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Dringender Verdacht auf Fibromyalgie

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Kyrschja1986, 29. März 2013.

  1. Kyrschja1986

    Kyrschja1986 Neues Mitglied

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    Hallo,
    nach einer unglaublich langen Odyssee zu verschiedensten Fachärzten, habe ich heute, nach 10 Jahren, gehofft endlich eine Diagnose erhalten zu haben.
    Ich war bei einem Internistischen Rheumatologen, welcher folgendes in die Diagnose-Zeile schrieb: "Dringender Verdacht auf das Vorliegen eines Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie)".
    Das ist doch keine Diagnose...sondern eben nur ein "dringender" Verdacht, oder wie seht ihr das?:confused:
    Und vor allem, was geschieht nun? Kann mein Hausarzt da noch was machen? Mich an einen anderen Facharzt überweisen? Ich möchte ja nicht mit einem Verdacht leben. Die endgültige Diagnose wäre natürlich auch nicht schön, aber ich hätte endlich was in der Hand, nachdem bei mir schon eine Somatisierungsstörung diagnostiziert wurde :mad:
    Bin verzweifelt, hoffe auf Antworten!
     
  2. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    hallo Kyrschja,
    bitte sei nicht verzweifelt, das hilft nichts.

    ich versteh Dich, mir gehts ja ähnlich, wenn man so viele Jahre nur rumrennt und nicht weiß, was los ist....

    Die Docs nehme sich viel Zeit, beobachten, und grade Fibro ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. sie wollen sicher sein, dass nicht doch was anderes ist. Wenn der neue Doc Dich erst eimal gesehen hat, dann ist er halt vorsichtig.
    Aber er muss Dir doch gesagt haben, was Du tun sollst??

    Viele liebe Grüße, lass Dich nicht unterkriegen, wie gesagt, mir geht es sehr ähnlich, und das ist schon frustrierend.

    Entscheidend ist aber eh, dass Du DIch auf keinen Doc verlässt, sondern selber aktiv bist, Dich bewegst, Dich in Foren informierst und selber herausfindest, was Dir gut tut.

    In diesem Sinne schöne Ostern!
    mni
     
  3. Kyrschja1986

    Kyrschja1986 Neues Mitglied

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    Hallo,
    danke für deine Antwort. Mein Problem ist eben, dass der Arzt nichts gesagt hat, ich habe das ganze als Brief zugesendet bekommen, der gleichzeitg der Brief für meinen Hausarzt ist. Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob es überhaupt die feste Diagnose Fibromyalgie gibt, oder ob es immer nur den Verdacht darauf gibt.
    Ebenalls schöne Ostertage
     
  4. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Kyrschja,
    Was mir als allererstes auffällt ist folgendes:
    Fibromyalgie ist kein Weichteilrheumatismus, weil Fibro eine nicht entzündliche Erkrankung ist.
    Wenn es ein Weichteilrheumatismus wäre, dann könnte der Rheumatologe der Ansprechpartner sein.

    Hat er in dem Brief nichts von Wiedervorstellung geschrieben?
    Wurde bei dir Blut abgenommen, was wurde überhaupt an Diagnostik beim Rheumatologen gemacht?

    Die Diagnose Fibromyalgie gibt es schon, aber es ist, wie Mni schon geschrieben hat, eine Ausschlußdiagnose, d.h., alle in Frage kommenden Erkrankungen müßen ausgeschlossen werden.
    Die meisten Erkrankungen, die in Frage kommen, sind rheumatisch, aber auch neurolgische Krankheitsbilder kommen in Frage, das kommt eben stark auf deine Symptome an.
    V. auf heißt immer, daß die Diagnose noch nicht entgültig ist, das würde aber auch bedeuten, daß er, so sehe ich das zumindest, noch weiter untersuchen will.

    Dann hast Du ja eigentlich schon eine Diagnose, nämlich somatoforme Schmerzstörung.
    Es ist sehr häufig so, daß auch die Diagnose Fibro, von vielen Ärzten als Krankheit nicht anerkannt wird, sie sagen, es ist eine somatoforme Schmerzstörung, sehr häufig kommt das bei Neurologen/Psychiater vor.
     
  5. Kyrschja1986

    Kyrschja1986 Neues Mitglied

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    Hallo,
    ja, das mit dem Weichteilrheumatismus ist meinen Eltern auch aufgefallen, beide Krankenschwester/pfleger.

    Nö, von einer Wiedervorstellung steht nichts im Brief.

    Bei mir wurde im Laufe der gesamten Jahre immer mal wieder Blut abgenommen, beim Rheumatologen wurde auf HAB27, C3C4, Transferrin, Ferritin, Natrium, Serumkreatinin, Harnstoff-N, LDH, GOT, GPT, Gamma-GT, Harnsäure, Kalcium, Phosphat, CRP, Lymphopenie, Schilddrüsenparameter, CCP-Antikörper, Elektrophorese, Borrelien- Serologie IgG + IgM und Antinukleäre Antikörper getestet, allesamt unauffällig.
    Tender- Points waren positiv (hat aber ja anscheinend nicht mehr die Bedeutung wie früher).
    Vorangegangen sind Besuche bei Orthopäden,Neurologen, Osteopathen u.ä.

    Ja, aber zufrieden geben will ich mich damit nicht. Diese Diagnose ist gefallen, da ich beim Neurologen war um eine EMG machen zu lassen. Diese war unauffällig, also hat er , und das ihne sonst irgendein Gespräch o.ä., mir ein F 45.0 diagnostiziert:mad:! Wenn jmd. kompetentes dies diagnostiziert hätte, wäre es nicht so ein Problem für mich.

    Frohe und erholsame Ostertage und danke für die bisherigen Antworten!
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo Kyrschja1986, herzlich wilkommen!

    beim "weichteilrheuma" gibt es nichtentzündliche und entzündliche erkrankungen.

    das fms (fibromyalgie-syndrom) wird in der internationalen klassifikation der krankheiten in dem unterkapitel "sonstige krankheiten des "weichteilgewebes" aufgeführt (M79.70) anderenorts nicht klassifiziert.

    ob das alles so bleibt ist die frage, vor dem hintergrund einer neuen studie zum fms,
    bei der beeinträchtigungen / schädigungen an den kleinen nervenfasern gefunden wurden, wenn auch nur bei einer kleinen gruppe von patienten, damit läge eine organische erkrankung (neuropathische schmerzen) vor, aber wir werden wohl noch ein weilchen warten müssen und schauen, was passiert....

    lg marie [​IMG]