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Frage an die, die selbst spritzen...

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sabinerin, 8. Juni 2003.

  1. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Guten Morgen an alle,

    gestern habe ich mir meine erste Enbrel-Spritze gegeben. Ich habe mir die Beschreibung genau durchgelesen und festgestellt, daß es nicht viel anders ist, als das Notfallpaket meines Mannes (Traubenzuckerlösung für Diabetiker) .

    Schön und gut, aber nun zu meinem Probs:

    Die Plastikkappe von der Enbrel-Flasche zu lösen ging ja noch, aber ich bin bereits an der Gummidichtung der Spritze gescheitert. Die konnte ich nicht entfernen. Das Aufstecken der Spritzennadel hätte noch funktionieren können, aber die Schutzkappe war ebenfalls für mich zu fest. Puh und das ist etwas für rheumakranke Menschen...für mich eher mal wieder "rheumatikersicher" eingepackt.
    Ok, mein lieber Göga (seit 27 Jahren insulinpflichtiger Diabetiker) überwachte meine Aktion mit Argusaugen und hat mir die Spritze zusammen "gebastelt" ;)

    Grinsen musste ich über seinen gequälten Gesichtsausdruck, als ich mir die Nadel in den Bauch pikste. Er fragte mich "Hast Du damit kein Problem? Die meisten kostet es Überwindung, sich selbst zu spritzen!"
    Nein, das ist kein Probs für mich.

    Wie kommt Ihr mit der Handhabung klar? Könnt Ihr die Spritze selbst zusammensetzen, andere Nadel befestigen etc??

    Viele Grüsse
    Sabinerin
     
  2. Rubin

    Rubin Mitglied

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    Hallo Sabinerin,

    die erste Spritze Enbrel habe ich mir unter Anleitung meines Rheuma-Docs gesetzt. Es ist ja wirklich zuerst eine kleine Zeremonie - das Auflösen des Pulvers, das Aufziehen in die Spritze. Als es soweit war, daß ich in meinen Bauch stechen mußte, habe ich mehrmals tief Luft geholt. Mein Doc saß lächelnd vor mir und konnte mein anfängliches Zögern gut nachvollziehen. Er hatte sich nämlich selbst auch noch nie gespritzt. Ja, und diese Schrecksekunde, bevor ich in mich hineinsteche, ist bis heute, nach 3 Jahren Enbrelspritzen, nicht vergangen. Vorzugsweise gebe ich mir die Spritze in die Oberschenkel, weil sie nicht so emfpindlich sind wie mein Bauch.

    Das Entfernen der Schutzkappe machte mir zunächst ebenfalls Probleme, insbesondere millimetergenau die Flüssigkeit durch die Gummidichtung zu geben. Aber, innerhalb kürzester Zeit haben sich meine Fingerprobleme dank Enbrel derart gebessert, daß mir die *Enbrel-Zeremonie* gut von der Hand geht. Mit Sicherheit bekommst Du auch mit der Zeit die nötige Übung.

    Angenehme Pfingst-Feiertage wünscht Dir....

    Rubin (Sabine - sind hier vielleicht zufällig die *Sabinen* unter sich?)
     
  3. hannilein

    hannilein die Espressosüchtige

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    Hallo Sabinerin,

    das Problem kenne ich. Die Firma Wyeth stellt etwa 3 verschiedene Packungen her, welche für Amerika und andere für Europa. Die unterscheiden sich schon recht erheblich was die Zubereitung angeht. Leider hat man bei der Bestellung keine Chance, eine bestimmte Verpackung zu bestellen. Die eigentlich rein für den amerikanischen Markt bestimmte Packung ist trotz stumpfer Nadel für uns Rheumis die beste, weil die Nadel bereits fest auf der Spritze ist. Die Nadelhülle und die rosa Kappe auf dem Pulverteil kriege ich, wenn es meinen Fingern nicht so gut geht am besten mit den Zähnen ab (ist zwar nicht die feine englische und die hygienischste Art aber so geht es wenigstens gut ab). Am schlimmsten war die Packung, die für Deutschland eine Zeit lang hergestellt wurde, da war nur das Pulver enthalten, alles andere wie Lösungsmittel, Spritzen und Nadeln (2 verschiedene) wurden extra mitgegeben. Das gab es aber Gott sei Dank nicht so lang. Momentan kriege ich wieder das stumpfe Teil, wo ich aber mit am besten zurechtkomme.
    Du siehst also, Du bist nicht allein. Vielleicht sollte man Wyeth mal schreiben, ob sie schon mal einen Rheumatiker gesehen haben, mit Händen, die nicht alles so fassen können wie ein gesunder Mensch. Die können sich das wahrscheinlich gar nicht vorstellen.

    Probier es mal mit den Zähnen, bei mir klappt es gut.

    Schönes Pfingstfest noch, alles Liebe Kathrin
     
  4. Gerhard

    Gerhard Badener - in memoriam 08.07.2010 †

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    Spritzen

    Hi Sabinerin
    Also ich spritze mir seit zweieinhalb Jahren Adalimumab und kann das mittlerweile auch .Am Anfang hab ich einen "Lehrgang" bei
    der Arzthelferin gemacht und konnte mich nach einiger Zeit auch überwinden mich selber zu spritzen .Bei mir liegts wohl daran das
    ich zuviel Fixer gesehen habe.Bei mir ist die Morgensteifigkeit sehr selten darum komm ich auch mit der Handhabung gut zurecht :cool:
    Wünsch dir schöne Feiertage :D

    Gruß aus den sonnig warmen Hegau

    Gerhard
     
  5. Daydreamer74

    Daydreamer74 Guest

    Enbrelzubereitung

    Hallo Sabinerin,

    das zubereiten der spritzen ist wirklich nichts für Rheumatiker. Selbst wenn die hände noch einiger Maßen in Ordnung sind ist es nicht immer einfach mit dem deutschen set. Aber ich nehme das deutsch set lieber als das amerikanische. auch wen diese etws bedienfreundlicher ist. So hat das amerikanische meiner meinung nach zwei nachteile. Der ist ist du hast nur eine nadel und die ist nach dem durchstechen des gummis schon stumpf und das spritzen merkst deutlicher und du mit etwas mit kraft in die haut drücken. Das zweite ist das die Nadel dicker ist, was den effekt noch verstärkt!

