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Freie Journalistin sucht Betroffene in NRW

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Lübbers, 21. Januar 2013.

  1. Lübbers

    Lübbers Neues Mitglied

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    Sehr geehrte Mitglieder in diesem Forum,

    herzliche Grüße aus Wuppertal. Kurz zu mir: Mein Name ist Annette Lübbers. Ich lebe und arbeite als freie Journalistin im Bergischen Land, u.a. für das Heft "BIO - Gesundheit für Körper, Geist und Seele."
    Infos zu mir und meiner Arbeit finden sich - wenn gewünscht - auf meiner Website: www.luebbers-journalistin.de

    Nun zu meinem Anliegen: Für das oben genannte Heft schreibe ich derzeit an einem Artikel mit dem Arbeitstitel: "Chronisch krank - und dennoch glücklich." Der Artikel wird sich um Fragen wie diese drehen: Warum schaffen es manche Menschen besser als andere, trotz einer chronischen Erkrankung halbwegs glücklich zu sein? Wie wichtig sind dabei soziale Netze? Ein möglichst breites Wissen um die Krankheit? Helfen positive Gedanken und die Fokussierung auf Dinge, die man noch tun kann (statt über das zu trauern, was man nicht kann)? Wie wichtig sind Familien, Freunde oder vielleicht der Glaube? Was hilft diesen Menschen, wenn die Krankheit ihr Leben zu stark beeinflusst? Etc.pp.

    Der Hintergrund: Die Redaktion möchte Menschen Mut machen, die vielleicht erst kürzlich eine ähnliche Diagnose erhalten haben und sich nun fragen, wie ihr Leben nun weitergehen soll...!

    Vielleicht finden sich hier zwei Menschen, die an Rheuma leiden, und ihr Leben dennoch als halbwegs glücklich betrachten?
    Zum Ablauf: Die beiden Menschen sollten zwischen 30 und 40 Jahre alt sein (die Zielgruppe des Heftes), möglichst in NRW wohnen, sich gerne mit mir treffen und sich bei ihren Alltagsbeschäftigungen fotografieren lassen.
    Interessierten gebe ich gerne weitere Auskünfte: Kontaktaufnahme bitte unter annette@luebbers-journalistin.de oder 0202-700352
    Herzlichen Dank im Voraus an alle, die sich vorstellen können, diesen Artikel mit ihrer Geschichte zu bereichern.
    Herzlich grüßt Annette Lübbers
     
  2. rosanna2323

    rosanna2323 Neues Mitglied

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    kerngesund und trotzdem unglücklich

    GUTEN TAG;
    EIN PAAR GANZ PERSÖNLICHE GEDANKEN

    sie sollten das thema mal von einer anderen seite betrachten,
    wieviele junge und gesunde menschen sind lebensmüde
    zerstören sich durch drogen,magersucht ,selbstmord,

    glück hat weniger mit körperlicher ,
    sondern mehr mit seelischer gesundheit zu tun,

    viele lehrer glauben übrigens, das es immer mehr ,
    verhaltensauffällige einzelkinder
    in unserer gesellschaft gibt gibt.
    darüber sollten sie mal recherchieren

    liebe grüße
     
  3. Lübbers

    Lübbers Neues Mitglied

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    Junge Menschen und ihre Probleme

    Liebe Rosanna2323,
    herzlichen Dank für Ihren Eintrag. Ich kann Ihnen nur zustimmen. Wie Menschen mit Krankheit umgehen, hat sicherlich viel mit ihrer seelischen Verfassung und mit ihrer Kindheit zu tun. Die Anregung will ich gerne aufnehmen. Allerdings wäre das ein anderes Thema. Leider auch eines, dass man in Zeitschriften leider nur ganz mühsam unterbringt. Die allermeisten Redaktionen stehen auf positive Themen, die Leserinnen und Leser Mut machen. Das ist sicherlich auch ganz wichtig. Aber sie haben völlig Recht: Das Negative, das Traurige, das Dramatische darf auch nicht ausgeblendet werden.
    Da muss ich einfach mal überlegen, wo und wie ich das Thema unterbringen könnte.
    Mit herzlichen Grüßen Annette Lübbers
     
  4. Lübbers

    Lübbers Neues Mitglied

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    Freie Journalistin ist fündig geworden

    Liebe Forumnutzer,
    ich habe schon einige nette Rückmeldungen bekommen. Herzlichen Dank fürs Mittun.
    Ich bin sehr froh, dass ich das Thema RHEUMA nun mit einem davon Betroffenen besetzen kann.
    Herzliche Grüße Annette Lübbers
     
