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EU/BU-Rente

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Barbara, 28. Dezember 2004.

  1. Barbara

    Barbara Guest

    Hallo,

    da ich hier immer so viele kenntnisreiche Beiträge lese, traue ich mich einfach mal, ein paar Fragen zu stellen, da ich im Moment ziemlich ratlos bin.
    Ich bin angestellte Lehrerin, 54, und halte es nicht mehr aus. Die Arbeit überfordert mich total, obwohl Ferien sind, kriege ich Panik, wenn ich nur daran denke.
    Ich habe cP, die aber zur Zeit mit MTX ganz gut unterdrückt ist, dazu eine chronische Uveitis, die so vor sich hindümpelt. Außerdem bin ich mittel- bis schwergradig schwerhörig und habe Bluthochdruck, obwohl ich eher untergewichtig bin.
    Jetzt meine Fragen:
    Kann mir jemand sagen, ob ich überhaupt eine Chance auf EU-Rente habe?
    Ist es sinnvoll, sich zunächst krankschreiben zu lassen (würde mein Arzt sofort tun) oder kann ich den Antrag auch aus der Arbeit heraus stellen?
    Wie finde ich einen unabhängigen Berater, der nicht der BfA angehört (habe schon im Telefonbuch und im Internet gesucht, aber nichts gefunden)?
    Falls jemand von euch einen guten Tipp hätte, würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße, Barbara
     
  2. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Hallo liebe Paukerin :o)


    Hallo Barbara,

    also ich möchte Dir den Rat geben Dich beim VDK anzumelden,
    und alle Fragen da durch zusprechen.

    Du bist ja Beamtin und da läuft es bisschen anders,
    und bevor Du da was falsch machst ist der VDK genau das richtige für Dich.

    http://www.vdk.de/

    Deine Stadt hat sicher einen Ansprechpartner also Büro.

    Wir sind da Mitglied schon 18 J.
    und haben es noch nie bereut, es kostet nur paar Cent.

    Und die Ämter arbeiten sehr gut, wenn das Wort VDK hören.

    Alles liebe und guten rutsch ins Jahr 2005 von Gisi
    www.lupus-rheuma.de
     
  3. Claire

    Claire Neues Mitglied

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    Hallo Barbara,
    ich kann mich dem Vorschlag vog von gisipb nur anschließen.
    Eine Bekannte von mir - ebenfalls angestellte Lehrerin - hat vor ca. 2 Jahren diese Tortur auf sich genommen und wäre ohne den VDK heute bei Hartz IV o.ä.
    Du wirst möglicherweise klagen müssen, das ist aber mit dem VDK an deiner Seite kein Problem. Es ist durchaus sinnvoll, sich erst einmal für längere Zeit krank schreiben zu lassen. Wenn man dir eine Kur oder eine Reha vorschlägt, wäre es gut, diese anzunehmen, da der Antrag auf Frührent auch aus der Reha heraus gestellt werden kann. Du solltest auch einen Psychiater aufsuchen und deine Frührente mit psychischen Beschwerden im Schuldienst begründen. Da ich selbst Lehrerin bin, weiß ich, wie schwierig und frustrierend unsere Arbeit sein kann.
    Außerdem würde ich den Personalrat und zwar den Vertreter für Behinderte informieren und um Hilfe bitten, denn der ist auch für angestellte Lehrer zuständig.
    Gott sei Dank gehe ich noch gern zur Schule und bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich noch gerne arbeite. Das kann sich schnell ändern.
    Liebe Grüße und viel Erfrolg
    Claire
     
  4. Barbara

    Barbara Guest

    Hallo Gisi, hallo Claire,

    danke für eure Tipps!
    @Gisi: Habe gerade versucht, mich per Internet beim VdK anzumelden, aber es klappt nicht. Versuche es morgen per Telefon, weil es mir sehr sinnvoll erscheint. Danke!
    @Claire: In welcher Schule unterrichtest du? Ich bin ja erst seit 3 Jahren im Schuldienst, war vorher in der Erwachsenenbildung und hatte es mir nie so vorgestellt. In dem Job muss man topfit sein und nicht so schwerhörig und unbeweglich wie ich. Finde es schön, dass du es noch gern machst, die Kinder brauchen ja auch Leute, die die Arbeit mögen. Das mit dem Krankschreibenlassen ist so eine Sache: irgendwie geht's mir gegen den Strich, die Kollegen dann mitleiden zu lassen. Ein "saubere" Lösung wäre mir am liebsten.

    Viele Grüße, Barbara
     
  5. Claire

    Claire Neues Mitglied

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    Hallo Barbara,
    ich bin seit fast 30 jahren an einer Hauptschule und weiß , wie unbeliebt Vertretungsunterricht für kranke Kollegen ist. Nach einem Schulwechsel vor 3 Jahren habe ich erlebt, dass bei Kollegen, die längerfristig krankgeschrieben sind, der Stundenplan umgestellt wird. Eine längere und ständige Vertretung ist in Ordnung und nicht schlimm, da es nicht eine Verlängerung der Arbeitszeit bedeutet. Sinnvoll ist es daher, sich für längere Zeit krankschreiben zu lassen und dann abzuwarten.
    Übrigens sind kranke Kollegen, denen das Arbeiten schwer fällt, für das Kollegium und die Schüler auch nicht toll.
    Ich hatte übrigens vor vielen Jahren einen kurzen Ausflug in die Erwachsenenbildung. Ich bin dankbar in die Hauptschule zurückgegangen, da die Ruhe im Unterricht so unheimlich war, dass ich ständig glaubte etwas falsch gemacht zu haben. Mein Tonfall gegenüber den Erwachsenen war wohl auch nicht ganz passend. Ich kann mir also gut vorstellen, dass dir die Umstellung schwer fällt.
    Ich hoffe, dass du eine Lösung für dich findest und drücke dir die Daumen.
    Liebe Grüße
    Claire