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Es wird immer schlimmer - weiß jemand Rat?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nelli, 4. Januar 2006.

  1. Nelli

    Nelli Guest

    Hallo,

    ich hoffe, Ihr wisst Rat!

    Es geht um meine Mutter. Ihre Schmerzen werden von Tag zu Tag schlimmer. Sie kann nicht sitzen, liegen, stehen. Dinge aus dem Regal oder Schrank nehmen, da ist schon lange kein Denken mehr dran.
    Vor rund einem halben Jahr hat sie wegen Gallen-Problemen ihr MTX absetzen müssen, bekam zusätzlich zum Cortison ein Ersatz-Medikament, dessen Namen ich mir beim besten Willen nicht merken kann. Unser Hasuarzt hat es mir gegenüber als "reinstes Rattengift" bezeichnet. Aber die Rheumatologin (es ist die einzige in der Umgebung) scheint es für das Mittel der Wahl zu halten. Bei jedem Besuch sagt sie stereotyp: "Nehmen sie ihre Tabletten weiter, wir sehen uns in XY Monaten wieder." Ab und an erhöht sie vielleicht mal die Cortison-Dosis. Das wars.
    Ich gewinne zunehmend den Eindruck, daß sich die Ärzte nicht weiter kümmern. Meine Mutter ist 84. Und vielleicht wird da nach dem Motto verfahren: Lohnt sich eh nicht mehr.
    Aber unerträgliche Schmerzen sind in jedem Alter unerträglich! Und ich würde meiner Ma gern helfen, sie zu lindern.
    Durch die ständige Belastung hat sie - einst ein immer fröhlicher und lebensbejahender Mensch - die Lebensfreude und -lust fast verloren, weint oft wegen der Schmerzen und der Hilflosigkeit. Durch ihre Bewegungs-Einschränkungen kann sie die Wohnung kaum verlassen, Besuche strengen sie sehr an. Ihr cortisoninduzierter Diabetes kommt da noch obendrauf. Da sie allein lebt, habe ich oft Angst, daß sie dem Alltag nicht gewachsen ist.
    Hat jemand von Euch einen Rat, wie ich meiner Mutter helfen, ihr das Leben angenehmer gestalten und ihr ein bißchen Freude wieder geben kann?

    Für jede Hilfe bin ich sehr, sehr dankbar.
    Nelli
     
  2. Monic

    Monic Neues Mitglied

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    4. Januar 2006
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    Hallo Nelli,
    das mit Deiner Ma tut mich echt leid :( Würde es sich nicht in Deinem Fall lohnen auch mal in den nächsten Ort zu fahren und dort einen anderen Arzt aufzusuchen? Es kann doch nicht sein das ein Mensch, egal wie alt, so leiden muss, es gibt doch sicherlich noch andere Medikamente die vielleicht eher anschlagen...
    Ich drücke Dich und wünsche Deiner Ma das allerbeste (überlege das mal mit dem anderen Arzt)
    Gruß aus Düsseldorf
    Monic
     
  3. ivele

    ivele Aktives Mitglied

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    südl.NÖ
    die Schmerzen deiner Mutter...

    ...liebe Nelli,
    tun mir echt leid.
    Das mit dem Arztwechsel-Versuch waär ein ganz guter Vorschlag, da man den Eindruck hat, dass die Ärztin nicht besonders auf deine Ma eingeht.
    Falls ihr diese Möglichkeit habt !?Vielleich findest du in der Ärzteliste von RO was.
    Hast du denn das direkte Umfeld deiner Ma schon auf ihre jetzigen Bedürfnisse hin abstimmen können, dass sie halbwegs selbstständig agieren kann ?Das wäre für sie auch psychologisch gut und wichtig.
    Natürlich weiß ich nicht wo und in welchem Ausmaß deine Ma besonders beeinträchtigt ist, aber sicher hat sie große Probleme im Alltag, wenn sie an so großen Schmerzen leidet.Vom Bett, über Sitzgelegenheiten über WC....
    Bin zwar selbst nicht direkt an cp erkrankt(??, obwohl ich ständig an nicht abgeklärten Gelenksschmerzen leide), habe aber als Krankenschwester unter anderem auch 11 Jahre in der Hauskrankenpflege viel mit älteren Menschen gearbeitet.Wenn du magst, kannst du mir gerne über eine PN nähere Infos geben.Würde dir/euch gerne helfen, da es wirklich schlimm ist, was du und deine Ma mitmachen müßt.
    Sende euch liebe Grüße und gute Wünsche
    ivele
     
  4. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi,

    da ich die Lebenslage deiner Mutter nicht kenne, würde ich mal vorsichtig raten, sie in eine betreute Wohnanlage zu bringen. Habt ihr schon eine Pflegestufe beantragt ? War sie schon bei einem richtigen Schmerztherapeuten ? Diabetologen ? Kardiologen ? Ruf mal die KK an und frag nach Hilfe - wie Reha Kur etc.

    Meine Ma ist mittlerweile fast 86, rollstuhlfahrend durch Neuropathie an den Füssen, Witwe und wohnt in ihrer eigenen Wohnung. Sie wurde in den letzten Jahren super eingestellt, der HA kommt jede Woche ins Haus, sie hat den Pflegedienst da zum duschen, anziehen, einreiben und ab sofort bekommt sich ein sehr gutes Essen durch den mobilen Dienst auf Rädern vom DRK. Eine Putzfrau kommt auch 1 x die Woche.

    Das örtliche Sozialamt hat auch Hilfen, wenn die Gehaltsgrenze nicht mehr als um 10% überschritten wird, nämlich in Form von Zuschüssen zur Haushaltsführung. Desweiteren gibt es aus den Sozialstationen auch Nachbarschaftshilfen etc.

    Kümmer dich mal drum um eine Pflegestufe, dann um Hilfe von den Pflegediensten und dann informier dich mal um eine Wohnung in einem Betreuten Wohnen !! Wenn du Infos brauchst, Fragen hast, mail mich an.

    Grüssle
    Pumpkin