  5. rosanna2323

    rosanna2323 Neues Mitglied

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    das sind nicht zwei verschidene themen

    liebe freie journalistin

    sie merken, thema beschäftigt mich sehr, ich kann ja nur meine eigenen ansichten vertreten,

    ich finde es schon sehr merkwürdig,daß eine zeitung ,,nur positive berichte,,
    verlangt
    das ist ja wie
    ,,werbung,,

    und ,, krank und glücklich ,,
    finde ichpersönlich etwas provokannt,
    mich würde intressieren,wie das andere sehen

    denn krankheit hat bekanntlich mit leiden zu tun manchmal auch mit sterben,

    da könnte man ja auch schreiben,
    ,,fröhlich ans kreuz,, oder
    ,,mit freude auf den scheiterhaufen,,

    falls sie allerdings zwei geschichten gegenüberstellen
    zb von einem jungen gesunden menschen, mit depressionen
    undmagersucht ein
    alter kranker mensch der trotzdem zufrieden ist
    dann kämme da vielleicht eine gelungene reportage dabei heraus,
    von der so mancher noch was lernen kann
     
  6. Lübbers

    Lübbers Neues Mitglied

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    Hallo Rosanna2323,
    es kommt halt auf die Ausrichtung der Zeitung an. Natürlich ist "krank und glücklich" erst einmal provokant.
    Aber tatsächlich gibt es Menschen, die mit Ihrer Krankheit ganz neue Wege finden und sich keineswegs als unglücklich betrachten. Und da interessiert es die Redaktion, wie diese Menschen das hinkriegen und was und wer ihnen dabei hilft. Das heißt ja keineswegs, dass das Leiden ausgespart wird. Schließlich sind auch gesunde Menschen nicht nur glücklich.
    Eine gute Zeit wünscht Ihnen Annette Lübbers

     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Die Themenüberschrift find ich zwar nicht ganz so gut gewählt,
    aber,es geht doch eher darum, warum einige besser und andere schlechter umgehen können mit einer chronischen Erkrankung, in dem Fall entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Und die Thematik ist gut. Find ich nicht provokant.
    Das war das Anliegen:
    Eine Frage davon zB., hilft es darauf zu sehen was man noch kann und nicht ständig nur denken was man eben nicht mehr kann. Mir hilft es jedenfalls zu sehen was ich noch kann, auch wenn ich einiges nicht mehr kann. Nur gehts mir schlechter, wenn ich ständig drüber nachdenke was ich nicht mehr kann, das hilft mir nicht, da gehts mir seelisch schlechter. Also ich finde so Fragen schon gut.
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    mich bewegt der beabsichtigte artikel in ganz anderer weise.

    wer wird sich zur verfügung stellen?
    wer gibt das preis?
    zielgruppe 30 - 40 jahre. genau die, die mitten im arbeitsleben stehen. dann noch mit photo und wie sie was handhaben. könnte gewagt sein, finde ich.
    ich habe mit einigen aus diesem forum kontakte gehabt, sie wollten alles offen legen und den chef um unterstützung bitten. ich warnte sie - nur sehr sanft, äusserte meine bedenken. einige monate danach mailten sie mir, sie waren weg vom fenster..

    hier lesen viele mit, die zeitschrift könnte in die hände eines arbeitgebers fallen. den wird es schon sehr interessieren, dass der arbeitnehmer krank ist oder dessen partner krank und sein arbeitnehmer ihn unterstützen muss und eigene schlüsse daraus ziehen.
    oder man ist bereits in pflegestufe eingruppiert und zeigt dann, wie man was noch kann.
    aus den photos wird nie deutlich werden, wie sehr man sich quält bzw. quälen muss, wie lange etwas dauern kann etc.
    es wird nur dokumentiert, es wird geschafft. das bleibt in den köpfen der anderen hängen. warum also unterstützung?
    rheuma ist eine bösartige und isolierende erkrankung.
    wird dann gezeigt, wie toll man das alles bewältigen kann, wird den betroffenen das vorgehalten.
    das ist wie eine klatsche ins gesicht.

    zu oft musste ich das schon erleben, wie:
    die andere frau hat auch rheuma. die stellt sich nicht so an, die kann noch die treppen rauf- und runterlaufen; du musst nur mehr cortison nehmen, dann hast du auch keine schmerzen mehr; du läufst so plump und staksig daher, mit dir blamiere ich mich. die anderen rheumatiker gehen doch völlig locker, warum kannst du das nicht?; die anderen können und können und können; etc.
    ich mag diese artikel nicht. sie können in bestimmten situationen nur mehr unheil anrichten, schaden stiften als zuversicht verbreiten.
    denn sie wollen rheuma geschönt zeigen und nicht die brutale realität.
    diese krankheit kann man nur bewältigen und ertragen, wenn man mit sich im reinen ist, sie angenommen hat, nicht hadert mit seinem schicksal und persönlich auch ausgeglichen ist. dennoch sind die spuren sichtbar. wie soll man das dokumentieren können.
    ich denke an betroffene, die diese autoimmunerkrankung haben, die bislang noch nicht heilbar ist, die teilweise einen tückischen verlauf nimmt, die die gelenke auf dauer zerstört und innere organe beschädigt, die die augen angreift etc. wie will man diese brutale wahrheit rüberbringen?
    nix für ungut.
    bin jetzt auf die kommentare der anderen hier im forum gespannt.
    gruss
     
  9. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Aber es wird doch gar nicht abgestritten das es Autoimmunerkrankungen sind, die eben Gelenke und Organe zerstören können und das die schlimm sind.

