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Frage zur chemischen Synoviorthese

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von cancell, 17. März 2011.

  1. cancell

    cancell Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    in der kommenden Woche habe ich eine chemische Synoviorthese vor mir (eine
    Nacht im Krankenhaus). Mein Arzt sagte mir, dass diese Synoviorthese sehr
    schmerzhaft wäre.

    Ich wollte daher hier mal fragen, wie die Erfahrungen dazu sind. Sind die schmerzen
    wirklich soooooo schlimm? Welche Schmerzmedikamente bekommt man dabei?

    Ich nehme aufgrund einer Knie-OP vor 6 Wochen noch Tramal (25 Tropfen - 3x
    tägl.). Das sollte doch eigentlich schon etwas helfen, oder?

    Wegen der Schmerzen habe ich eigentlich am meisten "Schiss" vor diesem Eingriff.

    Ich hoffe Ihr könnt mit hierzu etwas sagen.

    Gruß
    CanCell
     
  2. Schökobärchen

    Schökobärchen just smile

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    Hallo CanCell!

    Ich habe auch eine hinter mir- im Fingergrundgelenk der linken Hand. Also bei mir war es so, dass ich direkt nach der Injektion Tilidin Tropfen und seit den immer wieder Eis zum kühlen bekam. Es gab dann noch einen Medikamentenplan, wenn man sich mit Schmerzen gemeldet hat, wurden die Medikamente dann "stäker". Ich kam aber mit dem Eis und den ersten beiden Stufen des Mediplans recht gut aus (Voltaren dispers, Tilidin Tropfen- die zwei weiten Schritte kann ich nicht sicher sagen, aber ich meine mich zu erinnern, dass es bis hin zum btm ging..).
    Ich persönlich muss sagen, dass es zwischendurch schon etwas weh tat, doch es mit dem Eis und den Medis gut zu ertragen ist. Ist ja immer eine individuelle Sache, doch ansich würde ich sagen, dass du dich nicht durch die Vorwarnungen verrückt machen solltest, da du ja gut betreut wirst und bei Bedarf mit Schmerzmitteln versorgt wirst.
    Ich wünsche dir alles Gute!

    Vlg, Inana
     
  3. cancell

    cancell Neues Mitglied

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    Hi Inana,

    danke dir für die Antwort. Bei mir ist die chemische Synoviorthese im Kniegelenk
    (das hatte ich in meine Frage garnicht mit hineingeschrieben).
     
  4. Schökobärchen

    Schökobärchen just smile

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    Achso- dann wirst du bestimmt erstmal einen Rollstuhl zur Hilfe bekommen, da man das Gelenk ja nicht belasten soll... Ist das bei dir denn nur eine Anwendung?
    Bei mir waren es zwei mal die Chemosyno-Spritzen mit je einem Tag Abstand und danach noch zum Schluss ne Cortison Injektion (ich bin mir nicht mehr so sicher, ob da auch noch ein Tag Pause vor war..) ins Gelenk.
    Aber vielleicht gibts da verschiedene Vorgehensweisen...
     
  5. cancell

    cancell Neues Mitglied

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    Ich wurde vor 6 Wochen am Knie operiert. Hier wurde bereits eine operative
    Entfernung der Geleninnenhaut durchgeführt. Nun, 6 Wochen nach der OP,
    soll noch, wie beschrieben, die chemische folgen.

    Der Arzt sagte mir, dass an einem Tag die Injektion gesetzt wird. Am folgenden
    Tag wird dann das Knie gespült und dann kann ich nach Hause. Ich denke mal
    hier sollen nur die "Reste" entfernt werden, die bei der operativen nicht
    beseitigt worden sind.

    Einen Rollstuhl habe ich eh zu Hause, da ich nach wie vor noch nicht laufen kann.
    An den bin ich mittlerweile gewöhnt :-(
     
  6. Schökobärchen

    Schökobärchen just smile

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    ja-dann macht die eine Anwendung wegen der Op Sinn...
    Vielleicht ist mit den "Ausspühlen" auch die Cortison-Spritze gemeint- So weit ich weiß, wird die danach gegeben um die draufgesetzte Entzündung wieder runter zu fahren...

    Was hast du denn für eine Rheumaform und seit wann? Finde ich immer interessant, wie unterschiedlich alles sein kann und wie verschieden die Medikamente anschlagen...
    Ich hoffe, du kommst sonst (abgesehen vom Laufen...) gut zurecht!
    Wie gesagt: Diese eine Sache wirst du auch überstehen- Ich denke, das wird bei weitem nocht so wild schmerzen, wie nach ner Op- Allein schon ohne Wunde etc...
     
  7. cancell

    cancell Neues Mitglied

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    Ich denke auch, dass mit dem "Spülen" die Cortisonspritze gemeint ist. Ich denke
    auch, dass die Schmerzen nach der OP (Arthroskopisch) schlimmer waren. Hier
    wurde ja auch ne Menge gemacht (Knorpelglättung, Gelenkinnenhaut entfernt,
    Aussen-Miniskus entfernt und eine Mikrofraktur am Knochen). Das schmerzte
    glaube ich noch ein wenig mehr...hoffe ich zumindest...!

    Welche Rheumaform ich habe weiss ich noch nicht. Der Diagnose auf Rheuma
    wurde dort erst durchgeführt. Zumindest meinte der Arzt, dass es verdammt
    nach rheumatischer Erkrankung aussieht. Den histologischen Befund will er mir
    bei der Behandlung in der kommenden Woche mitteilen.

    Sonst komme ich, abgesehen vom Laufen :), gut zurecht. Aber ohne meine
    "geliebten" Tramal-Tropfen gehe, bzw. fahre ich nicht aus dem Haus...
     
