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Erfahrung mit Promethazin bei MTX induzierter Übelkeit??

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von oleco90, 8. März 2012.

  1. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Hat jemand Erfahrung mit Promethazin??
    Wenn die herkömlichen wie MCP und Vomex nicht mehr helfen. Ebenso habe ich schon die homöopathische Schiene probiert, ist jetzt auch nicht der gewünschte Erfolg.

    Die Übelkeit ist fies und tritt mit dem aufwachen nach der MTX Spritze auf und hält 2 Tage an. Die Folsäure ist schon erhöht - auch ohne Erfolg. Zusätzlich nehme ich noch Leflunomid und so einige wenige NSAR. Eine zeitlang hatte ich das mit der Übelkeit mal unter Kontrolle, aber momentan ist das gar nicht tragbar, darum wollte der HA es mit dem Prothazin versuchen, bin aber etwas skeptisch wenn ich so im Netz recherchiere :(
     
  2. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    an Oleco

    Hallo!

    Ich habe starke Nebenwirkungen vom MTX. Montag ist Termin bei meinem
    Rheumatologen, wenn er mir nichts anderes verschreibt, versuche ich, einen neuen Arzt zu finden. Ich spritze seit vielen Jahren MTX und habe erst seit ca. drei Monaten diese Nebenwirkungen - Grippegefühl, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit usw.
    Mir helfen Promethazin-Tropfen sehr gut. Allerdings nehme ich die nur abends ein, weil sie (mich) müde machen. Dieses Medikament kann ich gut vertragen, ich hatte noch keine Nebenwirkungen.

    Viele Grüße von Tortola
     
  3. Claudia1965

    Claudia1965 Mitglied

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    Ich hab hier zur Vorsicht EMESAN Tabletten bekommen, noch hab ich sie nicht gebraucht, aber wenn dann sollen sie sehr gut helfen...
    Da Promethazin ein
    Arzneimittel aus der Gruppe der Phenothiazine zur Behandlung von Unruhe- und Erregungszuständen bei psychiatrischen Erkrankungen ist, würde ich eventuell auf das EMESAN ausweichen, das nur gegen Übelkeit und Erbrechen ist.
     
  4. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Hallo Tortola,
    nimmst du das Prothazin nur wegen der Übelkeit? Es sind ja noch andere Indikationen zugelassen, das ist genau das was mich auch verunsichert. :confused:
    Was mir auch auffällt sind starke Migräneanfälle, nach MTX hauptsächlich dann wenn diese furchtbare Übelkeit weg ist. :eek:

    @ Claudia1965

    Danke dir für den Tipp, werde ich mir wohl verschreiben lassen und testen. :top:
     
  5. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo ihr 3,

    als ich noch MTX genommen habe, hatte ich auch sehr starke Übelkeit und Erbrechen. Ich habe damals Odansetron bekommen.
    Das ist ein zentral wirksames "Anti-Spuckmittel". Das bekommen die Patienten auch bei den Chemos.
    Wenn ich meine Rituximab Infusion bekomme, habe ich auch immer starke Übelkeit - und da bekomme ich dann auch das Odansetron, teilweise als Schmelztablette, wenn es ganz schlimm ist als Infusion (bin dabei stationär im KKh...).

    LG NN
     
  6. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    an oleco

    Hallo!

    Ich nehme das Mittel nicht nur wegen der Übelkeit, sondern auch, weil ich 6-9 Stunden nach der MTX-Spritze unwahrscheinlich starken Juckreiz am ganzen Körper habe. Dagegen helfen die Tropfen sehr gut.

    Viele Grüße von Tortola
     
  7. Claudia1965

    Claudia1965 Mitglied

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    Ist das Emesan auch ;) Ich wollte auch so eines haben, da die Übelkeit von Chemotherapeutika über das ZNS ausgelöst werden und nicht weil der Magen ein Problem hat. Also einen Dopamin Antagonisten welches die Blut-Hirn Schranke überwinden kann..

    @oleco90

    Sag mal Bescheid ob sie wirken. Ich drücke dir die Daumen
    :top:
     
  8. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Hallo und danke erstmal an alle wertvollen Tipps. Das mit dem ZNS stimmt , aber MCP ist das auch und hilft mir null. Sollte eine Kombi aus MCP und Vomex machen das hat mich total vom Hocker gehauen :eek::( und wirkte auch nur ca. 2 Stunden..

