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Fragen zur Therapie bei chronischer Polyarthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von roli, 30. September 2005.

  1. roli

    roli Neues Mitglied

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    Hallo Leute,


    ich bin neu hier und habe folgendes Anliegen:

    ich habe seit ca. 2Jahren chronische Polyarthritis.
    Vor ca. 6Monaten habe ich mit einer Basistherapie begonnen
    mit Lantarel (15mg/woechtenlich).
    Nach anfaenglichen Schwierigkeiten (Uebelkeit, Muedigkeit)
    komme ich ganz gut damit klar. Ich nehme seit 8Monaten zusaetzlich
    noch DecortinH (z.Z.5mg taeglich), nach meinem letzten Versuch
    das Kortison zu reduzieren hatte ich einen Rheumaschub und
    musste wieder die Kortisonzufuhr erhoehen.
    Meine Frage also jetzt: Heisst das, dass das Lantarel nicht
    wirkt und ist es normal, dass man die ganze Zeit ueber
    Cortison weiternimmt? Woran merke ich dass, das Lantarel ueberhaupt wirkt, wenn ich mich mit Cortison "volldroehne"?
    Und wenn ja, was macht man gegen die Wassereinlagerungen
    (helfen Brennesseltee und Saunagaenge?) Habe naemlich bereits 8kg zugenommen, ist auch das normal? :(


    Ich waere sehr dankbar fuer Hilfe und Anregungen...

    Gruss
    Roli
     
  2. Ingeborg

    Ingeborg Guest

    Hallo,
    zu der Basistherapie kann ich dir leider nichts sagen.Ich habe auch CP,warte aber noch auf meine Medis (wahrscheinlich nächsten Monat).
    Ich kann dir aber was zu den wassereinlagerungen sagen,da ich das selbst oft habe.
    Brennesseltee,den du ja schon erwähnt hast,hilft sehr gut.Ausserdem kannst du Reistage machen.Dazu den reis aber ohne Salz kochen.
    Sauna hat mir bisher nicht gegen Wassereinlagerungen geholfen.Du kannst auch pflanzliche Entwässerungskapseln nehmen (z.B. Biofax).

    Gruß Inge
     
  3. anika

    anika Neues Mitglied

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    Hallo Roli,
    leider ist es oft nicht ausreichend nur das Basismedikament zu nehmen und viele brauchen das Cortison noch zusätzlich. Es kommt immer auf darauf an, wie aggresiv dein Rheuma ist. Ziel ist es auf jeden Fall immer möglichst die Aktivität unten zu halten, damit deine Gelenke möglichst wenig geschädigt werden. Wenn du die Dosis auf 5 mg halten kannst ist das ganz gut, dennbei dieser Dosis sind wenig Nebenwirkungen zu erwarten, aber nehme trotzdem noch Calcium und Vit. D dazu. ( Ich nehme seit 17 Jahren Cortison zusätzlich).
    Leider kann das Cortison erstmal zu vermehrten Hunger und auch Wasereinlagerungen führen, trotzdem ist es wichtig auf deine Ernährung zu achten und versuche möglichst nicht zuvie zuzunehmen Gelenke schonen!).
    Ich wünsche dir viel Erfolg und vielleicht greift die Basistherapie bei die auch bald so gut, daß du aufs Cortison wieder verzichten kannst.
    Alles Gute
    Anika
     
  4. Trixi

    Trixi (vor)laut

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    Hallo,

    also - prinzipiell setzt sich eine Rheumatherapie aus 3 groben Komponenten zusammen - NSAR, Cortison und Basistherapie. Kann man auf die ersten beiden verzichten ist das natürlich um so besser :D . Der Clou ist nun die richtige Dosierung dieser Medikamente zu finden. An sich, finde ich, klingen deine Dosierungen ganz gut, auch die des Cortison (klingt ja sehr nach einer Erhaltungsdosis). Wenns dir dabei aber noch immer nicht so gut geht bzw du das Cortison satt hast, dann könntest du ja versuchen das MTX zu erhöhen. 15 mg sind noch nicht so viel - du könntest ja mal versuchen auf 20 mg oder 25 mg zu erhöhen. Vielleicht wird dann dein Gesamtzustand stabiler und du kannst erneut versuchen das Cortison zu reduzieren.

    lg
    Trixi
     
  5. roli

    roli Neues Mitglied

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    Hallo Inge,

    kannst du mir das mit den Reistagen naeher erlaeutern?
    Esse ich den ganzen Tag Reis pur?

    Roli
     
  6. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo roli,

    wenn Du derzeit mit 5 mg Cortison auskommst, hat das mit "Volldröhnung" nichts zu tun. Es ist eine niedrig dosierte Erhaltungsdosis.

    Allerdings: Nach 6 Monaten Mtx solltest Du zumindest insoweit eine deutliche Besserung spüren, als Du 1. auf NSAR verzichten kannst und 2. mit einer geringeren Dosis Cortison als zu Therapiebeginn auskommst. Geht das nicht, so ist entweder die Mtx-Dosis zu niedrig oder Du sprichst nicht genügend drauf an. Wenn Du das Mtx derzeit in Tablettenform nimmst, könntest Du auf Spritzen umsteigen. Oft ist Mtx in Spritzenform nicht nur verträglicher, sondern wird vom Körper auch besser aufgenommen.

    Sollte sich dann immer noch keine wesentliche Besserung einstellen, gäbe es noch die Möglichkeit einer Kombinationstherapie (d.h. Mtx und noch ein weiteres Basismedi) oder aber Umstieg auf eine andere Therapie.

    Ideal ist eine Basistherapie dann, wenn Du allein mit dieser beschwerdefrei bist (Remission). Unter Mtx ist mir das leider auch nicht gelungen. Damit kam ich nie unter 6,25 mg Prednisolon. Inzwischen bin ich bei der Basis Nr. 4 (Arava), konnte das Cortison vor gut einem Jahr ausschleichen und bin endlich zufrieden.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  7. roli

    roli Neues Mitglied

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    Hallo Monsti,

    was ist denn NSAR?

    Beschwerdefrei bin ich seit meinem letzten Schub nicht mehr geworden, aber es haelt sich in Grenzen.
    Ich kann nicht gerade behaupten, dass ich viel vom MTX merke, denn vor Beginn der Basisth. ging es mir schon dank Cortison sehr gut, eigentlich besser als es mit derzeit geht! Darum frage ich mich natuerlich ob es nur am Cortison liegt.


    Roli
     
  8. suse12998

    suse12998 Neues Mitglied

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    hallo roli,

    mein sohn hat mal das gleiche zum doc gesagt" ich glaube MTX hat keine wirkung, es geht nur wegen dem corti." der doc sagte dazu nur "was meinst du wie es dir ohne MTX gehen würde" nun heut bekommt er 20mg MTX die woche 25mg Enbrel 2mal die woche und ist auf 6mg corti runter (nächste woche auf 5,5mg) wenn alles gut geht kann er das corti langsam ausschleichen und dann geht es ans reduzieren von MTX...was mann braucht ist viel geduld!!!;)

    alles gute für dich!
    grussi suse12998 *ach, er spritzt sich MTX auch, als tab. ging es nicht
    wegen der nebenwirkungen*
     
  9. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hi roli,

    NSAR sind cortisonfreie Entzündungshemmer (z.B. Diclofenac, Ibuprofen u.a.).

    Grüßle von
    Monsti
     
  10. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Wassereinlagerungen

    Hallo Roli,

    mein Körper reagiert schnell mit Wassereinlagerungen und deshalb mache ich in Abständen "Entlastungstage".

    Dazu kochst Du Dir Vollkornreis mit Wasser und KEIN Salz!.
    Morgens dünstest Du Dir einen Apfel dazu, d.h. einen Apfel halbieren und ein Sieb legen, das Sieb in einen Topf mit kochenden Wasser hängen. Also den Apfel nicht ins Wasser rein, sondern darüber ;)
    Du kannst aber auch eine frische Ananas in Stücke schneiden und zu den Vollkornreis essen.

    Mittags und abends dünstest Du Dir Gemüse (Zucchini, Tomaten, Paprika etc.)OHNE Salz!, Du kannst aber Kräuter benutzen.

    An dem Tag musst Du viel trinken, entweder Wasser oder verdünter Kräutertee.

    So etwas wäre am Wochenende angebracht, da Du häufiger die Toilette aufsuchen wirst ;)

    Solche Entlastungstage erleichtern manchmal bis zu 1 Kilo, also kein Fett sondern Wasser.

    Gut ist es auch kurweise, d.h. 4-6 Wochen Brennesseltee zu trinken. Dazu Birkenblättertee (*schüttel* also gering dosieren) und Schachtelhalmkrauttee (*mmh*)
    Die Teesorten kannst Du häufig in der Apotheke kaufen. 100g Tee kostet je nach Sorte 1,99 -3€ +/-.

    Wichtig ist es auch sich zu bewegen. Damit meine ich keinen Hochleistungssport ;), sondern spazierengehen, walken, radfahren, schwimmen, jenachdem was Du kannst.

    Schau einfach, ob das etwas für Dich ist und wie Du es für Dich umsetzen kannst.

    Viele Grüße
    Sabinerin
     
  11. roli

    roli Neues Mitglied

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    Hallo Sabinerin,

    danke für die vielen tollen Tipps, ich werde sie testen!

    Gruss
    Roli