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eitriges sputum - was bedeutet das?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von bise, 9. Januar 2013.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    ich habe sjögren, die schleimhäute streiken, stellen immer mehr ihre tätigkeit ein. ich könnte nur noch trinken, ohne etwas zu essen.
    vor einigen monaten kam trockener husten hinzu. doch mit umstellung auf ein neues medi gibt es beim husten noch auswurf. habe diesen untersuchen lassen: pilze und bakterien - massenhaft.
    was wird dagegen unternommen?
    nix. der körper müsse sich selber heilen. das basismedi wurde abgesetzt. jetzt meldet sich das rheuma mit gewalt wieder, ich rotze herum, soll mich schonen. doch was hilft mir das? ich werde schwächer und müder, kriege kaum mehr was gebacken. den urlaub, für den ich lange gespart habe, konnte ich nicht antreten und musste stornieren. natürlich sind storno kosten fällig....
    warum kann nix gemacht werden?
    begründung der docs: das sei zu risikoreich, mit antibiotika würde mehr zerstört als genutzt. es müsse zugewartet werden.
    kann das so stimmen?
    habt ihr ne idee?

    lg
     
  2. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Hallo,
    nun insofern hat der Doc schon recht. AB kann hier noch mehr Schaden anrichten.
    Günstig wäre es die Schleimhäute in den Atemwegen feucht zu halten. Ein gutes Inhaliergerät(nicht so ein Geschoss aus dem Supermarkt) hilft hier gut. Der Flüssigkeit könnte man Medikamente zugeben um die Flora wiederherzustellen. Leider fällt mir im Moment der Name nicht ein. Ich weiss nur noch das es eine blaue Flasche war mit Tropfer. Das letzte Mal habe ich diese Behandlung in 01/2005 gehabt, also schon eine Weile her.

    Aufpassen sollte man aber, wenn der Rotz grüne Farbe bekommt. Dann hört der Spass auf und man sollte schon intervenieren. Auch wenn noch Fieber und Schweissausbrüche dazu kommen. Sollte der Doc an dieser Stelle immer noch darauf beharren nichts zu tun, dann bleibt nur noch eines übrig-einen anderen Doc/Klinik suchen.

    Das könnte ich mit auf den Weg geben. Versuch es mal mit dem Inhalieren ggf. Medis beigeben um die Pilze und ev. Bakterien abzutöten.

    Alles Gute!
    waldi
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    danke für den tipp. - mit dem inhaliergerät -

    der rotz ist gelblich-grün, je nach tageszeit.
    trinken ist selbstverständlich, wenn ich dazu nicht zu müde bin. leider habe ich jetzt ne abneigung gegen heisse getränke entwickelt, ich bevorzuge kühle, vornehmlich mineralwasser.
    ich vergass, der rheuma doc ist derzeit noch weg. doch ich bin mir sicher, er verweist auf die fach docs, da dies nicht seine baustelle sei.

    die kollagenose in so ausgeprägter form wie bei mir, ist leider für viele docs noch ein buch mit 7 siegeln, einfach zu selten, um sich damit eingehender zu beschäftigen.
    bin schon dankbar, dass sich überhaupt ein doc zeit für mich genommen hat und versucht, mir zu helfen.

    also immer her mit den tipps, bin derzeit zu kaputt, um mir irgendetwas zusammenzusuchen.

    lg
     
  4. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Waldmensch

    Ich wüsste sehr gerne, mit welchem Präparat die Mischflora des Atemtrakts wiederhergestellt werden kann :confused: - kannst du mir vielleicht helfen und den Namen nachliefern?
    Danke!
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

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    schliesse mich der bitte an, werde ich mir morgen sofort besorgen.
    lg
     
  6. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Ich mus morgen wieder in mein Stammlokal "Apotheke" und hoffe das ich "liefern kann". Mir ist es leider wirklich entfallen wie die Tropfen hießen, die in den Inhalator kamen. Geholfen haben sie mir damals nur der Geschmack war so lala. Aber besser lala wie Probleme mit der Lunge.

    Wenn ich zurückdenke gab es dies schon in der tiefsten DDR und wurde erfolgreich gegeben. Aber warten wir morgen mal ab, vieleicht fällt es meinem Apo-Kumpel ein.
    Ich habe schon meinen alten Arztbrief von damals durchforstet, aber leider steht da nichts...

