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Frage zu Saroten- Ersatz

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Juliane, 13. Oktober 2004.

  1. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo, liebe R-Oler, ich hatte mich ja schon mal mit dem Thema Saroten an Euch gewandt. Nun haben sich bei mir neue Fragen ergeben: wenn Saroten als Serotonin- Aufnahmehemmer wirken soll um eine relativ gleichbleibende Verfügbarkeit zu haben, warum kann man den Serotonin- Spiegel nicht selbst ausgleichen (außer Schoko), z.B. Tabletten, welche? Wie hilft Euch Tetrazepam um die Muskelkrämpfe zu lösen? Gibt es Alternativen zu Amitryptilin?
    Ich wünsche Euch einen schönen Abend, Juliane.
     
  2. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Juliane,

    nach meiner letzten großen Bauch-OP vor ca. 6 Wochen bekam ich vom Schmerzdienst u.a. Saroten. Leider konnte ich dieses Mittel überhaupt nicht vertragen, denn es sorgte bei mir einerseits für extreme Mundtrockenheit (überhaupt Trockenheit sämtlicher Schleimhäute, d.h. auch der Augen) und zum anderen für unangenehme Wassereinlagerungen (5 kg mehr innerhalb von 2 Tagen, ohne etwas gegessen zu haben).

    Ähnliche Wirkungen kenne ich aus eigener Erfahrung von Insidon und Truxal. Ich komme sehr gut mit Seroxat zurecht, das in Deutschland allerdings nur ungern verschrieben wird, weil ziemlich teuer. In der postoperativen Phase wurde es nach dem Scheitern von Saroten auf mein Bitten hin von 20 mg auf 40 mg täglich gesteigert. Und siehe da: Es half mir, und zwar ohne irgendwelche Nebenwirkungen!

    Leider sind die Wirkungen/Nebenwirkungen aller Medis individuell ganz verschieden, d.h. dies sind nur meine ganz persönlichen Erfahrungen. Seroxat ist wie etliche andere Antidepressiva auch ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  3. cpeter

    cpeter Guest

    Außer Amitryptilin (sedierend) wird oft Clomipramin (z.B. Anafranil, anregend) gegeben. Während man bei A. die Hauptdosis Abends nimmt, so bei C. Morgens. Ist einen Versuch wert. Wenn man allerdings Probleme mit dem Schlafen hat, dann ist A. eindeutig besser. Die Nebenwirkungen kann man durch einen sehr lagsamen Aufbau der Dosis ausgehend von 10mg in den Griff kriegen. Nach einigen Wochen gehen sie jeweils zurück. Beide Mittel sind Trizyklische Antidepressiva und wirken samit auf mehrere Botenstoffe gleichzeitig (also nicht nur auf Serotonin). Für die neueren Mittel ist die Wirksamkeit bei chronischen Schmerzen nicht so gut dokumentiert. Außerdem sind sie viel teurer.

    Peter