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Gelenkschleimhaut entfernen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Steff, 12. Dezember 2005.

  1. Steff

    Steff Neues Mitglied

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    Hallo alle miteinander!

    Ich war schon länger nicht mehr hier, habe jetzt aber mal eine Frage.
    Seit langem soll ich mir schon die Gelenkschleimhaut in den Knien entfernen lassen. Bisher war da aber immer noch die Hemmschwelle, die wir wohl alle haben, wenn's um OP's geht.
    Inzwischen ist es aber alles nicht mehr toll, weil die Flüssigkeit so schnell wieder nachläuft, dass ich im Grunde gar nicht zum Punktieren gehen müsste. Selbst mit Cortispritzen (zusätzlich zu meinen 40 mg Corti, die ich ja sowieso nehme!) hält der Erfolg max. 2 Wochen an.

    Laut Chirurgie habe ich 3 Möglichkeiten:
    1. Gelenkschleimhaut im Knie ganz raus
    2. radioaktives Zeugs rein spritzen (bin aber erst 19 Jahre u. will nicht unfruchtbar dadurch werden)
    3. Neues Gelenk

    Ich bin hin und her gerissen. Würde ja Möglichkeit 1 bevorzugen, aber die Ärztin sagte, dass man selbst da keine Garantie hätte, dass die Ergüsse langfristig verschwinden. (Da ja die Aktivität an sich noch immer in meinem Körper haust.)

    Könnt ihr mir bitte von euren Erfahrungen berichten? (Am meisten interessiert mich etwas zu 1.)
    Gäbe es vielleicht noch eine andere Lösung?

    Wäre dankbar, wenn einer antwortet.

    Eure Stefanie
     
  2. joerg74

    joerg74 Neues Mitglied

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    Hallo Stefanie,

    bei mir wurde vor 2 Jahren eine Synovektomie (Möglichkeit 1) per Arthroskopie durchgeführt, wo aber leider nicht die komplette Gelenkinnenhaut entfernt wurde. Ich habe hin und wieder (ca. alle 3 Monate) dicke Kniee und würde glaube wenn ich es jetzt noch mal auswählen muß, wohl eher die Radiosynoviorthese (Möglichkeit 2) vorziehen, weil bei der OP meiner Meinung nach die Gelenkkapsel mehr verletzt wird und falls es nicht klappt hast du immernoch die Möglichkeit zur OP. Aber es wird bestimmt noch jemand ein paar Infos dir geben, der schon eine Radiosynoviorthese durchgemacht hat.
    Mein Knie kam nach der letzten OP irgendwie überhaupt nicht zur Ruhe und mußte danach x-mal punktiert werden, deshalb würde ich die OP nicht mehr bevorzugen.
    Eine Basistherapie machst du ja, oder?
    Das man durch die Radiosynoviorthese unfruchtbar werden kann, ist mir neu und interresiert mich jetzt auch.
    Ich hoffe, dass ich dir ein wenig helfen konnte.

    Gruß
    Jörg
     
  3. Bodo

    Bodo (Mittel)alter Hund

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    Hallo Stefanie,
    ich kann mich erinnern, dass danach schon gefragt wurde. Unfruchtbar wird man-soviel ich weiß- nicht, aber wenn man radioaktive Mittel spritzt, ist halt Vorsicht geboten.
    Aus dem Archiv habe ich mal den alten Beitrag hochgeholt
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=6326&highlight=RSO
    (Wenn Du bei "Suchen" RSO oder Synovektomie eingibst, findets Du vieles darüber).

    Ich habe beide Varianten hinter mir und seit geraumer Zeit Ruhe im Knie. 1988 eine offene Syno, davor wurde ich 10 x (Irrsinn!!) punktiert. Im Jahr 2002 hatte ich wieder ein dickes Knie und wurde schonender mit der neuen Methode behandelt. Im Gewebe stellte man dann fest, daß es RA ist und schickte mich zum Rheumatologen, der mir mit entsprechenden Medis weiterhalf. Jetzt an ein künstliches Knie zu denken, finde ich bei Dir zu früh.

