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Eu-Rentner Patienten 2ter Klasse?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Captain Kirk, 6. Februar 2006.

  1. Captain Kirk

    Captain Kirk Guest

    Ich habe bisher 2 mal seit meiner Berentung die Erfahrung machen müssen ein Patient 2ter Klasse sein zu müssen! :confused: Es fing damit an das ich auf Billigere Medikamte umgestellt werden sollte als die vom Krankenhaus verordneten zum teil vertrage ich diese nicht einmal obwohl daraufhin gewiesen wurde!Heute musste meine Frau vom Hausarzt hören TNF-alpha Blocker bzw bestimmte Medikamente gibt es nicht mehr für mich da ich ja nicht mehr Beruftätig bin!!!! :mad: :mad: Langsam Frage ich mich in was für ein Gesundheitssystem leben wir eigentlich?Aber meine eigentliche Frage ist, wer hat ähnliche Erfahrungen mit Ärzten und Krankenkassen gemacht?Ich beabsichte nämlich Klage gegen die Kassen einzureichen!
     
    #1 6. Februar 2006
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Februar 2006
  2. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    2, Klasse wegen Rheuma ?

    Huhu,

    jaaaa, so gaaanz unterschwellig ist es wohl schon ab und an zu erkennen - die Budgets der Ärzte, Rentner meistens alt oder EUler, die nie mehr arbeiten werden, da wird schon ab und an eingespart.

    Ich persönlich kann nicht klagen: mein HA gibt mir, was ich brauche. Meine Untersuchungen werden regelmässig gemacht und was KHs angeht, habe ich bei Hüfte, Bauch, Kiefer-OP nur die besten Erfahrungen - mein Stand "Rentnerin wegen Erwerbsunfähigkeit aufgrund Rheums" war für keinen Arzt zu keiner Arzt Grund, mich minderzubehandeln.

    Das Verordnen von notwendigen Arzneien ist letztlich nicht abhängig von dem Status, sondern von der Krankheit. Wenn ein Arzt das missachtet, gehört er der Ärztekammer angezeigt und die KKs benachrichtigt.

    Dir alles Gute,

    Pumpkin
     
  3. Angie

    Angie Alte Häsin

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    Patienten 2.Klasse

    Hallo,
    tut mir leid, das Du offensichtlich so schlechte Erfahrungen gemacht hast, aber ich kann diese Frage für mich mit einem deutlichen NEIN beantworten.
    Ich bekomme von meinen Dottores alles was ich benötige. Mein Rheumatologe hat aber glaube ich noch gar nicht verinnerlicht das ich Rentnerin bin. :)
    Aber gerade zur Zeit bekomme ich in der Schwangerschaft eine wirklich kostspielige Therapie mit Immunglblobulinen. Das verschreibt mir allerdings nicht mein Doc, sondern eine Uniklinik. Da es eine Off- Label Therapie ist, würde jeder niedergelassene Doc ziemlichen Stress mit der Kasse bekommen, aber die Uniklinik kann das.
    Also, die Kasse ist sicherlich nicht die richtige Adresse sich zu beschweren, sondern Deine Ärzte.

    Liebe Grüße
    Angela
     
  4. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi c.k.

    da das ja nur eine aussage eines arztes ist, ist eine klage gegen
    die kassen in meinen augen falsch angesetzt. falscher ansprechpartner,
    würde ich meinen. das verordnen von günstigeren medis ist in meinen augen ok, wenn es medizinisch vertretbar ist, und betrifft ja auch nicht nur rentner.

    zitat frank stuttgart:
    Das Budget pro Patient ist ca 50-70 Euro im Quartal (!) an Medis
    Für Rentner zwischen 130 und 150 Euro im Quartal ! pro Patient.

    insofern ist doch für rentner mehr geld vorhanden? oder versteh ich miss?

    lieben gruss marie
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    wie ich gelesen habe, seid ihr heute noch wegen einer anderen

    sache geladen :D
    könntest du mir freundlicherweise die betreffenden namen des/der
    cortisonpräparate sagen? ich bin etwas irritiert :confused:
    wegen des sitzes hilft ein anruf bei eurer kk. ich bekam zb die
    eindeutige aussage, dass nur ein rezept des arztes benötigt wird
    für eine badewannen-einstiegshilfe. selbiges sollte auch für einen
    toilettensitz gelten. versucht es mal!

    zum thema tnf alphablocker und nichtverschreibung wegen
    "rentner-dasein" hatten wir hier schon einen thread mit eindeutigen
    aussagen, leider kann ich ihn nicht finden.

    lieben gruss marie
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    aua, soor tut weh! gute besserung!

    panthozol kenne ich nicht, leider. ihr müsst versuchen
    euch durchzusetzen, zur not in russisch :D
    aber ruft mal bei der kk an und fragt nach!

    biba marie
     
  7. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi, Sillepiepchen,

    ich empfehle euch einfach:

    neue Ärzte.

