1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Fragen zu Lantarel?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Anna42, 10. März 2009.

  1. Anna42

    Anna42 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. März 2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Hallo, ich bin hier für um für meine Mutter Infos zu suchen, das sie leider kein Internet hat. Meine Mutter ist 75 Jahre alt und nimmt jetzt seit ca 6 Mon. Lantarel, erst jede Woche eine Spritze und jetzt ist sie auf Lantarel Tabletten umgestellt worden 20 mg, dazu bekommt sie noch 5 mg Prednisolon täglich.

    Meine Mutter hatte eigentlich vor der Behandlund nie großartig Beschwerden gehabt. Ausser ab u zu ein Paar Schmerzen in den Händen (Finger, waren öfters etwas steif) oder mal im Fuss (eine Zeit lang, sie dachte das es ein Fersensporn wäre, war es aber nicht), oder in der Schulter, und ab und zu ein Paar kleine Stellen an Zahnfleich, also im Mundbereich an der Schleimhaut.

    Sie hielt die Schmerzen immer für Alterserscheinungen und die Stellen im Mund schob sie auf Druckstellen der Zahnprothese.

    Bei einer Routine Blutabnahme beim Internisten wurde der, aufmerksam auf einen zu hohen Rheumawert im Blut, und überwies meine Mutter zum Rheumatologen.
    Der nahm auch noch mal Blut ab und sagte es gefiel ihm gar nicht dieser Blutwert der zu hoch war, er tippte auf eine Art von Weichteil Rheumatismus. Meine Mutter war nie was aufgefallen vorher.

    Seit dem bekommt sie schon 6 mon lang diese Medikamente.

    Jetzt hat sie mit mir gesprochen und mir gesagt das sie ganz schön an Nebenwirkungen zu leiden hat, ihr wird manchmal richtig schlecht, sie friert ständig, es fallen die Haare etwas aus, sie ist ständig müde und könnte nur schlafen, die Haut ist sehr trocken geworden und sie hat schon 4 kg abgenommen, das hatte sie noch nie vorher :confused:.

    Sie sagte zu mir: Das sie auf ihre alten Jahre keine Lust auf solche Nebenwirkungen hat, die das alter ja noch unangenehmer machen als es schon ist. Meine Mutter hat sonst davor, nicht eine Tablette eingenommen, ihr gings immer ganz gut, bis auf die paar Schmerzen hin und wieder, die aber nicht so wahnsinnig störend waren.

    Jetzt möchte ich mal hier im Forum andere Betroffene fragen, die auch Lantarel nehmen. Habt ihr auch solche Nebenwirkungen?

    Und muss meine Mutter sich das wirklich antuen? ihr gings vor der Behandlung besser als jetzt.
    Ich würde mich über Infos und Erfahrungen von Euch freuen, damit ich meiner Mutter davon berichten kann.

    Sie ist ganz schön genervt und findet das alles überhaupt nicht mehr gut.:(

    Danke und schöne grüße
    Anna
     
  2. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2008
    Beiträge:
    699
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Anna,

    wichtig wäre zu wissen welcher "Rheumawert" (Rheumafaktor = RF oder AntiCCP .. oder ---?) erhöht war und um wieviel.

    Wurden Röntgenbilder oder besser MRT der schmerzenden Gelenke gemacht?

    Sollte es sich bei Deiner Mutter wirklich um aktivierte Arthrosen und nicht um Rheuma handeln ist Lantarel nicht das richtige Medikamt.

    Abgesehen davon sollte Deine Mutter mit dem Rheumatologen sprechen.

    Kein Patient kann zu einer Therapie gezwungen werden.

    Ein Medikament sollte eigentlich nicht "schlimmere" Nebenwirkungen haben als es nutzt.
    Sprich: wenn Deine Mutter sagt "die Beschwerden am Skelett stören mich weniger als die Nebenwirkungen der Medikamente, die mir helfen sollen" sollte sie das mit dem Arzt besprechen und ihn direkt fragen, was er denkt, welche Risiken eine Beendigung der Therapie haben.

    Gruß waschbär
     
  3. Johanna1953

    Johanna1953 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2007
    Beiträge:
    140
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NRW
    Schwierige Frage

    Lantarel ist sicherlich ein gutes bewährtes Mittel, um den Fortschritt einer rheumatischen Erkrankung aufzuhalten. Sind denn jetzt wenigstens die Schmerzen weg, die deine Mutter hatte, wenn sie so unter den Nebenwirkungen leidet?
    Wenn sie allerdings gar nicht so sonderlich unter Schmerzen gelitten hat und ihr das Lantarel mehr Beschwerden macht als die früheren Beschwerden, da fragt man sich natürlich, ob man sich das antun soll mit 75. (Lantarel kann schon gehörig die Lebensqualität trüben).

