schmerz schon wieder hin. :p
     
  13. Maus634

    Maus634 Neues Mitglied

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    Guten Morgen tevahe,

    wir kennen nicht zuhörende Ärzte wohl alle. :o (imho heißt im übrigen auf deutsch so viel wie: meiner unbedeutenden Meinung nach ;) )

    Ich kenne das auch, wenn ich raus bin, hab ich die Hälfte vergessen. Ich mach es neuerdings andersherum: Ich schick eine Email mit allen Dingen, die sich verändert haben oder mir komisch vorkommen oder auch neu sind. Das klappt super, ich hab Ruhe die Email zu verfassen, mein Doc weiß im Vorfeld schon, mit was für Sorgen ich komme und fragt noch das ab, was ich ihm vergesse zu erzählen. Also genau andersherum. Die Lösung ist Spitze. :)

    Ist vielleicht auch für dich ne Alternative, um nicht jedesmal gefrusteter aus dem Arztbesuch heraus zu gehen, als du reingekommen bist.

    Ich wünsch dir alles Gute
     
  14. tevahe

    tevahe Neues Mitglied

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    Hallo Maus,

    in der Tat habe ich letztens über etwas ähnliches gegrübelt. :top:

    Mir stellt sich aber langsam die Frage ob ich einfach nur zu empfindlich auf die Stimmung meines Gegenübers reagiere oder die zwei letzten Rheumis wirklich nicht die richtigen für mich waren.

    Es sind halt einige Sachen die mich Skeptisch werden liessen, beide waren fest entschlossen, Rheuma muss im Blut zu finden sein, dann das sie nach nicht mal 5 minuten sicher waren ich hätte Depressionen etc.

    Wenn mein HA sowas meint, dann denke ich irgendwas wird schon dran, sein immerhin kennt er mich nun seit ca. 4 Jahren, aber nach 5 Minuten?

    Zudem das Gefühl, dass es einfach am Alter liegt, von wegen die ist viel zu jung dafür... Gehört habe ich es lange nicht, aber ich seh doch auch ältere die anscheinend mit den Ärzten zufrieden sind. :confused:

    Ich bin unschlüssig ob ich im Winter (sofern nötig) zu einem 3ten Rheumi gehe oder nochmal zu der letzten. :uhoh:

    Danke für die Übersetzung von "imho". ^^
     
  15. sborgmann

    sborgmann Neues Mitglied

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    offtopic:

    imho = In My Humble/Honest Opinion“ = „Meiner unmaßgeblichen/bescheidenen/ehrlichen Meinung nach“

    Gruss
    SB