    LG
    Waldi
     
  7. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Waldi,
    du würdest mir damit einen riesengrossen gefallen tun.
    aus der früheren DDR? das klingt gut. hoffentlich kann sich der apotheker noch/wieder daran erinnern.

    vor vielen jahren lag ich mal in einem kh in den neuen bundesländern. ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich inhalieren musste. die schwester hatte damals so ein fläschchen, wenige tropfen genügten. ich fragte sie, gegen was die denn helfen würden und sie erwiderte nur: gegen alles, was ihnen jetzt so gr. kummer macht. es hat tatsächlich geholfen.

    lg
     
  8. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Habs gefunden

    So ich habe gestern abend mit dem Apotheker gesprochen. Gleich kam er auch nicht drauf was ich wollte. Doch nun haben wir den Namen und ich gebe da auch gleich einen Link zum Hersteller mit Infos dazu:
    Tacholiquin und hier der Link:http://www.bene-arzneimittel.de/showlink-de-98.html

    Einen Haken hat es leider noch. Der "Pharmafritz" wusste im Hinterkopf, dass es vor Jahren ein Problem damit gab. Von daher ist er sich nicht ganz sicher, ob es das ursprüngliche Medikament ist. Gehe ich aber davon aus, dass ich 2005 es selbst mit Erfolg gebraucht habe , so denke ich das eventuell nur die Struktur geändert wurde.


    Ähm- Rückwärtsgang --> auf der Seite steht ganz fett --> unverändert! Also Entwarnung! Es gab hier nur eine Veränderung beim Status zum Medizinprodukt. Ich gehe hier davon aus, dass es so war wie mit vielen anderen Medis aus der DDR. Die bekamen eine Ausnahmegenehmigung und mussten im Nachgang einen Nachweis bringen. Aus diesem Grund gibt es Pentalong z.Z. nicht mehr auf Kassenrezept. Dabei ist dieses Medi schon jahrzehnte im Gebrauch und auch das einzigste aus der Gruppe der Nitrate wo keine Gewöhnung entsteht. Aber die deutsche gründliche Bürokratie verlangt halt seine Opfer ....

    LG
    Waldi
     
  9. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Waldmensch

    Auf welchem Weg stellt denn die Lösung des Bronchialschleims (auch Mukolyse genannt) die normale Flora wieder her? Ist es nicht einfach so, dass der Körper das selbst regelt?
     
  10. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    @Frau Meier
    ja es ist so richtig, dass der Körper alles allein regelt. Dafür gibt es Rezeptoren an den diversesten Stellen, die dem Gehirn Meldung machen wie der aktuelle Stand ist. Die Oberstube reagiert dann darauf und meldet den Untertanen(Agonisten, Antagonisten, Hormonen, Enzymen ....) was sie zu tun haben. Wenn dieser Kreislauf nicht gestört wird, dann regelt der Körper es allein. Nun kommen wir zum "ABER" - @Bine als Threadstarter hat das Sjögren-Syndrom. Wenn hier Probleme entstehen, sollte man diese unterstützen um Folgeschäden zu verhindern. Wobei es nun egal ist, ob man nun den Atemtrackt mit dem Medi hilft oder ein trockenes Auge mit Tränenersatz versorgt(Tränen werden doch auch eigentlich selbst vom Körper gebildet).
    Unterstützt man nun die Lunge, damit diese in der Lage ist die Schleimhäute zu regenerieren, so bietet man weniger Angriffsfläche für diverse Erreger und andere Keime. Letztlich geht es doch darum, dass sich dieser Schleim verflüssigt und leichter den Weg nach drausen schafft. Eine einfache und weniger belastende Methode, als wenn man doch sofort ein AB einsetzt.

    LG
    Waldi
     
  11. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Dass das Gleichgewicht der Infektabwehr bei Immunsupprimierten (und damit auch bei Sjögren-Betroffenen) nicht stimmt, ist nicht die Frage - sondern, ob eine alleinige Schleimlösung wirksam ist, gerade wenn und WEIL jemand eine gestörte Regenerationsfähigkeit der Schleimhäute hat.
    Wie stellt Tacholiquin die Mischflora des Atemtrakts wieder her? Das wollte ich verstehen....
     