    Also ich bin noch 20 Jahre von den 75 weg und mein Rheumadoc meinte kürzlich zu mir, als ich wieder über (leichte) Schmerzen klagte, das käme doch wohl schon mal vor, ich sei ja schließlich "nicht mehr fabrikneu". Der führt nicht alle Schmerzzustände auf's Rheuma zurück (das bei mir mit 15 mg MTX + 5 mg Cortison behandelt wird) und denkt auch gar nicht daran, jedesmal bei Schmerzen die Dosis MTX oder Cortison hochzufahren.
    Er ist im übrigen der Meinung, als Arzt solle man eher auf den Patienten schauen als auf die Laborwerte. Bisher bin ich mit dieser Einstellung gut gefahren:).
    Was ich damit sagen will: Vielleicht reichen deiner Mutter im Bedarfsfall auch zeitlich begrenzte Schmerztherapien, wenn's denn mal nötig ist.
    Noch eine Bemerkung : Meine Nachbarin (67 Jahre) hat erhöhte Rheumawerte im Blut, aber keinerlei Beschwerden. Also sieht ihr Arzt auch keinerlei Anlass, Rheumamittel einzusetzen. Und ihr geht es seit Jahren nicht schlechter als früher. War wohl die richtige Entscheidung, keine Medikamente einzusetzen.
    Wenn's denn aber bei deiner Mutter doch sein muss: Es gibt sicher Mittel, die sie besser verträgt als Lantarel. Ich kenne ein paar Leute, denen es nach einem Wechsel des Medikaments besser geht.
    :user:
     
  4. Anna42

    Anna42 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. März 2009
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Hallo, ja schmerzen sind weg, aber es waren ja eigentlich kaum schmerzen da vorher, nur hin und wieder mal. Meine Mutter hat das nicht als besonders belastend empfunden. Sie ist übrigens 77 Jahre alt, habe ich da etwas vertan sorry.

    Sie war jetzt noch mal gestern beim Rheumatologen und hat ihm das alles erzählt, sie war kurz vor den tränen nah, weil sie das belastet mit den Nebenwirkungen.

    Er hat zu ihr gesagt, das diese Grippe artigen Nebenwirkungen die sie zZ hat nicht sein müssen, und meinte das sie am selben Tag erst mal das Prednisolon von 5 mg auf 20 mg hochsetzen soll, aber nur 1 Tag lang soweit ich verstanden habe.

    Davon sollen die Nebenwirkungen besser werden. Sie hat das dann so gemacht und meinte das es ihr dann auch direkt etwas besser ging.

    Der Arzt hat auch zu ihr gesagt: Frau ... wir Ärzte wollen ja unsere Patienten nicht krank machen sondern Gesund.

    Und meine Mutter fragte ihn dann: Wo dann der nutzen von dieser Behandlung jetzt wäre? wenn es ihr vorher doch recht gut ging?

    Er meinte dann: Die Therapie ist für die Zukunft gedacht, um in der Zukunft vorzubeugen das es schlimmer wird. (was auch immer)

    Diese Antwort stellt natürlich weder mich, noch meine Mutter zufrieden, aber mal abwarten jetzt . Ich denke nicht das sie diese Medis jetzt ewig lang noch nehmen wird, hoffentlich.

    Ich glaube der Arzt will einfach vorbeugen das dieses Art von rheuma was sie hat, nicht schlimmer wird, auch wenn sie jetzt keine großen Beschwerden vorher hatte, aber es waren wohl für den Arzt deutlich Anzeichen dafür da.

    Die stellen im Mund, die Glatten Finger vorne, der Mund der angeblich im laufe der Jahre kleiner geworden war (sagt der Arzt), meine Mutter schob es auf die Falten an dem Mund die jede Frau in dem Alter eben hat, ihr ist das nicht aufgefallen.

    Auch die Schmerzen im Fuss und in den Fingern und diese zu hohe Rheumawert im Blut.

    Na ja mal abwarten was passiert. Jedenfalls ist das schon komisch alles.
    Gruß Anna
     
  5. Johanna1953

    Johanna1953 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2007
    Beiträge:
    140
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NRW
    Was soll man davon halten

    :( Kann ich gut verstehen, dass dieser Arztbesuch unbefriedigend war.
    Ich hatte auch zu Anfang einen Rheumatologen, der mir nichts erklärt hatte, bei dem ich mich nicht ernst genommen fühlte. Den habe ich schnell aufgegeben und mir einen neuen Rheumadoc gesucht, bei dem ich nun seit 2 Jahren sehr zufrieden bin. Der wohnt zwar weiter weg, aber man ist ja auch nicht jede Woche da.
    Gibt es bei euch auch noch eine Alternative zum derzeitigen Arzt? Würde ich mir überlegen.
    Dass Cortison die Nebenwirkungen von MTX lindert, habe ich noch nicht gehört.
    Ich fühle mich übrigens deutlich besser von den Nebenwirkungen her, nachdem ich die MTX-Dosis von 20 mg auf 15 mg senken konnte. Vielleicht würden die bei Ihrer Mutter ja auch reichen.
    Wünsche alles Gute!
     
  6. ZickenPrinzessin

    ZickenPrinzessin Neues Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2009
    Beiträge:
    29
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Frankfurt
    hallo!
    Ich habe ne juvenile idiopathische arthritis (hoffe das heisst so).
    Ich hab 17 Jahre ohne tabletten gelebt, habe nur ibuprofen zuhause gehabt das ich bei schmerzen genommen habe.

    Das lantarel hat genau diese nebenwrikungen udn wäre ich an der Stelle deiner Mutter würde ich meinen Rheumatologen bitten es abzusetzen.
    Die Fersenschmerzen udn so sprechen schon für das Rheuma udn für die Medikamente aber wenn sie ich doch besser fühlt ohne das MTX dann würde ich es an ihrer stelle absetzen lassen!
    Mit 75 muss man ja auch nicht mehr springen können wie ne 20 jährige :top: