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Es tut weh - Familie unterstützt mich nicht

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von TriaGirl, 8. Februar 2008.

  1. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo zusammen,

    da ich so unspezifische Beschwerden habe wie starke Abgeschlagenheit, Schwindel, Durchblutungsstörungen, Muskelschwäche und -schmerzen fühle ich mich momentan sehr unverstanden, besinders wenn es mirso schlecht geht, dass ich einfach so kaputt bin, dass ich mich sofort irgendwo hinlegen muss und alles zu viel ist.
    Ich merke ja selber, dass da was ist, und die Laborwerte sind auch nicht in Ordnung. (GOT, GPT, CK erhöht, Lymphozyten erniedrigt, Neurophile, Monozyten erhöht).
    Ich war jetzt bei einem Rheumadoc, der meinte, es könne eine Dermatomyositis sein. Es besteht auch der Verdacht auf eine Autoimmunhepatitis. Ich bin jetzt erstmal froh, dass er mich ernst nimmt und sagt, was weiter sinnvoll wäre zu tun. Bei meinem Hausarzt hatte ich immer den Eindruck, dass ich mich selber kümmern muss.

    Nun trifft es mich momentan sehr stark, dass besonders meine Eltern und auch meine Schwester keinerlei Verständnis zeigen. Mein Vater sagt immer nur, dass wir in der Familie ja alle psychisch instabil sind und dass jemand, der noch vor einem Jahr Marathon gelaufen ist, nicht richtig krank sein kann.
    Meine Mutter stöhnt nur jedesmal wieder, wenn ich sage, dass ich nochmal zum Arzt muss. Als würde ich das gerne machen....ich wäre auch lieber wieder fit und müsste nicht zu zig Ärzten.
    Ich meine, meine Eltern wohnen weiter weg, von daher sehen sie nicht wie es mir geht....manchmal zweifele ich dann auch schon an mir selbst.
    Zum Glück gibt mir mein Freund sehr viel Kraft.

    Tja, da muss ich wohl selbst durch, aber es tut schon weh - ich will ja auch kein Mitleid. Aber wenigstens dass mir jemand zuhört und mich ernst nimmt.
    Ich versuche ja auch schon das Thema überhaupt auszuklammern, aber das geht ja auch nicht, denn die Nachfrage kommt ja immer wieder: Geht es Dir denn immernoch nicht besser????

    Kennt jemand dieses Gefühl?

    Gruß

    TriaGirl
     
  2. ivele

    ivele Aktives Mitglied

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    hallo TriaGirl

    recht gut kann ich deine Enttäuschung verstehen,
    man erwartet sich bei den eigenen Angehörigen doch wenigstens Verständnis , mehr ja ohnehin nicht...
    aber leider geht es einigen Usern hier so, dass sie nicht mal von den eigenen Familien ernst genommen werden - und das schmerzt ganz einfach am Meisten - ob man es nun will oder nicht !
    aber sie können es sich einfach nicht vorstellen, oder aber haben Angst vor dieser Vorstellung, du schreibst ja selber, sie sagen, du bist ja vor ...Mon noch gelaufen....
    vielleicht fürchten sie sich vor der Wahrheit,es ist deine Mutter + deine Schwester ....
    du hast durch das Forum schon jede Menge Infos über verschiedene Möglichkeiten + Formen des Rheumas, für deine Angehörigen ist das vielleicht noch die Krankheit der alten Leute , so wie allgem. Ansicht..
    wie alt ist deine Schwester? vielleicht kann sie sich mal im Internet ein wenig informieren, mußt ihr ja nicht gleich deinen nike-name bei R - O verraten ;) ,
    also ich wünsch dir alles ,alles Gute, dass du ds alles gut hinkriegst , vor allem, dass du bald zu einer Dg + entspr. Ther. kommst, damit deine Schmerzen besser werden , alles Liebe + Grüße ivele :) ein paar Blümchen
     

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  3. tommy79

    tommy79 Neues Mitglied

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    Hallo TriaGirl,

    versteh dich recht gut. Gerade was das mit den kaputt und den sofort hinlegen angehet. Von zeit zu zeit zweifele ich auch dran wie das sein kann vor einen Jahr ging es einen noch recht ok und dann auf einmal so ein Einbruch. Gerade wenn man noch Sportlich sehr aktiv war.

    Stell mir es aber auch nicht so leicht vor wie man das als Angehöriger so leicht begreifen soll wenn man ja selbst schon manchmal an sich zweifelt. Gerade wenn dich deine Eltern nicht so oft sehen. Stimmt den Thema auszuklammern funktioniert leider nicht selbst schon oft genug ausprobiert die fragen kommen immer wieder wie geht’s dir usw.

    Hab das glück das meine Familie gleich um die ecke wohnt und das anscheinend auch versteht. Zudem hab ich hier ein par Freunde gefunden mit denen ich oft schreib und ab und zu auf Kaffe treffe die einen auch mal aufbauen wenn es nicht so ist.

    Wünsch dir von ganzen Herzen das dass bei dir besser wird und das deine Familie dich versteht bzw. du ein par Leute findest mit denen du dich austauschen kannst.