    Für das deutsche Set gibt es einige kniffs und Tricks. Allerdings sollte man nie zu kurze fingernägel haben. Das entfernen des rosa käppchens mach ich immer in ich den fingernagel des rechten daumen unter den rand des käppchens schiebe und den daumen mit dem der linken hand nach oben drücke. Funktionier eigentlich immer. Das öffnen der Nadelhülle geht leichter wenn sie mit beiden händen jeweils an dem ende anfasst und das ganze mehrmals in alle richtungen durchbiegst, dabei geht nicht nur der hintere dicke schutz ab, sonder die nadel lockert sich auch schon etwas. Ebenso mache ich es mit der plastikkappe an der spritze. Dabei lösst sich bei mir immer schon die gummikappe mit der plastikkappe. Nur die Nadel von ihrer dünnen hülle zu befreien ist nicht immer einfach. Ich fasse dir spritze mit der linken hand dann und halte mit den nägeln des daumens und des zeigefingers das plastik an der spritze fest, während ich mit der anderen an der hülle ziehe, meist funktioniert das gut.

    Übrigens vor dem spritzen hat ich auch keine hemmungen. Die hauptsache ist man ist dabei nicht verkrampft oder angespant, den dann kann es schon mal ein wenig weh tun.

    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

    Gruss

    Karsten (Spritzenprofi seit zwei monaten*g*)
     
  6. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    spritzen............

    @sabinerin:erstmal einen wunderhschönen pfingstmittag (bei uns bollert es so richtig feste und regnen tut es auch).mußt du jeden tag spritzen?????

    also die fertigspritzen sind immer von der nadel her dicker und stumpfer.
    hab ich selbst jetzt erlebt bei den impfungen (fertig) und einer tetanusauffrischung (eigenbau).

    die impfung tat schon beim reinstechen weh.

    aber auch die heparinspritzen(mußte ich einige monate bekommen) gibt es in diesen beiden varianten.

    das eigenspritzen geht halt besser (meine meinung) mit den selbstgebastelten.spitze feiner und auch hygienischer.

    die kappe hab ich manchmal mit einer zange abgemacht oder mit einerumkonsturierten pinzette.

    aber ich selbst habe mich erst bei den letzten 2 wochen überwinden können, selber zu spritzen.
    das habe ich dann immer morgens gemacht (fertig am bett liegend) wenn ich noch a bisserl besoffen war vom schlaf oder wie auch immer man diesen krampf bezeichnen wollte.

    die zwischenzeit hat meine ma mich gespritzt und wir hatten immer viel spaß dabei. vor lauter lachen kam die spritze immer wieder aus dem bauch raus
    :D :D :D
     

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  7. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    lieben Dank

    Hallo an alle,

    ganz lieben Dank an alle.

    Mir breitet es aber kein Problem zu spritzen, ob nun mit eher stumpfer oder mit ganz spitzer Nadel. Ich nehme das wohl deshalb gelassener, weil die Gelenkspritzen (grob geschätzt würde ich auf 500 +/- tippen) so entsetzlich sind und ich deshalb das Spritzen in den Bauch nicht schlimm finde.
    Heparinspritzen habe ich auch schon zahlreich bekommen, nach diversen Gelenk-Op´s.

    @Liebelein, nein, ich muß zweimal wöchentlich spritzen und das finde ich völlig ok.

    Ich bekam keinen "Spritzen-Einweisungskurs", aber aufgrund der täglichen Insulinspritzen meines Mannes ist mir die Theorie gut bekannt. Viel anders empfinde ich das Spritzen von Enbrel auch nicht, nur die Mengen sind eindeutig größer.


    Ich finde den Hinweis gut, mal der Firma das Problem zu schildern, was ich auch in einigen Wochen tun werde, wenn ich mich einige Male gespritzt habe. Ich denke gesunde Menschen können sich nicht vorstellen, wie alltägliche Dinge zum Hindernis werden können.

    Nun habe ich noch einige Frage zum Transport von Enbrel.
    Wie bewahrt Ihr die Flaschen während einer Reise auf?
    Wir haben die Kühltasche von Frio gekauft und mein Mann hat dieses mal ausprobiert. Angeblich soll diese Taschen "kühlen", was wir aber nach dem ersten Test nicht bemerkten. Ok, das Insulin war nicht warm, aber auch nicht kühlschrank-kühl.

    Herzliche Grüsse
    Sabinerin
     
  8. Rubin

    Rubin Mitglied

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    Hallo Sabinerin,

    von meiner Apothekerin bekam ich zu meiner letzten Reise einen kleinen Styroporkarton geschenkt. Dort konnte ich meine Spritzen gut unterbringen. Gekühlt wurden sie von beigelegten Kühlsteinen. Ungefähr sechs bis acht Stunden hält die Kühlung an. Bis dahin war ich allerdings bereits an meinem Urlaubsort angekommen und hatte dort einen eigenen Kühlschrank.

    Viele Grüße.....

    Rubin