1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

geplatzte Baker-Zyste

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Ulmka, 19. Mai 2005.

  1. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo,

    ich melde mich heute mal bei euch nicht meinen Problemen, sondern mit denen meines Onkels:

    Er ist mittlerweile 83, noch gut in Schuss, fährt gerne Fahrrad und arbeitet viel im Garten. Allerdings hat er ziemlich verschlissene Gelenke (Arthrose), vor allem die Knie.
    Ein Knie war nun vor einiger Zeit so geschwollen, dass er punktiert wurde (ich weiß nicht genau, an welchen Stellen des Knies). Seitdem hatte er immer stärker werdende Schmerzen im Unterschenkel, teilweise auch harte Schwellungen, die aber gewandert sind. Stehen und Gehen war schmerzhaft, nur Rad fahren ging lange noch gut. Das Bein ist manchmal plötzlich gefühllos geworden und weggeknickt. Im Sono und CT haben die Ärzte nichts gefunden. Der Neurologe meinte, es sei in der LWS ein Nerv eingeklemmt, aber das könne nicht der alleinige Grund der Schmerzen sein.

    Jetzt wurden die Schmerzen immer schlimmer, so dass er gestern ins KH ist - und die haben ihn dabehalten und heute das Knie geöffnet. Dabei haben sie festgestellt, dass die Ursache der Schmerzen eine geplatzte Zyste war (vermutlich eine Baker-Zyste). Die Flüssigkeit hatte ja die ganze Zeit Zeit, sich im Unterschenkel zu verteilen, so dass alles entzündet war. Jetzt hat er nach dem operativen Reinigen eine Drainage und es geht ihm schon viel besser.

    Habt ihr schon mal davon gehört, dass eine (Baker?-)Zyste platzt? Was wurde bei euch dagegen gemacht, wenn das so war? Was hätte denn passieren können, wenn es nicht endlich erkannt worden wäre (nach mehreren Wochen)? Ist es wirklich möglich, dass die Kniepunktion die Zyste zum Platzen gebracht hat?

    Ich möchte so gerne im Nachhinein verstehen, was da alles passiert ist....

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    6.880
    Zustimmungen:
    15
    Ort:
    am Pillersee in Tirol
    Hi Ulmka,

    mir sind schon zwei Bakerzysten in der Kniekehle geplatzt. Es waren aber kleinere Zysten, weshalb ich danach eigentlich keine groben Probleme hatte. Im Gegenteil: Endlich konnte ich die Knie wieder richtig durchstrecken. Hatte anschließend einen kleinen Bluterguss in der Wade. Die Tage danach hatte ich das Gefühl, Wasseransammlungen im Unterschenkel zu haben, aber das war mit viel Bewegung bald gegessen. Bei mir wurde überhaupt nichts gemacht.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.438
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bärlin
    #3 19. Mai 2005
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2005
  4. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Monsti,

    *grübel*

    Dann war die Zyste bei meinem Onkel wohl sehr groß, dass sich davon der ganze Unterschenkel entzündet hat.....*grübel*

    ... und die Schwellungen waren dann wohl tief sitzende Blutergüsse...


    Danke für deine schnelle Antwort!

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  5. Ulmka

    Ulmka Guest

    Hallo Robert,

    danke für den Link, ist gerade im Druck!

    Der erklärt schon eine Menge :)

    Liebe Grüße

    Ulmka
     
  6. corneliam

    corneliam Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2007
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Ulmka,
    Dein Onkel wurde wohl von Anfang an fehl diagnostiziert. Ich hatte auch eine abgeschossene Bakers Zyste und zuerst hat mein Hausarzt in Italien
    einen Verdaucht auf eine Trombose geaussert. Ich bin dann sofort nach Muenchen zu einem Venenfacharzt gefahren. Der hat sofort erkannt, dass es eilt. Es gab nur 2 Moeglichkeiten entweder abgeschossene Bakerszyste oder Weichteiltumor. Trombose hat er ausgeschlossen.
    Das Tomogramm hat dann die Bakers Zyste bestaetigt. Ich urde entsprechend behandelt und eine OP war nicht noetig. Es dauert ca. 4 Wochen bis so etwas abklingt.
    Bakerszyste ist wohl angeboren. Ich kann nur jedem raten, bei Venen und Beinkrankheiten, die sich nicht nur auf die Gelenke beziehen, sofort einen
    Spezialisten aufzusuchen. Es kann auch immer eine Trombose sein und wenn die in die Lunge abschiesst, dann ist das nicht mehr lustig. Der normale Hausarzt ist wohl mit der Unterscheidung ueberfordert.
    Gruesse Corneliam
     