    Liebe Grüße Thomas
     
  4. anbar

    anbar Neues Mitglied

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    Hallo TriaGirl,

    ja ich kann gut verstehen wie du dich fühlst und wie es dir auch im Mom.spychisch geht.Ging mir auch so vor einigen Jahren.

    Zum Glück ist diese unschöne Phase vorbei,weil heute sieht es mir im Gesicht an,ganz krass.(leider) Wenn ich mich nicht gut fühle sieht jeder, der mich kennt und auch nicht kennt was mit mir los ist. War früher nicht so, habe immer alles schön vertuschen können.Habe es ja gelernt in meinem Job immer nur freundlich(vor allem freundliches unverbindlich grinsen) zuvorkommend und hilfsbereit zu sein.Nur das klappt nimmer.

    War auch am Anfang sehr sehr traurig.Am Telefon geht es mir gut,da kann auch niemand mein Gesicht sehen.
    Alles andere interessiert mich nicht mehr.Ich bin wie ich bin und ich fühle mich so,wie es ist.

    Lasse dich nicht verunsichern,es ist gut, das Dir Dein Freund Kraft gibt. Und das zählt.

    LG
    Anbar
     
  5. Marimo

    Marimo in memoriam † 28.8.2008

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    Hallo TriaGirl,

    es ist schon schwer, wenn die eigene Familie einen nicht versteht. Mein Mann und meine Kinder, ja, die wissen und sehen wie es mir geht, aber der Rest, na ja. Aber ich denke, es ist wichtig, dass unsere nächsten Menschen und verstehen und uns helfen. Und da hast Du ja zum Glück Deinen Freund. Wenn Du mit Deinen Eltern telefonierst, beschränke alles was Du hinischtlich Ärzten sagst, auf das Minimalste. Reagiere einfach nicht mehr auf die obligatorische Frage: wie geht es Dir? Geh darüber hinweg, als ob Du nichts gehört hättest. Eines Tages werden sie dann von selbst nachfragen und dann hörst Du auch, ob die Frage ernst gemeint ist oder wieder nur eine Floskel. Es gibt in meinem Umkreis nur ganz wenige Menschen, denen ich erzähle, wie es mir geht. Und damit geht es mir gut.

    Ich wünsche Dir, dass Du da auch hinkommst und schaff Dir bis dahin ein "dickes Fell" an.

    .
     
  6. Blume2000

    Blume2000 Blume2000

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    das tut mir leid,das du in deiner Familie so wenig
    Unterstützung bekommst.
    Ich möchte ja nicht zu tief bohren,aber wie war es denn
    früher wo du noch Kind warst,hattest du da auch schon
    Probleme mit deinen Eltern? Manchmal rührt etwas ja schon lange daher.

    Eine andere Frage, warst du schon mal beim Hautarzt
    wegen deiner roten Nase ?

    Ich wünsche dir für die Zukunft janz viel Kraft,
    und das die Diagnose schnell gefunden wird.

    LG Astrid
     
  7. Kroliczku

    Kroliczku Neues Mitglied

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    Hallo,

    kann es dir sehr gut nachfühlen,
    ich komme aus Dresden und lebe in Stuttgart.

    Kann auch immer nur über s Telefon mit meiner Familie reden
    und bei Freunden habe immer das Gefühle ich nerve sie..

    Habe mich jetzt einer Selbsthilfegruppe angeschlossen..

    :(
     
  8. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Hallo TriaGirl!

    Es ist wirklich traurig, wenn man selbst sich so schlecht fühlt und so unsicher ist, was einem die Zukunft bringt, dass man dann nicht mit der Unterstützung der Familie rechnen kann.
    In der Familie meiner Mutter pflegte man auch die Einstellung "man hat nicht krank zu sein und wenn man es doch ist, ist man eben zu schwach". :(
    Heute leben allerdings meine Großeltern nicht mehr und meine Mutter und ich sind schließlich schlauer geworden. ;)
    Niemand kann etwas für eine Erkrankung und gerade dann sollte man sich gegenseitig stützen!
    Ich wünsche dir sehr, dass deine Familie auch endlich sieht, was sie dir antun.
    Aber dennoch solltest du dir deinen Lebensmittelpunkt mit deinem Freund bewahren, der immer für dich da ist. Manchmal sind eben doch Freunde die bessere Familie.
    Also auch im Sinne wie Marimo schon schrieb, lass dir ein dickes Fell wachsen und geh den Weg, der dir gut tut.

    Ich wünsche dir viel Kraft und mehr Gesundheit dabei! :)

    Liebe Grüße, Sassi
     
  9. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo Ihr alle,

    echt schön, wie viele mich hier aufmuntern wollen.
    Hier fühlt man sich wenigstens verstanden...
    Ich denke es ist schon am wichtigsten, dass man selbst weiß woran man ist - was die anderen denken sollte einem möglichst egal sein.
    Und mit meinem Freund habe ich da echt viel Glück.

    Ich denke, das braucht einfach etwas Zeit, aber ich bin da schon selbstsicherer geworden.
    Euch allen noch ein schönes sonniges Wochenende.

    Gruß

    TriaGirl