    Der HA sprach auch von einem anderen Medikament, welches aber nur bei Chemotherapie bzw. Krebsbehandlung zugelassen ist. Somit wäre das für mich zwar hilfreich, ist wohl auch sehr teuer und würde die Kasse nicht bezahlen! :mad:
     
  9. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    ich habe atosil(promethazin) zur beruhigung bekommen,also nicht gegen übelkeit.
    außer, dass es nicht geholfen hat,hat es noch zu unruhigen beinen geführt.
     
  10. tg0108

    tg0108 Neues Mitglied

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    Antiemetika

    Also wenn Vomex nichts hilft, dann hilft EMESAN auch nicht. Diese enthalten Dimenhydrinat bzw. Diphenhydramin also quasi den gleichen Wirkstoff - D.hydrinat (weniger Müdigkeit) wird im Körper zu D.hydramin (niedrigere Dosierung).
    Ist übrigens ein Antihistamin (sehr stark) und nur gering wirksamer Dopaminantagonist. Mäßig Antimuscarin - Rezeptfrei.

    Dopaminantagonisten sind MCP (Dopaminantagonist-stark, Antihistamin-gering, Antiserotonin-mäßig) Weiter Dopaminantagonist der MCP ähnlich ist mit den Wirkstoff Domperidone (Motillium) hatt weniger NW da die Blut-Hirnschranke nicht überwunden wird, dafür am Brechzentrum aktiv ist.

    Phenergan ist Antihistamin(sehr stark), Antimuscarin (mäßig) und Dopaminantagonist (mäßig). Also besser/stärker als Vomex bzw. Emesan. Ist übrigens nur ein schwach wirksames Neuroleptikum und wird heute nicht mehr für psych. Zwecke eingesetzt sondern für Übelkeit, Allergie... in England frei verkäuflich)

    Die stärksten Dopaminantagonisten sind wohl Haloperidol und Droperidol.

    Wenn die Kombi Vomex/MCP zu heftig war müsste mal beim Arzt alternativ nach Domperidone/Vomex gefragt werden. Mcp kann Unruhe hervorrufen und Vomex müde machen...
     
    #10 14. März 2012
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2012
  11. Claudia1965

    Claudia1965 Mitglied

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    Ja? Komisch, bei meiner Nachbarin (Chemotherapie) hat es super geholfen...merkwürdig oder? :rolleyes:
    Vomex im übrigen nicht...
     
  12. tg0108

    tg0108 Neues Mitglied

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    Der Glaube versetzt Berge. Der Name machts... Wie früher bei Oma das Mediament das 100 Mark kostet ist besser als das für 10 Mark obwohl das selbe Zeug drin ist...
    Also von daher :top::top: für deinen Tip.
    Und Chemo mit Emesan. Respekt. Funktioniert nur selten oder bei schwach emotogene Substanzen.
     
  13. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Hallo tg0108 und danke erstmal für den ausführlichen Bericht. Das mit dem Emsan hab ich auch schon gelesen und hab es somit gleich ganz sein lassen. Frage erst nochmal nen Neurologen und dann ist der Hausarzt dran :rolleyes:

    Irgendwas muss doch helfen... :cool:
     
  14. Claudia1965

    Claudia1965 Mitglied

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    Sag mal bist du ein Pharmareferent oder was? Das du dich nicht mal vorgestellt hast, und hier rumklugscheisserst macht dich für mich weder sonderlich sympathisch noch besonders seriös...

    DU weißt g a r nichts von mir, meiner Freundin noch was sie an Chemotherapie bekommen hat....sie bzw. mich mit deinen Sprüchen und Halbwissen als dumm darzustellen finde ich unverschämt! Davon abgesehen, zählt Methrotexat zu den schwach emotogenen Substanzen, Mr. oder Mrs. Allwissend.

    Und das war mein letzter Beitrag zu diesem Thema...
     
  15. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Nun hab ich also das Prothazin im Schrank stehen und meine Übelkeit hält sich in Grenzen. Verrückt! Was so ein Beipackzettel alles anrichtet :D:eek:

    Normalerweise trinke ich ja immer Ananassaft am MTX Tag, doch in den letzten Wochen hatte ich es satt und etwas schleifen lassen. Da hatte ich dann auch diese fürchterliche Übelkeit. Heute hab ich mich wieder dazu aufgerafft und siehe an - es hilft. :top: Kaum zu glauben! Die Übelkeit ist nicht völlig weg, aber sie belastet mich nicht mehr so.... hoffe es bleibt für länger!
     