    Viel Glück.

    Pumpkin
     
  8. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo Sillepiepchen

    Ein paar kleine Anmerkungen:

    Eine Toilettensitzerhöhung dürfte kein Problem sein. Das geht nicht nur bei Schlaganfall sondern ganz klar auch bei anderen Erkrankungen.
    Da gibt es auch kein Budget dafür.

    Dass nach dem Krankanhaus auf billigere Medis umgestellt wird ist üblich. Krankenhäuser werden von den Pharmafirmen mit teuren Medis als Naturalrabatt gesponsort. Im ambulanten Bereich muss auf preisgünstigere Mittel umgestellt werden.
    Dabei sollte jedoch die Verträglichkeit berücksichtigt werden. Was bereits früher nicht vertragen wurde, sollte dabei nicht gewählt werden.

    Was den Soor betrifft, so kann hier genauso wie ein Magenschutz auch bereits zu Beginn ein Soor-Schutz mitgegeben werden.
    Ampho-Moronal Lutschtabl sind oft gut verträglich und auch verschreibungspflichtig. Die Kassen übernehmen also die Kosten.
    Ansonsten: Mundabstrich und im Labor gleich die wirksamen Pilzmittel mitbestimmen lassen, dann kann eine gezielte Behandlung erfolgen.

    Nebenbei: Wenn so schnell ein Mundsoor entsteht, kann auch genauso schnell ein Darmpilz entstehen und bei manchen Menschen beeinflusst dies den ganzen Körper, auch die Schmerzen. Also eventuell den Stuhlgang auch auf Pilze testen lassen. Nur den Mund auf Pilze zu behandeln ist oft nicht ausreichend.
    Auch chronischer Husten kann durch Pilze in der Lunge unter Cortison oder Antibiotica-Dauergabe entstehen.

    TNF Blocker sind nicht auf ein Lebensalter festgeschrieben. Die Kassen wollen da meist einen Bericht haben, aber es gibt keine Bestimmung, dass bestimmte Mittel ab einem Alter oder EU-Rentnern nicht verschrieben werden sollen. Sie können nur nicht auf Wunsch verschrieben werden, es muss also ein medizinischer Grund für die Verordnung vorliegen.

    Pantozol ist ein Magenschutz (Pantoprazol), ist das gleiche wie Rifun und wirkt nur als Magensäureblocker.

    Das mit dem Soor würde ich zuerst angehen und den Darm nicht vergessen.

    Grüße
     
  9. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Ja ich kenne die Vorgeschichte nicht und habe mich auch nicht durch die Threads gelesen.

    Aber Rentner haben ein höheres Arzeimittelbudget, weil sie mehr Medis brauchen.

    Und Toilettensitze und Wannelifter werden auch mehr für jene verschrieben, die nicht mehr im Berufsleben stehen.

    Und Soor ist Soor, ob beim Baby oder beim Rentner.

    Ein Medikament/Hilfmittel muss wirtschaftlich sein, das ist richtig. Das richtet sich aber nicht nach dem Lebensalter.

    Soweit sind wir *noch* nicht.
     
  10. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    ich bekam zb heute von meinem hausarzt medis im "wert" von fast 1000,00€ verschrieben (transtec pro in verschiedenen stärken und verbandsmaterial für das offene bein). und ich weis, das ich diese woche noch mindestens 3 medis brauche, weil sie zu ende gehen. mein arzt wird sie mir, ohne zu murren verschreiben. probleme gibts mit 100er packungen, wenn das quartal zu ende ist. da wird schon gefragt, ob man mit weniger zurechtkommen würde .... ungern, wegen hoher zuzahlung bei wenig medis. die großpackungen sind einfach günstiger. aber bald bin ich wieder befreit. ich habe nichts dagegen, wenn mir ersatzmedis verschrieben werden, hauptsache die inhaltstoffe / wirkstoffe sind identisch, egal ob nun müller, meyer, hixal ;) oder wer auch immer der hersteller ist.