  8. Schökobärchen

    Schökobärchen just smile

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    Ja, dann drück ich dir die Daumen, dass du da anständig durchgecheckt wirst und zu ner Diagnose (muss ja hoffentlich nicht immer Rheuma sein...) kommst- Klingt ja schonmal nach nem guten Weg- Hast du denn schon einen internistischen Rheumatologen für dich gefunden- oder läuft das alles in der Klinik ab?
    Oh ja- Was wär nur ohne die guten Schmerzmedis und co...! :)
     
  9. esprit

    esprit sandy69

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    Hallo,
    hatte letztes Jahr zweimal eine CSO ins rechte Sprunggelenk.
    Also ich kann nur sagen, ich habe mich verrückter gemacht als
    es war.
    Bekam das Mittel zusammen mit Cortison eingespritzt. Sollte tief
    einatmen und schon war die Spritze im Gelenk. Ich habe geschwitzt
    wie verrückt.:eek: Danach einen Tag nicht belasten (Rolli) und ständig Eis
    drauf packen. Aber auch Pause, meine Bettnachbarin bekam Fieber
    weil sie zuviel gekühlt hatte.
    Von den Schmerzen her war es bei mir nicht so schlimm! Habe auch
    nichts zusätzlich bekommen. Nehme Celebrex täglich, daß Cortison
    in der Inektion tut sein übriges!
    Also nicht soviel Angst!!!!

    Gruß Sandy
     
  10. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo cancell,
    ich habe schon mehrere chemische synovektomien bekommen (schultern und kniee).
    tja, mal hat es " schweine-weh" getan und dann wieder ging es :).
    bei mir wurde das ambulant gemacht und ich habe btm ´s mitbekommen
    (ich mein es war valoron ) und stand immer in kontakt mit meinem rheumatologen........................aber das beste danach hatte ich richtig lange ruhe in diesen gelenken (jahre !!!).
    also,augen zu und durch,die geben dir im kkh schon die richtigen schmerzmittel !!!
    liebe grüße
    katjes

    hab nochmal nachgeguckt,valeron ist kein btm.........also war es etwas anderes................hat aber geholfen und das ist ja das wichtigste !!!
     
    #10 17. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2011
  11. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    Frage zur chemischen Synoviorthese Nachricht

    @hallo zur info:

    stationär odere ambulant ist reine geschmacksfrage, was einer besser händeln kann und was der arzt anbietet. manche haben eine ambulante op-praxis, manche eben belegbetten im krh und andere nichts von beiden, dann krh.
    denn ambulant bedeutet am knie z.bsp. 48 stunden nicht belasten, still liegen, kühlen...also muss zu haus jemand sein, der helfen kann.

    kühlen: hier der hinweis nicht viel hilft viel!
    sondern: in grösseren abständen bis zu 30 min kühlen, dann eine pause einlegen. sonst ist das ganze kontrprofuktiv und hilft nicht wirklich.
    das spülen dach der cvo hat den grund, dass eventuelle kleinste teilchen aus dem gelenkraum rausmüssen, die sich ggf. gelöst haben.

    cortison hält das ganze in einem erträglichen rahmen, da die cso die gelenkhaut natürlich verdammt reizt und wie eine entzündung abläuft.

    microfrakturierung sind kleine löcher im knochen reingebohrt um den knochen anzuregen, eine "pseudoknorpelschicht"zu bilden, als ersatzknorpel. von daher darf da für mindestens 6 wochen keine belastung drauf.

    tilidin, tramal,valoron als vorrübergehende schmerzmedikation sind opiate, den echten opiaten aber nur "gleichgestellt", aber kein btm!

    Hinweis die tropfenform ist nicht unbedingt für die langzeittherapie gedacht, da der "suchtfaktor oder auch abhängigkietsfaktor" eintreten kann. schnelles wirken bei schmerzen nach gut 10-15 minuten, aber auch ebenso schnelles abfallen der wirkung.
    das ganze läuft an rezeptoren im kopf ab. der meldet sich dann und der körper will sich noch schneller und mehr mit dem medi belohnen und man braucht zwangweise mehr davon.

    besser hier bei diesen medis auf "retard-präparate der selben wirkklasse"umsteigen. gleichmässig über den tag verteilt wird das medi an den körper abgegeben und die gefahr der abhängigkeit dadurch sehr gering ist.

    btm's sind z.bsp. fentanyl oder buprenorphinpflaster/sticks
    oder temgesic, oxycodon, targin...diese alle haben "morphin als ihre grundlage" und sind deshalb ein btm.

    stufenschema es gibt ein s.g. stufenschema der who für schmerzen. da könnt ihr gern reinschauen

    link http://www_medizinfo.de/schmerz/thwho.htm
    Hinweis nach dem www bitte den unterstrich weg, dafür ein punkt reinsetzen, wegen der Spamer!

    und dort ist gut erklärt wie das mit den medikamenten entsprechend eurer eigenen schmerzstärke abläuft. schmerzen sind subjektiv! jeder schätzt sie anders ein und empfindet sie auch anders. deswegen hat einer eben mehr, der andere weniger oder gar keine schmerzen.

    also nicht bange machen lassen, wenn du deine schmerzen als besonders heftig empfindest und dein bettnachbar sich drüber aufregt ;)

    naja bei fragen, ihr wisst ja, ich antworte gern!

    ansonsten ist das kein eingriff den der pförtner macht und trotzdem aber eine gute sache!

    ich wünsche allen, die sich dem unterziehn wenig schmerzen und gute beserung!

    sauri:) der liebe dino