EU Rente - Wie vorgehen?

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Jana81, 11. Juli 2018 um 09:41 Uhr.

  1. Jana81

    Jana81 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich werde bald 37 und leide seit bald 14 Jahren an cP (SB 50%). Inzwischen haben sich einige Folgeerkrankungen (Arthrose, Bluthochdruck, Reizdarm, nach meinem Empfinden Depressionen, Schlafstörungen, verringerte Leistungsfähigkeit etc.) eingestellt. Ich habe an mehreren Gelenken bereits Gelenkersatz (u. a. am Knie eine Vollprothese). Ich habe einen Bürojob (Vollzeit) und fehle nach meinem Empfinden ,,mittelviel", also unter Berücksichtigung meiner schweren Erkrankung eigentlich relativ wenig. Dennoch merke ich fortschreitend, dass ich mich den Anforderungen eines Berufsalltags nicht mehr wirklich gewachsen fühle. Ich pendele seit knapp einem Jahr zwei Stunden zur Arbeit mit dem Zug (einfache Strecke), da ich meine eigene Wohnung im letzten Jahr auflösen musste, da ich den Haushalt körperlich nicht mehr alleine bewältigen konnte und durch den neuen Wohnort stärker durch meine Family und meinen Partner unterstützt werden kann. Der alte Job ist aber geblieben in Vollzeit. Mein Chef und die jetzigen Kollegen sind im Alltag keine wirkliche Hilfe, z. B. werde ich vom Chef sogar mit Arbeit zugedonnert ohne Rücksicht auf meine Behinderung. Dennoch mache ich den Job, um Geld zu verdienen. Wirklich Spaß macht es nicht. Ich habe einen Jobwechsel in Betracht gezogen, aber ich habe irgendwie auch panische Angst vor einem Wechsel, weil ich eben nicht weiß, wie der neue Job und ein neuer Kollegenkreis mit meinem Hintergrund klarkommt bzw. ob ich den Einstieg dort schaffe und die Probezeit bestehe usw.. Nun erwäge ich einen Antrag auf EU-Rente zu stellen. Ist dies auch mit relativ geringen Fehlzeiten und mit meinem Alter erfolgversprechend? Macht es Sinn, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen und die depressiven Verstimmungen dokumentieren zu lassen? Habt Ihr Erfahrungswerte? Ich würde mich über Erfahrungsberichte von euch freuen. Tut mir leid wegen des ,,Gejammers", aber so ist die Situation. Liebe Grüße an euch Jana
     
  2. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    puh jana,
    wenn ich lese das du vollzeit arbeitest und dann noch 4 std am tag im zug sitzt..............ehrlich,das wäre mir auch viel zu viel,kein wunder,dass es dir so geht wie oben beschrieben !
    du hast einen gdb von 50% und bewältigst 150% .............ich an deiner stelle würde erstmal versuchen daran zu arbeiten und mich nach einem job umsehen,der nicht ganz so stressig ist und bei dem sich die fahrzeiten in grenzen halten............vielleicht hilft dir das schon !
    vielleicht kann dir das integrationsamt helfen ?
    meine erfahrung mit dem antrag einer rente sind zu lange her,als das dies dir jetzt eine hilfe wäre (bin jetzt schon über 20 jahre berentet).............wenn mein obengenannter vorschlag keine option für dich ist,es gäbe auch die teilrente...........da kann kukana dir mehr zu schreiben.
    achja,ich kann deine angst vor einem neuen job gut verstehen...........aber eigentlich kann es doch nur besser werden,oder ? :)
    liebe grüße
    katjes
     
  3. Katjes

    Katjes Registrierter Benutzer

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    jana,
    beim abschicken meines posts ist mir noch eingefallen,vielleicht beantragst du eine reha ? die holt dich auch erstmal aus deinem stress herraus (geht auch über eine akut einweisung in eine rheumaklinik,da bist du dann ca 14 tage und hast anwendungen und kannst dich mal nur um dich kümmern,es gibt dort auch psychologische beratung ,entspannungsübungen für den alltag etc. ) dort könntest du dir auch einen termin beim sozialdienst holen und dein weiteres vorgehen besprechen.
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    Ich würde einen Termin machen bei der Rentenberatung und alle relevanten Unterlagen mitnehmen. Welche die benötigen kannst du vorher telefonisch erfragen.

    Reha geht immer vor Rente. Dort bekommst du auch noch eine Beratung.

    Teilrente plus Teilzeitarbeit bei einem einfachen Weg von 2 Std finde ich nicht sinnvoll. Du musst dann ja unter 6 Std Arbeitszeit bleiben, das sind dann ja insgesamt immer noch fast 10 Std

    Lass dich erst mal beraten.

    LG kukana
     
  5. Illyria

    Illyria Mitglied

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    Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass du von zuhause aus arbeitest? Da würde der lange Arbeitsweg schon mal komplett wegfallen. Sprich doch mal mit deinem Arbeitgeber.

    Ich arbeite seit Beginn meiner Krankheit zuhause, und das ist eine riesige Erleichterung für mich. Gerade bei Bürojobs ist das heutzutage gang und gäbe.
     
  6. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Vielleicht erstmal eine Reha (die müsstest du sowieso machen, wenn du Rente beantragst) und dann eine Arbeitszeitreduzierung, z. B. 4-Tage-Woche, wenn dein Arbeitgeber mitmacht.

    Ein neuer Job birgt immer Überraschungen, da weiß man vorher nie, was Einen erwartet. Bei einer Belastung von vier Stunden Fahrzeit würde ich aber ernsthaft über einen Wechsel nachdenken.

    Wenn du eine Rente beantragen willst, musst du vorher ganz genau überlegen, ob du dir das finanziell überhaupt leisten kannst. Mit 37 hast du ja noch nicht soo lange gearbeitet.

    Wie Kukana schon schrieb, mach einen Termin bei der Rentenversicherung und lass dich auf jeden Fall beraten.
     
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