    Gruß
    Bodo /Snoopie im Chat
     
  4. SuMiKo

    SuMiKo die knackige

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    Hallo Steff

    Ich selber hatte 1989 am linken knie und 1990 am rechten knie jeweils eine atroskopische Synovektomie, das hielt bei mir ca. gute 10 Jahre an. Ich würde es immer wieder machen lassen!

    Zu den Radiosynoviorthese kann ich nix sagen, aber ich habe schon oft eine chemische Synovektomie machen lassen, dazu muss man aber stationär ins Krankenhaus gehen.
    Die spritzen dann einem das Zeugs in die betroffenen gelenke und man darf diese dann 48 stunden nicht belasten. Hilft auch sehr gut, bei mir so ca. 1 Jahr.
    Versuche das doch mal!

    Lieben Gruß von SuMiKo
     
  5. Lecram

    Lecram Neues Mitglied

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    Hallo!

    Das mit der Unfruchtbarkeit ist mir neu.

    Meines Wissens ist die beste und effektivste Variante die folgende: erst eine Entfernung per Operation, ein paar Wochen später dann eine radiologische Behandlung (RSO).
    Dann soll man eine Weile Ruhe haben.

    Meine Erfahrungen beschränken sich bis jetzt auf zwei radiologische Eingriffe im selben Gelenk. Es hat sich ein Teilerfolg eingestellt.
    Deshalb steht Nächstes Jahr eine richtige Operation an, von der ich mir mehr erhoffe.

    Hast du eigentlich starke Schmerzen im Knie, wenn es geschwollen ist?

    Viele grüße
    Marcel
     
  6. mollyy 1

    mollyy 1 Neues Mitglied

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    Hallo stefanie, hab anfang okt. eine arthroskopische synovektomie hinter mir, und während der spiegelung wurde das ganze knie angeschaut und noch diverse andere gelenkinnenschäden behoben. mir geht es jetzt,9wochen später einigermassen gut, und würde die gleiche op wieder machen lassen. zwar wurde bei der op die bakerzyste nicht mitentfernt, aber dafür bekomme ich im feb. eine rso die so mein doc die besten erfolge hat und von der ich auch von anderen pat. nur gutes gehört habe. unfruchtbar wirst du dadurch nicht, den das radioaktive material wird nur in sehr kleinen dosen gegeben, und zwar gezielt ins knie, an ein neues gelenk würde ich als allerletzes denken, vor allen dingen in deinem alter. wenn du dir aber nicht ganz sicher bist hol dir doch von einem orthopädischen rheumatologen eine zweite meinung, das kann nie schaden. alles gute mollyy
     
  7. Sylvi

    Sylvi Deichkind

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    Guten Abend Stefanie,

    also ich hatte auch städig mit den Knien und wurde ständig abpunktiert und Cortison reingespritzt, zuletzt schon im 7-Tage Takt.

    Dann habe ich nach einem fehlgeschlagenem Versuch der Chemischen Synovirothese eine operative Entfernung der Gelenksinnenhaut bekommen. ca 2 Monate danach habe ich noch die Radio-Synovirothese bekommen, um auch die eventuell übersehen Reste der Gelenksinnenhaut zu entfernen. Die Schleimhaut wächst nach ner Weile ja wieder nach.
    Tja und seit dem ganzen Prozedere ist Ruh im Knie. Das war vor gut 2,5 Jahren. Den ersten Tag nach der OP ging es schon besser als vor der OP von den Schmerzen und der Bewegungsfreiheit her.

    Also ich denke auch die Kombi aus beiden ist gut. An ein neues Gelenk zu denken ist wirklich noch zu früh. Mein Knorpel war auch schon angefressen. Ich war bei der OP wach. Die haben mir alles genau erklärt. Die Schmerzen, vor allem die Scheuer-Schmerzen der Knochen sind wech. Mein Knorpel hat sich gut erholt.

