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Gelenkrheuma, nach Geburt Verschlechterung

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Kebbi, 10. Oktober 2007.

  1. Kebbi

    Kebbi Neues Mitglied

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    10. Oktober 2007
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    Hallo,
    ich bin neu hier und möchte alle ganz herzlich begrüßen. Ich muss gleich sagen, ich habe kein Rheuma. Ich schreibe für meine Schwiegertochter, die zur Zeit im Krankenhaus liegt.
    Mit 16 Jahren wurde bei ihr Gelenkrheuma festgestellt. Als sie schwanger war, ging es ihr sehr gut, keine Schmerzen oder ähnliches. Kaum war unser Enkel geboren, ging es wieder los. Sie hat dann eine Therapie angefangen bei einem sehr guten Rheumatologen, Herrn Prof. Dr. Ahringer. Sie muss jetzt sehr viele Medikament nehmen und seit dem geht es ihr schlechter, sie hat immer wieder Schübe, da kann sie sich kaum bewegen. Sie klagte über Atemnot, Herzstechen und Rückenschmerzen. Ein paar mal musste der Bereitschaftsarzt kommen, weil sie es nicht mehr ausgehalten hat. Es wurde immer nichts festgestellt, kommt vom Rheuma und da muss sie erst mal durch, der Körper muss sich erst einmal an die Tabletten gewöhnen und da gäbe es immer wieder Rückschläge. Vorige Woche Donnerstag ist sie dann ganz zusammengebrochen, wieder Herzstechen und Atemnot. Sie wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und sie haben Wasser im Herzen und eine Lungenentzündung festgestellt, käme aber alles vom Rheuma. Ich kann mir das nicht vorstellen, da kann sie ja irgendwann mal umfallen und steht nicht wieder auf. Hat jemand auch solche Dinge erlebt? Wir haben auch noch ein anderes Problem. Wenn Sie diese Schübe hat, kann sie sich nicht richtig um die Kleine kümmern und mein Sohn kann nicht ständig von der Arbeit wegbleiben, denn er ist der Verdiener und kann sich nicht leisten, die Arbeit zu verlieren. Seit sie im Krankenhaus ist, ist er erstmal zu Hause, aber wir wissen nicht wie es weiter gehen soll. Wir Omas sind auch alle noch berufstätig. Im Krankenhaus hat man uns gesagt, man kann eine Betreuung für die Kleine beantragen. Kennt sich da jemand aus? Es ist ja auch nicht immer, manschmal geht es ihr richtig gut und den nächsten Tag kann sie nicht aufstehen und da muss ja jemand für die Kleine da sein. Bitte schreibt mir, was man alles tun kann, wo man sich Hilfe holen kann. Viele Grüße
    Kebbi
     
  2. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo kebbi,
    so lange wie es deiner schwiegertochter so schlecht geht könnt ihr einen
    antrag bei der krankenkasse stellen auf eine haushaltshilfe.
    das sind in der regel ausgebildete familienpflegerinnen,die deiner schwiegertochter nach dem krankenhausaufenthalt helfen wieder zu recht zu kommen,und auch das kind versorgen.
    gute besserung und viel glück bei der lösung eures problems.
    meistens kann der sozialdienst im krankenhaus schon helfen.
    liebe grüße katjes
     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo kebbi,

    und herzlich willkommen im forum :) .

    ja, leider wird sehr oft berichtet, dass das rheuma nach der schwangerschaft, einen heftigen schub auslöst...

    rheuma geht oftmals mit organbeteiligung einher. entzündl. rheuma ist eine autoimmunerkrankung, was soviel heisst, dass das immunsytem die eigenen zellen als potentielle feinde einstuft, und diese angreift um sie zu vernichten. da sich überall im körper zellen befinden, kann eine entzündug auch überall auftreten....

    die medikamente, auf die deine schwieto jetzt eingestellt wurde, nennen sich "basismedikamente". diese medis sind im stande, den krankheitsverlauf pos. zu beinflußen und im besten fall zum stillstand zu bringen (remission). der eintritt der wirkung, kann unterschiedlich lange dauern,- so sind zeiten von 3 wochen bis 3 monate nicht ungewöhnlich....

    ich wünsche euch bei der lösung eurer probleme und deiner schwieto alles gute!
     
