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Enbrel Monotherapie - ohne MTX - habt ihr Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von anurju, 14. November 2012.

  1. anurju

    anurju anurju

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    Hallo liebe User,

    ich bekomme Enbrel, MTX und Cortison - was ja anscheinend eine "klassische Mischung" ist.
    Nur habe ich zunehmend Probleme mit MTX (Übelkeit, Kreislaufturbulenzen - nächtliche Herzattacken) - diese waren nach 4-wöchiger MTX-Pause (wegen Infekt) nahezu verschwunden.

    Nun frage ich mich, warum man in meinem Fall darauf besteht, beides zusammen zu geben. Sowohl meine Rheumatologin als auch ein Klinikarzt meinten, das wäre günstiger...
    Ich habe eine Mischung aus Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung, Rheumatoider Arthritis und undifferenzierter Kollagenose.

    Ich weiß, dass es Leute gibt, die Enbrel als Monotherapie bekommen. Könnten ihr mir bitte eure Erfahrungen damit schildern?

    Oder Begründungen eurer Rheumatologen, warum eine Kombinationstherapie günstiger ist.

    Vielen Dank und liebe Grüße von
    anurju :)
     
  2. holzwurm

    holzwurm Mitglied

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    Hallo,

    ich habe PsA und bekomme nur Enbrel, einmal wöchentlich und habe eigentlich auch keine Nebenwirkungen. Bin auch fast schmerzfrei bei dieser Therapie.

    Liebe Grüße vom holzwurm
     
  3. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Hallo liebe anurju!

    Guck mal hier: http://www.rheuma-online.de/news/artikel/wirksamkeit-und-vertraeglichkeit-nac.html
    Von der Kombinationstherapie verspricht man sich eine bessere Krankheitsremission.
    Trotzdem kenne ich auch jemanden, der Enbrel als Monotherapie bekommt und damit sehr gut zurecht kommt.

    Also ehrlich gesagt, würde ich mich weigern MTX weiter zunehmen, wenn damit solche Nebenwirkungen verbunden sind. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass deine Ärzte solche Nebenwirkungen tollerierbar finden.
    Wenn diese Nebenwirkungen für dich dennoch ok wären, würde ich mich zumindest bei Rheumadoc und Klinikärztin vergewissern, dass diese Nebenwirkungen nicht irgendwann zu einer Herzschädigung führen können.
    Ich wünsche dir, dass du so eingestellt wirst, dass es dir insgesamt bald besser geht!

    Ganz liebe Grüße
    Sassi
     
    #3 14. November 2012
    Zuletzt bearbeitet: 14. November 2012
  4. Jelka

    Jelka Mitglied

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    Enbrel als Monotherapie

    Hallo Anurju!
    Spritze Enbrel seit einem Jahr.Kortison habe ich bald ausgeschlichen,meine Rheumatologin haelt nicht viel davon.Vom Mtx war mir staendig schlecht,also auch damit Schluss.Seit einem halben Jahr nur noch Enbrel,woechentlich 50mg.Habe es gut vertragen,leichte Schmerzen waren da.Fuer meine Verhaeltnisse gut.Jetzt musste ich wegen einer Darmblutung zwei Wochen aussetzen.Das merke ich total.Ibu und Voltaren gehen auch nicht.Mal sehen wie es weiter geht.Dir alles Gute,liebe Anurju.Liebe Gruesse von Jelka.
     
  5. anurju

    anurju anurju

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    Vielen Dank schonmal für die Infos und Erfahrungen...

    @ Sassi - exakt das ist das Problem - bei mir hat man einen Schaden an einer Herzklappe festgestellt und außerdem eine "diastolische Funktionstörung" - beides nicht dramatisch, aber die waren vor 1 Jahr noch nicht da - und da fragt man sich ja schon, wie das kommen kann. Könnte auch von einer Angina gekommen sein - aber dennoch merke ich halt jetzt erst durch die MTX-Pause, dass es anscheinend doch daran liegt. Nur wollen meine Ärzte das nicht so richtig glauben... Ich möchte einfach Argumente sammeln, um die Monotherapie zu "begründen".
    Ich hatte erst 1 Jahr MTX - das hat schmerzmäßig zwar Erleicherung gebracht - aber Enbrel war um Lichtjahre wirkungsvoller.
    Insofern frage ich mich wirklich, ob diese Kombination dringend sein muss. Oder zumindest möchte ich auf eine minimale Dosis MTX runter, weil es mir einfach Lebensqualität raubt...

    DANKE nochmal an euch alle !

    Liebe Grüße von anurju :)
     
  6. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Liebe anurju!

    Wenn das so ist, kann ich dir nur raten deinen Ärzten mitzuteilen, dass sie sich eine Therapie ohne MTX überlegen müssen. Nur weil die bisher keinen Fall kennen, der mit MTX und Herzproblemen zu tun hat, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt.
    Ich würde erstmal für eine Enbrel Monotherapie plädieren und erst wenn das nicht reicht, muss man eben neu nachdenken.
    Aber mit Herzproblemem ist nun wirklich nicht zu spaßen und ich würde da kein Risiko eingehen.
    MTX wurde bei Vielen schon wegen deutlich geringerer Probleme abgesetzt.
    Wenn dein Gefühl und deine Erfahrung dir gezeigt haben, dass MTX und Herzprobleme bei dir zusammengehören, dann setz dich durch und bestehe auf eine Therapie ohne diese Nebenwirkungen!