  16. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Haloperidol ist stärker als das Atosil und könnte mehr gegen die Übelkeit helfen.
    Die Diskussion wegen dem Preis ist eh sinnlos. Wichtiger wäre es, daran zu denken woher die Übelkeit kommt. Und von daher ist/wäre Ondansetron eine gute wenn auch teure Möglichkeit. Dieses Mittel wird sehr häufig vor und nach OPs gegeben damit der Patient nicht erbrechen muss und die Narbe geschont wird. Migräne wird normalerweise mit MCP behandelt, jedoch wird auch hier bei Bedarf Ondansetron gegeben. Auch wenn MCP oder Atosil gerne gegeben wird, so sind NWs nicht selten. Einige Patienten vertragen MCP gar nicht und haben Krampfanfälle. Beim Promethazin sind sehr häufig unruhige Beine und die Schläfrigkeit.
    Neben Atosil gibt es noch Levomepromazin(Neurocil) was einen die Füße weghaut. Ich denke da verschläft man die Übelkeit. Sonst bin ich ja vieles gewohnt und brauche gute Ladungen, aber beim Levomepromazin hab ich nur noch geschlafen.
    Ich selbst vertrage MCP und auch Atosil ganz gut.
    Emesan kann wie Atosil auch kardiale NWs verursachen.

    Aber um es abzuschliesen, so frage ich mich, ob es sinnvoll ist beim MTX zu bleiben. Wenn die NWs so sind das sie nicht im Verhältnis stehen zum Gewinn, dann sehe ich persönlich nur einen Therapiewechsel. Denn wenn man ein Medikament nimmt um die NW des anderen Medis zu bekämpfen, wird man bald ein Medi brauchen um wiederum die Nw zu bekämpfen. Und so dreht sich die Spirale immer weiter. Und die ist gar nicht mal so selten. In der Geriatrie bekommt man dies oft zu sehen.

    LG
    Waldi
     
  17. Claudia1965

    Claudia1965 Mitglied

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    Da kann ich dir nur zustimmen!

    @oleco
    Schön das dir der Ananassaft helfen konnte! Ich kann ihn ehrlich gesagt auch nicht mehr sehen...letzte Woche hab ich ein halbes Glas mit Widerwillen getrunken und danach hätte ich ihn nicht mehr runterbekommen ohne das er mir sofort aus dem Gesicht gefallen wäre :D
    Ich hab es dann gelassen und ist auch gut gegangen...ich drücke dir die Daumen das es so bleibt...ich hoffe bei mir auch, ich bin heute abend wieder dran :rolleyes:
     
  18. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Die Übelkeit bei mir ist MTX induziert. Ich habe sonst nie Übelkeit nicht mal bei der Anzahl meiner Medikamente die ich sonst so genommen habe. Auch bei Migräne kenne ich weder Erbrechen noch Übelkeit. Die Übelkeit hat nix mit dem Magen zu tun sondern ist zentral- nervöser Natur. MCP hat mir von Anfang an nicht geholfen, hilft mir auch bei Magen Darm Problematiken ncihts.

    Das Ondansetron ist das Medikament welches ich meine mit "teuren", es sind als Indikationen angegeben Übelkeit, Brechreiz usw. bei Therapie mit Zytostatika und Strahlentherapie ebenso zur Prophylaxe nach OP's wie schon oben geschildert. Mir wurde gesagt, das mir das Medikament sicher helfen würde, es aber hierbei ein Problem der Indikationen gäbe und die Kasse es nicht zahlt. Natürlich gibts da immer Tricks usw. und im Notfall würde ich es sicher auch bekommen. Aber man muss ja erstmal die ganzen anderen ausprobieren. Und ehrlich gesagt für 6 Schmelztablette 43€ da würde ich als Arzt auch erstmal abwimmeln :cool:
     
  19. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Halo oleco,

    ich kann deinen doc nicht verstehen.
    Wie bereits geschrieben habe ich das Odansetron auf Anhieb bekommen, als ich unter massiver Übelkeit bei MTX litt. Mein Doc sagte damals nicht von wegen zu teuer oder das kann ich nicht verschreiben....er hat mir das damals empfohlen und gemeint das könnte mir dabei nur helfen, alle anderen wären zwecklos...
    Und auch jetzt ist das gar kein Problem, ich sage die Packung ist leer - und ich bekomme ne neue. Auf dem Rezept steht nur das Medikament, keine Begründung oder sonstiges.
    Ich an deiner Stelle würde nochmal mit dem HA sprechen. Das er das irgendwie Begründen muss, kann ich mir echt nicht vorstellen (vielleicht hat er Angst um sein Budget?).

    Ich habe die 8mg Tabletten von 1a Pharma, wobei ich auch teilweise andere Hersteller von der Apotheke bekomme. Und mal ehrlich im Vergleich zu den gesamten Kosten der restlichen Medis fällt das doch gar nicht mehr ins Gewicht!

    Ich wünsche dir viel Erfolg!!

    LG NN