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Erstantrag beim Versorgungsamt

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von tynka, 14. August 2003.

  1. tynka

    tynka Guest

    Hallo zusammen,

    nun habe ich nach Rat von meinen beh. Ärzten die Empfehlung bekommen, Schwerbehinderung beim Versorgungsamt zu beantragen.

    Nun habe ich aber die Fragen dazu:

    -Gibt es ein Katalog vom Versorgungsamt, den ich evtl. auch übers Netz bekommen, so das die Einschränkungen der einzelnen Erkrankungen beschrieben sind?

    -muss ich irgendwelche Befunde dazuhinzufügen, evtl. auch Rö-Bilder?

    -wie lange dauert die ganze Prozedur beim Versorgungsamt?

    -alle behandelten Ärzte angeben, oder auch angeben, wenn ich z.B. wg. einer OP im KH war letztes Jahr, auch das angeben?

    -UND sonst was könnt ihr mir noch für TIPPS GEBEN, damit ich das meiste davon dann auch bekomme???

    Gruß Justy
     
  2. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    @Tynka

    Hallo Justy,

    ich habe Dir mal einige Links beigefügt. Schau mal, was Du davon gebrauchen kannst:

    http://www.armin-bartsch.de/
    (dort unter CFS -> Anträge ->Antrag auf Feststellung einer Schwerbehinderung)

    http://behinderung.org/index.html

    http://www.lvf.bayern.de/schwbg/hinweise.html

    http://www.symposion.com/MediChart/projekt2/26_18.htm


    Grundsätzlich musst Du alles angeben, was irgendwie bewertet werden kann, also alle behandelnden Ärzte, sowie KH-Aufenthalte.

    Dauer...mmh, ich denke die Bearbeitungsdauer liegt sicher bei vielen Wochen.

    Heute wird i.d.R. vieles abgelehnt und manche Prozente bekommt Mann/Frau häufig nur im Widerspruch. Aber wenn Dein Antrag gut ausgefüllt ist, kannst Du jetzt erst einmal nur den Versuch wagen ;)

    Viele Grüsse und viel Erfolg
    Sabinerin
     
  3. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo tynka,

    Du solltest Dir auf jeden Falle bei den entsprechenden Ärzten alle Berichte zu den Erkrankungen besorgen und diese dem Antrag beifügen. Eigentlich ist das Versorgungsamt zwar verpflichtet alle Ärzte die Du benannt hast anzuschreiben, aber auch hier greifen die schmalen Kassen und - nach inoffiziellen Infos eines Mitarbeiters - kann es passieren, dass lediglich 1 bis 2 Ärzte schriftlich um Stellungnahme gebeten werden, dass verringert dann entsprechend Deine Chancen den Antrag durch zu bekommen.

    viel Erfolg bei der Antragstellung (ich habe dass gerade 6 Monate hinter mir). Übrigens dauert es ungefähr 2 Monate bis Du Bescheid bekommst.

    Gruß
    Birgit
     
  4. Easy

    Easy Das Schaf

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    Hally tynka,

    ganz wichtig: Schreibe nicht "nur" deine Krankheiten auf, sondern lege ein gesondertes Blatt dazu, auf dem du formlos schilderst, welche Einschränkungen du durch diese Erkrankungen hast. So kann sich der Sachbearbeiter ein besseres Bild machen. (z.B. Probleme mit dem Fußgelenk, aufgrund dessen kannst du nur noch 500m am Stück laufen, oder Entzündungen in den Fingergelenken, aufgrund dessen kannst du nicht mehr per Hand schreiben oder auf der Tastatur max. 1/2 Stunde, all so Sachen einfach).

    Liebe Grüße und viel Erfolg

    Easy
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    ji justy-tynka,

    wie easy schon erwähnt, schreib auf welche einschränkungen du mit de erkrankung hast. letztendlich wird nämlich nicht die erkrankung an sich zugrunde gelegt sondern die einschränkungen.

    so kann jemand mit einer fibro, die relativ sachte verläuft durchaus 100% arbeitsfähig sein und null prozente bekommen, während ein anderer mit einem schwereren verlauf durchaus 50% bekommt oder sogar nicht mehr erwerbsfähig ist.

    regelmässig wird demnach auch geprüft werden, ob sich an deinen einschränkungen etwas geändert hat, während du in therapie bist. so bin ich dank reha, mtx und kg zurückgestuft von 50% auf 30%, da ich zur zeit auf der arbeit nur noch geringfügige probleme habe.

    gruss kuki
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi justy,

    also ausm katalog aussuchen ist nicht. aber hier ne info schon mal bezgl. deiner epilepsie :

    zitat*********************
    Einstufung in Grad der Behinderung
    Epileptische Anfälle je nach Art, Schwere, Häufigkeit und tageszeitlicher Verteilung: v. H.

    Sehr selten
    (generalisierte große und komplex-fokale Anfälle mit Pausen von mehr als 1Jahr; kleine und einfach fokale Anfälle mit Pausen von Monaten) 40 %

    Selten
    (gener. große und komplex-fokale Anfälle mit Pausen von Monaten, kleine und einfach fokale Anfälle mit Pausen von Wochen) 50 - 60 %

    Mittlere Häufigkeit
    (gen. große und komplex-fok. Anfälle mit Pausen von Wochen, kleine und einfach fokale Anfälle mit Pausen von Tagen) 60 - 80 %

    Häufig
    (gen. gr. oder kompl.-fok. Anfälle wöchentlich oder Serien von gen. Krampfanfällen, von fokal betonten oder von multifokalen Anfällen; kleine und einf. fokale Anfälle täglich) 90 - 100 %

    Nach drei Jahren Anfallsfreiheit
    (bei weiterer Notwendigkeit von Behandlung mit Antiepileptika.) 30 %


    Ein Anfallsleiden gilt als abgeklungen, wenn ohne Medikation drei Jahre Anfallfreiheit besteht. Ohne nachgewiesenen Hirnschaden ist dann kein GdB mehr anzunehmen.

    hoffe es hilft dir schon mal weiter. was die einschränkungen eingeht , musst DU DEINE ganz eigenen aufschreiben und nicht irgendwas nehmen was im "katalog" steht.

    gruss kuki