    Ach ja, zu dem "unfruchtbar werden": Ich wurde nur gefragt, ob eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist, damit dem eventuellen Embryo kein Schaden zugeführt wird. Unfruchtbar wird man davon nicht, dazu ist die Dosis zu minimal und in der Regel ja auch einmalig.

    Liebe Grüße
    Sylvi
     
    #7 12. Dezember 2005
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2005
  8. jutta S.

    jutta S. Guest

    Synovektomie

    Hei,
    ich bin ein Google -Fan und habe einfach einmal "Synovektomie "eingegeben.
    Dort findest du genaue Erklärungen und auch durch weg positive Erfahrungsberichte.
    Wenn ich mich vor irgend etwas fürchte gebe ich immer den Begriff mit dem Wort Probleme ein und schon sehe ich auch die negativen Dinge
    http://www.orthopaedie-prof-starker.de/behandlung/rheuma.htm
    auf der Seite ist es recht gut erklärt glaube ich
     
  9. sonnenliebe

    sonnenliebe Mitglied

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    Bei mir wurde die Gelenkhaut schon viermal entfernt. 2x pro Knie, 2 mal eine offene OP, 2 mal eine Athroskopie. Bisher ist alles bestens.
    Von der Radiosynoviorese wurde mir allerdings auch abgeraten (von 2 unterschiedlichen Ärzten), wenn ich noch Kinder möchte. Habe ich dann auch nicht machen lassen. Da würde ich mich nochmal genau erkundigen, wie es damit aussieht. Ich denke es gibt noch keine richtigen Langzeitstudien darüber, oder?

    Möglichkeit 1 würde ich an deiner Stelle vorziehen. Möglichkeit 3 ausschliessen. Erstmal alles andere ausprobieren. So eine Athroskopie ist halb so wild. Sollte dies nicht reichen, wird das Knie während der OP komplett aufgeschnitten, so wurde es bei mir gemacht. Und noch die Bakerzyste weggemacht.
    Empfehlen kann ich auch eine PDA, dann bist du schnell wieder fit und kannst auch noch zugucken! :)

    LG, sonnenliebe
     
  10. Steff

    Steff Neues Mitglied

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    Vielen Dank erst einmal für eure vielen Antworten!

    Ich denke nun auch, das es am Besten wäre, die Schleimhaut zu entfernen. Alles andere kann ich nach meiner Ausbildung ja immer noch machen lassen...

    Bisher war ich nur auf dem Stand, dass die Gelenkschleimhaut mittels einer offenen OP entfernt werden müsste. Auf meine Anfrage, ob dies nicht auch athroskopisch gehen könnte, bekam ich ein "Nein".

    Nun lese ich bei euch, dass dies doch gemacht wird.
    Wie sind eure Erfahrungen damit? Offene OP (mit ganz blöden langen Narben) oder Arthroskopie (wo, wie ich das verstanden habe, nicht alles entfernt werden kann)?

    Schönen Tag noch und Danke, dass ihr Licht in meinen Wissensdschungel gebracht habt!

    Stefanie
     
  11. sonnenliebe

    sonnenliebe Mitglied

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    HIer im Krankenhaus wird es erstmal über eine Arthroskopie versucht, aufschneiden können sie ja immer noch :)
    Bei meiner letzten OP hatte ich eigentlich "nur" einen Meniskusschaden, der repariert werden sollte, aber da haben sie die überflüssige Gelenkhaut gleich miteinfernt (alles athroskopisch). Es kommt drauf an, wo die bei dir überall gewuchtert ist, ob man da gut dran kommt etc.
    Unter Umständen bleibt ein bisschen zurück, was aber nicht unbedingt sooo schlimm sein muss.

    LG, sonnenliebe