  4. Moonlight

    Moonlight Neues Mitglied

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    Hallo, auch mir erging es fast so. Bei der Schwangerschaft unseres Erstgeborenen ging es mir super. Auch danach. 3,5 Jahre später die nächste Schwangerschaft. Diese verlief auch gut, doch nach 6 Monaten begann es mit Ergüssen im linken Knie. Blutwerte o.k. nichts erkennbar. Bei der Arthroskopie wurde ein Gewebeprobe entnommen und diese war positiv. Seit dieser Zeít Verschlechterung. Anfangs kam ich noch ohne Medikamente aus, weil ja die Blutwerte o.k. waren. Seit ca. 3 Jahren haben wir festgestellt, das die Gelenke angegriffen sind. Seit dem mehrere Ops. und Einstellung auf Basismedikamente. Ob wir das ganze zum Stillstand bringen werden......keine Ahnung. Abwarten.

    Das mit der Krankenkasse stimmt!!! Da gibt es Betreuung für die Kleine. Notfalls mal die Sozialstationen befragen, die haben meistens Jemanden da.
    Liebe Grüße
    Moonlight
     
  5. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Hallo Kebbi

    Mir erging es wie Deiner Schwiegertochter. Seit frühster Jugend Gelenkrheumatismus, während der Schwangerschaft vollkommen beschwerdefrei und dann ca 3 Monate nach der Geburt ein entzündetes Gelenk nach dem andern. Zum Schluss war fast alles entzündet, Diagnose chronische Polyarthritis:eek: . Glück im Unglück: Meine Krankheit lässt sich mit wenig Cortison und einem relativ 'soften' Basismedikament (Sulfasalazin) gut kontrollieren und Organe (ausser dem Auge) scheinen bis jetzt nicht befallen zu sein.
    Auf einen Deutschlandsbesuch in Karlsruhe hat mich auf der Strasse eine Dame angesprochen, ob ich wüsste, dass ich im Falle einer Erkrankung oder Unfall, als Mutter Recht auf eine Hilfe im Haushalt und in der Kinderbetreuung hätte. Also schnell bei der Krankenkasse anrufen !.
    Ich hoffe, dass es Deiner Schwiegertochter bald besser geht, dass Kind braucht ja schliesslich seine Mutter und wünsch Euch viel Glück und gute Besserung.
    Liebe Grüsse
    Claudia
    P.S. Die Situation kenne ich sehr gut. Habe ausser Mann und Kind keine weiteren Familienangehörige und hier in Spanien gibt es nicht diese angesprochene Hilfe. Bin vor Schmerzen fast umgekippt, wenn ich mich allein um mein Kind kümmern musste. Aber zum Glück ist das erstmal Vergangenheit:) , also Mut !!!!!
     
  6. Marimo

    Marimo in memoriam † 28.8.2008

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    Hallo Kebbi,

    erst einmal muß ich Dir sagen, daß ich es ganz toll finde, wie Du Dich um Deine SchieTo kümmerst. Das tut nicht jede SchwieMu, meine mit Sicherheit nicht. Aber es stimmt, ihr könnt auf jeden Fall eine Haushaltshilfe beantragen erstmal für den Fall, wenn Deine SchwieTo in der Klinik ist. Wie es hinterher ist, weiß ich nicht. Aber das wissen mit Sicherheit die Sozialarbeiter in der Klinik. Und ich würde erstmal nicht bei der Krankenkasse nachfragen, die stellen sich oft dumm und wissen von nichts. Die Sozialarbeiter wissen das. Ich drücke Deiner SchwieTo die Daumen, dass es ihr bald wieder besser geht. Und sie soll auf jeden Fall ihre Lunge im Blick behalten. Bei mir ist durch das Rheuma eine Lungenfibrose entstanden. Also immer zum Lungenfacharzt gehen, sie ist noch zu jung.

    Auch Dir wünsche ich alles Gute und spreche nochmals ein Lob aus, für das, was Du tust.

    Liebe Grüße

    Marion