    hilfsmittelverordnung der letztn zwei jahre: toilettensitzerhöhung, badewannensitz, faltrolli, elektrorolli, auffahrrampe fürs auto, orthopädische schuhe .... mit dem hinweis, das ich nach deren genehmigung noch 1 - 2 paar bekommen kann / könnte. ach ja, bewegungstrainer (arme + beine) und messgerät für quickwert. gehhilfen.
    nicht das mir all diese dinge in den schoß gelegt wurden, für manches mußte ich lange und hart kämpfen. zusätzlich bin ich noch im dmp - programm (diabetikerprogramm), was glaube ich, günstig auch für meinen doc ist.

    und das alles als eu - rentner.
    aber wie gesagt, ich lass mich auch nicht abwimmeln, sondern da kommt dann schon mal nen satz von mir, das auch ich nicht schuld an der misere bin.

    schlimm finde ich, das die ärzte im papierkram ersticken .... genau wie wir ;)

    bloss gut, das rheuma - online so schön papierlos ist :)
     
  11. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Bauchgefühl

    Hallöchen zusammen,

    vorab: nein ich kann es nicht belegen *lächel*

    Aber mein Bauchgefühl murmelt da etwas von "teuren Patienten". EU-Rentner sind wirtschaftlich gesehen nicht so wichtig, nein, sie sind sogar kostspielig.

    Sachlich und objektiv gesehen kann ich verstehen, daß die Kosten gesenkt werden müssen, denn wer soll das bezahlen? Ich weiß es nicht.

    Sachlich und objektiv gesehen ist klar, daß man an einem Ende beginnen muß zu sparen und das sollte man möglichst nicht bei der arbeitenden Bevölkerung tun.

    Sachlich und objektiv gesehen, sind nun mal Medikamente vorhanden, die den Patienten, die einen aggressiven Krankheitsverlauf haben, eine Linderung, ein lebenswertes Leben verschaffen. Dafür sind solche Medikamente erforscht und hergestellt worden.

    Unsachlich und subjektiv gesehen: Ich habe mein Erkrankung nicht verursacht und möchte ein lebenswertes Leben führen.

    Jede Medaille hat zwei Seiten, ich kann beide gut verstehen, nur eine der Seiten ist mir näher als die andere ;)

    Bei mir steht nun zum zweiten Mal zur Diskussion, das Enbrel auszuschleichen und/oder abzusetzen.
    Warum bloß?? *kopfkratz*

    Viele Grüße
    Sabinerin
     
  12. traeumer

    traeumer Neues Mitglied

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    moin Sylke

    welche hausärztin habt ihr denn wenn dien man auch noch MC hat? ich bin bei frau dr. Howaldt (fachärztin für MC und CU )und da hatte ich noch nie probleme selbst als ich von Beloc-zok umgestellt wurde und sich herrausstellte das ich das andere nicht vertrage bekamm ich anstandslos wieder das belok-zok. Wenn du einen anderen doc hast würde ich zu Frau dr. Howaldt wechseln an eurer stelle.

    gruß

    Andreas

     
  13. Chipsy

    Chipsy Neues Mitglied

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    Hallo Kaptain Kirk,

    ich bin ebenfalls seit ca. 2 Jahren EU-Rentner und habe allerdings bei keinen meiner Ärzten -und es sind nicht wenige- einen Unterschied in den Verordnungen bemerkt zwischen meiner Berufstätigkeit und meinem Rentnerdasein. Die benötigten Hilfsmittel wurden immer von der KK bezahlt (ohne Schlaganfall). Ich glaube, Du hast wirklich keinen guten Hausarzt.

    Alles Gute

    Chipsy :)
     
  14. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    ich bin auch EU-Rentnerin und hatte schon lange bei einigen docs diesen eindruck gewonnen. gerade beim ortho heisst es, können sie das nicht selber zahlen? bislang habe ich fast alle orthop. hilfsmittel selber löhnen müssen, natürlich zu privat-preisen.
    allerdings bin ich nie zu den hilfsmittelerbringern gegangen, die der ortho mir vorschlug. deren angefertigte hilfsmittel wie schienen, spangen udgl. waren mir einfach nicht sorgfältig genug gearbeitet. ich ging zu ergos, die ihr handwerk verstanden, und folglich gab es kein kk rezept vom ortho.
    na ja, manchmal mache ich mir schon so eigene gedanken über diese handhabung der verschreibung.
    seit ende des letzten jahres habe ich nun "Krach", ich kann und will nicht länger löhnen für die hilfsmittel, die ich dringend brauche. jetzt kommt es darauf an, wer den längeren atem oder die besseren nerven hat. ich werde diese situation nicht länger klaglos hinnehmen.
    gruss