  7. bernd51

    bernd51 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Dezember 2011
    Beiträge:
    41
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Wiesbaden
    Hallo Ulmka,

    ich hatte letztes Jahr plötzlich einen dick geschwollenen und harten Unterschenkel und bin sofort zum Hausarzt. Der hat einen Arzt in der Nähe angerufen und mich gleich hingeschickt. Es handelt sich um eine Praxis die auch ambulante OPs macht. Ich kam gleich dran und der Arzt hat eine Sonographie gemacht und Flüssigkeit im Unterschenkel festgestellt. Durch die Schwellung konne er keine genaue Diagnose
    stellen,tippte aber auf eine eventuelle Trombose und machte einen straffsitzenden Zinkleinenverband und spritzte Heparin. Außerdem gab er mir ein paar Spritzen mit.
    Die Schmerzen im Unterschenkel ließen auch schnell nach.Mein Hausarzt schickte mich 3 Tage später dann ins Venenzentrum und dort wurde die Diagnose ruptierte Bakerzyste gestellt.
    Ich bekam einen neuen Zinkleinenverband und mußte auch nicht mehr spritzen. Die Bakerzyste kann auch wieder mal reißen hieß es.
    Ich vermute das bei älteren Patienten die Wahrscheinlichkeit für ein Reißen größer ist weil das Gewebe nicht mehr so fest ist.Auf jeden Fall ist eine Sonografie sicher ein probates Mittel um eine
    Diagnose in einem solchen Fall zu stellen.
     
  8. Siggy

    Siggy Siggy

    Registriert seit:
    23. September 2008
    Beiträge:
    836
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Landkreis Augsburg
    Hallo,

    ich hatte seit letztem Jahr immer mal wieder so ziehende Schmerzen in der Kniekehle,
    war auch immer wieder heiss und geschwollen, auch bis zur halben Wade runter.

    Damals dachte ich halt, es hängt mit den Beinvenen zusammen - also zum Venenarzt.
    Die Ärztin konnte aber nichts finden.

    Naja, ich habe einfach weiter gemacht - immer wieder mal mit Voltaren geschmiert...

    Vor einigen Wochen bin ich in die Hocke gegangen - und kam nicht mehr hoch!
    Die Schmerzen im Knie waren wirklich höllisch, ich bin kein Weichei, aber da ists selbt
    mit schlecht geworden.

    Ich habe mich dann das ganze Wochenende mehr oder weniger rumgeschleppt, konnte
    nicht mehr in die Hocke gehen - nach einem Versucht ist mir die Kniescheibe dann noch
    rausgesprungen , war angenehm, bis die wieder reinsprang.

    Am Montag bin ich dann zum Ortho - mit Ultraschall hat man schon eine grosse Flüssigkeits-
    ansammlung feststellen können. Dazu war die Gelenkhaut im Knie entzündet.
    Am Dienstag dann gleich ins MRT - dann die Diagnose : geplatzte Bakerzyste!
    Von sowas hatte ich vorher noch nicht gehört.

    Ich bekam vom Ortho auch einen Zink-Leim-Verband, dazu ein Rezept für eine Kniebandage mit der ich mich auch sehr gut bewegen kann. So wird das Knie stabilisiert und
    zudem springt mir dann nicht immer wieder die Kniescheibe raus.
    Auch soll die Kompression durch die Bandage verhindern, dass sich die Zyste wieder bildet.

    Mein Ortho hat mir erklärt, dass diese Zysten eine Folge meiner PSA ist - sie bildet sich
    wegen der Entzündungen im Knie.

    lg Sieglinde
     
  9. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2004
    Beiträge:
    2.521
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Weserbergland
    Doch- ab zum Rheumatologen!

    Eine Baker bis runter zu den Knöcheln.....
    LG Juliane.
     
  10. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.417
    Zustimmungen:
    240
    Ort:
    Köln
    Hi ,
    Bei einer so großen Bakerzyste sollte man an eine OP denken. Meine ist operiert worden weil darin schon Granulatähnliche Veränderungen waren, und die war nur Hühnerei groß. Eine kleinere ist zwar zeitweise wiedergekommen, aber erträglich.

    Also 1. Rheumatologe 2. Rheumachirurgie

    Stützstrümpfe allein helfen da nicht weiter.

    Gruß Kukana