    Es geht doch nur darum, wie man damit umgeht, wenn ich ständig denke alles ist schlimm und ich kann nichts mehr, dann ist doch erst recht schlimm, da fühlt sich das seelische Befinden total schlecht, das führt zur Depression.

    Warum soll man nicht aufzeigen, wie man sich trotz der Erkrankung seelisch besser oder gut fühlen kann? Ich finde das wichtig, ständig negativ denken macht mich völlig fertig, da sinke ich ab ohne Ende. Und ich habe genug Gründe dafür, denn nicht mal mehr mein Herz kann jetzt voll allein richtig arbeiten, eigentlich schlimm, aber es tut mir nicht gut, so zu denken, hab ich festgestellt. Lieber denke ich, ach schön das ich jetzt mit dem Herzschrittmacher noch leben kann, das es mich noch gibt. Eben an das was ich noch kann. Das kann auch Glück bedeuten, trotz der schlimmen Erkrankung und Einschränkungen.
     
    #9 22. Januar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 22. Januar 2013
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo! wir hatten hier im forum schon threads zu dem thema.
    manchmal denke ich, es gibt einen forum-tunnelblick, es wird völlig vergessen,
    dass sich hier nur ein minimaler prozentsatz erkrankter befindet, und dann auch noch, in der regel und logischerweise, die schwerer betroffenen. aber die überwiegende mehrheit der erkrankten befindet sich da draussen, und lebt ihr leben, arbeitet, hat spass, treibt sport, und wir erfahren nie etwas über diese menschen. natürlich auch nicht über die schwer erkrankten draussen, aber das soll jetzt nicht die betonung sein. man kann das forum und die schweren fälle hier nicht zum massstab machen. ich zumindest will das nicht. wenn ich mich (nur) an dem negativen orientiere gehe ich unter.

    über meine stark reduzierte lebenswerwartung habe ich klare vorstellungen,
    und ich bin nicht bereit mir auch nur einen einzigen tag zu vermiesen, ich halte mich für zufrieden, halbwegs glücklich, und über irgendwas lache ich täglich.
    so ganz toll hab ich es gesundheitlich nicht getroffen seit einigen jahren,
    aber es könnte schlimmer sein, und anderen geht es schlimmer.

    es hat schon etliche ähnliche dinge gegeben, wie den angekündigten bericht hier, wie zb den "rheuma preis - aktiv mit rheuma am arbeitsplatz" (den titel "rheuma preis" finde ich ein bisschen blöd, aber egal) http://www.rheumapreis.de/
    ich finde ich es wichtig, gerade für andere, neue, mut zu machen und zu zeigen, dass ein leben mit rheuma auch gut verlaufen kann. nicht jede erkrankung hat das potenzial einer "schrecklichkeit", viele verläufe sind mild oder weisen keine gelenkzerstörung auf.

    übrings, ich habe meine erkrankung, egal welche, noch nie angenommen!
    sie ist mein feind und wird es bleiben, und den bekämpfe ich. und das ist gut so!

    ich finde es wichtig in dem beitrag anzusprechen, dass es schwere verläufe gibt, damit kein falscher eindruck entsteht, und genauso wichtig mut zu machen!

    lieben gruss marie
     
  11. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

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    Anonyme Studien kann ich nachvollziehen, Bei der Veröffentlichung in einer Zeitschrift zum Thema "Krank und trotzdem glücklich"wäre ich vorsichtig.
    Ist so als wenn der MDK kommt und ich gehe vorher noch zum Friseur oder demonstriere ein sicheres Gangbild.
     
  12. anurju

    anurju anurju

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    Hallo zusammen,

    ich finde es spannend, was sich hier für eine Diskussion entwickelt - eigentlich sucht die Dame ja nur Menschen, die mitmachen würden und wollte sicher nicht so einen Austausch "anzetteln".

    Leider gehöre ich nicht in die Altersgruppe - ich finde es nämlich schon wichtig, dass man gerade Rheuma in der Öffentlichkeit mal anders darstellt.
    Das Bild unserer Erkrankung ist ja überaus diffus und wird durch Gelenkprobleme anderer Art bzw. deren fälschliche Bezeichnung als "Rheuma" doch sehr verwischt.
    Insofern wünsche ich mir auch, dass man sowohl den Aspekt "wie kann ich mit der Krankheit dennoch zufrieden leben" genauso zum Tragen kommt wie die Tragweite einer solchen Erkrankung, die eben nicht mit einem Hexenschuss oder dem üblichen Gelenkverschleiß im Alter zu vergleichen ist.

    Viel Erfolg bei der Suche nach dem 2. "Fall" und beste Grüße von
    anurju