  12. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    @Frau Meier, ganz allein wird es da Mittel nicht tun. Nur wenige Medis wirken direkt, meist setzten sie Voraussetzungen oder verändern Enzym- oder Hormonspiegel. Das erst einmal zum allgemeinen Verständnis. Und in diesem Fall ist es ebenso geartet. Man kann dem Körper/Schleimhäuten nur Voraussetzungen bieten. Ansonsten müsste man gleich die Lunge transplantieren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass das Tacholiquin den ph-Wert verändert, so dass eine weitere Vermehrung von schädigenden Erregern entgegenwirkt.
    Und wenn man ABs gibt, dann bestehen zusätzliche Gefahren, weil bekannter Weise diese nicht nur rein lokal wirken. Zerstören wir nun die nicht-pathogenen Keime(Bakterien, Keime, Pilze) in unserem Körper, werden wir an anderer Stelle zusätzlich krank weil unsere Abwehr zusätzlich gedämpft wird. Bestes Beispiel ist das man laut Werbung alles keimfrei halten soll. Entstanden sind daraus nun die Zunahme an Allergien, da sich die kindlichen Immunsysteme nicht damit auseinandersetzen konnte. Um es vorweg zu nehmen, diese Dinge sind evolutionsbedingt, dem Menschen mitgegeben worden. Tritt man dann mit dem "neuen" Erreger in Kontakt, folgt daraufhin eine übermäßige Immunantwort. Dies aber nur am Rande bemerkt, da es nicht unmittelbar damit zu tun hat.

    o @ Frau Meier ich gehe mal davon aus, dass ich es einigermaßen erläutern konnte um das Verständnis hierfür reifen lassen zu können. Sollten noch detalierte Fragen sein, dann gerne. Eine Bitte hätte ich da aber, denn ich kenne nicht den Wissestand bezüglich Anatomie und Medizin. Wenn ich diesen kennen würde, wüsste ich wie ich mich ausdrücken soll/darf.

    LG
    Waldi
     
  13. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Waldi

    Ganz herzlichen Dank für die ausführliche Erklärung. Ich glaube, mein Verständnis für die Zusammenhänge ist nun schon ganz gut gereift.

    Eine Anmerkung darf ich aber noch machen: bei bise liegt zumindest aktuell kein kindliches Immunsystem - wenn auch ein kompromittiertes - vor ;)

    Allerbeste Grüße, die Frau Meier
     
  14. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Ich find auch das man das nicht mit dem kindlichen Immunsystem vergleichen kann. Bei Menschen, die eine solche oder ähnliche Erkrankung wie bise haben und unter Immunsuppressiva stehen, kann es eben besser sein dann doch mal etwas häufiger zum Antibiotikum zu greifen, wenn was bakterielles vorliegt, denn das kann man dann nicht so abwehren wie andere Menschen und es kann dann schnell zu Lungenentzündung und co kommen und das ist auch schädlich, gerade für jemand mit Kollagenose unter Immunsuppresion. Ich bin auch kein Freund von schneller AB Gabe, aber es gibt ebenSsituationen, wo das häufiger sinnvoll sein kann, da ist eben nutzen und Risiko abzuwägen.
     
  15. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Hallo Bise,

    also ich an deiner Stelle würde mich an einen Lungenfacharzt oder eine Klinik mit Pulmologie wenden.
    Ich denke, dass ein guter Lufa nicht nur mit deinem eitrigen Sputum sondern auch mit deinen Bakterien,
    Pilzen und dem Sjörgen, das ja wohl auch die Lunge betreffen kann, etwas anfangen kann.
    Meinem LuFa waren die rheumatischen Erkrankungen, als ich das erste Mal bei ihm war,
    zumindest kein Buch mit sieben Siegeln.
    Ich weiß jetzt auch nicht welche Pilze du auf der Lunge hast, aber mein Mann hat z.B. ne Farmerlunge,
    verursacht durch Schimmelpilze auf der Lunge, die mit Cortisonaerosol und einem bestimmten
    bronchienerweiternden Mittel behandelt wurden, wenn er einen Infekt hatte, so ist ihm dass immer sofort auf die Lunge gegangen
    und er hat dann auch Antibiotika bekommen. Heute geht es ihm relativ gut, er braucht eigentlich nur noch Cortison,
    doch ist die Lunge immer noch sein Schwachpunkt und es sind auch immer wieder Antibiotika nötig.
    Du siehst, es kommt auf den jeweiligen Fall an, welche Medis man nehmen kann und welche kontraindiziert sind.

    Hoffe ich konnte dir etwas helfen

    Mummi