    Liebe Grüße und halt die Öhrchen steif!
    Sassi
     
  7. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Sassi,

    du bist wirklich ein Schatz - tut gut, dass du mich bestärkst.
    Mein Hausarzt unterstützt mich da schon - aber weil der CRP doch ziemlich schnell angestiegen ist, seit MTX wegfiel, ist er halt auch unsicher.
    Er hat einen Rheumaprof hinzugezogen (kennt er von Kongressen) und der meinte, ich könne statt Enbrel ein anderes Basismedikament (Cimzia) nehmen, das etwas anders wirkt - aber gerade Enbrel möchte ich ja nicht wechseln, weil es mir unheimlich hilft.
    Der Prof. meinte, die Herzprobleme könnten nicht durch die Medikamente kommen - er denkt wohl eher, durch die Mischung aus Schmerzen, Entzündungsprozessen...
    Und gerade deshalb lieber bei der Kombination bleiben....
    Mein Bauchgefühl sagt halt was Anderes - ist nur immer schwer, das klar zu begründen bzw. "durchzuziehen", wenn man sich selber nicht so sicher ist und die Fachkompetenz fehlt.
    Ich gehe im Januar in eine Klinik (Innere Medizin - aber auch etwas naturheilkundlich orientiert) - zur Not kläre ich das dort - da wird mein Herz sicher auch nochmal genau durchgecheckt...

    Liebe Grüße und DANKE für die Ratschläge
    von anurju
     
  8. Sassi

    Sassi Neues Mitglied

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    Ein sehr guter Plan! :top:
    Die Ärzte sollten nur unbedingt bedenken, dass deine Herzprobleme fast weg gingen, als du MTX abgesetzt hattest.
    Frag dich bei den Ärzten schlau und tu dann das, womit auch dein Bauchgefühl und deine Entzündungen zurecht kommen!

    Alles Liebe und hab noch einen schönen Abend! :)
     
  9. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Sassi,

    genau - ist ja schließlich mein Körper ;-).
    Und wenn irgendwann das Herz ein echtes Problem hat, war es ja keiner gewesen...

    Ich wünsche dir auch noch einen sehr schönen Abend - hoffentlich geht es dir gut und deine Entzündungsbaustellen (zuletzt waren es ja die Knie, wenn ich mich recht entsinne) geben Ruhe!

    Liebe Grüße von anurju :)
     
  10. Andi1966

    Andi1966 Neues Mitglied

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    Hallo

    Ich nehme auch "nur" Enbrel weil ich mich weigere MTX und Cortison zu nehmen und für meine Rheumatlogin ist das kein Thema zumal ich recht gut damit klar komme.Und ab und an Schmerzen muss ich nicht mit noch mehr Medikamenten behandeln......

    LG Andi
     
  11. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe anurju,

    klar, wenn das herz klabastert macht man sich sorgen.
    weil du fragst, persönliche erfahrung mit enbrel als einzeltherapie habe ich,
    aber letzlich ist es völlig egal wie es mir damit ging, denn das besagt nichts
    über den verlauf bei dir ;)

    in der kombinationstherapie soll mtx die bildung von antikörpern gegen das biological verhindern, was die wirksamkeit der therapie einschränken kann, auch soll die röntgenprogression besser sein, als unter monotherapie. es wird beschrieben, dass mtx sich protektiv auf das risiko kardiovaskulärer erkrankungen auswirken kann. das bezog sich bei dem was ich gelesen hatte zwar auf psoriasis, ist aber vermutlich umlegbar. vielleicht beruhigt dich das auch etwas. ich habe keine info gefunden, die seriös eine herzproblematik ausgelöst durch mtx beschreibt, wenn jemand etwas dazu findet, würde es mich auch interessieren :)

    du müsstest ja mtx nicht gleich ganz absetzen, wie wäre es denn mit einer dosisreduzierung zu beginnen und dann mal zu schauen, wenn dein bauch so deutliche signale gibt? die entscheidung ein medikament zu nehmen liegt ja in letzter konsequenz bei dir.

    insofern, bitte hau mich nicht ;-), du weisst ja, dass unser herzlein sehr sensibel reagiert auf alles mögliche, stress, angst... wäre es u.u. möglich, dass der von dir beobachtete rückgang deiner beschwerden unter mtx-pause begründet sein könnte durch "mtx-stress"? mir selber hat mtx zum schluss wirklich stress gemacht. selbstverständlich kann die problematik auch organisch begründet sein, deshalb finde ich die abklärung im januar wirklich gut, bis dahin alles gute und keinen stress ;-) lg marie
     
    #11 15. November 2012
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2012
  12. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Marie,

    ich hau dich doch nicht - sondern bin dir extrem dankbar für deine Erklärungen und Hinweise.
    Das könnte durchaus sein, dass es da eine Art MTX-Streß bei mir gibt - mein Hausarzt meint eher, dass mein vegetatives Nervensystem einfach mit der Menge der Medikamente überfordert ist und dann so heftig reagiert (Herztheater) - nehme ja auch noch 2x täglich Tilidin und Nexium mups und andere Nettigkeiten.

    Ich bin gespannt, was meine Rheumatologin sagt und werde berichten.

    Liebe Grüße und nochmal DANKE !!!! von anurju :)