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familiäre Haufigkeiten, kennt sich jemand aus?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rosalind, 3. August 2006.

  1. Rosalind

    Rosalind Mitglied

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    Grüß´ Euch alle,

    vor ein paar Wochen habe ich das letzte Mal etwas geschrieben und so lange treibt es mich hier ja auch noch nicht herum.
    Aber jetzt habe ich mal eine Frage zur familäre Häufikeit des rheumatoiden Formenkreises. Bei hat man nun cP diagnostiziert, wenn auch die Schmerzen in den Sehen und Bändern die größte Belastung darstellen und ich auch schon eine Mononeuritis multiplex in den Händen habe.

    Nun haben aber meine Tante 1. Grades väterlicherseits und auch eine Großtante (Tante dieser betroffenen Tante, und somit auch Tante meines Vaters) Morbus Bechterew. Seit der frühen Adoleszenz und diese jetzt sehr alte Großtante ist (wohl weil nie adäquat therapiert) arg krumm durch MB.

    Kennt Ihr das? Ich weiß, daß es für MB eine bestimmte HLA-Allel-Häufung gibt. Ob ich dieses Allel habe, weiß ich nicht, ich bin nicht getestet worden, und meinen Tanten auch nicht (wohnen in der Pampa auf dem Land).

    Oder ist das alles Zufall? Oder kann jeder innerhalb einer Familie eine andere andere Form des Rheumas bekommen? Meine Eltern sind gesund. Ich bin jetzt 31.


    Für Ideen sehr dankbar, und mit Grüßen von der

    Rosalind
     
  2. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hi Rosalind,


    also das mit der familiären Vererbung kenne ich. Bei mir in der Familie ist Rheuma auch "verbreitet". Mein großer Bruder hat seit 17 jahren Morbus Bechterew, bei ihm sind schon ziemlich viele Wirblez usammen gewachsen.

    Meine Mutter bekomm die Diagnose chronische Polyarthritis als sie 37 gewesen ist, das ist jetzt 15 jahre her.

    Vor fast 10 Jahren bekam ich dann die Diagnose chronische Polyarthritis und vor 2 jahren kam noch Fibromyalgie dazu (sekundär). Da ich auch die Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma von meiner Mutter vererbt bekommen habe nehme ich mal an das sie mir auch die cP vererbt hat.

    Bei Morbus Bechterew müsste eigentlich der HLA B 27 positiv sein. Aber soweit ich informiert bin bedeutet der Wert wenn du Positiv bist das du eine entzündlicher Erkrankung hast. Ich bin auch Positiv, wurde damals gleich getestet. Wenn man den HLA B 27 wert 1 mal Positiv getestet wurde dann wird man ihn für immer Positiv haben. So hat es mir die Ärztin im Krankenhaus das letzte mal erzählt.

    Liebe Grüße

    Kristina
     
  3. kukana

    kukana Moderatorin

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  4. Stiefkind

    Stiefkind Neues Mitglied

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    Hallo,

    also ich habe auch Morbus Bechterew (früher war das klassische Rheuma). Aber meine jetzige Ärztin hat mal den HLA B27 getestet und der war positiv und andere typische Symptome habe ich auch, von A-Z. Ein positiver HLA B27 heißt aber noch lange nicht, dass es tatsächlich Bechterew ist. bei vielen gesunden menschen ist der HLA B27 auch positiv. Nur wenn noch andere typische Symptome dazukommen, dann spricht man von bechterew. so wurde mir das zumindest erklärt. Bei mir scheint es vererbt zu sein, mein Opa hat Bechterew, meine Tante und mein Onkel und vermutlich auch meine Cousine, alles mütterlicherseits.

    Es sieht also zumindest ganz danach aus, dass es sich einmal durchgezogen hat durch die Familie.

    Gruß
     
  5. Luccia

    Luccia Neues Mitglied

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    Also in meine Famile ist Rheuma an sich noch nicht vorgekommen, aber Autoimmunerkrankungen häufen sich doch recht auffallend.
    So hat z. B. mein Opa sowie meine Mutter, eine Tante und mein Cousin die Weisfleckenkrankheit und auch Schuppenflechte kommt gehäuft vor....
     
  6. Rosalind

    Rosalind Mitglied

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    HLAs und so

    Hallo zusammen,

    danke für die Antworten.
    Ich wollte mich einfach nur nochmal versichern. In meiner Familie wird nicht über Krankheiten geredet und da die Familie sehr verstreut lebt, habe ich lange nichts gewußt, von diese anderen Betroffenen.



    Zu den HLAs wollte ich noch etwas sagen:
    HLA (Haupthistokompatibilitätskoplex) oder MHC im englischen (major histocopatibility complex) gibt es in drei Klassen (I, II, III) und liegen auf dem Chromosom 6.

    Jeder Komplex besteht aus mehreren Genen, deren Genprodukte dafür sorgen, daß das Gewebe des Körpers spezifisch ist, daher gibt es nämlich Abwehrreaktionen bei Transplantationen. Da die Gene verwerbt werden, sind nahe Verwandte gute Organ-Spender.

    Das HLA-B27 ist eine Variante eines der Gene des Komplexes I.
    Es ist keine Mutation im klassichen (schlechten Sinn). Nur eine Varinante, die viele Menschen tragen. Es bedeutet nur, daß in der Abfolge der Basen auf der DNA (Also A, T, C, G) etwas anders ist als bei anderen Menschen.
    Aber durch Zufall (Assoziation) haben fast alle Morbus Bechterew-Patienten diese Variante und nicht eine andere.
    Also ist der HLA-B27-Test ein Mini-DNA-Test, wenn man es genau nimmt.

    @Kristina, das ist auch der Grund, warum der Test immer gültig bleibt.
    (Die DNA ändert sich nie.)
    Ich weiß, daß klingt seltsam, daß ich so etwas weiß und dann nach Vererbung frage.
    Aber ich kenne mich zwar mit der Theorie aus, aber nicht mit "meiner" neuen Krankheit und wie weit sie wirklich "erblich" ist, und was durch die Umelt bedingt ist. Und wenn man in all den Fachjounalen nachguckt, dann streiten sich die Geister doch sehr, und auch die Veröfentlichungen dazu sind doch eher mau, finde ich. Schade eigentlich.

    Ich sende viele Grüße zum Wochenende

    Rosalind
     
  7. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    bei

    rheuma von a-z (auf der home-site) siehe linker rand

    schaust du unter

    HLA-system

    und dort geht es dann auch weiter in die einzelnen bereiche

    z.b.-HLA-B 27

    das hier ist ein auszug aus dem hla-b 27:(den ich schon wichtig finde)

    So ist HLA B27 bei 95% aller Bechterew-Patienten nachweisbar. Allerdings besitzen 5% der Patienten mit Bechterew die HLA B27-Eigenschaft nicht, so daß der Nachweis von HLA B27 nicht identisch mit der Diagnose eines M. Bechterew sein kann. Außerdem bedeutet der Nachweis von HLA B27 auch deswegen nicht die Diagnose eines Morbus Bechterew, da es auch völlig kerngesunde Menschen mit positivem HLA B27 gibt.

    also ich hab diesen auch, meine mutter auch und mein onkel wohl auch.

    das es oft in der familie nicht bekannt ist liegt wohl auch daran, das man damals das alles nicht so testen konnte und deswegen oft diese informationen innerhalb der familie (so in sachen grosseltern) einfach fehlen.

    kuki, danke...hatte den link schon rausgesucht ;)

    guats nächtle alle...
    liebi